Psychowissenschaftliche Grenzgebiete

Thema: Der Tod setzt keine Grenzen (2)
(Über das Mysterium des Sterbens)
       

 

8.0 Ein Gleichnis aus dem Jenseits (Durchgabe aus dem Jahre 1958)
 

Höre gut zu,

denn Du mußt alles mit Deinem eigenen Verstand überprüfen, ob es im Sinne der göttlichen
Moral sein kann.

Jeder Mensch hat seinen Verstand, der so ist, daß er ohne weiteres das könnte, wenn er seinen Verstand beim Meister schleifen läßt. Jeder Verstand ist wie ein Edelstein, aber er ist nicht gleich als solcher zu erkennen, sondern muß erst bearbeitet und geschliffen werden, um seinen Glanz zu bekommen. Und diesen Schliff besorgt das Leben! - Aber nur, wenn man sich vertrauensvoll an einen Meister wendet, der das schleifen solcher Edelsteine in höchster Vollendung versteht und besorgt. Und dieser Meister heißt: Jesus Christus!

Der Schöpfer hat den Stein geschaffen und auch die Fassung vorbereitet. Aber Christus ist der berufene Meister, der ihn schleifen kann, wenn ihr zu ihm kommt und ihn darum bittet. Er tut es immer gern und verlangt nur Eure Liebe dafür.

Für diesen Meister gibt es keinen Stellvertreter, weil er selbst der Stellvertreter Gottes und somit der Stellvertreter des Schöpfers ist. Dieser Meister mit seinen vielen, vielen Gesellen und Lehrlingen, die alle nach den Lehren und Erfahrungen des großen Meisters helfen und schleifen und polieren, je nachdem sie Talent und Liebe zu ihrer schweren und verantwortungsvollen Arbeit haben, ist auch Euer Meister! Wer Ohren hat, der höre,

denn dies ist ein Gleichnis des Herrn, so wie er es uns selbst erzählt hat! Das ist das Gleichnis von der Lehre Gottes auf Erden:

Die Werkstätten auf Erden, die Gesellen und Lehrlinge sollen fair sein, sie sollen sich keine unlautere Konkurrenz machen, sondern sie sollen immer darauf bedacht sein, die schönste Arbeit zu leisten. Sie sollen ihre Arbeit nicht selber anpreisen, sondern demütig und bescheiden sein. Ihre Arbeit aber sollen sie zur Schau stellen, damit sich jeder Mensch auf Erden einen solchen Schliff wünscht und alles daransetzt, ihn zu erhalten. Mit leeren Worten und Versprechungen läßt sich ein menschlicher Edelstein nicht bearbeiten. Er erhält auch nicht von heut auf morgen seinen Glanz, sein Feuer, sein Licht. Er muß sorgfältig und mit großer Geduld geschliffen werden.

Dies alles bedenkt und ändert nichts an den Worten, die Euch aus diesen Bereichen gegeben sind. Denn das ist Euer aller Fehler, die Wahrheit nicht so zu nehmen und weiterzugeben, wie sie Euch gereicht wird, sondern ein falscher Ehrgeiz treibt Euch immer dazu, alles auf Erden zu verändern und zu verfälschen.

Die Wahrheit braucht keine Änderung!

Doch wenn es keine Wahrheit ist, dann gebt sie überhaupt nicht weiter.
 
 

9.0 Über die Mission (Durchgabe aus dem Jahre 1971)
 

Wohlan, der Mensch lebt nicht nur zu seinem Vergnügen auf dieser Welt. Er sollte sich selbst läutern, weil er unsterblich auch nach seinem irdischen Leben weiterlebt, auch wenn er zeitweise keinen fleischlichen Körper zur Verfügung hat.

Jeder Mensch auf dieser Welt hat dieselbe Chance, ob er schwarz oder weiß oder andersfarbig ist, das spielt keine Rolle. Was der Mensch erlebt, welche Schwierigkeiten er zu überwinden hat, ob es ihm gut geht oder ob er geistig fällt, das hängt ganz von ihm selbst ab, es ist keineswegs vorgezeichnet!

Das Karma wirkt sich für den Menschen ganz anders aus, als es meistens dargestellt wird.

Laßt Euch nicht durch eine unsinnige Darlegung über ein Karma verwirren! -

Auch die Priester machen oft Fehler, von einer Vorbestimmung zu reden, der der Mensch angeblich nicht ausweichen kann. Ein einfacher Arbeiter kann sich ebenso läutern, wie es einem Nobelpreisträger der Wissenschaft möglich ist. Gutsein und besser werden ist eine individuelle Angelegenheit.

Aber wohlgemerkt: jeder Mensch hat eine Mission! - Eine Arbeit ist noch keine Mission! Alle diese Bemühungen, die sich täglich vollziehen, sind daher ziemlich kraftlos oder kraftverzehrend. Die meisten Missionen werden von den Menschen überhaupt nicht erkannt und auch nicht beachtet. Es gibt große und kleine Missionen; doch alle sind wichtig, ja, ungeheuer wichtig für die Entwicklung der Erde und der Menschheit.

Große Entdeckter und Erfinder haben eine unvorstellbare Ausdauer und geistige Kraft entwickelt, um zum Ziel zu kommen. Sie haben manchmal nicht erkannt, daß es sich um eine große Mission handelte; sie sahen nur die Aufgabe und das Ziel. Aber wer seine Mission erkennt, der ist im Vorteil, er hat jenseitige Unterstützung. Auch die jenseitige Unterstützung braucht das Bewußtsein des Menschen, um sich durchsetzen zu können. Schon ein Straßenkehrer hat eine Mission und nicht nur eine unsaubere oder gewöhnliche Aufgabe, denn er leistet einen Dienst an der Menschheit. Aber welcher Müllbeseitiger hat schon einmal darüber nachgedacht, daß auch er eine Mission hat? - Laßt Euch diese Sache einmal gründlich durch den Kopf gehen und Ihr werdet Eurer Leben besser verstehen: Den Dienst an der Menschheit!
 
 

10.0 Über das Alter (1) (Durchgabe aus dem Jahre 1964)
 

Wohlan, die Menschheit hat ihre Maßstäbe, auch in Bezug auf das menschliche Alter. Natürlich gibt es Fälle, wo der Ablauf des Lebens früher oder später endet; aber normalerweise hat das Leben des Menschen eine gewisse Grenze, die bei den Völkern und Rassen allerdings verschieden ist.

Innerhalb dieser Begrenzung will der Mensch soviel wie möglich vom Leben haben; er will das Schöne haben und genießen. Um das zu erreichen, ist sein ganzes Denken und Trachten auf den Besitz von Geld ausgerichtet.

Die Jugend gönnt dem Alter nichts, denn sie ist in Sorge, daß die Älteren ihnen etwas wegnehmen, nach dem sie angestrengt trachten. Sie glauben, daß die Alten ihr Leben hinter sich gebracht haben, während sie es noch vor sich haben; daher hätten sie größeren Anspruch auf ein schöneres Erdenleben.

Das ist ein gewaltiger Irrtum, der aus absoluter Unwissenheit kommt.

Ein Mensch kann noch so alt sein, er kann weit über hundert Jahre alt werden, aber damit ist sein Leben noch lange nicht beendet, denn das geistige Leben reicht unvorstellbar weit über den Tod auf Erden hinaus. Demnach gibt es kein Alter in dem Sinne, wie man es sich irrtümlich vorstellt.

Es mag sein, daß ein älterer Mensch körperlich und mitunter auch geistig unsicher wird. Aber die Dauer seines Erdenlebens wird davon nicht betroffen; denn was Ihr unter dem Leben versteht, ist falsch! - Ihr seid der Ansicht, daß das Leben mit dem Tode aufhört; aber da fängt es erst richtig an. Das Leben in der Materie, also auf der Erde, ist nur begrenzt und alle Wahrnehmungen sind eingeschränkt. Die Ärzte und Forscher, die an nichts glauben, sondern nur an ihre vermeintliche Kunst, versuchen ein sterbendes Leben zu verlängern. Sie fragen nicht danach, ob sie den Sterbenden damit quälen. Hätten sie aber das richtige Wissen, so würden sie alle diese Experimente unterlassen, sobald sie wissen, daß sie doch keinen absoluten Erfolg damit erzielen. Es gibt kein Alter und auch kein Ableben des Geistes. Es gibt nur eine Entwicklung, einen geplanten Fortschritt und auch eine Rückkehr ins Erdenleben.

Den alten Menschen wird ein großes Unrecht zugefügt, wenn man sie als ein abgelaufenes Uhrwerk betrachtet, das auf den Müll gehört. Wenn das Interesse des alten Menschen für gewisse Dinge aufhört, so ist das ein Zeichen, daß er sich bereits umschaltet und den geistigen Dingen den größeren Platz einräumt.

Der alte Mensch steht vor der Verantwortung und Rechtfertigung. Jede Sekunde des Lebens, auch im höchsten Alter, ist wichtig, denn es können Sekunden der Läuterung, des Insichgehens, der Übersicht und der Selbstkritik sein, sofern man es will. Ein alter Mensch hat viele, viele Prüfungen bestehen müssen, doch ein junger Mensch hat alles noch vor sich. Ob er aber die Anfechtungen bestehen wird, ist fraglich.
 
 

11.0 Über das Alter (2) (Durchgabe aus dem Jahre 1964)
 

Wohlan, die Jugend ist der Meinung, daß sie im Vorteil sei. Die Jugend wird besungen, gelobt und beneidet. Ist das richtig?  Hat die Jugend tatsächlich den älteren Menschen gegenüber ein solches Vorrecht?

Ich sage: Nein!

Das Urteil über die Jugend, ja über das ganze menschliche Alter ist eine Fehlbetrachtung. Das Alter wird gerade bei den großen Zivilisationen als ein unabwendbares Übel betrachtet. Viele Menschen machen den Fehler, daß sie ihrer Jugend nachtrauern. In Wirklichkeit ist es nämlich umgekehrt. Die Jugend ist dem Alter gegenüber im Nachteil.

Der ältere Mensch hat seine Erfahrungen und mit ihnen eine gewisse Reife. Er ist nicht mehr in so starkem Maße der Sklave seiner Leidenschaften und der Sexualität. Er löst sich allmählich von den Sünden des Fleisches. Schon das allein bedeutet einen Vorteil, denn es unterstützt die freie Urteilskraft und führt den Geist mehr zur Objektivität. Der Jugend stehen die Enttäuschungen noch bevor, sie muß noch den schweren Weg der Selbsterfahrung zurücklegen. Hinzu kommt die Macht der Erotik, die den Menschen in schwere Situationen bringt und ihn oft weit in der Entwicklung zurückwirft. Das Alter ist schön, nicht an Äußerlichkeiten, sondern wegen der inneren Reife. Wer den Sinn des Lebens richtig erkannt hat und über das Leben nach dem Tode etwas weiß, der steht bereits auf Erden himmelhoch über der unerfahrenen Jugend, die den schwierigen Reifeprozeß erst vor sich hat. Je mehr der Mensch altert, um so mehr nähert er sich dem eigentlichen, superlativen Leben. Er steht vor der Tür des geistigen Reiches, während die Jugend noch einen weiten Weg vor sich hat und Tausenden von Versuchungen und Gefahren ausgesetzt ist, die der Entwicklung gefahrdrohend im Wege stehen.

Die Jugend wird von allen Seiten von der Dämonie und ihren Versuchungen angegriffen. Es fehlt an der Beherrschung und Erfahrung, sich sieghaft zu widersetzen. Demnach hat die Jugend durchaus keinen Grund, das Alter zu unterschätzen und es als einen bedauernswerten Lebenszustand zu betrachten.

Leider wird die Jugend über das Verhältnis zwischen der geistigen Lebensreife und der unreife der noch Jugendlichen überhaupt nicht aufgeklärt. Aus diesem Grunde sieht die Jugend nicht das reife Alter, sondern die verbrauchte, ausgediente Materie. Das Alter findet bei der Jugend nur entsprechende Beachtung, wenn genügend vermögen vorhanden ist, das in den Besitz der Jugend gelangen kann, ohne sich groß anzustrengen.

Vor dem Alter steht die geistige Welt und wer es bis zur positiven Entwicklung und Erkenntnis gebracht hat, für den steht ein unvorstellbar erhabenes und schönes Leben bevor, vor dem die Jugend nur die höchste Achtung haben müßte. Solche Menschen haben den Gipfel erreicht, während die Jugend noch fast ratlos im tiefen Tal der Bedrängnisse steht. Der Herbst des Menschen sollte deshalb ein "Goldener Herbst" sein, denn die Ernte kann sehr vielversprechend sein, wenn der Mensch nur will und es anstrebt!
 
 

12.0 Gottes Hilfe (Durchgabe aus dem Jahre 1963)
 

Wohlan, Ihr glaubt, daß die großen Krisen in dieser Welt durch den vorzüglichen verstand Eurer Menschheitsführer beseitigt worden sind. Ich muß Euch enttäuschen:

Der Mensch glaubt, daß er der Meister seiner Existenz sei. Er kann sich nicht damit abfinden, daß über ihm noch eine höhere Intelligenz waltet, die ihn beobachtet und zuweilen stößt und lenkt. Ich glaube Euch schon, daß es sehr schwer ist, an solche unsichtbaren Geistesmächte zu glauben. Doch wer verhindert die Sichtbarkeit oder die Wahrnehmung dieser göttlichen Intelligenzen?

Der größte Feind des Geistigen Reiches ist die Ablehnung.

Der Atheist oder der gottlose Zweifler macht jede übersinnliche Inspiration unmöglich. Er entfernt sich von den positiven Sphären und öffnet seine Seele oder seine geistig Empfangsstation für die Inspirationen der Finsternis. Ihr aber seht auf die große Schar jener, von denen Ihr genau wißt, daß sie freveln. Aber Ihr möchtet trotzdem gern in ihrer Haut stecken, da Ihr der Ansicht seid, daß es diesen Menschen ausnahmslos besonders gut geht. Ihr vermißt den herabgesehnten Donnerkeil, der diesen Missetätern auf den Kopf niedersausen soll. - Wenn ihr aber wüßtet, was diese Übeltäter noch vor sich haben, so würdet Ihr erschauern, und keineswegs Euch in ihre Haut sehnen. Allein der letzte Atemzug auf dieser Erde ist schon ein so schauriges Erlebnis für diese Menschen, das ich Euch mit keinem Wort beschreiben kann. Die ganze Qual des menschlichen Elends konzentriert sich auf ein paar Atemzüge und das Dicke Ende kommt noch hinterher. Das sind keine Drohungen, sondern die Folge eines ganzen Erdenlebens. Kein Wesen im Universum ist imstande, dieses göttliche Gesetz außer Kraft zu setzen. Es ist so sicher und unbarmherzig wie der leibliche Tod. Nun, ich weiß, daß man diese Botschaften von vielen Seiten aus für phantastische Märchen erklären wird. Doch darum ändern sich diese Botschaften keinesfalls. Das göttliche Gesetz der Wiedergutmachung ist die einzige Erlösung aus dem selbstverschuldeten Dilemma. Mit einer Kirchenbeichte kann man Gottes Gesetze keinesfalls aus dem Universum schaffen. Kein Priester ist von GOTT ermächtigt, Seine Gesetze außer Kraft zu setzen. Diese Gesetze sind auch für ihn in vollem Umfang wirksam.

Darum laßt Euch nicht versprechen, was kein Mensch je halten kann!
 
 

13.0 Alter ohne Grenzen (Durchgabe aus dem Jahre 1972)
 

Wohlan, das Leben des Menschen ist begrenzt. Nach diesem Maßstab richtet sich die ganze Erdenmenschheit und da das Leben verhältnismäßig kurz ist, so haben es alle Menschen sehr eilig, denn sie wollen nichts versäumen. Alles geht ihnen nicht schnell genug. Doch infolge falscher Religionen und wissenschaftlicher Irrtümer stimmt dieser Maßstab nicht. In Wirklichkeit gibt es keine Grenze für das menschliche Bewußtsein; es reicht über den Tod hinaus.

Das Alter hat für den Menschen etwas Makabres, denn es hängt mit dem Verfall zusammen und dahinter steht der Tod. Viel zu wenig, ja fast gar nichts wissen die Menschen über ihre Existenz. Fast alle sind der Ansicht, daß der Tod das Leben und somit auch das Bewußtsein auslöscht und sie nichts mehr von ihrer Existenz wissen. Darum lohnt es sich "logischerweise" nicht, noch im fortgeschrittenen Alter etwas zu lernen oder sich für höhere Dinge zu interessieren. Das ist jedoch so bedauerlich, daß ich keine passenden Worte dafür finde.

Das alles interessiert den Menschen leider nur wenig, weil seiner Meinung nach das Alter eine Grenze hat. Man sagt sich: "Warum soll ich mir noch Mühe geben, etwas hinzuzulernen, wenn mit dem Tod doch alles aus ist?" -

Aber man würde ganz anders urteilen, wenn man wüßte, daß das geistige Leben nach dem sogenannten Tode erst richtig beginnt. Das Bewußtsein, alle Sinne und Gefühle sind nach dem "Tode" viel stärker vorhanden, ja sozusagen superlativ. Daher lohnt es sich ganz besonders, recht viel zu wissen, recht viel zu lernen und obendrein an sich selbst zu arbeiten und sich über alles Gedanken zu machen.

Wir sind bemüht - immer bemüht - Euch gute Ratschläge zu geben. Darum sage ich Euch ganz eindringlich: Mit Dummheit kommt Ihr im Geistigen Reich nicht weiter! Zweifler sagen: "Wenn das stimmen sollte, so werde ich das noch früh genug erfahren." Aber damit gewinnen sie nichts, denn den Schaden, den ihre Unwissenheit angerichtet hat, können sie nicht mehr ausgleichen.

Selbst die klügsten Philosophen haben nicht herausgefunden, warum die Menschheit auf der Erde existiert. Das können sie auch nicht, weil sie sich ebenfalls Grenzen gesetzt hatten; nämlich die Grenze des Alters, hinter der der absolute Tod steht.

Der Sinn des Lebens ist, sich fortwährend höher zu entwickeln und an der göttlichen Schöpfung mitzuwirken. Doch dazu braucht der Mensch Erfahrungen, die er auf Erden sehr gut sammeln kann. Nach dem Tode kann er sogar seine Erfahrungen telepathisch auf andere Erdenmenschen übertragen und ihnen damit helfen!
 
 

14.0 Über die Todesangst (Durchgabe aus dem Jahre 1957)
 

Es gibt verschiedene Stufen und Arten des Todes.

Der Tod ist etwas, was den Menschen erschreckt, weil er den Tod für einen endgültigen Schlußstrich hält, dem der Mensch in keiner Weise ausweichen kann. Der Mensch besinnt sich, einige Ausnahmen zuzulassen, aber nicht auf ein Leben, das vor seiner Geburt liegt. Darum glaubt er, daß er vor seiner Geburt noch nicht existiert hat. Irrtümlich ist er der Ansicht, daß der Tod seine Existenz wieder beendet - und der Zustand der gleiche ist, wie vor seiner Geburt. Hierin liegt aber der ganze Irrtum, selbst wissenschaftlicher Überlegungen.

Wenn der Mensch in seinem Leben etwas verliert, so ist damit nicht gesagt, daß er es nicht eines Tages wiederfindet. Wenn der Mensch aus guten Gründen das Sündenregister eines früheren Lebens verliert, so kann er auch dieses einmal wiederfinden, sofern er danach sucht! Was aber tun die meisten Menschen auf dieser Erde: Sie denken und handeln so, daß sie neues Unrecht zu alten hinzufügen.

Die Sündenvergebung des Herrn besteht nun darin, daß der Mensch, selbst im Jenseits, die Sünden seiner früheren Leben nicht mehr wiederfinden soll. Doch leider ist er damit nicht erlöst, weil er die Sünden seines letzten Erdenlebens (neu) mit hinüber nimmt und damit steht er wieder auf der gleichen Stufe. Er fängt wieder von neuem an und bittet meistens um ein neues Erdenleben, um diesen Bewährungsprozeß noch einmal zu versuchen.

Der Mensch glaubt aber, daß er von heute auf morgen alle seine Sünden auf einmal los ist, wenn er darum betet.

Das ist ein Irrtum!

Wenn der Mensch stirbt, so zeigen sich bei seinem Ableben sehr verschiedene Zustände, entweder er stirbt friedlich oder er leidet Todesqualen und erschreckt damit alle Zuschauer. -

Ich will Euch sagen, wie das kommt:

Der gläubige Christ weiß, daß er in einer anderen Welt weiterleben wird und fürchtet sich nicht vor einer Vernichtung seiner Existenz, weil es so etwas gar nicht gibt. Doch dazu kommt noch etwas anderes: Der gottesfürchtige, gläubige Christ löst seine Seele, das heißt, seinen Astralkörper allmählich von seinem leiblichen Körper, der für ein weiteres Leben auf der Erde nicht mehr tauglich ist. In diesem Zustand der Loslösung bekommt er aber schon eine sehr starke Verbindung mit der jenseitigen Welt. Er wird hochmedial und sieht bereits seinen Schutzengel und die lichterfüllte Schönheit der ihm zustehenden Sphäre. Zugleich singen viele, viele Seelen wunderbare Melodien, die den Empfang begleiten. Das alles macht den Sterbenden froh und glücklich, und er geht im Frieden mit Gott aus dieser Welt. - Er wird verwandelt!

Doch der ungläubige Materialist oder Bösewicht und Egoist wird im Sterben nicht minder hochmedial. Doch er sieht schwarze Geister, die ihn verhöhnen, ihm drohende Gebärden machen und scheußliche Fratzen schneiden, weil sie ihren Spaß an seiner Furcht haben und weil das Menschenquälen von jeher ihr Anliegen gewesen ist.

Der Sterbende sieht eine Sphäre, für die er sich entschieden und auch vorbereitet hat. Wie ein medialer Trunkenbold oder Rauschgiftsüchtiger sieht er die Gestalten und Schöpfungen der Hölle, während ein anständiger Christ der Nächstenliebe den Himmel bereits im Sterben sieht.

In manchen Fällen hat ein todkranker Mensch bereits einen solchen Blick ins Jenseits getan (Reanimierte Menschen), wurde dann aber wieder mit Gottes Hilfe gesund. Doch man glaubt ihren Erzählungen leider nicht und meint, daß ein Todkranker im Fieber phantasiert. -

Ich kann Euch sagen: Es ist keine Einbildung!
 
 

15.0 Das Geheimnis des Todes (Durchgabe aus dem Jahre 1959)
 

Wohlan, Ihr lächelt über das Weiterleben nach dem Tode, aber Ihr fürchtet Euch vor einem Auslöschen Eurer Existenz. Der Gedanke an eine Begrenzung des Lebens macht Euch unsicher und krank. Nur allein durch diese falsche Beurteilung Eurer eigenen Existenz ist es Euren Machthabern und Mitmenschen überhaupt möglich, Euch zu bedrohen. Eine bereits vorhandene Furcht wird ins Superlative gesteigert. Diese superlative Furcht vor der Ungewißheit des Lebens und Sterbens gibt der Politik und dem Bösen alle Macht, über Euch in grausamer Weise zu herrschen.

Der Glaube an Gott ist allein noch nicht ausreichend, Euch diese entsetzliche Angst zu nehmen. Auch der Glaube an Seinen bevollmächtigten Vertreter dieser Erde, nämlich Jesus Christus, ist nicht imstande, Euch die Sicherheit zum Leben zu gewährleisten und über den Tod zu triumphieren. - Wo aber bleibt der letzte Beweis?

Was wißt Ihr über das Geheimnis des Todes? Sobald ein Mensch aus Eurem Gesichtskreis verschwindet und sein Körper zu Asche und zu Erde wird, hat er aufgehört für Euch zu existieren. Gott sandte Seine Engel aus, Euch zu verkünden: "Fürchtet Euch nicht!" Ihr glaubt nicht an diese Engel, weil Ihr sie nicht alle sehen könnt. Doch Christus sprach zu seiner Zeit: "Amen, amen, ich sage Euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf und niedersteigen sehen über dem Menschensohn." - Doch die Allgemeinheit sieht davon nichts. Aber die vielen privaten Zirkel, die vielen Mittler, bzw. Medien, haben mit diesen Gottesboten einen sehr innigen Kontakt.

Mit welchen Mitteln soll Euch Gott von der ewigen Existenz des geistigen Lebens überzeugen? Mit Gewalt und Katastrophen, mit "Wundern", mit Epidemien, mit Weltuntergang oder mit einem Übermaß an Wohlstand? - Nichts würde ausreichen, Euch die Angst vor dem Tode zu nehmen.

Christus zeigte diese Tatsache in der eindrucksvollsten Weise. Es liegt so weit zurück, daß Ihr es nicht mehr glauben wollt -, noch könnt. Jeder Mensch auf Erden, auch sogar der primitive Naturmensch, weiß, daß er Fehler macht und gegen die Stimme seines eigenen Gewissens handelt. Doch er rechnet nicht mit einem Weiterleben in Verantwortung, sondern mit dem absoluten Auslöschen seines Gewissens, seiner vollbrachten Untaten.

Wenn jeder Mensch gut und gerecht wäre und nach dem Willen Gottes in christlicher Liebe leben würde, so hätte er keine Angst vor einem Sterben, denn er würde da keine Verantwortung zu fürchten haben, keine Gegenüberstellung vor Gott und Seinen helfenden Engeln.

Doch leider ist die Kette der Sünden auf dieser Erde sehr groß. Und diese Kette der unendlichen Sünde ist der wirkliche Grund, warum fast jeder gewöhnliche Mensch, aber auch jeder König oder Priester, jeder Menschheitsführer oder Wissenschaftler sich davor fürchtet, daß das Weiterleben mit einer vollen Verantwortung eine Tatsache sein könnte.

Hier macht das Gewissen einen Kurzschluß. Hier verleugnet der Mensch angesichts seiner vielen Fehler absichtlich die Wahrheit und schüttelt diese wie ein nasser Pudel ab. Er will lieber ewig sterben, als alles zu verantworten -, doch das ist ein Unding!
 
 

16.0 Über das Sterben (Durchgabe aus dem Jahre 1968)
 

Wohlan, das Sterben ist für jeden lebenden Menschen eine unheimliche Sache, weil er kaum etwas darüber weiß. Leider kümmert er sich auch nicht darum, sich Kenntnisse darüber zu verschaffen!

Nehmen wir an, der Mensch liegt im Sterben. Was vollzieht sich in dieser Situation?

Der Sterbeprozeß ist eine gewaltige Änderung im Menschen, denn die Seele ringt sich vom Körper los. Der physische Körper kann nicht mehr arbeiten. Die Organe sind lebensunfähig und der materielle Energiestrom versagt - er hört schließlich ganz auf. Da dieser Energiestrom, der kosmisch ist, auch den Herzmuskel in Tätigkeit hält, so hört auch das Herz zu schlagen auf. In diesem Zustand des Energieverlustes kämpft die Seele um das irdische Leben. Der Verbrauch an Seelenkraft ist übernormal; doch der Körper hat ebenfalls seine letzten Reserven ausgeschöpft, er zieht ebenfalls die letzte Seelenkraft aus der Seele, so restlos, daß die Seele nicht mehr arbeiten kann.

Die Seele erholt sich langsam, nachdem die Verbindung mit dem Körper aufgegeben ist. Erst jetzt gewinnt die Seele neue Energien aus dem Kosmos und hat nun nach ihrer Wiederbelebung die ganze energetische Seelenkraft für sich allein zur Verfügung, so daß sie in der Lage ist, sinnlich und bewußt völlig real zu existieren. Damit lebt die Seele sinnlich konzentrierter, aktiver, als es im physischen Körper möglich war. Der verlassene Körper war ein erheblicher Nutznießer jener Seelenkraft, die der Seele nun allein zur Verfügung steht.

Der philosophische und psychologische Irrtum besteht also darin, daß man leider annimmt, daß der leibliche Körper die Seele mit der nötigen Energie für ihre Funktionen versorge. Was die Seele betrifft, so ist sie für ihre Energie Selbstversorger; sie gibt dem Körper soviel ab wie dieser für das Meldesystem braucht. Es ist sehr wichtig zu erkennen, daß die Seele auch völlig selbständig funktionieren kann. Die körperliche Energie unterscheidet sich von der seelischen Energie.

Das erkennt man deutlich bei einer Narkose, bei der die materielle Energie im Körper nicht betroffen wird, denn die Organe arbeiten weiter. Wohl aber ist die Energie der Seele davon betroffen, die das Meldesystem zum Körper abschneidet.

Die Denkfähigkeit und das ganze Bewußtsein des Menschen ist nach der Entkörperung wesentlich gesteigert. Aus diesem Grund kann ein Jenseitiger besser riechen, besser sehen und viel besser alle seine Sinneswahrnehmungen ins Bewußtsein aufnehmen.

Das Sterben des Menschen hat etwas schreckhaftes, das infolge der allgemeinen Unkenntnis großen Schaden anrichtet. Es ist unbegreiflich, warum die Wissenschaftler an dieser Tatsache einfach vorbeigehen.

Diese wichtigen Erkenntnisse gehören zur elementaren Wissenschaft.

Sie haben sogar Vorrang vor allem anderen Wissen!
 
 

17.0 Jenseitige Freundschaften (Durchgabe aus dem Jahre 1963)
 

Es gibt Menschen, die haben vor dem Tode eine gehörige Angst. Das sind jene, die der Meinung sind, daß sie in eine völlige Auflösung gehen. Sie können sich nicht daran erinnern, was vor ihrer Geburt war und glauben nun, daß sie in diese Erinnerungslosigkeit zurückgehen.

Das ist ein großer Irrtum!

Dann gibt es Menschen, die eine gehörige Angst vor dem Sterben haben. Diese glauben bereits an ein Weiterleben in einer anderen Welt, aber trotzdem fürchten sie sich vor dem eigentlichen Prozeß des Sterbens. Sie stellen sich den Tod grauenvoll vor, weil sie nicht die Wahrheit über diesen Vorgang erfahren haben.

Auch das ist ein großer Irrtum!

Ich kann Euch allen nur sagen:

Für den Gläubigen, bzw. Wissenden ist er sogar ein sehr feierlicher Augenblick. Wenn der Körper vorher vielleicht auch noch so große Qualen aushalten mußte, so tritt doch plötzlich eine Schmerzlosigkeit ein. Die Seele kommt zu einer feierlichen Ruhe. Der Körper wird kühl und anschließend gefühllos. Die Seele hat das Gefühl, sehr leicht zu werden; sie schwebt, ohne eine Gravitation zu spüren. In diesem Zustand, in dem die Seele den Körper verläßt, ihn aber noch nicht ganz verlassen hat, wird der Mensch hellhörend und hellsehend. Er löst die Kontakte zur Materie und festigt den Kontakt zur geistigen Welt.

Aber kein Mensch guten Glaubens ist auf sich allein angewiesen. Das ist nämlich der große Vorteil für den positiven, für den anständigen Menschen. Da kommen seine vielen Freunde zur Hilfe, um ihn zu trösten und ihm das Gefühl der Sicherheit zu geben. Darum sage ich Euch eindringlich: Ihr müßt im Reiche des Herrn Freunde haben, die zu Euch stehen und Euch in Liebe erwarten! Wie schafft man sich solche Freundschaften? Ich will es Euch verraten:

Nehmen wir einmal einen Raucher an: Dieser leistet sich selbst ein Gelübde, von diesem ekelhaften und gefährlichen Laster zu lassen. Er macht einige Versuche, das Rauchen aufzugeben, aber er hält nicht durch und beginnt immer wieder von neuem. So geht das natürlich nicht. - Die jenseitigen Freunde sehen, daß er labil ist und sein Gelübde nicht hält; dann wird er das erst recht mit anderen Menschen machen, da der Erdenmensch sich selbst ja am meisten liebt. Auf diese Weise verliert der Erdenmensch seine positiven, jenseitigen Freunde und ihm schließen sich negative Seelen an. Lohnt sich das? - Was die jenseitigen Freunde von ihren diesseitigen Freunden verlangen, ist wirklich nicht allzuviel. Aber das Vertrauen ist die Grundlage zu jeder aufrichtigen Freundschaft. Das ist ein göttliches Gesetz! Darum begrüßen wir jede positive Mitarbeit. Wir sind froh, wenn wir einen neuen Freund begrüßen können, der an uns glaubt - und es auch beweist!!