Psychowissenschaftliche Grenzgebiete

 
Thema: Kinder, Jugendliche und Erziehung * (Fortsetzung 1)
       

Frage : Aus aktuellem Anlaß haben wir zwei Zwischenfragen: Elisabeth Kübler-Ross, die bekannte Sterbeforscherin ist tot. Mit 78 Jahren starb sie am 25. August 2004 in ihrem Haus in Scottsdale (US-Bundesstaat Arizona). Wie hat diese Sterbeexpertin ihren eigenen Übergang in das Geistige Reich erlebt?

SETHAN : Der Übergang dieser Seele ist mit sehr viel LICHT und mit sehr vielen SEELENWESEN verbunden gewesen. Sie hat ihre REISE angetreten in dem Glauben und mit der innerlichen Verabschiedung, welche diese Seele für sich schon hier auf Erden nach außen getragen hatte. Diese Seele hat ihre HEIMKEHR ins Geistige Reich gefunden und sie wird dort ihren Weg und ihre Weiterentwicklung fortsetzen.

Frage : Ein Leser schrieb u. a.: "…Mir haben sich in letzter Zeit (auf telepathischem Wege) einige WESENHEITEN als geistige Führer vorgestellt, die auch mit Ihnen (im Medialen Arbeitskreis) zusammenarbeiten." - Könnt ihr das bestätigen?

SETHAN : Diese Seele hat Kontakt zu WESENHEITEN, die höhergestellte EBENEN einnehmen, das ist richtig. Es ist jedoch nicht so, daß FÜHRUNGSWESENHEITEN, die hier im TEAM mit euch zusammenarbeiten, ebenfalls mit diesem Erdenseelenmenschen in Berührung gekommen sind.

Frage : Danke. - Erfahrene Pädagogen und Erzieherinnen glauben, daß Mädchen und Jungen von Anfang an anders sind. Jungen erscheinen als selbstbewußt und ungestüm, sind forsch und interessieren sich für alles Technische. Demgegenüber wird den Mädchen nachgesagt, daß sie bescheiden sind, eine gute Beziehung zu ihrem Körper haben und ihre Gefühle gut ausdrücken können. Auch wären Mädchen sprachlich gewandter und hätten ein besseres Sozialverhalten als die Jungen. Stimmt das?

SETHAN : Es sind genetische Impulse, die durchaus vorhanden sind. Ihr wißt, daß jeder von euch Menschen eine Ebene zur Männlichkeit wie auch zur Weiblichkeit besitzt. Dieses Yin/Yang-Verhalten ist in jeder menschlichen Seele vorhanden und wird geprägt durch das, was ihr in eurem irdischen Leben einnehmt. Es ist jedoch ebenfalls so, daß es gewisse Charaktere gibt, die nach außen hin Besonderheiten aufweisen, die zurückzuführen sind auf das, was diesem Seelenwesen entgegengebracht wurde. Es sind Erziehungsmaßnahmen, die dadurch bestimmt sind, das Mädchen hier eine ganz andere Erziehung genießen als Jungen. Dies ist durchaus so zu sehen.

Es ist ein Gleichschritt dieser beiden Ebenen, der dadurch gekennzeichnet ist, daß sich gewisse Merkmale nicht mehr so festmachen lassen, wie in früherer Zeit. Früher war das Merkmal der Männlichkeit, daß man eine Familie ernähren mußte. Das ist heute nicht mehr gegeben. Es wurden von eurer Gesellschaft ganz andere Standards gesetzt, welche die alten Standards aufgehoben haben. Dies wirkt sich in eurer Führung und Erziehung aus und spiegelt sich in dieser wider. Die Gesellschaft und insbesondere die Familienstruktur haben sich bei euch stark verändert.

 

Frage : Sind diese neuen Standards gut für die Entwicklung der Jugend?

SETHAN : Für die Entwicklung der Seele ist es eine gute Ebene, weil die Seele nicht mehr kämpfen muß gegen die andere Seite, die ebenfalls in jedem Körper vorhanden ist. Es wurden Kämpfe und innere Ängste und Zwänge aufgehoben, die früher vorhanden waren.

Frage : Inwieweit spielen neben den biologischen Anlagen die kulturellen Einflüsse eine Rolle, ob ein Mädchen sich wie ein Mädchen verhält und ob ein Junge sich wie ein Junge benimmt?

SETHAN : Kulturell gibt es bei euch auf eurem Erdenplaneten sehr große Unterschiede. Traditionelle und geschichtliche Rahmenbedingungen sind für manche Völker durchaus sehr wichtig. Die freie westliche Erziehung beinhaltet eine andere Rahmenbedingung, als in einem strenggläubigen Land, wo Regeln noch sehr stark vorhanden sind. Dort gelten sehr strenge Familienrechte und danach müssen sich insbesondere auch die Kinder richten. Das bedeutet, daß schon im frühen Alter ganz bewußte Aufgaben und Regeln mitgeteilt werden, die diese Kinder in ihrem Leben beeinflussen. Sie kommen aus diesem engen Traditionsmuster nur sehr schwer heraus und deswegen gibt es auch die Unruhen in diesen Ländern, wo es spürbar ist, daß dort versucht wird, die Traditionen aufzuheben.

Frage : Im Alltag vergißt man manchmal, daß Jungen nicht von Geburt an stark und selbstbewußt sind. Inwieweit prägen die Erwachsenen das geschlechtliche Rollenverhalten der Kinder?

SETHAN : Das ist noch eine Ebene, die durchaus geläufig und bei euch auf diesem Planeten oft zu finden ist. Ein Junge besitzt für viele Familien - und insbesondere für viele traditionelle Familienverbände - einen hohen Stellenwert. Somit wird ein Junge auch eine ganz andere Erziehung genießen, nämlich eine strengere und geregeltere Erziehung, d. h. der Junge wird in ein Muster gepreßt, das vielleicht seiner Seele gar nicht gut tut. Er muß den Normen und dem Regelwerk entsprechen, was die Familie vorlebt.

Frage : Wie schädlich ist es für die Entwicklung, daß die heute allgegenwärtige Werbeindustrie die Kinder frühzeitig auf ihre Rolle als Frau oder Mann fixieren?

SETHAN : Das ist eine Ebene, die sehr starken Einfluß nimmt, gerade auf die seelisch/geistige- und körperliche Entwicklung. Dort werden Grenzen überschritten und junge Seelenmenschen beeinflußt, was in früherer Zeit nur den Eltern und den engsten Familienangehörigen vorbehalten war.

Kinder orientieren sich nicht nur an der Erwachsenenwelt, sondern auch an ihren Freunden und Gleichgesinnten, d. h., daß sie dort versuchen, nicht aus dem Rahmen der Regelwerke zu fallen, weil sie merken, daß sie sonst unterliegen. Das ist dann normalerweise eine Aufgabe im geistig/seelischen Bereich, nämlich diese Kinder aufzufangen. Das findet aber nicht statt, weil die Eltern ebenfalls keine Orientierungshilfe besitzen, noch über solche Gedankenwelten verfügen.

 

Frage : Die Jugend von heute wird als "Generation @" bezeichnet, weil sie sehr viel Freizeit im Internet oder mit anderen elektronischen Medien verbringen. Ein Großteil der Kommunikation erfolgt bereits per Mobilfunk, SMS, E-Mail usw. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich noch weiter beschleunigen. In der Familie wird man sich den neuen Medien gegenüber nicht verschließen dürfen, um den Kindern Medienkompetenz zu vermitteln. Wie seht ihr dieses Problem, bezüglich der kindlichen Entwicklung?

SETHAN : Es ist ein Phänomen eurer Zeit, was nicht aufzuhalten und nicht abzuschaffen ist. Es sollte jedoch versucht werden, eine Gegenebene für die Kinder und Jugendlichen zu finden, d. h. die Erwachsenen, die Eltern, alle, die mit Kindern zu tun haben, müssen Gegenpole und Gegenaspekte setzen, d. h. den Kindern einen Freiraum bieten, in dem sie noch andere Ziele und andere wichtige Elemente kennenlernen und schätzen lernen können.

Derzeit ist eure Gesellschaft im Umbruch, d. h. ihr beginnt neue Wege und neue Ebenen zu suchen. Derzeit habt ihr aber noch keine Möglichkeit gefunden, auf die Sprache und auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und Kinder einzugehen. Häufig sind die Gesprächsebene und die Kommunikation zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen abgebrochen. Es liegen Störungen vor und Kommunikationsunterbrechungen, so daß es derzeit so ist, daß die Erwachsenen auf ihrer Ebene leben und die Kinder und Jugendlichen auf einer anderen. Es muß eine Möglichkeit gefunden werden, daß beide wieder miteinander kommunizieren und die Kinderseelen und jugendlichen Seelen lernen, ihre Bedürfnisse auf andere Art zu befriedigen.

Frage : Du sagtest, die Eltern sollten "Gegenaspekte setzen". Heißt das, man sollte den Kindern zugleich alternative Freizeitangebote nahebringen, wie z. B. Basteln, Malen, Werken, Musizieren, Tanzen, Brauchtum und Festgestaltung, was zugleich die Möglichkeit einer Kreativitätsförderung bietet?

SETHAN : Es ist immer wichtig, andere Ebenen oder andere Strukturen für Kinder offenzuhalten und da ist gerade das Freizeitangebot eine Ebene, auf der man Jugendliche erreicht. Es ist wichtig, daß Kinder und Jugendliche außerhalb ihres Elternhauses einen Freiraum erhalten, um andere Erfahrungen und andere Wertigkeiten zu erlernen.

Frage : Für wie wichtig seht ihr es an, daß Kinder in ihrer Entwicklungsphase alle ihre Sinne einsetzen können, um ihre Lebenswelt zu erfahren?

SETHAN : Es ist das höchste Gut, was euch derzeit zur Verfügung steht, nämlich über eure Sinne die EBENEN wahrzunehmen, die für euch nicht greifbar sind. Die Schärfung eurer Sinne beinhaltet gleichzeitig eine Erhöhung und Förderung dahingehend, daß ihr Kontakt über außersinnliche Wahrnehmung bekommen könnt.

Durch das Musizieren oder durch eine Förderung im Sprachlichen, im Hören, im Schmecken folgt eine Ebene, die dazu führt, daß ihr über euren materiellen Körper hinaus auch die feinstofflichen EBENEN wahrnehmen könnt.

 

Frage : Erziehung wird in unserer irdischen Welt von unterschiedlichen Personen und Institutionen durchgeführt und sichergestellt, wie z. B. durch Schulen, Kindergärten usw. Was haltet ihr von diesem Mischwerk von Erziehungsmaßnahmen, die die Kinder in unserer Gesellschaft erfahren?

LUKAS : Nun, wenn gute Lehrende vorhanden sind, ist das eigentlich für die Kinder egal, ob Schule, Kindergarten, Familie und was sonst in erzieherischer Aktivität bei euch vorhanden ist.

Statt dessen ist das Gegenteil der Fall. Und so ist es kein Wunder, daß Jugendliche und sogar Kinder die Erwachsenen fragen, wozu sie überhaupt auf Erden leben und ihren leiblichen Eltern die bittersten Vorwürfe machen, daß sie von ihnen in diese Welt gesetzt wurden.

 

Frage : In den letzten 100 Jahren gab es unterschiedlichste Erziehungsstile, sei es Erziehung mit "Zucht und Ordnung" oder, wie in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts, die sog. "Antiautoritäre Erziehung". Was haltet ihr von diesen Erziehungsrichtungen?

ELIA : Das sind dümmliche Denkweisen. Ihr Menschen fallt von einem Extrem in das andere! Wir sagen noch einmal:

Ihr müßt bedenken, daß ohne eine sinnvolle GRUNDAUSBILDUNG weiterführende SCHULEN keinen Sinn machen. Daher ist die Erde als "GRUNDSCHULE" - in Anführungszeichen - so wichtig. Wir hatten schon einmal darauf hingewiesen.

Frage : Wenn man davon ausgeht, daß die Erziehung auf Erden von jedem Seelenwesen in Anspruch genommen wird, dann muß doch die Erziehung in vorhergehenden Leben die Seele mit geprägt haben. Stimmt das?

(TB: Ja, sehr recht.)

LUKAS : Oh ja, das ist so.

Frage : Und wenn eine Seele Reinkarnationsetappen mit unterschiedlichen Erziehungsstilen durchlaufen hat, wird sie dann auch durch diese Unterschiede geformt?

(Wechsel im Schriftbild)

ELIA : Das ist weniger der Fall, weil bei einer erneuten Inkarnation die Seele ihr neues Erdenleben ohne die negativen Belastungen aus ihrem Vorleben beginnen kann. Die Einflüsse der elterlichen Gene sind vorhanden, die allerdings durch die Persönlichkeitsentwicklung durchaus abgebaut bzw. umgepolt werden können, sonst hätte die Seele keine Entwicklungsmöglichkeit. Erinnerungen an die Verfehlungen aus früheren Leben können sehr stark belastend sein, daher sind diese aus gutem Grund nicht vorhanden.

 

(Wechsel im Schriftbild)

 

LUKAS : Wir hoffen, daß ihr den Wechsel bemerkt habt, obwohl ELIA mit seinem Namen nicht gut unterschreiben konnte.

 

(Wurde bestätigt)

 

Frage : Wie seht ihr die religiöse Erziehung, z. B. im Katechumenen- und Konfirmandenunterricht und auch in nichtchristlichen Bereichen?

LUKAS : Abgehoben und zum Teil sehr weltfremd.

Frage : Was müßte man verändern? Was wird benötigt?

LUKAS : Dazu benötigt ihr jedenfalls keine dicke Bibel. Es genügt die Wahrheit in kurzer Form und diese Wahrheit muß eine weltweite Gültigkeit besitzen.

Bemerkung : Die katholische Kirche soll über Informationen verfügen, die dokumentieren, daß es ein Leben nach dem Tode gibt und für jeden Menschen eine Auferstehung. Wenn dieses Wissen trotzdem nicht gelehrt wird ist das einfach unglaublich.

LUKAS : Der Vatikan sollte endlich offenlegen, was Eingeweihte längst wissen. Diese Institution sollte Farbe bekennen und ihre Fehler, die zum Teil bekannt sind, schriftlich darlegen und zugeben, daß gefehlt wurde. Das wäre ein guter Schritt in die richtige Richtung. Der derzeitige Papst (Johannes Paul II.) hat es versucht und schon einiges benannt, was einst falsch gemacht wurde. Er hat auch darauf hingewiesen, daß auf kirchliche Anordnung hin Menschenblut geflossen ist. - Es war ein guter Anfang, doch leider nur ein Rinnsal, das schnell versickerte. Die derzeitigen Machtstrukturen sind so gelegt, daß jeder, ohne Ausnahme, sofort zurückbeordert wird, wenn er Dinge von sich gibt, die nicht in die kirchliche Lehre hineinpassen. Dieser Absolutheitswahn wird der Kirche das Genick brechen!

Derzeit sehen wir nur die Möglichkeit durch private Zirkel, ähnlich wie dieser hier, die Wahrheit zu verbreiten. Daran wird sich vorerst nichts ändern, so lange nicht eine für alle Menschen sichtbare Demonstration am Firmament erfolgt.

GOTTES Wege sind sehr weise. Nur langsam kommt auf Erden etwas in Bewegung, was auch für uns noch nicht absehbar ist, weil der Mensch und seine unberechenbaren Handlungen für niemanden zu kalkulieren sind. Deshalb sind Voraussagen immer mit einem Fragezeichen versehen und zeitliche Angaben erst recht. Doch wir werden die Hoffnung niemals aufgeben und das solltet ihr auch nicht.

Frage : Viele Menschen sind heutzutage desorientiert und empfinden ihr Leben als sinnlos. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahrzehnten wahrscheinlich fortsetzen. Inwieweit kann man durch eine religiöse bzw. ethisch geprägte Führung der Kinder dazu beitragen, daß sie sich Werte und Moralvorstellungen aneignen und für sich selbst einen Lebenssinn finden?

SETHAN : Die Desorientierung hängt damit zusammen, daß es für viele Seelen keinen erkennbaren Sinn gibt, hier auf Erden weiterhin zu existieren. Sie wissen nicht, weswegen sie hier sind und weswegen sie den Weg auf Erden – und sei er noch so kraftvoll – gehen sollen. Sie sehen nicht, daß das Leben auf Erden nur eine kurze Etappe ist, für ein weiteres DASEIN im Geistigen Reich, das das WAHRE LEBEN ist.

Mit der Moral und Würde, wie sie derzeit auf Erden euch Seelenmenschen beeinflußt, wird nicht sehr viel Information von der Wahrheit weitergeführt. Daraus folgt, daß ihr als Erwachsene sehr über eure Verstandesebene geht und somit keine Möglichkeit erhaltet, mit eurem Herzen und eurer Seele zu sehen.

 

Frage : Kann dadurch auch die Grundlage für späteres soziales Engagement gelegt werden, die Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen?

SETHAN : Es wäre ein Grundstein und eine sichere Basis dafür, daß die göttlichen GESETZE, die wir hier in vielfacher Form durchgegeben haben, ganz anders ihre Wirkung erlangen. Das heißt, daß keine Kriege, keine Mißachtung, kein Neid und kein Haß mehr hier auf Erden vorhanden wären, weil die Kinderseelen bzw. alle Seelen, die sich mit der Göttlichkeit auseinandersetzen, demgegenüber eine ganz andere Wertung und Achtung entgegenbringen. Dadurch wäre die gesamte ENERGETISCHE BASIS eine vollkommen andere; sie wäre nicht mehr erfüllt mit Haß und Neid, sondern mit LIEBE und Brüderlichkeit.

Frage : Gerade in der heutigen hektischen Zeit fehlen den Kindern Gesprächspartner, denen sie ihre Gedanken und Gefühle anvertrauen können und die wirklich zuhören. Wie seht ihr dieses Problem?

SETHAN : Die Kommunikation wird bei euch auf ein Minimum beschränkt. Kinder und auch Erwachsene leben in ihren eigenen Zeiträumen und in ihren eigenen Alltagsgeschehnissen. Es finden kaum noch Kommunikationskontakte statt. Auch in der Schule sind nur noch das Abfragen und eine Direktübermittlung von Wissen vorrangig. Ein Gespräch zu führen oder gar über Gefühle zu reden fällt euch auf Erden sehr schwer. Dadurch ist von vornherein eine Barriere vorhanden, so daß Gefühle wie LIEBE und Anteilnahme, Trauer und Wehmut, solche Elemente, überhaupt keinen Platz in eurem Gesellschaftsgeschehen finden.

Frage : Tut man Kindern einen Gefallen, wenn man ihnen alle Steine aus dem Weg räumt?

SETHAN : Kinder benötigen, so wie Erwachsene, auch ihre Erfahrungselemente. Auch Kinder haben das Recht Fehler zu machen, um daran zu lernen. Wichtig ist, daß sie von Erwachsenen oder liebenswerten Begleitern aufgefangen und geschützt werden und in ihrer Not jemanden haben, um sich auszutauschen. Hier, in eurer Gesellschaftsform, ist leider die Ellenbogenebene diejenige, die Vorrang hat.

Frage : Die Welt wird immer komplexer, schwieriger und stressiger. Die Zukunft ist unbekannt. Wie kann man seine Kinder dafür besser wappnen?

SETHAN : Wichtig ist, daß die Erwachsenen und besonders die Eltern, den Kindern Sicherheit, Struktur und Rahmenbedingungen bieten. Das bedeutet, daß die Beziehungs- und Kommunikationsebene eine sehr gefestigte sein muß. Eltern müssen erkennen, wenn Kinder in Nöten sind und in emotionale Schwankungen geraten. Dies ist leider bei euch in vielen Ebenen abhanden gekommen, nämlich daß die Erwachsenenwelt gar nicht mehr mitbekommt, wenn Kinderseelen weinen. Das Gespür dafür, d. h. die feinstofflichen SCHWINGUNGEN sind verlorengegangen. Das Bindeglied zwischen Kindern und Eltern ist sehr häufig gestört und nicht sehr bindungstragend. Eltern können durch ihre Sicherheit ihren Kindern einen Rahmen bieten, so daß die Kinder, ohne ängstlich zu werden, in die Zukunft schreiten können.

Frage : Wenn das aber nicht möglich ist, wie sollen die Kinder in dieser Welt überleben?

SETHAN : Es wurde von LUKAS geschrieben, daß dadurch viele Kinder krank werden, nicht erst als Erwachsene, sondern schon als Kinder oder Jugendliche.

Frage : Finden sich Kinder im Leben besser zurecht, wenn sie gelernt haben, daß auch die Bedürfnisse anderer Menschen eine Rolle spielen?

SETHAN : Das ist hilfreich, weil die Kinder dann erkennen, daß auch sie vielleicht einmal Hilfe benötigen. Das Geben und das Nehmen sind miteinander verbunden. Auch Kinder haben ein Anrecht etwas annehmen zu können, wenn es ihnen schlecht geht und genauso müssen Kinder auch lernen, Bedürftigen und anderen Menschen etwas zu geben, sei es durch ein Gespräch, durch Zuhören oder allein durch ihre Existenz, d. h. einfach nur da zu sein. - Kinder müssen im frühen Alter lernen, diese Gesetzmäßigkeiten für sich zu verinnerlichen, um zu erkennen, daß sie nicht allein sind, sondern daß es immer ein Miteinander, ein Wir-Gefühl gibt, sonst sind sie isoliert und können sich nicht weiterentwickeln. Ihr Menschen benötigt die Umwelt, um von dort Informationen und Kontakte zu erhalten, damit ihr euch weiterentwickeln könnt.

Frage : Wie wichtig sind Haustiere für die Entwicklung von Kindern?

SETHAN : Für Kinder beinhalten Tiere das Gefühl, daß sie Verantwortung tragen und den Schutz für die Tiere erkennen. Sie müssen die Haustiere versorgen, weil sie sich selbst nicht versorgen können. Sie können diese Tiere liebhaben und werden von den Tieren so akzeptiert und angenommen, wie sie sind. Tiere werden nicht böse oder verweigern sich der Zuwendung. Kinder lernen über diese Schiene das Annehmen und das Abgeben von LIEBE und können das für sich trainieren, da sie Tröster besitzen, die sie dann für sich in Anspruch nehmen können, wenn sie sie brauchen.

Frage : Genau genommen sind Kleintiere aber keine Haustiere. Sie werden in jedem Fall auch in einem noch so großen Käfig gegen ihre Art gehalten. Wenn das Freiheitsberaubung ist, kollidiert man dann nicht wieder mit einem göttlichen GESETZ?

SETHAN : Es kommt immer auf die Art der Haltung und auf die Art der Fürsorge an. Auch Tiere haben ein Recht auf eine artgerechte Haltung. Sie sind auch Geschöpfe GOTTES, was berücksichtigt werden muß. Tiere, die in einem Käfig leben, haben einen Anspruch darauf, versorgt und gepflegt zu werden. Wenn dies nicht passiert und diese Tierseelen dadurch verkümmern, macht sich der Mensch schuldig, hierbei versagt und Tierseelen verletzt zu haben.

Frage : Die starke Zunahme von Allergien bei Kindern und Jugendlichen wird u. a. darauf zurückgeführt, daß das kindliche Immunsystem in unserer super-hygienischen Umwelt zu wenig gefordert wird und deshalb bei Lappalien überreagiert. Gefahr droht im Alltag inzwischen weniger von den Bakterien, als vielmehr von den Mitteln, die die Bakterien vertreiben sollen. Wie seht ihr das Problem?

SETHAN : Dieses ist sicherlich zum Teil darauf zurückzuführen, weil ihr heute Mittel verwendet, die hoch toxisch sind. Wenn ihr z. B. Tiere mit antibakteriellen Mitteln besprüht, können sich diese Tiere trotzdem daraus weiterentwickeln und weiterleben und sich immun machen, gegenüber diesem Gift. Ihr Menschen seid jedoch in dieser Art eurer Entwicklung nicht so ausgestattet, daß ihr gewisse toxische Gifte verarbeiten könnt. Aufgrund des gesamten Umweltsystems, was ökologisch nicht mehr im Gleichgewicht ist, sind das Gefahren, die darauf zurückzuführen sind und daß viele Allergien, insbesondere Haut- und Bronchialerkrankungen vorliegen. Dies ist ein Bestandteil eurer Umwelt und eurer Ernährung, ein Kreislauf, der zurückzuführen ist auf euer gesamtes ökologisches System. Ihr müßt erst eine Widerstandskraft entwickeln und wieder Abwehrkräfte produzieren, damit euer Körper darauf nicht mehr reagiert.

Einwand : Wenn man aber die Umwelt eines Kleinkindes frei von Krankheitskeimen hält, dann kann sein Immunsystem sich nicht trainieren, um mit den üblichen und häufigen Erregern fertigzuwerden.

SETHAN : Alles in seinem Maß und in seiner Ausgewogenheit! Kinder benötigen die Umwelt, um ihren Körper genau dahingehend zu stabilisieren und um gesunden zu können. Ein Kind benötigt seine Grippe und seine Kinderkrankheiten, damit der Körper gegenproduzieren kann. Häufig ist es so, daß zu viele belastende Elemente im Kleinkindalter auf den Körper einströmen und die Zellen schon durch die Schwangerschaft der Mutter geschwächt und zum Teil fehlprogrammiert sind. Es bedarf einer Regenerierung dieser Zellen, die teilweise nur durch Medikamente vollzogen werden kann.

Frage : Es gibt Eltern und Pädagogen, die die Auffassung vertreten, daß ein Kind von Geburt an "erzogen" werden muß. Es muß an feste Still- und Flaschenzeiten, an feste Ausfahr- und Schlafzeiten getrimmt werden. Es bekommt spezielle Nahrung vom Flaschenkind bis zur Kinderschokolade. Durch eigenes Spielzeug wird das Besitzdenken eingeimpft. Nur bestimmen über das, was gekauft wird, sowie später die Wahl des Kindergartens und der Schule, tun in aller Regel die Erwachsenen und all diese von den Erwachsenen bestimmten Vorgehensweisen sind ihrer Ansicht nach zum Wohle des Kindes gedacht. Seht ihr das auch so?

SETHAN : Kinder besitzen in eurer Gesellschaftsform keine Lobby. Kinder dürfen ihre eigenen Bedürfnisse nicht in dem Maße zur Geltung bringen, wie sie es für sich gerne hätten. Häufig wird von den Erwachsenen etwas vorgelebt und vorprogrammiert, d. h., daß Kinder sich schon in einem gewissen Erwachsenenrahmen bewegen müssen. Erwachsene strukturieren den Alltag des Kindes und geben den Rahmen für die Ebene vor, die das Kind einnehmen soll.

Es gibt Familiengesetze, die sehr streng und sehr eng bemessen sind und die den Kindern kaum die Möglichkeit einer eigenen Entfaltung geben. Dies sind Prägungen, die die Erwachsenen von der Erziehungsform ihres eigenen Elternhauses mitbekommen haben. Es gibt bei euch sehr viele unterschiedliche Erziehungsstile, nicht nur durch die Uneinigkeit zwischen den Elternteilen, sondern auch dadurch, was von außen auf die Eltern strukturell einströmt. Die Umwelt stellt gewisse Erfordernisse an die Eltern, die diese nicht erbringen können. Viele Eltern sind in ihrer Kindererziehung überfordert und wissen nicht, wie sie dem Anspruch von außen gerecht werden sollen. Heutzutage fällt es vielen Erwachsenen schwer, sich dies einzugestehen.

Frage : Inwieweit werden Erwachsene, die ja eine Verantwortung für die Kinder tragen, dafür im Geistigen Reich Rechenschaft ablegen müssen?

SETHAN : Die Erwachsenenseelen werden erkennen, daß sie überfordert waren mit diesen Aufgaben. Sie werden das göttliche GESETZ der Annahme lernen müssen, um die Befindlichkeit einer anderen Seele besser lesen zu können und dann lernen zu akzeptieren, daß auch eine andere Seele Gefühle und eigene Meinungen besitzt, die unabhängig davon sind, ob es ein Kind, ein Erwachsener oder ein älterer Mensch ist.

Frage : Die psychodynamische Schule Sigmund Freuds sieht den Säugling als eine Masse von primitiven Instinkten, die allmählich in verschiedene sozial konstruktive Kanäle geleitet werden. Andere Psychoanalytiker und Psychologen sehen es ähnlich. Wenn man von solch einer Basis ausgeht, kann doch eine Erziehung, so wie sie derzeit praktiziert wird, gar nicht anders gehandhabt werden. Oder?

SETHAN : Richtig ist, daß Säuglinge zuerst über die Reflexebene mit der Umwelt Kontakt aufnehmen. Richtig ist auch, daß ihr über ein Erziehungskonzept verfügt, das derzeit keine andere Lösung in sich birgt. Es ist ein Bestandteil eurer Lebensexistenzform hier auf Erden. Ein Baustein, ein wichtiges Bindeglied, sollte dieser Erziehungsstruktur hinzugefügt werden, nämlich das, was ihr hier über diesen Kreis an Erkenntnissen hinzugewonnen habt, nämlich: