Das Jenseits - Nachtrag

- 29 - Mai 1966 Die Erforschung des Geistigen Reiches (von Herbert Viktor Speer) Da die Menschen, die hier auf Erden leben, einmal ins Geistige Reich zurückgehen müssen , nehmen sie alle Eindrücke , Gewohnheiten und Erinnerungen mit. Aus diesem Grunde ist es kein Wunder, daß die geistigen SPHÄREN große Ähnlichkeiten mit unserem Erdenleben aufweisen. Der Laie kann sich schlecht vorstellen, wie es im Geistigen Reich aussehen mag. Infolge unserer Kontakte mit den Jenseitigen haben wir eine bessere Vorstellung: Die Seelen im Jenseits sind ähnlich bekleidet wie im Erdenleben. Nur der STOFF aller Sachen und Dinge ist ein anderer. Dieser STOFF ist eine PSEUDO-MATERIE, die auf den Willen des Einzelnen reagiert , d.h. sich durch Gedankenkonzentration gruppiert und formt . Auf diese Weise läßt sich alles in die Tat umsetzen, was sich menschliche Phantasie vorzustellen vermag. Im Geistigen Reich gibt es HÄUSER, WOHNUNGEN, GÄRTEN und WERKSTÄTTEN. Es wird gearbeitet und geformt, wie bei uns auf Erden - nur, daß es sich nicht um Händearbeit handelt. • Im Jenseits besitzt der Mensch Schöpferkraft, die er auf den geistigen STOFF anwenden kann. Auf diese Weise ist das Dasein im Jenseits dem unseren ziemlich ähnlich: Es gibt große KUNST- HALLEN, MUSIKSTÄTTEN und THEATER. Das alles klingt phantastisch wie im Märchen. Doch die internationalen spirituellen Kontakte widersprechen sich nicht . Überall sind die gleichen Kom- munikationen durchgekommen, so daß in dieser Hinsicht keine Zweifel bestehen. Aber das Jenseits hat auch eine andere Seite: Es gibt auch dort Orte des Elends, sogenannte SLUMS. Die Theologie bezeichnet diese niederen SPHÄREN mit "Hölle". Es ist eine Tragik, daß die Erdenmenschheit zuwenig an die Existenz dieser Hölle glaubt. • Das göttliche KAUSALGESETZ macht es dem jenseitigen Menschen unmöglich, sich in ei- ner SPHÄRE aufzuhalten, in die er nicht hineinpaßt, d. h. die er sich nicht v e r d i e n t hat. Schönheit und Häßlichkeit sind geistige Superlative: Schönheit in den guten SPHÄREN - unbe- schreibliche Häßlichkeit in den niederen BEREICHEN. Das alles ist nachweisbare Wahrheit - nachweisbar durch jeden spirituellen Kontakt. Mit finanziellen Mitteln - und seien sie noch so groß - kann man sich nicht den Eintritt in eine HÖ- HERE SPHÄRE erkaufen. Und das ist gut so, denn sonst wäre GOTT nicht gerecht. Die jenseitigen WERTE sind anderer Art: Es zählt die Herzensliebe , als eine sehr hohe Münze. Guter Wille und ehrliches Bemühen um den Fortschritt sind weitere "Zahlungsmittel", mit denen sich mancher Vor- teil "erkaufen" läßt. Da die Mehrheit der Menschheit von allen diesen Dingen keine Ahnung hat, haben wir die unglaublichsten Zustände hier auf Erden. • Viele hier auf Erden hoch angesehene und beneidete Menschen gehen nach dem Abstreifen ihres materiellen Körpers in die jenseitigen SLUMS. Hinzu kommt ein Phänomen, das sehr charakteristisch ist: • Geistig unentwickelte Seelen können Kraft ihres Schöpferwillens keine schöne Bekleidung an sich selbst bewirken. Das kommt daher, daß die Kleidung der Seele aus dem gleichen STOFF wie des eigenen AST- RALKÖRPERS entsteht. Die Kleidung ist sozusagen die Haut der Seele . Das ist ein untrügliches Erkennungsmerkmal jeder jenseitigen Seele. • Eine schlechte SLUM-SEELE ist lichtlos, d. h. dunkel, trübe und schlecht gekleidet. Demge- genüber sind die guten Seelen hell, lichtvoll durch ein eigenes (inneres) Leuchten und au- ßerdem hoheitsvoll und sauber gekleidet. Sie werden als lichte, hohe Geister auf weite Sicht erkannt.

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