Psychowissenschaftliche Grenzgebiete


 
Thema: Die Bibel (Religionen, Glaube und WAHRHEIT) (17)
       

28. Etwas über die Religion (2) (Durchgabe aus dem Jahre 1975)

Wohlan, die Religionen werden von Menschen gemacht. Wäre es anders, gäbe es nicht über Hundert verschiedene Religionen auf dieser Welt.

Das Schlimme bei allen Religionen ist, daß sie den Menschen sehr leicht fanatisieren. Wer sich für eine dieser Religionen fest entschlossen hat, dem darf man nicht widersprechen, denn sonst entsteht Feindschaft. Ohne diesen gefährlichen Fanatismus wäre die Vielzahl von Religionen schon erheblich gesunken. Aber der Irrtum und das Wirrwarr nehmen kein Ende. Alle Religionen der Welt behaupten, daß ihre Erkenntnisse die allein seligmachenden seien. Das gibt es natürlich nicht und wir sehen, wie es in dieser Hinsicht an der Logik fehlt!

Natürlich haben die Lehren grobe Fehler und man wacht darüber, daß diese Fehler auf keinen Fall beseitigt werden. Denn wenn jemand die Religionen korrigiert, so ist er ein Ketzer, der sich eine unverschämte Blasphemie erlaubt.

Schauen wir einmal auf die Reinkarnationslehre der Buddhisten: Da wird eine menschliche Seele so degradiert, daß sie als Insekt wieder auf den Erdenplan kommt. Gegen diesen Unsinn, der Degradierung zu allen möglichen Tierarten, ist jede Logik machtlos.

Ebenso machtlos ist die Logik einem gewaltigem Irrtum gegenüber, der mit CHRISTUS zusammenhängt. Auch dieser Irrtum ist nicht korrigierbar, weil fanatische Kirchenmächte darüber wachen. Nach dieser Lehre soll CHRISTUS der einzige Sohn des allmächtigen GOTTES sein.

Ist er es wirklich?

Wenn ich das bestreite, so wird man mir nicht glauben, denn ich kann den Grad meiner Existenz nicht beweisen. Folglich muß ich mich der Bibel bedienen, die von den Kirchenvätern noch geschätzt wird.

Nun werdet Ihr fragen, worin liegt der biblische Beweis, daß der große MEISTER CHRISTUS nicht GOTTES einziger SOHN ist? Dann schlagt bitte die Bergpredigt auf. Die Priester und Religionsbearbeiter haben im Laufe der Zeit einen unlogischen Text zustande gebracht, der für die gesamte Menschheit nicht förderlich ist. GOTT ist unsichtbar und darf nicht und kann nicht durch irgendein Wesen sichtbar gemacht werden.
 
 
 

29. Der Wert der Religionen (Durchgabe aus dem Jahre 1962)

Wohlan, liebe Freunde, gar mancher unter Euch stellt sich die Frage, welchen Wert die vielen Religionen überhaupt haben können, wenn sie alle so unterschiedlich sind?

Hierzu darf ich Euch sagen, daß der Spiritualismus den Ursprung aller Religionen darstellt.

Eine Religion muß ein Ziel haben, welches von allen Dingen im ganzen Universum am verehrungswürdigsten ist - sonst ist es keine Religion. Die vielen Priester und verschiedenen Religionen sehen das Ziel nur in der Anbetung und in der Bitte. Darum haben sich alle Religionen leider falsch entwickelt. Sie wurden zum Fanatismus oder zum Selbstbetrug. Somit ist keine Religion dieser Erde eine sogenannte "Himmelsleiter", sondern jede einzelne Religion stellt nur eine Sprosse dieser Leiter dar. Doch wenn der Mensch wirklich nach OBEN gelangen möchte, so muß er selbstverständlich von Sprosse zu Sprosse emporsteigen. Jede Religion enthält mindestens eine gute Lehre und diese soll man herausfinden und für sich zur Entwicklung anwenden. Auch der Spiritualismus ist keine Eintrittskarte für die höheren Sphären, sondern nur eine göttliche LEHRE, die durch das Geistige Reich voll unterstützt oder von der Dämonie angegriffen wird. Der Mensch kann sich darum weder etwas erbetteln, noch erkaufen. Was sein Leben jenseits der Materie betrifft, so muß er seine Seele selbst darauf vorbereiten. Sie wird keinesfalls in eine Sphäre gelangen, die ihr nicht zusteht. Doch die meisten Seelen leiden unter der schweren Krankheit der Selbstüberschätzung. Nun machen die großen Kirchen allerdings den Fehler, daß sie den Spiritualismus gänzlich ablehnen. Sie lehnen ihn ab, indem sie die Vorzüge ihrer Konfession lobpreisen. Darum kommen sie auch keinen einzigen Schritt in der WAHRHEIT weiter. Man beruft sich auf die Aufzeichnungen, die Jahrtausende alt sind. Doch man vergißt dabei, daß diese Aussagen menschliche Zeugenaussagen sind, die in den meisten Fällen verändert worden sind, oder die von den Zeugen selbst nach dem Grad ihres Verstandes und ihrer Entwicklung ausgesagt worden sind.

Wenn der Weltatheismus die Religionen in ihrer Gesamtheit ablehnt, so ist das ein erschreckender Beweis einer gewaltigen, geistigen Rückständigkeit. Man akzeptiert nicht das GUTE, das unbedingt in allen Religionen vorhanden ist.



30. Über die Macht des Glaubens (Durchgabe aus dem Jahre 1967)

Wohlan, Ihr habt schon einmal von der Macht des Glaubens gehört.

Andere sagen sich: "Wie kann ein Glauben Macht haben, wenn er doch nur auf Einbildung beruht?"

Der Begriff "Glauben" ist heftig umstritten. Aber es geht gar nicht so sehr um den Glauben, sondern vielmehr um das rechte WISSEN. Das Kirchendogma fragt nicht viel nach diesem Unterschied und doch ist dieser Unterschied sehr wichtig!

Ein Soldat darf nicht danach fragen, ob der Befehl gut oder schlecht ist, er hat ihn zu befolgen. In ähnlicher Weise verfahren auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften. Ein Christ darf zum Beispiel nicht danach fragen, ob das Dogma richtig ist. Er hat es zu glauben. Wenn nicht, dann ist es eben eine Sünde. Da sich der Christ aber vor der Sünde bewahren möchte, so glaubt er alles in absoluter Folgsamkeit. Das WISSEN beruht nicht auf Vermutungen oder Analogien. Das WISSEN beruht auf Erfahrungen, auf Tests, auf Experimenten, Beobachtungen und logischen Vergleichen. Wenn also der Glaube eine MACHT besitzt, nämlich die MACHT, etwas im Menschen zu verändern, so ist das WISSEN diesem Glauben weit voraus. Also ist die MACHT des WISSENS wesentlich stärker. Es ist tatsächlich so!

Zum religiösen WISSEN gehört die erfahrene Feststellung, daß die menschliche Seele als etwas Selbständiges den körperlichen Tod des Menschen überlebt. Der Glaube drückt sich nicht so genau aus. Er läßt Zweifel aufkommen. Überdies spricht er nicht von einem persönlichen Überleben sondern vom "Jüngsten Tag", den der Glaube nicht erklären kann.

Der Mensch kann tatsächlich von vielen Leiden geheilt werden - nicht von allen - aber wenigstens von allen Leiden, die psychosomatisch sind!
 
 
 

31. Über die Frömmigkeit (1) (Durchgabe aus dem Jahre 1963)

Wohlan, das Wort "fromm" ist in Verruf geraten. Sofern ein Mensch fromm ist und das nach außen hin bekundet, wird er von seinen Mitmenschen nicht mehr für voll genommen. Man lächelt spöttisch über ihn und zählt ihn mindestens zu den harmlosen Verrückten, aber man traut ihm auch noch einen gefährlichen Wahnsinn zu.

Wer ist jedoch im Unrecht?

Sind es die Mitmenschen oder sind es die Frommen?

Nach der Betrachtungsweise des GEISTIGEN REICHES sind beide Parteien im Unrecht, sowohl die Frommen als auch die Nichtfrommen. Man kann tatsächlich beobachten, daß sich die Frommen unnatürlich benehmen. In vielen Fällen werden sie sogar fanatisch und verlieren damit völlig ihre Objektivität. Die Kirchenverantwortlichen haben sie fast alle eingebüßt. Sie sind es, die vor allen Dingen ihren Schafen das Unnatürliche vormachen und die gleiche Unnatürlichkeit von ihnen verlangen. Mit diesem unnatürlichen Gehabe und Getue will man GOTT und das GEISTIGE REICH beeindrucken. Ob es sich dabei um einen magischen Kult der unentwickelten Naturvölker handelt oder um das Gehabe der Christenheit oder des Islams oder der Buddhisten, das spielt dabei keine Rolle, denn sie alle sind den Motiven nach unnatürlich und somit weit von der wirklichen RELIGION entfernt.

Es gibt im ganzen Universum nichts natürlicheres als GOTT und SEIN REICH. Das GEISTIGE REICH ist sogar noch "natürlicher" als das materielle Leben auf den vielen Sternen. Wenn jemand GOTT und SEIN REICH verehren möchte, so ist das normal und durchaus verständlich. Aber es kommt auf das "wie" an. Wenn man sich dabei normal benimmt und von GOTT und SEINEM REICH eine normale Vorstellung hat, ist das ganz in Ordnung. Ist die Vorstellung unnormal, so ist auch die ganze entsprechende Frömmigkeit unlogisch und widerwärtig. GOTT und SEIN REICH übt große Nachsicht in diesem Falle. Aber trotzdem kann der Fromme auf diese Weise nicht den geringsten Vorteil erreichen! Im Gegenteil - er fällt zurück!

Was nützt es, wenn der Fromme alles tut, was gegen den Glauben gerichtet ist? - Er raucht und trinkt, oder er haßt seine Mitmenschen und redet ihnen übel nach. Er ist rechthaberisch und mißgünstig. Man braucht nicht alles aufzuzählen - es ist wahrlich zu viel. Darum sagte CHRISTUS: "Du aber gehe in deine Kammer, wenn du betest, und schließe die Tür zu; dann bete zu deinem VATER, der im Verborgenen ist. Dein VATER, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten." (Matthäus 6. 6)

Fast alle Menschen auf dieser Erde haben keine rechte Ahnung davon, daß ihre Gedanken vom GEISTIGEN REICH aufgefangen, abgehört und bis auf die kleinste Silbe und SCHWINGUNG verstanden werden. Jeder Mensch kann in Gedanken beten und es nützt nichts, wenn er Worte und Sätze betet, aber gleichzeitig ganz anders dabei denkt und fühlt. Die wahre FRÖMMIGKEIT ist eine ganz intime Angelegenheit des Menschen, sie geht keinen Nachbarn etwas an.

Auch in den Kirchen sollte die Frömmigkeit in der erhabenen Stille zum Ausdruck gebracht werden, wo der Mensch nichts hört und nichts sieht, sondern mit der brüderlichen Gemeinschaft in Gedanken auf GOTT und SEIN REICH ausgerichtet ist.

32. Über die Frömmigkeit (2) (Aus den Sphären des LICHTES)

Wohlan, viele unter Euch sind der Meinung, daß fromme Menschen in den Himmel, das heißt, in höhere Sphären kommen. So lehrt es nämlich Eure Kirche.

Ich aber sage Euch, daß sich jene gewaltig irren!

Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus.

Ihr werdet es kaum glauben, wenn ich Euch sage, daß die vermeintlichen Frommen in den unteren Sphären sind, weil sie in ihrer Entwicklung stehengeblieben sind.

Betrachtet einmal die Frommen: Es handelt sich nicht um Selbsterkenntnis, nicht um ein charakterliches Höherstreben, nicht um das wirkliche Gebot der Nächstenliebe, sondern um ein unnötiges, widerliches Getue und Gehabe. Kein Gebet hat eine Wirkung, wenn es heruntergeleiert wird, aber die Frommen leiern es nicht einmal, sondern hundertmal hintereinander herunter, ohne eine Unterbrechung. Ich frage mich: Halten diese Frommen GOTT für taub, daß sie sich in solcher Weise wiederholen müssen? Ich lasse den Begriff der Frömmigkeit absolut gelten. aber wo trifft man die wirkliche FRÖMMIGKEIT an? Nasse Augen und zerknirschte Gebärden bedeuten keine Reue, sondern sind dogmatische Kulthandlungen, die Euch nur vom Rechten Wege abbringen. GOTT hat kein Interesse daran, daß SEINE Geschöpfe auf Knien vor IHM herumkriechen. Nur der Teufel kann sich an solchen Szenen erfreuen. Wenn Du gegen Dich so aufgeschlossen und ehrlich bist, indem Du Dich nicht selbst belügst, so kannst Du aufrecht stehen und GOTT ins Angesicht sehen - bildlich gesprochen. GOTT mag keine zerknirschten Sünder, die um Gnade betteln. Er will anständige Menschen, die sich in den DIENST der göttlichen SCHÖPFUNG stellen. Er will auch keine Versprechungen, sondern die Taten genügen IHM vollauf. Dann gibt es noch eine Menge Leute, die in der Öffentlichkeit alle Zoten reißen, die alles Negative mitmachen - aber dann in aller Heimlichkeit ein frommes Getue an den Tag legen, welches kein Mensch, sondern nur GOTT sehen soll. Das ist eine Falschheit der Gesinnung. Wenn ich sage, daß GOTT Euch sieht, so meine ich jene BEAUFTRAGTEN, die in der geistigen Welt für Euch da sind, um Euch zu kontrollieren.

Man kann in eine Partei eintreten und das Parteibuch in der Tasche haben. Die Erfahrung hat Euch gezeigt, daß viele solcher Mitglieder überhaupt keinen Gedanken an die Partei verschwendet haben, obgleich sie sich den Anschein geben. So ist das auch mit den meisten Frommen. Kein Wunder, daß man sie verspottet. Natürlich muß die Menschheit religiös belehrt werden. Aber eine BELEHRUNG, wie sie heute noch überall stattfindet, führt nicht zur Seligkeit. FRÖMMIGKEIT ist kein Getue und Gehabe. FRÖMMIGKEIT ist äußerlich überhaupt nicht sichtbar. Kein Mensch kann ersehen, wenn jemand wirklich FROMM ist. FRÖMMIGKEIT ist die Schönheit des Charakters!



33. Blinder Gehorsam (Durchgabe aus dem Jahre 1960)

Wohlan, der Erdenmensch ist ein großer Zweifler, ein Skeptiker durch und durch, weil er zu jeder Stunde den Lügen seiner Mitmenschen ausgesetzt ist. Doch GOTT verlangt von allen Menschen in SEINEM ganzen Universum die volle AUFRICHTIGKEIT, die LIEBE zur vollen WAHRHEIT. Wer also die SEGNUNGEN GOTTES empfangen will, der muß GOTT gehorsam sein. Doch GOTT verlangt von keinem Menschen einen blinden Gehorsam. Im Gegenteil:

Darum ist es eines jeden Menschen Pflicht, seinen vollen Verstand zu gebrauchen, um die WAHRHEIT GOTTES genau zu durchdenken und zu prüfen, ob die eigene Seele so viel an göttlich-positiver Entwicklung aufzuweisen hat, daß sie die WAHRHEIT GOTTES richtig erkennt.

Menschen, welche nur aus blindem Gehorsam heraus alles Religiöse in sich aufnehmen, sind nicht fähig, die wirkliche WAHRHEIT des HERRN zu begreifen und in sich vollwertig aufzunehmen. Zu diesen Menschen gehören leider auch die vielen Sektierer und sonstige Prediger und Theologen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wo der Verstand und die geistige Entwicklung den blinden Gehorsam ablehnen.

Auch das positive Geistige Reich verlangt von keinem Menschen, von keiner jenseitigen Seele einen blinden Gehorsam. Dieser gefährliche Gehorsam, diese scheinheilige Duckmäuserei wird jedoch von der christlichen Kirche allzuoft verlangt. Wohlan, Ihr sollt GOTT aus LIEBE den Gehorsam zeigen, aber dieser Gehorsam darf niemals das Resultat einer Furcht oder eines Zwanges sein! Der göttliche Gehorsam ist für die GOTTESENGEL und für SEINE HELFER etwas ganz selbstverständliches und etwas sehr beglückendes. Der menschliche Gehorsam, den Ihr Eurem VATER und SCHÖPFER bieten könnt, muß Euch große Freude bedeuten, denn es gibt im ganzen Universum kein anderes Geschenk und keine andere Möglichkeit, GOTT für seine vielen Geschenke zu danken. Darum ist der verstandesmäßige Gehorsam das einzige "Tauschmittel" für GOTTES LIEBE. Doch leider gibt es nur wenige Menschen auf dieser Erde, die überhaupt den Glauben und das Vertrauen dazu haben, diesen Tausch zu probieren. Doch laßt Euch sagen: GOTT kennt auch die Ursache Eurer Gedanken. Der echte und wahrhaftige Gehorsam, den Ihr GOTT bieten wollt, hat auch seine Ursache. Überlegt daher sehr genau, ob diese Ursache nicht ein betrügerisches Spiel, ein unverschämtes Verlangen und Fordern ist! Keine menschliche Seele kann GOTT betrügen oder hintergehen. In dieser Weise sind IHM die ENGEL gleich. Keine menschliche Seele kann einem ENGEL oder einem SCHUTZGEIST etwas vormachen!

Wie oft seid Ihr bereit, einem Menschen mehr blinden Gehorsam zu zeigen, als Eurem SCHÖPFER den vernünftigen Gehorsam. In diesem Augenblick verzichtet Ihr auf die SEGNUNGEN GOTTES zugunsten einer falschen Zusicherung eines Mitmenschen.

Kein Mensch auf Erden ist in der Lage, Euch das zu geben, was GOTT für Euch in Reserve hat. Doch Ihr wollt GOTT nicht gehören, sondern Ihr fordert von Euren Mitmenschen etwas, was sie Euch niemals geben können, weil ihre Macht nicht die MACHT GOTTES ist. Die LIEBE GOTTES steht an höchster Stelle, das dürft Ihr niemals vergessen. Doch auch diese LIEBE ist der Wechselbeziehung unterworfen.




34. Heiligkeit und Blasphemie (Durchgabe aus dem Jahre 1959)

Die HEILIGKEIT GOTTES ist kein Grund zu einem unnatürlichen Benehmen! Seit Jahrtausenden machen die Menschen dieses Planeten den großen Fehler, GOTT in einer IHM nicht würdigen Weise zu verehren. Der GROSSE GEIST und SCHÖPFER verlangt keinen Kult!

Was verlangt GOTT?

Der Buchstabe macht den Menschen nicht selig. Auch das Wort allein genügt nicht, wenn nicht der rechte und unverfälschte Begriff mit dem Wort verbunden ist. Ein gezüchtigtes Kind bricht in Tränen aus, auch dann, wenn es seinen Willen nicht durchsetzen kann. Auf diesem Planeten weinen die Erwachsenen, weil sie das GESETZ GOTTES gezüchtigt hat; sie weinen, weil sie ihren Willen nicht erfüllt bekommen. All dieses Gejammer ist keine Demut, sondern ein Wehklagen - eine Blasphemie! Ihr schlagt Kreuze über Kreuze, benutzt Weihwasser und fastet gelegentlich. Ihr schmückt Eure Kirchen und putzt Eure Priester aus, oder Ihr kleidet sie in die Farbe der Finsternis. Das alles dient nicht zur Verehrung GOTTES, noch bestätigt es SEINE HEILIGKEIT!

Was verlangt GOTT?

Ein "Schwein", das in einen Tempel gelaufen ist und "Heilig -Heilig" grunzt, bestätigt nicht die nie zu erfassende MACHT und MAJESTÄT GOTTES! - Wenn die Nacht der Sonne weicht und der Mensch von kosmischen Strahlen gestärkt zu einem neuen Tag und zu neuen Aufgaben und Pflichten erwacht, so denkt er nicht an die HEILIGKEIT GOTTES, sondern gähnt und rekelt sich und ist mißgestimmt, wenn er an die ihn erwartenden Pflichten denkt. Ob die Menschen, die sich zu IHM oder zu CHRISTUS bekennen, in Schwarz oder Weiß gehen, ob sie das Kreuz am Halse oder auf der Brust tragen, ob sie die Heilige Schrift unter dem Arm tragen oder ob sie die Kerzen in die Kirche tragen oder ob sie auswendig gelernte Verse murmeln - das alles ist ein leerer Kult und ein falsches Getue oder ein allzuschnelles Versprechen. die Schwüre dieser Menschheit sind leichtsinnig und ohne Kraft.

GOTT verlangt keinen Schwur, kein Versprechen, kein Getue, keinen Kult, keinen Aufputz, keine Vertretung in SEINEM NAMEN auf dieser Erde - außer von seinen geistigen HELFERN. Alle kultischen Entgleisungen, alle falschen Versprechungen, alle falschen Deutungen, alle faulen Ausflüchte, alle Vergeudungen von Gold und Edelsteinen und anderen Sachen haben dazu geführt, die Herzen der Menschen vor GOTT zu verschließen.

Eure Religionen dieser Welt sind ohne eine direkte Verbindung zu den Bevollmächtigten und ausgewählten DIENERN des GEISTES. Sie sind eine beispiellose Blasphemie und Infamie selbstsüchtiger und geltungsbedürftiger Falschtuer und Verführer -, willige Werkzeuge Luzifers.


35. Negative Religion (Durchgabe aus dem Jahre 1968)

Wohlan, alle Dinge haben zwei Seiten, so auch die Religion, die Rückführung zur GÖTTLICHKEIT, zu GOTT. Man muß streng zwischen einer positiven und einer negativen Religion unterscheiden. Da der Mensch das nicht aus eigenem Wissen kann, so bedarf er einer geistigen FÜHRUNG, die durch die Kirchen durchgeführt werden soll. Doch da ergibt sich die große Frage, ob man einer Kirche bedingungslos Vertrauen schenken kann? - Die Frage beantwortet sich bereits von selbst, denn es gibt so viele Kirchen und Glaubensrichtungen, die alle sehr unterschiedlich sind.

Wenn es aber nur eine einzige WAHRHEIT gibt, so müssen alle anderen Richtungen und Lehren falsch sein, das ist das Resultat der menschlichen Logik. Folglich gibt es eine Fülle von Religionen, die negativ sind. Die großen Religionen präsentieren jedoch einen ungeheuren Aufwand an Kunst und Pracht. Es gibt dabei Spitzenleistungen der Architektur. Doch was nützt dem Menschen schon das schönste und größte Bauwerk, wenn die Lehre nicht stimmt? Die WAHRHEIT ist wichtiger, als jeder Aufwand und jeder Pomp. Wie aber kann ein suchender Mensch aus diesem gefährlichen Labyrinth der Religionen herausfinden?

Die östliche Weltanschauung, bzw. der Kommunismus, löst diesen Gordischen Knoten durch den berühmten Schlag, indem jede Religion durch die Parteipolitik ersetzt wird. Doch diese scheinbare Lösung ist nicht logisch, denn man kann eine Religion nicht durch etwas anderes ersetzen, sondern nur durch eine andere Religion. Man kann Fleisch nur durch Fleisch ersetzen, aber nicht durch Steine oder Brot. Negative Religionen können nur durch eine positive Religion ersetzt werden.

Wo findet Ihr die wahrhaftige Religion?

Da kann Euch keine menschliche Seele helfen. Nur die geistige ORGANISATION GOTTES ist dazu berufen und auch fähig, Euch richtig zu führen. Also müßten sich die Kirchen selbst an diese göttliche ORGANISATION wenden, wenn sie es mit der WAHRHEIT tatsächlich ernst meinen. Aber leider, leider tun sie das nicht, sondern treten die WAHRHEIT mit Füßen. Man kann auch nicht in ein Haus eintreten, dessen Insassen man haßt und sich ihnen gegenüber feindlich und überheblich benehmen, das wäre ein glatter Hausfriedensbruch. Aber im HAUSE GOTTES leben ja Menschen, SEINE Kinder. Daher können nur jene Menschen, bzw. Seelen, in die GEMEINSCHAFT GOTTES aufgenommen werden, die sich mit allen anderen Seelen vertragen.

Hier müssen die Kirchen und Religionen erst einmal bei sich selbst anfangen und zeigen, daß sie bereit sind, alle Menschen zu achten, zu lieben und zu verstehen.

Das allein ist eine POSITIVE RELIGION, die zu GOTT führt!