Psychowissenschaftliche Grenzgebiete

 
Thema: Kinder, Jugendliche und Erziehung * (Fortsetzung 2)
       

Frage : Auf der einen Seite stehen die Psychoanalytiker und Psychologen mit ihren wissenschaftlichen Hypothesen, auf der anderen Seite liest man Berichte, daß ein 8jähriger Junge in England sich selbst plötzlich als uraltes, zeitloses Individuum erlebte, im US-Staat Pennsylvania sah ein Kind bei der Erstkommunion eine LICHTGESTALT auf sich zukommen, in Washington beschrieb ein siebenjähriges Mädchen, das beinahe ertrunken wäre, die Erfahrung als himmlisches Erlebnis, in Oklahoma hatte ein Indianerjunge im Krankenbett eine Vision davon, sein Volk zu heilen usw. - Bisher ist wenig davon erforscht, in welchem Ausmaß solche Ebenen in der Erfahrungswelt der Kindheit vorkommen und prägend sind. Was könnt ihr uns dazu sagen?

SETHAN : Jedes einzelne Seelenwesen, das hier auf dieser Erde wandert, erfährt ein Erlebnis, was ein Schlüsselerlebnis bedeutet, um die Existenz des Geistigen Reiches zu erfahren, und zwar in unterschiedlichen Formen und Variationen, z. B. über Visionen, über Träume, über Nahtoderfahrungen oder über andere Ebenen.

 

Bemerkung : Wenn sich herausstellen sollte, daß es mehr als ein paar einzelne Beispiele sind, könnte das Vorhandensein dieser Kindheitszustände unser Denken über die Kindheit radikal verändern.

 

SETHAN : Gerade durch Erlebnisse in eurer Kindheit bekommt ihr Menschen viele Informationen, weil ihr die VERBINDUNG zum Geistigen Reich noch offen habt. Als Kind seid ihr noch über eine seelische SCHNUR mit dem Geistigen Reich verbunden und das gibt euch die Möglichkeit, einen Blick in die GEISTIGE WELT zu tun.

 

Frage : Inwieweit ist das miterlebte Glück der eigenen Eltern wichtig für ein Kind im Hinblick auf seine eigene Vorbereitung auf Liebe, Ehe und Elternschaft?

SETHAN : Dies ist ein wichtiges Fundament, um zu lernen, daß Gefühle nach außen zu tragen sind, daß Freude und irdische Liebe nicht nur in normale Worthülsen einzupressen sind, sondern daß sie nach außen hin spürbar und durch Gefühle gekennzeichnet werden. Dadurch wird die Seele und damit das Kind geprägt, d. h., daß dadurch eine wichtige Ebene geschaffen wird, so daß auch das Kind Gefühle nach außen senden kann, Gefühle zeigen kann, ohne sich hinter einer Mauer zu verkriechen oder sich vor Scham zurückzuziehen.

Durch diese Erfahrung besitzt das Kind eine unbeschwerte ENERGIE, um mit Negativerlebnissen besser umgehen zu können. Solch ein Kind wird positiv seinem Leben entgegengehen und sich auch schwierigen Aufgaben stellen können, weil es die Gewißheit in sich trägt, daß ENERGIEN vorhanden sind, die durch Freude und Glück wieder zu erreichen sind.

Frage : In einer Zeit, in der jedes dritte Kind in einer neu zusammengesetzten Familie aufwächst und ebenso viele ihr eigenes Fernsehgerät im Kinderzimmer haben, läßt sich ein Schonraum für Kinder nicht mehr abstecken. Kinder sehen auch im Fernsehen unsere Erwachsenen-Wirklichkeit und ziehen ihre eigenen Schlüsse daraus. Wie schwer wiegt ein fehlender Schonraum bei Kindern?

SETHAN : Diese Seelen, diese Kinder, werden aufgrund der geistigen Überflutung zwischen Realität und Unwirklichkeit hin- und hergerissen. Dadurch, daß sie den wahren Erlebnisspielraum innerhalb einer Familie nicht mehr so nutzen, wird dies erkennbar dadurch, daß sie sehr schnell in Traurigkeiten und psychosomatischen Erkrankungen hineinschleichen.

Ihr seht, daß auch Kinder und Jugendliche schon sehr stark geprägt sind, durch solche Erkrankungsformen. Eure Kinderkliniken und Kinderpsychiatrien sind voll mit Seelen, die geschädigt sind -, nicht nur durch die Welt der Erwachsenen, sondern auch durch das, was von außerhalb auf die Seelen zukommt.

Frage : Bei den meisten Scheidungsprozessen geht es um Macht und Geld und nicht um die Liebe. Der Blick auf das Geld und der Griff nach dem Kind verschmelzen miteinander. Die zerstrittenen Partner führen Krieg um das materielle und das ideelle Ehevermögen. Wie schwer wird dadurch eine Kinderseele geschädigt?

SETHAN : Dadurch, daß sich das Kind in einem Konfliktbereich befindet, wird es schwer sich emotional zu festigen. Das Hin- und Herziehen des Kindes durch die Erwachsenen schadet der kindlichen Entwicklungsebene. Das Kind wird mit Bedürfnissen gleichgestellt, die die Erwachsenenwelt beinhaltet. Die Erwachsenen versuchen über diese Schiene ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, was sehr häufig dazu führt, daß Kinder in dieser Zeit auffällig werden durch psychische Erkrankungen.

Sie verlieren dadurch nicht nur einen Elternteil, sondern die gesamte Erwachsenenebene wird für das Kind unsicher. Das, was ein Kind braucht, nämlich die Sicherheit und die Stabilität, gehen verloren. Das beinhaltet, daß das Kind in einem luftleeren Raum hängt und nicht weiß, wie es sich wieder selber festigen kann.

Frage : Gehört ein Kind immer zur Mutter?

SETHAN : Heutzutage ist es so, daß bei euch die Familie nicht mehr dadurch gekennzeichnet ist, daß die Erziehung durch die Mutter erfolgt. Häufig übernimmt der Vater ebenfalls einen Teil der Erziehung, was auch für das Kind und damit für eure Erdengeschichte sehr wichtig ist. Beide Eltern besitzen Anteile, die für das Kind wichtig sind zu erlernen. Es ist ein Fundus für die Kinder, beide Elternteile in ihren Fähigkeiten und auch in ihren Verunsicherungen zu erleben.

Das Kind braucht eine innere Stabilität, um wachsen zu können, nicht nur seelisch, sondern auch im Geistigen und in der physischen Ebene, sonst werden diese Kinder krank und ihr werdet erleben, wie eure Gesellschaft dahinsiecht, da ihr noch gar nicht erkannt habt, daß gerade in Form der Familie, die Dinge zum Tragen kommen, welche die göttlichen GESETZE beinhalten.

Dort habt ihr die Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen, eure Gefühle zu zeigen und euch nach außen hin zu öffnen. Das ist eher in der Familie möglich, als wenn ihr mit Fremden oder Arbeitskollegen über eure Bedürfnisse sprecht.

Frage : Was bedeutet der Verlust der gewohnten Umgebung für die Kinderseele?

SETHAN : Kinderseelen werden geprägt durch Regelmäßigkeiten, durch feste Strukturen und durch feste Rahmenbedingungen. Kinder, die häufig umziehen oder ihr Land aus Kriegsgründen verlassen müssen oder wegen Verfolgung, sind entwurzelt. Sie merken, daß ihnen etwas verlorengegangen ist. Die Sehnsucht bleibt häufig ihr Leben lang erhalten, weil diese Verankerung dazu diente, den Platz in der Gesellschaft zu finden. Seelen brauchen lange, um sich an neuen Orten zu orientieren. Sie brauchen eine Eingewöhnung und es ist wichtig, daß ein Abschied von der alten, gewohnten Umgebung für die Seele vorhanden ist.

Frage : Je weniger Eltern ihre Aggressionen zügeln können, desto größer ist die Rücksichtslosigkeit, mit der sie ihre Kinder als Waffe einsetzen. Ein Junge, von seiner Mutter angestiftet, weigerte sich hartnäckig seinen Vater zu sehen. Die "Ablehnung" des Jungen sei, so fanden Richter und Psychologen heraus, "nicht ursprünglich", sondern beruhe "auf der einseitigen und zwanghaften Haltung seiner Mutter seit der Scheidung". Die Mutter hatte jahrelang den Vater in ein schlechtes Licht gestellt und dadurch eine negative Haltung dem Kind aufgedrängt. Ist damit ein karmische Schuld verbunden und wenn ja, wie sieht diese aus?

SETHAN : Dadurch, daß eine Manipulation erfolgte, auf einer Ebene, die dazu dient Macht auszuüben und dogmatisch auf jemand anderes einzuwirken, hat sich die Seele, die das verursacht hat, eine karmische Verbindung hier auf Erden aufgebaut. Aufgrund dieser suggestiven Instrumentalisierung des Kindes wurde sein Eigenleben, sein Denken und Fühlen, beeinträchtigt. Dadurch ist dieses Kind in seiner seelischen Gefühlswelt stark beeinträchtigt worden. Es konnte nicht frei entscheiden, sondern wurde von außen manipuliert - und in dem Fall, was noch erschwerend hinzukommt, durch die eigene Mutter, die seelisch mit ihrem Kind verbunden ist.

Frage : Die Kindererziehung hat sich im Laufe der Jahrhunderte sehr verändert. Früher war es Tradition, daß die Erziehung der Kinder von den Frauen wahrgenommen wurde. Heute ist es so, daß auch Männer Aufgaben in der Kindererziehung übernehmen. Was sagt ihr zu dieser Entwicklung?

LUKAS : Nun, die Entwicklung in der Kindererziehung über die Jahrhunderte ist heute in einer wesentlich freieren Umgebung zu sehen und in einer besseren Einstellung zu den Kindern. In früherer Zeit war das deutlich anders. Oft wurden seelische Krüppel erzeugt, die davon ihr ganzes Leben gekennzeichnet waren. Gerade bei weiblichen Kindern war das zu beobachten. Heute ist bei euch alles wesentlich liberaler und offener, das gilt auch für die Kindererziehung durch den Mann, der heute wesentlich mehr mit einbezogen wird. Die Gleichberechtigung in der Kindererziehung zwischen Mann und Frau ist positiv zu bewerten. Das Kind hat sich beide Elternteile ausgesucht, warum sollten dann nicht beide Elternteile in die Erziehung der Kinder einbezogen werden?

Frage : Du sprachst von "seelischen Krüppeln". Wie verhält sich das in der Dritten Welt, in China und Japan, wo Mädchen weggegeben werden und es die Kinderarbeit gibt?

LUKAS : Wir hatten uns auf euren Lebensraum bezogen, nicht weltweit. Das gibt es zu beachten! Natürlich sind solche von uns angesprochenen mittelalterlichen Erziehungsmaßnahmen anderswo noch anzutreffen. Diese einzeln anzusprechen würde den Rahmen sprengen. Doch ist im europäischen Raum, in der westlichen Welt, eine deutliche Verbesserung in der Kindererziehung zu beobachten.

Frage : Kann man sagen, daß die Art der Kindererziehung ein Spiegelbild des gesellschaftlichen Entwicklungsstandes ist?

LUKAS : Das kann man so sagen. Bedenke, daß die Eltern zur Gesellschaft gehören. Vieles, was ihr in eurer Umwelt erlebt und in den Tageszeitungen eurer Presse lesen könnt, ist der Spiegel eurer gesellschaftlichen Entwicklung. - Wer Augen hat, der sehe!

Frage : Was ist mit Kindern, die mißhandelt wurden? - Wie können solche Kinder als Erwachsene ihre innere Wut und Trauer verarbeiten?

LUKAS : Indem sie die Trauer und die Wut herauslassen, d. h. sie aufarbeiten. Dieses Aufarbeiten kann mit unserer Hilfe erfolgen oder mit Hilfe speziell trainierter Therapeuten.

Erlangen solche Menschen ein gewisses Machtpotential über andere, kann es dazu kommen, daß sie dann ihre Trauer und Wut herauslassen und dadurch andere Menschen belasten, weil sie ihre Trauer und Wut nicht aufgearbeitet hatten. Dadurch entwickeln sie für sich unnötigerweise ein Karma, was sich in späteren Leben entsprechend auswirken wird.

Frage : Verstehen wir das richtig: Wenn eine mißhandelte Seele ein gewisses Machtpotential erhält, dann könnte es sein, daß sie ihre aufgestaute Wut an andere ausläßt?

LUKAS : So ist es - leider.

Teilnehmer : Wenn man sich den gesellschaftlichen Hintergrund mißhandelter Kinder anschaut, sind oft auch schon die Eltern mißhandelt worden.

LUKAS : Ja, untergeordnete Menschen müssen dann alles das ausbaden, was die geschädigte Seele erfahren hat.

Frage : Was sagt ihr zu dem Spruch: Freiheit ist die Essenz aller Erziehung?

LUKAS : Freiheit ist die wahre Essenz, die allerdings nur von wenigen Eltern gelebt wird. Oft werden Kinder völlig von der Leine gelassen. Ihr schafft es in den wenigsten Fällen, einen soliden Mittelweg in der Kindererziehung zu gehen, der in Freiheit und liebevoller Strenge zu sehen ist, ganz so, wie auch der HERR seine Kinder führt.

Frage : Fehlt es heutzutage unseren Kindern an Leitbildern und Vorbildern innerhalb ihrer Erziehungsebene?

(TB: Ja.)

LUKAS : Oh ja, das ist ein weiterer Punkt. Die meisten Kinder erleben tagtäglich, daß Eltern und auch andere Erwachsene nicht das vorleben, was sie erzählen. Dadurch haben sie allen Anspruch als Leitbild verloren – und das für immer!

Frage : Was könnte die Kirche in punkto Erziehung anbieten?

LUKAS : Nur wenig, bis gar nichts. Das ist ein wahrhaft unbefriedigender Punkt, den du da angesprochen hast. Die Kirchen sind mit Menschen besetzt, die viel reden aber völlig versagen, wenn es darum geht, ihr Gepredigtes selber umzusetzen. Darum ist es um so wichtiger, daß wahre Leitbilder diese Welt retten.

Frage : Inwieweit ist Geduld in der Erziehung wichtig?

LUKAS : Ich möchte es mal so ausdrücken:

Frage : Eine Zwischenfrage: Morgen ist Allerheiligen. Ist es sinnvoll, sogenannten Heiligen zu gedenken, die von einer irdischen Institution für heilig erklärt wurden?

SETHAN : Es sind Seelenwesen, die von der Kirche heiliggesprochen worden sind, aufgrund von Fähigkeiten und besonderen Aufgaben, die sie hier auf Erden würdevoll und im Namen des Göttlichen vollbrachten. Es sind Heiligsprechungen, die zwar von seiten einiger Menschenseelen durchgeführt wurden, die aber für euch als Wegweiser oder als Leitbilder gelten sollten. Es sind Seelen, die von euch auf ein erhöhtes Podest gestellt wurden, was dazu dienen soll, euch gedanklich mit diesen Ebenen auseinanderzusetzen. Es soll euch zeigen, daß diese Menschen aufgrund von Entbehrungen, durch Hilfsbereitschaft oder durch Nächstenliebe, die sie verkörperten, diese besondere Würdigung von euch, als Menschenkinder, erhalten haben. Es ist ein Gedenken an diese Seelen, die lichtvoll und mit guten Gedanken begleitet werden sollten, denn auch sie haben ihren Weg im göttlichen REICH zu tätigen und auch sie müssen ihre Schulungen durchlaufen.

Teilnehmer: Ein interessanter Aspekt. Bisher hatte ich kirchliche Heiligsprechung als völlig unsinnig angesehen.

SETHAN : Überprüfe, was es für Wertigkeiten für dich beinhaltet, um dich genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Du wirst dann eine Erkenntnis erhalten, die für dich wichtig ist, um darin eine Bewußtheit zu empfangen, was diese Seelenwesen hier auf Erden Gutes getan haben. Diese Seelen hatten eine andere Medialität als JESUS CHRISTUS, aber auch ihre Medialität beinhaltete sehr viel, was ein großer Teil von euch Menschenwesen überhaupt noch nicht verinnerlicht hat.

Frage : Danke. - Ist im Hinblick auf die Erziehung von Kindern der Satz: "Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet" aus eurer Sicht richtig oder falsch?

SETHAN : Jede Läuterung durch eine Strafe, die körperlich vollzogen wird, hinterläßt Spuren im seelischen und im geistigen Bereich. Dadurch werden Ängste und ENERGIEN bewegt, die nicht immer zum Positiven in der seelischen Entwicklung der einzelnen Wesenheiten hier auf Erden dienen.

Im weiteren Verlauf schlägt sich das in Kriege nieder und in Handlungen, wobei andere Menschen verletzt, getötet und in ihrem Leben eingeschränkt werden, obwohl es eigentlich der Weiterentwicklung des Gesamten dienen sollte. Es ist nicht gutzuheißen, ein anderes Wesen zu verurteilen oder in seiner Wertigkeit einzuschränken.

Frage : Oft lautet die Rechtfertigung der Erwachsenen: "Wir sind da auch durchgekommen. Uns hat es auch nicht geschadet." - Hat es wirklich nicht geschadet?

SETHAN : Häufig wird der Erziehungsstil, den man als Kind oder als Jugendlicher genossen hat, auf der Erwachsenenebene weitergeführt. Man sagt zwar, man will nicht so werden wie die eigenen Eltern, aber es spiegelt sich doch sehr viel wider, weil eben viele Prägungen in der Kindheit und im Jugendalter sich vollziehen.

Bei Gewalt und Gewalterfahrung werden Seelen dieses für sich als Inhalt dafür nehmen, um ebenfalls nach außen hin so zu agieren, so, wie sie es selbst erlebt haben. Dies wird nur selten unterbrochen und nur in dem Fall, wenn eine Seele andere Orientierungspunkte erhält, d. h. wenn Menschen sich anderweitig orientieren, sei es auf kirchlicher Ebene, in Gruppen oder durch andere Menschen, die sie mitformen. Damit ist auch die Gesellschaft gemeint. Es ist so, als wenn man einen Stein in das Wasser wirft: Ein einzelner Anstoß läßt viel Masse in Bewegung kommen.

Frage : Was hindert die Erwachsenen daran, eine Gleichberechtigung und Ebenbürtigkeit mit ihren Kindern zu leben?

SETHAN : Es hindert euch:

Erwachsene meinen, Kinder müssen durch die Erwachsenen lernen. Doch Kinder lernen sehr viel durch ihre eigenen Wahrnehmungskanäle und insbesondere durch die VERBINDUNG mit dem Geistigen Reich, die auch noch nach der Geburt auf Erden vorhanden ist.

Erwachsene glauben, daß sie das Vorrecht hätten, Kinder in eine Form hineinzupressen, von der sie meinen, daß sie richtig sei. Doch Kinder brauchen auch einen Freiraum und sicherlich auch Begrenzungen und Orientierungshilfen. Doch sie finden ihren Weg und erkennen, wo sich Wachstum und insbesondere sich die LIEBE ausbreiten kann. Kinder besitzen sehr feine Orientierungsebenen und benötigen von den Erwachsenen zunächst am Anfang Zuwendung, LIEBE und sicherlich auch Versorgung. Sie benötigen aber auch Orientierungshilfen, die von den Erwachsenen oft nicht positiv vorgelebt werden.

Frage : Du sagtest, daß Kinder sehr starke ANTENNEN für Lügen besäßen und daß sie sehr stark spüren, wenn das, was Erwachsene sagen, nicht der Wahrheit entspricht. – Wie ist es dann möglich, daß Kinder auf die Lügen von Kinderschändern hereinfallen und manchmal freiwillig mit diesen Verbrechern mitgehen?

SETHAN : Dies ist häufig mit Ängsten verbunden, die in Verbindung stehen mit der Beziehung zu diesen jeweiligen Seelen, d. h., daß Kinder zwar ein Gespür dafür entwickeln, wenn Erwachsene Unwahrheiten verbreiten oder unglaubwürdig sind, sie können jedoch nicht erkennen, ob Gefahrenquellen von diesen Erwachsenen ausgehen, so daß ihr Leib und ihr seelischer Zustand dadurch gefährdet werden. Das beinhaltet, daß es keinen Schutz gibt für Seelenkinder, die sich hier auf Erden reinkarnieren und sich immer den Erwachsenen ergeben. Kinder unterliegen allein schon von ihrer körperlichen Ausstattung und auch von ihrer physischen Ebene her den Erwachsenen. Kinder werden aufgrund der Autorität und des Machtpotentials, das Erwachsene innehaben, immer als Marionetten erscheinen und somit sich wortlos ergeben, nämlich ihrem Schicksal, was von diesen Erwachsenen an Gefahren ausgeht.

Einwand : Kinder sollen doch einen guten Kontakt zu ihrem SCHUTZGEIST haben, so daß dessen Warnung sie eigentlich zurückhalten müßte.

SETHAN : Häufig kommt diese Warnung zu spät, weil eine VERBINDUNG erst in Angstzuständen forciert wird.

Kinder haben nicht sofort ein Gespür dafür, wenn von Erwachsenen solche Gefahren ausgehen, weil sie bisher von Erwachsenen geleitet und geführt wurden, nämlich im Rahmen ihrer Eltern und der Familie, in der sie leben. Häufig ist es auch so, daß die Kinder gerade diejenigen kennen, die zu solchen Gewalttaten fähig sind.

Frage : Blockieren Kinder durch ihre Ängste, die sie in solch einer Situation entwickeln, den Kontakt zu ihrem SCHUTZPATRON?

SETHAN : Durch Ängste werden SCHWINGUNGEN ausgesendet, die so stark sind, daß sie dadurch natürlich die VERBINDUNGEN zwischen den geistigen EBENEN erschweren und die INTUITION das Kind gar nicht erreicht, d. h., daß vieles dadurch erschwert wird, um diesem Kind überhaupt ein Gefühl der LIEBE zu übermitteln und gute Emotionen zufließen zu lassen.

Frage : Welche Grenzen brauchen Kinder?

SETHAN : Kinder benötigen Grenzen, so daß sie wissen, wo derzeit ihre Ebene liegt, auf der sie sich bewegen dürfen. Man darf Kinder nicht ohne Vorwarnung an ein Feuer heranlassen. Man muß Kindern sagen, daß es auf Erden, auf ihrer Ebene, wo die materielle Welt vorrangig ist, viele Gefahrenquellen und Ebenen gibt, wodurch sie Verletzungen erhalten können und in seelische Ängste und Nöte kommen.

Es ist nicht gut, Kindern alles an Begrenzungen vorzusetzen, so daß sie nicht die Erfahrung kennenlernen Fehler machen zu dürfen, um später im Leben neue Erfahrungen machen zu können. Wichtig ist, daß Eltern mit LIEBE und Geborgenheit reagieren und weiterhin zu ihren Kindern stehen und sie nur so weit in Begrenzung halten, so daß sie einen Freiraum des eigenen Erlernens haben.

Frage : Wie sieht es mit zeitlichen und finanziellen Grenzen aus?

SETHAN : Das ist bei euch in der materiellen Welt nur ein Teilbereich, es sind Dinge, womit ihr in eurem Äußeren tagtäglich konfrontiert werdet. Eure materielle Welt zeigt euch Grenzen auf, d. h. ihr könnt nur so viel Geld ausgeben, wie ihr einnehmt.

Frage : Was ist der Grund dafür, daß wir selten etwas über außersinnliche Erfahrungen in der Kindheit hören?

SETHAN : Kinder nutzen den Schlaf fließend als Übergang zwischen der materiellen Welt und der feinstofflichen EBENE. Kinder können in ihren ersten Lebensjahren durchaus in beiden Welten existieren, auch in der GEISTIGEN WELT, weil diese für Kinder noch sehr stark präsent ist. Diese Fähigkeiten werden aber nicht oder nur zum Teil mit hinübergenommen in die materielle Ebene, weil sie häufig von der Außenwelt, insbesondere von den Erwachsenen, nicht toleriert und akzeptiert wird.

Frage : Wie können Kinder lernen, spirituelle Erfahrungen zu integrieren, statt sie zu unterdrücken oder zu vergessen, wenn sie älter werden?

SETHAN : Zuerst ist es wichtig, daß die Erwachsenen, die mit Kindern zu tun haben, überhaupt um dieses Phänomen wissen. Es ist ein weites Brachland, was derzeit hier bei euch existiert. Es gibt nur sehr wenige Erwachsene, die von der Existenz der feinstofflichen WELT wissen und diese WELT bewußt tolerieren und akzeptieren.

Häufig werden Kinder durch Erwachsene darin so verunsichert, daß sie nicht mehr frei über ihre ERLEBNISSE berichten können und auch nicht über das, was zwischen diesen beiden Grenzwelten passiert. Die Kinder sind dann irritiert und können es nicht verstehen, daß die Erwachsenen es nicht so annehmen können.

Frage : Wenn man das Außergewöhnliche in der Kindheit erforschen würde, erforscht man dann nicht auch im Wesentlichen das WUNDERBARE in uns allen?

SETHAN : Das würde dann möglich sein, wenn die Erwachsenen es für sich wirklich innerlich integrieren würden. Man brauchte es nicht zu erforschen, wenn man als Erwachsener davon überzeugt ist, daß solch eine WELT existieren muß und daß wir, als geistige WESENHEITEN, nicht irgendwelche Hirngespinste oder Fantasiegestalten sind.

Frage : In neuerer Zeit haben die Jungschen Psychologen auf die ursprüngliche Verbindung des Kindes mit dem kollektiven Unbewußten oder Selbst hingewiesen. Sie deuten darauf hin, daß es einen ANDEREN TEIL des Kindes gibt, der sogar schon vor der Zeugung bestand. - Ein Lichtblick im Denken?

SETHAN : Es weist darauf hin, daß sich diese Wissenschaftler darüber Gedanken machen, wie die Ich-Bewußtseinsebene überhaupt in den Fötus hineinkommt; ob z. B. diese EBENE schon im Wachstum der gebärenden Mutter vorhanden ist und wie bei Kindern die Beseelungen vonstatten gehen. Sie akzeptieren, daß eine Beseelung des Körpers erfolgt und daß der Mensch eine Seele in sich trägt. Sie sind jetzt dabei zu erforschen, wie eine Beseelung überhaupt vonstatten geht, da sie sich nicht erklären können, wo die Seele ihre Beheimatung hat.

Frage : Was besagen die Worte CHRISTI: "Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen"?

SETHAN : Kinder besitzen die Fähigkeit, die feinstoffliche WELT zu sehen, zu fühlen und ihr zu begegnen. Das ist hauptsächlich in der Kinderzeit möglich. Erwachsene verlieren diese Fähigkeit, aufgrund der starken materiellen Ebene, die sich weiter verstärkt, je älter man wird und je länger man auf der materiellen Ebene zuhause ist. Ihr, als Erwachsene, müßt diese feinstoffliche WELT wieder neu entdecken und erfühlen und neu in euch aufnehmen. Ihr schließt somit den Kreis eurer eigenen Entwicklung, indem ihr wieder dort ankommt, wo ihr angefangen hattet, nämlich als junge Seele, die auf Erden diesen KANAL noch frei hatte, um nun wieder die Feinstofflichkeit um sich herum zu sehen, zu fühlen und zu erkennen.

Frage : Was würde geschehen, wenn Kinder keine Erziehung erhalten würden?

LUKAS : Hätten die Kinder keine solche Erziehung erhalten, wie sie derzeit auf Erden gehandhabt wird, dann gäbe es wesentlich weniger Probleme mit ihrem seelischen Zustand. Das heißt aber nicht, daß die Eltern ihrer Verantwortung entledigt sind, denn sie haben in den ersten irdischen Lebensjahren der Kinder den Leitfaden zu geben und sind zuständig dafür, daß sich die Kinder auf Erden zurechtfinden können. Sie sollten aber auch die Freiheit, die geistige Freiheit der Kinder achten und ihre Entscheidungsfähigkeit und ihren noch formbaren Geist.

Wenn diese Bedürfnisse und Vorstellungen nicht mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen sind, dann sollte man sie liebevoll darüber belehren und wenn nötig, mit liebevoller Strenge auf ihre Aufgaben hinweisen. Denkt daran, wie euch der HERR erzieht, ohne dabei körperlich zu züchtigen!