Psychowissenschaftliche Grenzgebiete

Thema: Aufruf aus dem Kosmos (4)

       

 

Eine Grabrede

Wenn ein Erdenmensch stirbt, so ist das für Euch ein trauriges, ja schauriges Ereignis. Der Pfarrer hält eine Grabrede, und die Hinterbliebenen des Verstorbenen stehen weiter vor einem Mysterium, weiter vor einer schrecklichen Ungewißheit und haben keine Ahnung, was eigentlich wirklich geschehen ist. Aus diesem Grunde fühle ich mich veranlaßt, auch einmal eine Grabrede zu halten, obgleich ich kein Pfarrer bin. Aber so sollte wenigstens eine Grabrede für die Hinterbliebenen sein, wenn sie der WAHRHEIT Ehre machen soll:
 
 

Liebe Brüder und Schwestern,

ich muß Euch so anreden, weil der Mensch aus der großen Familie der Menschheit stammt, die im ganzen göttlichen Universum lebt und deren Angehörige in vielen Häusern ihre Wohnung haben.

Wir stehen vor dem Sarg eines Menschen und ich frage Euch: "Was ist geschehen?" - Es ist etwas geschehen, was jedem Menschen ohne Ausnahme geschehen wird und seit Äonen von Jahren immer wieder geschehen ist. Es ist also ein völlig natürlicher Vorgang, der nichts mit einem Mysterium zu tun hat. Warum dann so erschrocken, wenn es sich um einen derartig natürlichen Vorgang handelt? -

Kein Mensch, kein Wissenschaftler ist imstande, diesen Prozeß zu verhindern. Wenn der Körper seine Funktionen nicht mehr ausführen kann, ist das Werkzeug für die Seele unbrauchbar. Aber es gibt Philosophen und Besserwisser, die da behaupten: daß das Bewußtsein an die Materie gebunden ist.

Wo haben diese Denker dieses Wissen her?

Doch nur aus der Vermutung, weil das Bewußtsein sich nicht mehr äußern kann. Wer kann jedoch durch eine Trompete blasen, wenn sie kaputt ist? - Wer will deshalb behaupten, daß der Trompeter nicht mehr existiert? - Natürlich braucht der Trompeter ein anderes Instrument, wenn er Töne von sich geben will - und es kann sogar ein ähnliches Instrument sein. Einmal wird er wieder eine Trompete in die Hand bekommen - und er wird dann dieses Instrument vielleicht noch besser spielen können oder es wiederum vernachlässigen. In jedem Falle ist der Tod ein natürliches Ereignis, selbst wenn es sich um einen Unfall oder um den Ausgang einer Krankheit handelt.

Die Theologen haben sich allerlei ausgedacht und es der Nachwelt überliefert. Aber diese Überlegungen stimmen nicht, sie sind frei erfunden. Man muß auch beim Tode die Theorie von der Praxis unterscheiden! Die Praxis ist weit von der Theorie entfernt. Der Gedanke, der zum Bewußtsein gehört, ist ein fertiges Produkt von MIKROVIBRATIONEN, die zum Bewußtsein gehören und durch ein funktionsfähiges Nervensystem geleitet werden können. Was nützt es einem Menschen, wenn er durch eine Querschnittslähmung an beiden Beinen gelähmt ist - er kann hundertmal den festen Gedanken in seinem Bewußtsein hervorbringen, das eine oder andere Bein zu heben. Es wird ihm nicht gelingen. Doch wenn er seine Beine nicht mehr bewegen kann, wer will darum behaupten, daß dieser Wunsch, dieser Gedanke, dieser Befehl an die Muskeln und Nerven seiner Beine deshalb überhaupt nicht vorhanden ist? - Nun, ich will Euch sagen, daß das Bewußtsein ganz vom Körper getrennt sein kann. Es hat seine Existenz auch ohne die Reaktion eines Körpers!

Wenn nun bei einem Toten der ganze Körper nicht mehr reagiert, ja nicht eine einzige Zelle mehr auf das Bewußtsein reagiert, so hat das nichts mit dem Bewußtsein selbst etwas zu tun. Das Bewußtsein ist lebendig, es bedeutet das Leben. Darum lebt ein jeder Tote, auch wenn der Körper nicht mehr zur Verfügung steht.

Ihr werdet mir entgegenhalten, daß Eure Wissenschaftler dieses Geheimnis vom Tode bestimmt geklärt haben müssen. Sie haben das Leben nach dem Tode keinesfalls einstimmig bestätigt. Wer sagt Euch aber, daß diese Wissenschaftler überhaupt fähig sind, eine derartige logische Folgerung zu ziehen?

Dieselben Wissenschaftler setzen ihre ganze Denkkraft für die Vernichtung der Menschheit ein:

Dasselbe blinde Vertrauen, daß Ihr dem philosophischen Unsinn der Theologen entgegenbringt, die sich ein Dogma nach dem anderen ausdenken, bringt Ihr auch den Wissenschaftlern entgegen. Ja darüber hinaus, seid Ihr willens und bereit, den Politikern und Soziologen jede Überlegung abzunehmen, weil Ihr annehmt, daß sie logischer denken können als Ihr alle zusammen. Wer nicht einmal über den Tod positiv Bescheid weiß, der kann auch nicht logisch denken, weil er zwangsläufig in allen Fragen des Lebens zu falschen Resultaten kommen muß. Er kann wohl eine Gemeinheit gegen die Menschen aushecken, er kann etwas Großartiges erfinden, er kann rechnen und sich die Technik oder Naturwissenschaft zunutze machen, aber er kann in letzter Konsequenz nicht die richtige Schlußfolgerung ziehen, weil das Resultat seine ganze bisherige Einstellung zum Leben glatt über den Haufen wirft. Wenn ein Pfarrer eine Grabrede hält, so spricht er selbstverständlich von der Seele des Menschen. Aber ich weiß, daß diese Pfarrer und Theologen überhaupt keine rechte Vorstellung von der Seele haben. Sie sind fast alle der Meinung, daß die Seele beim Tode des Menschen einschläft und noch nicht einmal träumt, sondern in tiefer Bewußtlosigkeit verharrt. Doch, so GOTT will, werden Milliarden von Seelen an einem unbestimmbaren Jüngsten Tag alle nacheinander - oder vielleicht auf einmal - geweckt. Dann werden in einer unerhörten Gerichtsverhandlung mehr als die Hälfte in feurige, flüssige Glut getaucht, wo sie ewig schmoren und brodeln, während ein verschwindend kleiner Teil in den Himmel aufgenommen wird, der ein Stätte von unerhörtem Saus und Braus darstellt, ein Vergnügen ohne Ende. Noch schlimmer ist die Vorstellung, daß die Seelen neben der Verwesung im Grabe ruhen.

Du lieber Himmel! Wenn Ihr nur eine Ahnung hättet, was das für ein entsetzlich unlogischer Unsinn ist! - Es ist einfach haarsträubend, wie erwachsene Menschen an einen derartigen Unsinn glauben können und ihn obendrein noch fanatisch verteidigen und verbreiten.

Die klare Antwort darauf gab Euch ein STELLVERTRETER GOTTES, nämlich CHRISTUS. Er sagte zu seinem Mitgekreuzigten: "Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." - Natürlich ist das Paradies eine gute SPHÄRE im Geistigen Reich. Da ist von einem "Jüngsten Tag" überhaupt keine Rede.

Es ist der feierliche Eintritt in das Geistige Leben. Es ist der große Tag der Rückkehr in die tatsächliche Grundkondition des ganzen Menschendaseins. Das kann und hat auch Eure Praxis erwiesen und ist täglich nachweisbar.

Die zurückgebliebenen Rassen, ich meine die Naturvölker in den Urwäldern, sind besser orientiert als die meisten Hochschulprofessoren. Sie wissen von der Existenz auf der anderen DASEINSEBENE. Sie haben täglich Kontakt mit dieser geistigen Seite der lebendigen Welt. Sie haben nur Angst vor der Rache ihrer Verstorbenen, die sich bei ihnen immer wieder melden.

Aber Eure Hochschulprofessoren sagen dazu, daß diese Naturmenschen nicht richtig denken können und sich diese geistige Seite der Welt nur einbilden. Aber diese Hochschulprofessoren und Schulgelehrten können diese Einbildung im Hirn nie und nimmer nachweisen - und damit sind wir wieder bei der vagen Vermutung.

Doch die Praxis beweist, ob die Vermutung richtig oder verkehrt ist.

Die Existenz der Seele mit ihrem Bewußtsein ist in der ganzen Welt und bei jedem Menschen nachzuweisen. Man darf nur nicht den Fehler machen, diese Seele oder das Bewußtsein im Hirn des Menschen selbst zu suchen. Das Hirn ist nur ein stofflicher Leiter zwischen Seele und Körper. Jede Zelle des Hirns reagiert auf ganz bestimmte Vorgänge im kosmischen Bewußtsein des Menschen, oder es telegrafiert körperliche Reize zurück.

Betrachten wir einmal eine große Sekte, die sich ganz und gar auf die Bibel stützt. Ihre Auslegung betrifft den Jüngsten Tag, an dem fast die ganze Menschheit in das Höllenfeuer kommen soll. Diese Sekte hat einen Umfang, der nicht begreiflich ist. Millionen von Menschen glauben bedingungslos diese unsinnige Auslegung, für die es nicht einen einzigen praktischen Beweis gibt.

Aber sie glauben nicht deshalb daran, weil sie durch ihre eigene Logik davon überzeugt sind, sondern weil es labile, kritiklose Menschen sind, die einen FRÖMMIGKEITSTICK haben und sich maßlos vor dem Höllenpfuhl fürchten, in dem sie einmal schmoren sollen. Sie glauben aus Angst, denn Feuer tut weh; man weiß, was Brandwunden bedeuten, noch schlimmer, wenn man dabei nicht mehr sterben kann.

Wir nennen das gemeine Angstmacherei!

Wenn der Mensch auf diese Unlogik hereinfällt, dann kann man mit ihm machen, was man will. Man kann ihn sogar zum Fanatiker erziehen und ihn überall einsetzen, weil er aufgrund seiner Unlogik nicht fähig ist, über diese Dinge objektiv zu urteilen.

Ich weiß, daß man meine Erklärungen ebenfalls verdammen wird. Man wird in Kirchenkreisen darüber reden und sagen, daß es Ketzerei aus der Hölle sei. Aber ich appelliere nur an Eure Vernunft, und wo diese Vernunft nicht vorhanden ist, da werden auch meine Worte vergebens sein. Ich tue indessen nur meine HOHE PFLICHT.