Psychowissenschaftliche Grenzgebiete

 
Thema: Kinder, Jugendliche und Erziehung * (Fortsetzung 3)
       

 

Frage : Wie wirkt sich die Erziehung bei Kindern aus, die in Heimen und ohne elterliche Liebe aufwachsen?

LUKAS : Diese Kinder sind häufig auf sich allein gestellt und erhalten in der Kindergruppe nicht die Zuwendung, wie sie von den leiblichen Eltern möglich und nötig wäre.

Oftmals erhalten solche Kinder die fehlende LIEBE auf eine andere Art in ihrem späteren Leben oder sie leben ein Leben, das dieses ermöglicht. Bedenkt: Kein Mensch, kein Kind ist je allein! - Die Frage ist nur, ob man an eine HILFE glaubt und diese annehmen kann. Jeder Zweifel, auch der kleinste, wirkt sich arg hemmend auf das Gesamtbild aus. Das ist ein Teil der irdischen Schule, denn:

Frage : Würden Heimkinder, wenn sie bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen könnten, anders denken, fühlen und handeln?

LUKAS : Wenn es nicht gerade ein Schicksalsschlag ist, der Kinder in solche Situation gebracht hat, dann kann das durchaus so sein. Doch wie sich eine Seele letztendlich entscheidet, ist aufgrund ihrer Willensfreiheit für niemanden vorherzusehen. Das macht es auch für uns und der gesamten geistigen HIERARCHIE sehr interessant dies zu beobachten. Wir können in solchen Fällen eingreifen und helfen, wenn das durch euren freien Willen gewünscht wird. Dazu haben wir euch schon viel geschrieben und berichtet.

Frage : Wie kommt es, daß trotz gleicher Erziehung bei Geschwistern so unterschiedliche Entwicklungen stattfinden?

LUKAS : Nun, jede Seele bringt andere Fähigkeiten aus dem Vorleben mit. Außerdem besitzt jede Seele ihre eigene Persönlichkeit. Darüber hinaus werden in eurer Erziehung oft deutliche Unterschiede gemacht. Es ist durchaus üblich, daß Eltern ihre Favoriten unter mehreren Kindern haben und dann ihrem Favorit eine andere Erziehung zukommen lassen, als einem anderen Kind, obwohl es alles leibliche Kinder sind.

Frage : Wie kommen Kinderseelen damit zurecht, wenn Eltern unterschiedliche Erziehungsstile anwenden?

LUKAS : Solche Kinder werden zwischen zwei Polen hin und her gerissen. Ganz besonders schlimm ist es für die Kinder, wenn sie beide Elternteile lieben, d. h. weder zur Mutter noch zum Vater hin tendieren. Sie wollen nur, daß sich beide Erwachsenen vertragen und zusammen harmonisch auf die kindlichen Bedürfnisse eingehen und die körperlich kleine Seele ernstnehmen. Kommt es dagegen zu einer Polarisierung, d. h. ein Kind wendet sich z. B. der Mutter zu, dann bleibt zu hoffen, daß der Einfluß der Mutter auf das Kind positiv ist und sie den anderen Elternteil nicht abwertet, um sich bei dem Kind einen Sympathievorteil zu ergaunern. Wenn das aber trotzdem geschieht - und das ist leider bei euch auf Erden die Regel - dann trägt das Kind schwere Schäden davon. Auch im umgekehrten Fall ist es so, wie beschrieben.

Teilnehmer : Meine beiden Stiefschwestern und ich sind unterschiedlich erzogen worden. Trotzdem habe ich festgestellt, daß bei einer meiner Stiefschwestern und mir gleiche Neigungen, Interessen und Fähigkeiten vorhanden sind. Wie kommt das?

LUKAS : Das sind Absprachen, die ihr vor eurem Erdenleben getroffen habt. Ihr hattet euch die Eltern ausgesucht und wenn auch der Vater wechselte, so hatte der seelische Anteil doch die Überhand. Die DNA-Zusammensetzungen sind zwar verschieden, doch das sind in erster Linie körperliche Aspekte. Als Seelen seid ihr euch ähnlich. Das ist aber nicht generell so zu sehen. In eurem Fall war es eine Absprache und außerdem ein Zusammenleben in einem Vorleben mit einer deiner Schwestern.

Frage : In welchem Alter hört eine Erziehung auf wirksam zu sein?

LUKAS : In keinem Alter.

Frage : Ist auch unsere Arbeit hier eine Art von Erziehung? Eine Erziehung für Erwachsene?

LUKAS : Nun, was dachtest du, was wir hier tun, liebe Freundin?

Einwand : Viele Jugendliche und Erwachsene entziehen sich aber einer Belehrung. Irgendwann muß doch die "Schule" beendet sein und sie müssen ihre eigenen Erfahrungen und Wertigkeiten finden.

LUKAS : Das ist ein Problem, weil die Erwachsenen meinen alles zu wissen, was sie benötigen. Ich denke, ihr wißt es mittlerweile besser. Harte Schicksalsschläge haben schon die starrsinnigsten Erwachsenen weich gemacht. Doch Schicksalsschläge müssen nicht sein. Das möchten wir betonen.

Frage : Auch im spirituellen und ökologischen Bereich werden die Kinder so erzogen, wie die Erwachsenen meinen, daß es richtig sei, z. B. in eine christliche, buddhistische oder schamanische Richtung usw., oder hin zu einer bestimmten Ernährungsmethode. Ist das so in Ordnung, wie das gehandhabt wird?

SETHAN : Kinder müssen sich an der Erwachsenenwelt orientieren. Kinderseelen, die hier auf der Erde inkarniert sind, waren einst auf ihrer geistigen LEBENSEBENE, d. h. im Geistigen Reich bereit, sich diesen Gegebenheiten zu stellen und zu unterwerfen. Das heißt:

Ihr seid nicht nur Vorbilder für eure eigenen Kinder, sondern für euer gesamtes Umfeld. Ihr werdet durch eure Kinder Kontakte zu anderen Kindern finden und diese Kinder lernen dann auch von euch. Ihr gebt den Rahmen vor, einen breiten Rahmen, indem sich die Kinder entwickeln können.

Später, als erwachsene Seelen, erkennen sie dann, was für sie gut und was für sie schlecht ist. Die moralische Ebene bildet sich in der Verbindung zwischen Kindsein und Erwachsenenwelt.

Frage : Einer durchgeführten Umfrage zufolge sieht ein beträchtlicher Teil der Jugendlichen den Sinn des Lebens als "Party ohne Ende". Wie zum Beispiel der Massenandrang zu Technopartys in den Großstädten eindrucksvoll belegt, scheint die Rechnung zynischer Trendsetter tatsächlich aufzugehen. Wie seht Ihr dieses Problem?

SETHAN : Derzeit ist eure Jugend eine zügellose und regellose Ebene. Viele Jugendliche finden sich in der Erwachsenenwelt nicht mehr zurecht, weil sie nicht wissen, wie es weitergehen soll. Eure Gesellschaft setzt derzeit Gesetzmäßigkeiten, mit denen Jugendliche nicht mehr zurechtkommen. Es existieren Gewalt und moralische Ebenen, die nicht konform gehen mit dem, was Jugendliche für sich wünschen oder anfordern. Es gibt derzeit eine große Diskrepanz zwischen den Ebenen der Erwachsenen und denen der Jugendlichen.

Die gesamte Entwicklung eurer Erde ist derzeit in einem großen Umbruch begriffen. Es gibt nicht nur Unruhe in anderen Ländern und anderen Ebenen, sondern auch in eurer seelischen Entwicklung. Jugendliche versuchen, über die Wir-Gruppenebene eine Stärkung zu bekommen, die sie in ihren Elternhäusern, von den Erwachsenen, nicht erhalten. Häufig sind es Jugendliche, die nach der Schule keine Perspektive entwickeln können, weil sie auch beruflich und in ihrer eigenen Lebenspersönlichkeit nicht weiter heranreifen können.

Frage : Von den sog. "Indigo-Kindern" ist nicht viel zu sehen. Im Gegenteil - die Aggression der Kinder und Jugendlichen nimmt zu. Wie kommt es zu diesem Widerspruch?

SETHAN : Die Aggression nimmt zu, weil derzeit auf dem gesamten Erdenplaneten eine starke Unruhe und starke Aggressivität vorherrscht. Nicht nur die Naturebene rebelliert, sondern auch einzelne Nationen, die sich befreien möchten, von moralischen und dogmatischen Ebenen.

Auch die von dir genannten Seelen unterliegen euren erdgebundenen ENERGIEN. Auch diese Seelen müssen sich erst von all dem befreien, was sie hier auf Erden an Emotionen erhalten und was sie an ENERGIEIMPULSEN in sich aufnehmen. Auch diese Kinder müssen erst heranreifen, um für sich entscheiden zu können, welchen Weg sie gehen müssen. Auch diese Kinder besitzen die Entscheidungsfreiheit, in welche Richtung sie gehen möchten, so daß auch diese Seelen hier auf Erden immer wieder die Möglichkeit haben, in das LICHT oder in das DUNKLE zu gehen.

Frage : Viele Erwachsenen fragen sich immer ratloser: "Was machen wir eigentlich falsch? Warum haben wir kaum Kontakt, kaum Berührung, keine wirkliche Begegnung mehr mit unseren Kindern?" - Könnt Ihr das beantworten?

SETHAN : Das hängt mit euren gesamten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zusammen. Eure Kinder leben nicht mehr in der Großfamilie wie früher, sondern werden sich selbst überlassen oder an Institutionen in Obhut gegeben, während der Berufstätigkeit der Eltern. Des weiteren hat die Schule heute nicht mehr den Erziehungscharakter, wie es früher einmal war. Die Schule ist nicht mehr eine Erziehungsstelle im herkömmlichen Sinn, sondern nur noch eine Verwahr- und Bildungsanstalt, d.h., daß es auch dort keine intensive Bindungsebene mehr gibt, sondern nur noch Lernstoff vermittelt wird und keiner mehr vom anderen weiß, wie er sich fühlt oder was er denkt. Oft wissen die Lehrer nicht, was im häuslichen Bereich der einzelnen Schüler an Brisanz vorliegt.

Hinzu kommt, daß die heutige Familie ihren Ursprung verloren hat. Begegnungen finden nur noch unter seltenen Rahmenbedingungen statt. Es findet kein Gesprächsaustausch in dem Sinne statt und es wird sich nicht über Probleme, über das Denken und über das, was jemand fühlt, ausgesprochen.

Es sind andere Lebensbedingungen, die einschneidende Wirkungen auf die seelischen Entwicklungen nehmen, d. h. daß auch Fehlprogrammierungen - von außen Eindringendes - die Kinder miterziehen, wie z. B. das Fernsehen, der Umgang mit Computern oder sonstige technische Geschehnisse. Die Kinder werden überflutet von Informationen und Sinnesebenen, die für sie schwer zu verdauen sind.

Die Natur wird nicht mehr als eine kostbare Ebene betrachtet, sondern nur noch als Nutzungsbereich, d. h., daß Kinder überhaupt nicht um die Existenz von NATURWESENHEITEN wissen. Früher wurden von der Großmutter Heilweisen weitergegeben an die nächste Generation, doch dies ist total unterbrochen. Diese Ebene liegt derzeit brach und muß neu motiviert und aktiviert werden.

Frage : Könnte ein Grund der sein, daß wir Menschen unser eigenes Fühlen, unser eigenes Einfühlungsvermögen zu sehr vernachlässigen und immer mehr dazu übergehen, möglichst keine Gefühle zu zeigen?

SETHAN : Eure seelische Befindlichkeit hängt sehr stark davon ab, daß ihr Gefühle nicht zulassen, respektieren und akzeptieren könnt.

Frage : Wir lenken Kinder in Richtungen, die wir Erwachsenen kennen und die wir aufgrund unserer Erfahrungen für richtig erachten. Sind unsere Erfahrungen nicht förderlich für die Kinder und deren Zukunft?

SETHAN : Ihr könnt eure Fähigkeiten und eure Erfahrungen als Erwachsene nicht verleugnen, d.h., daß ihr eure Erfahrungen oft unwillkürlich an eure Kinder weitergebt. Das hängt damit zusammen, daß ihr einen Lebensbereich für Kinder bietet, um zu lernen, sich zu orientieren und Sicherheiten zu bekommen. Kinder benötigen diese Richtschnur der Erwachsenen, um sich überhaupt in dieser Lebenswelt zurechtfinden zu können.

Aufgrund der Vielzahl von Bezugsebenen können Kinder sehr viel lernen, auch sehr unterschiedliche Handlungs- und Strategieebenen. Es ist eine Zusammenlegung von unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Das bietet Kindern die Möglichkeit der Überprüfung und der Orientierung für die eigene persönliche Entwicklung.

Frage : Im Säuglingsalter fühlt das Kind die Zärtlichkeit von Anfang an durch den Hautkontakt und die weiche Stimme der Mutter. Es wird liebevoll umsorgt, gestreichelt, trockengelegt und mit zärtlichen Worten angesprochen. Es spürt die tiefe Zuneigung. Manche Eltern meinen dagegen, daß eine Kinderkrippe das genauso könnte und geben ihre Kinder weg. Wie seht ihr das?

SETHAN : Es ist natürlich so, daß auch die Mutter erst eine Beziehung zu ihrem Kind aufnehmen und erlernen muß. Genauso verhält es sich mit dem Kind. Auch wenn eine Mutter ihr Kind über einen gewissen Zeitraum in sich trug, heißt das nicht, daß schon allein dadurch sich eine positive Beziehungsebene entwickelt hat. Es ist auch für die Mutter ein Neuland, mit so einer kleinen Wesenheit umgehen zu lernen, auch das braucht eine Zeit des Miteinanders und des Erkennens. Sicherlich ist es so, daß aufgrund der Stimme ein Säugling schon sehr bald erkennt, wer regelmäßig und kontinuierlich bei ihm ist. Das Auseinanderhalten dieser Stimmenebenen und später das visuelle Erkennen erleichtern es, den Kontakt zu dem Kind aufzunehmen. Insbesondere die Hautberührung ist ein wichtiges Element des Erkennens und des Wohlfühlens.

Frage : In den folgenden Jahren spürt der Heranwachsende dieses Gefühl nicht mehr ganz so eindringlich. Er löst sich von den Eltern und lehnt oft zärtliche Berührung ganz ab. Warum?

SETHAN : Das hängt damit zusammen, daß es in eurer Gesellschaft nicht üblich ist, solche Berührungen miteinander zu vollbringen, d. h., daß Kinder in gewissen Ebenen, insbesondere in der Pubertät, anfangen, sich eigenständig zu entwickeln und das erste Bindeglied, nämlich die enge körperliche Orientierung zu den Eltern, abgebrochen wird.

Besonders die Gruppenintensität ist für die Seele eine wichtige Ebene, um Erfahrungen zu sammeln und zu erkennen, daß gerade das körperliche Berühren eine Ebene des inneren Ausgleiches und der inneren Erfüllung ist. Ihr werdet erkennen, daß gerade Jugendliche, die ihre ersten Ebenen in dieser Richtung aufbauen, eine sehr starke intensive AUSSTRAHLUNG besitzen.

Frage : Fast jede Berührung enthält doch eine Botschaft: Sie kann sinnlich sein, aber auch Trost und Freude spenden, Vertrauen vermitteln oder beruhigen. Trotzdem gibt es viele Erwachsene, die scheinbar keine Zärtlichkeit brauchen und auch keine Zärtlichkeit an andere vermitteln können. Wie kommt das?

SETHAN : Bei diesen Seelen ist es so, daß sie Angst vor einer Berührung haben, weil sie die Hand, die die Berührung aussendet, als nicht positiv, sondern negativ empfunden haben. Es kann sein, daß eine Hand nicht streichelnd funktionierte, sondern daß diese Hand Schläge, Gewalt und Brutalität aussandte. Es bedarf einer langen Zeit des inneren Heranreifens, um zuzulassen, daß Berührung nicht nur negativ, sondern auch positiv sein kann.

Frage : Wie lösen Menschen auf anderen Sternen die Probleme mit ihren Kindern?

TAI SHIIN : In erster Linie sind es die LIEBE und die Fürsorge, die unsere Kinder heranwachsen lassen. Sie lernen durch die Erwachsenen und das beinhaltet, daß die Erwachsenen zuerst ein positives Leben vorleben, so daß sich die Kinder an diesen Richtlinien orientieren können.

Frage : Eine Zwischenfrage: In welcher Form nehmt ihr SANTINER eigentlich an unseren Sitzungen teil?

TAI SHIIN: Wir können uns sowohl grobstofflich als auch feinstofflich in eurer Welt bewegen. Wir können die Grobstofflichkeit annehmen und das so perfekt, daß kein auf Erden lebender Mensch unsere Andersartigkeit bemerken kann. Zum anderen ist es aber auch möglich, uns in der Feinstofflichkeit zu bewegen. Wir können unsere Körper entsprechend wählen und für den Einsatz anpassen. Wir können im freien Weltall existieren und haben uns euren Weltraumfahrern schon gezeigt. Wir leben sozusagen zwischen beiden Welten auf einer Ebene, die man mit "halbmateriell" bezeichnen kann. An euren Sitzungen nehmen wir in feinstofflicher Form teil, weil es uns nicht möglich ist, über mehrere Stunden den grobstofflichen Körper stabil zu halten. Wir werden das vielleicht einmal können, doch das ist noch nicht endgültig beschlossen.

Frage : Danke. - Auf der Erde gibt es viele unterschiedliche Kontinente und Länder. Gibt es deshalb auch so viele unterschiedliche Erziehungsstile und Merkmale in der Erziehung?

(TB: Mehrere)

ELIA : Natürlich ist es so, denn schon allein die unterschiedlichen Religionen der Erde geben dies vor. Wir hatten schon einmal darüber berichtet. So wird es immer in euren gesellschaftlichen Strukturen sein, solange ihr Menschen es nicht schafft, eine Gemeinschaft zu werden.

Frage : Wie beurteilt ihr die Heimerziehung, die derzeit in Deutschland praktiziert wird?

LUKAS : Diese ist mit sehr gemischten und sehr unterschiedlichen Argumenten zu sehen. Es gibt einen großen Teil dieser Heime, in denen eine durchaus vernünftige Betreuung der alten Menschen erfolgt. Wichtig ist immer, wie die innere Einstellung zu dieser Arbeit anhält und die ist leider sehr unterschiedlich und keineswegs einheitlich.

Ältere Menschen wollen definitiv wissen, was mit ihnen geschieht und was ihnen die Zukunft bringt. Wenn ältere Menschen sich mit jenseitigen Themen beschäftigen und sie dabei von den Betreuern ernstgenommen werden, spüren sie das genau, und so könnte durch ein verstärktes Interesse daran auch manche Altersdemenz anders verlaufen als bisher üblich.

Frage : Du schriebst von der "Heimunterbringung alter Menschen", was mit der gestellten Frage aber nichts zu tun hat, denn Kinderheime waren gemeint. Wenn ihr unsere Gedanken kennt – und davon ist auszugehen – dann dürfte doch so etwas nicht passieren. Wie ist das zu erklären? War es eine Blockade?

SETHAN : Es war keine Blockade. Unsere Antwort richtet sich bewußt auch danach aus, wie ihr mit Seelen umgeht, die in alten Körpern existieren. Es ist eine Frage der Ethik, die in eurer Gesellschaft tabuisiert ist. Die gebrechlichen und traumatisierten älteren Leute, die bei euch in den Altenheimen leben, sind auf das Wohl und die Pflege von anderen Menschen angewiesen. Auch das ist eine Art von Erziehung, die gewährleistet sein sollte, und zwar in göttlich-positiver Sicht. Ebenso benötigen junge Menschen diese Hege und Pflege. Es ist das Rad des Lebens, des Sterbens und der Wiedergeburt. Auch ältere Menschen haben ein Recht auf eine "Erziehung", in Anführungszeichen, die menschlich und würdevoll ist.

Die Erziehung junger Seelen, nämlich die von Kindern und Jugendlichen, beinhaltet leider nicht, wie oft die jeweilige Seele hier auf diesem Erdenplaneten lebte. Die Kinder und Jugendlichen, die auf eurem Planeten zu erwachsenen Menschen heranwachsen, werden sich weiterentwickeln zu alten Menschen, die derzeit bei euch auf Erden keine positive Lobby besitzen, so wie die Kinder und Jugendlichen. Schaut euch eure Gesellschaft an und ihr werdet erkennen, daß viele Defizite und Mängel herrschen.

Es war eine Erweiterung des Gedankenspiels unsererseits, um diese Frage auf eine andere wichtige Ebene zu führen. Es ist sicherlich richtig, daß der Hintergrund der Fragestellung ein anderer war, doch es ist ein Hinweis darauf, daß eine Heimerziehung mit Würde und Menschlichkeit gleichzusetzen ist, wie auch bei euren älteren Mitmenschen.

Medium : Hatte diese Irritation mit mir zu tun?

SETHAN : Nur zum Teil, da wir einen Teil dieser Beantwortung so durchließen, damit die Antwort auch so aufgeschrieben wurde. Es hängt nicht immer davon ab, ob eine Frage konkret beantwortet ist. Wichtig ist, daß du als Medium erkennst, daß eine Irritation vorliegt und dafür eine Erklärung von unserer Seite gegeben werden muß. Es ist nicht immer so, daß die Antwort gleichzusetzen ist mit einer falschen Antwort.

Frage : Dann möchten wir die Frage anders formulieren: Wie beurteilt ihr die Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen bei uns in Deutschland?

LUKAS : Nun, bei Kinderheimen ist es ähnlich wie bei den Altenheimen. Auch in Deutschland sind die Kinderheime nicht so gut, wie sie sein sollten. Das gilt generell für die Betreuung, d. h. für das ausgebildete Personal. Wir wünschten uns auch hier eine mehr spirituell ausgerichtete und ausgebildete Betreuung der Kinder, weil Kinder noch wesentlich näher an den TOREN des Geistigen Reiches stehen, als Erwachsene. Doch die Heimleitungen sind oft nicht offen für derartige Fragen und leiten daraus eine mehr gewinnorientierte Einstellung ab, ähnlich wie in den Altenheimen.

Frage : Wie beurteilt ihr die Kinder- und Jugendlobby?

LUKAS : Da gibt es durchaus gute Ansätze, die aber über Anfänge noch nicht hinausgekommen sind. Wenn mehr auf die Intuition der Kinder gehört würde und deren innere Einstellung in euer tägliches Geschehen mehr einfließen könnte, dann sähe diese Welt anders aus. Ist euch aufgefallen, daß Kinder weniger für sich selbst, sondern mehr für andere erbitten und ändern würden, wenn sie danach gefragt werden? - Es ist die offene kindliche Einstellung, die völlig unkompliziert die Welt betrachtet.

Teilnehmer : Deshalb kommen in Stadträten vermehrt Kinder- und Jugendparlamente zum tragen.

LUKAS : Es ist zu wenig! Um hier etwas zu bewirken, muß ein völliges Umdenken einsetzen.

Frage : Wie seht ihr die derzeitige gesellschaftspolitische Erscheinung, daß viele Kinder unter Armut zu leiden haben?

LUKAS : Das ist eine Folge eures Systems. Die großen Konzerne sind ausschließlich gewinnorientiert. Es kümmert sie wenig, wenn Menschen leiden. Das gilt auch für Kinder! Es wurden in eurer Gesellschaft bewußt Dinge eingeführt, die verführen sollen. Wenn die Erwachsenen ihre Kinder diesbezüglich nicht führen, kann es zu dieser Armut kommen. Oft ist es aber auch so, daß die Erwachsenen selbst geführt werden müssen, da auch sie in Armut gekommen sind, weil sie auf Versprechungen hörten und in die aufgestellten Fallen tappten.

Frage : In diesem Zusammenhang eine andere Frage: Wie seht ihr das Jahr 2005 für uns?

LUKAS : Es wird auf vielerlei Gebieten eine Verschärfung der Lage eintreten. Das gilt für eure wirtschaftliche und auch für die politische Lage, die miteinander zusammenhängen. Eine gewisse beruhigende Phase ist derzeit am ablaufen. Diese Phase wird noch eine Weile anhalten. – Da Schwingungen aus Wellenbewegungen bestehen, wird auf eine positive Welle eine negative Welle folgen. Dies sollte euch nicht beunruhigen.

Wenn ihr innerlich realisiert und akzeptiert, daß ihr niemals allein seid, könnt ihr mit allem, was geschieht, besser umgehen. Im neuen Jahr und auch in den darauf folgenden Jahren wird euer Glaube an GOTT, an SEINE Gerechtigkeit und auch euer vorhandenes Vertrauen, abgeprüft werden. Vertraut auf GOTT, dann kommt es zu keinen Angstgefühlen!

Frage : Wie steht es mit der Arbeitslosigkeit und der derzeit schlechten wirtschaftlichen Lage? Wie wird sich das alles weiterentwickeln?

(TB: Wissen wir noch nicht.)

LUKAS : Die wirtschaftliche Lage gehört dazu und wird sich auf eine gewisse Ebene einpendeln. Auch hier wird man erkennen müssen, daß es besser und richtig ist, auf das enorme Potential der älteren Menschen zurückzugreifen, weil die nachrückende Generation oft den Anforderungen nicht genügt. Es wird die Zeit kommen, daß man sehr gerne wieder auf das Wissen und Können der Älteren zurückgreift und somit wird sich auch die Lage etwas entspannen. Es gibt keinen Grund allzu pessimistisch zu sein. Auch Konzerne und Machthaber haben ein Interesse daran, daß die Wirtschaft läuft. Macht euch nicht zu viele Sorgen.

Frage : Ist Erziehung oder Führung aus geistiger Sicht für Kinder überhaupt notwendig?

(TB: Als Lebenssinn, ja.)

LUKAS : Oh ja! Die Führung der Kinder sollte schon in frühen Jahren beginnen und dabei sollten die Erwachsenen den kleinen Kindern vorleben, wie es sein soll. Leider wird dies nicht oder nur selten beachtet - entsprechend schwer wird dann die Führung oder Erziehung in späteren Jahren. Eine kindliche Seele, d. h. im Kleinkindalter, bekommt Dinge mit, von denen ihr keine Vorstellung habt. Wenn ihr Erwachsene dabei Fehler macht, werdet ihr für das Kleinkind schnell unglaubwürdig und es verabschiedet sich innerlich von einem oder beiden Elternteilen und holt sich seine Informationen, oder was es auch sei, woanders.

Frage : Was ist, wenn die Erziehung oder Führung für die Kinder nicht so positiv verläuft? Lädt man sich damit als Eltern ein neues Karma auf?

LUKAS : Es ist eine gewisse Schuld, die dabei auferlegt wird, wobei ich mit dem Wort "Schuld" nicht ganz zufrieden bin. Dieses Wort sollte in Anführungszeichen gesetzt werden.

Frage : Als Seelenwesen besitzen wir Menschen unterschiedlichste energetische KÖRPER und außerdem einen Verstand, das Unterbewußtsein, den Seelenkern usw. Auf welcher EBENE schlägt es sich nieder, wenn man als Kind eine elterliche Führung erlebt hat, die nicht positiv war? Wie werden sich diese Merkmale zeigen?

LUKAS : Die von dir genannten feinstofflichen Ebenen sind etwas anders gelagert, doch wir wollen bei diesen Bezeichnungen bleiben, sonst verwirrt es nur. Ein schlechter Führungsstil der Eltern schlägt sich besonders im emotionalen Bereich der Seele nieder, die mit bestimmten Aufgaben und Einstellungen auf die Erde kam, aber von den Eltern gebremst wird, wenn z. B. berufliche Ausbildungen von den Eltern gewünscht oder vorgeschrieben werden, die dem inneren Anliegen der jungen Seele völlig zuwiderlaufen. Auch im Kleinkindalter kann sich das ähnlich verhalten, wenn z. B. eine Kinderseele zu einer musikalischen oder militärischen Ausbildung gezwungen wird, weil diese in der Familie bisher üblich war. Ein militärischer Erziehungsstil beginnt schon oft in früher Jugend. Die kindliche Seele beginnt sich zu wehren und das läuft über ihre sämtlichen feinstofflichen Körper, ja es kann soweit kommen, daß das Kind ernsthaft erkrankt - und die Erwachsenen vor einem Rätsel stehen.

Frage : In der Literatur gibt es einen Aspekt, der mit "Inneres Kind" bezeichnet wird. Was könnt ihr uns dazu sagen?

LUKAS : Es gibt ein äußeres Kind und auch ein INNERES KIND. Es sind gewisse Ebenen der Seele, des Seelenkerns gemeint, der viele Dinge verarbeiten muß, die er eigentlich gar nicht verarbeiten will. Das führt dazu, daß das INNERE KIND von äußeren Handlungen - teilweise von denen des eigenen Verstandes, teilweise direkt aus der Erwachsenenwelt - geschädigt wird, d. h., daß vieles davon im Unbewußten eingemauert wird.

Es ist aus unserer Sicht ein deutlicher Fortschritt, daß man sich immer häufiger Gedanken um diesen Aspekt macht und daß die Psychologie in dieser Hinsicht aufmerksamer geworden ist, obwohl es auf diesem wissenschaftlichen Gebiet noch viel aufzuarbeiten gibt.

Frage : Wie wirkt sich eine negative Erziehung auf den freien Willen aus?

LUKAS : Das hatte ich schon versucht zu erklären. Der freie Wille wird unterdrückt, weil man der Seele nicht die Freiräume läßt, die sie für ihre Entwicklung benötigt. Die Erwachsenen sagen: "Wir wissen, was für dich gut ist" und zwingen der kindlichen Seele Dinge auf, die es kaum erfüllen kann.

Das ist sehr spannend und wäre ein wahrer Segen, wenn dies geschehen würde. Doch das beinhaltet auch, daß die Erwachsenen die spirituelle Seite des Lebens anerkennen müßten - und da sie das nicht tun, sind wir wieder am Ausgangspunkt.

Frage : Sind Erziehung oder Führung mit Lebensethik gleichzusetzen?

LUKAS : Ja und nein. - Ja, wenn das Wissen, d. h. der spirituelle Hintergrund vorhanden ist, dann ist solch eine Führung mit der Vermittlung von Lebensethik gleichzusetzen, d.h. die Erwachsenen leben die Lebensethik vor. - Und nein, was euren heute üblichen Erziehungsstil betrifft, denn da gibt es bezüglich der Lebensethik deutliche Defizite, die du ja auch schon in deiner beruflichen Erfahrung zur Genüge kennengelernt hast.

Frage : Die Menschen leben auf der Erde in unterschiedlichsten Nationalitäten und in verschiedensten moralischen und gesellschaftlichen Umgebungen. Welche Nation könnt ihr nennen, wo ein Teil des von dir gemeinten positiven Führungsstiles an die Kinder weitergegeben wird? Von welcher Nation könnte man diesbezüglich etwas lernen?

LUKAS : Nun, dieser Planet ist ein Läuterungsplanet und daher ist es völlig klar, daß vieles so sein muß wie es ist. Einen besonderen Führungsstil, den wir hier herausheben können, gibt es auf der Erde nicht, weil eure unterschiedlich gepolten Religionsrichtungen oft die fanatische Seite zusätzlich in die Erziehung hineinbringen. - Eine Religionsrichtung gibt es, die den Belangen nahe kommt und das sind die Bahai und ebenso alle Gemeinschaften, die versuchen, das Urchristentum zu leben. Doch es sind Randgruppen, deren Lebensweise keine besondere Rolle auf Erden spielt. Trotzdem fließen von dort positive Gedanken und Handlungen in das Morphogenetische Feld der Erde ein und viele zufriedene Kinderseelen dieser Gruppen tun ihr Übriges.

Frage : Gibt es eine Volks- oder Völkererziehung?

LUKAS : Dieser Begriff stammt aus dem irdischen Sprachgebrauch und erinnert an diktatorische Maßnahmen, die angeblich der Gemeinschaft dienen. Doch so ist es nicht! Eure Despoten haben nur eines im Sinn, nämlich ihr eigenes Feld so zu bestellen, daß keine Gegenstimmen mehr laut werden können, aus Angst, es könne ihnen selber an den Kragen gehen. Doch ausgestrahlte Angst zieht wiederum NEGATIVES an und so wird ein Volk, wenn es genügend Angst ausstrahlt, selbst zu einem großen Magneten des Negativen. - Doch bedenkt: Auch der HERR ist ein Diktator, allerdings ein POSITIVER! Diese Führungsform ist auf Erden nicht möglich, weil euer menschlicher Geist mit seiner egoistischen Einstellung sofort entsprechende egoistische Schritte einleiten würde, bei einem mehr, bei einem anderen weniger.