Das Jenseits - Nachtrag

- 38 - Mai 1968 Ein Journalist im Gespräch mit dem Leiter des MFK-Berlin Journalist : Was können Sie mir über Ihre Geisterbeschwörung sagen? Speer : Die moderne Jenseitsforschung ist keine Geisterbeschwörung, sondern eine ernste Naturwissen- schaft, die mit der Theologie Berührung hat. Die Bezeichnung "Geisterbeschwörung" kann nur einen negativen Kult betreffen, wie er bei primitiven Naturvölkern vorkommt. Die moderne Jenseitsforschung ist bereits so hochentwickelt, daß sie sich von einer Geisterbeschwörung weit distanziert. Journalist : Ist die moderne Jenseitsforschung eine Art Glaube? Speer : Nein, diese Forschung glaubt nur das, was durch die Praxis bewiesen wird. Journalist : Ist diese Naturwissenschaft, wie sie sagen, in den Universitäten bekannt bzw. glaubt man dort auch an das, was Sie behaupten? Speer : Seit einiger Zeit hat man auf der Welt verschiedene Institute eingerichtet, die sich mit parapsy- chischen Phänomenen befassen. Doch wie überall gibt es zunächst einen Gelehrtenstreit. Man kann oberflächlich keine Übersicht gewinnen. Es gehört eine enorme Erfahrung praktischer Art dazu. Journalist : Gibt es Universitätsgelehrte, die von der Glaubwürdigkeit Ihrer Praxis überzeugt sind? Speer : O ja, es gibt eine ganze Reihe solcher Wissenschaftler. So hat z. B. Prof. Dr. Walther Hinz , Universität Göttingen, an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich, einen länge- ren Vortrag über die moderne Jenseitsforschung gehalten. Er sagte wörtlich: "Das persönliche Überleben des Todes ist wissenschaftlich erwiesen." Journalist : Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Behauptung untermauern? Speer : Es gibt z. B. die Arbeiten von Dr. Emil Mattiesen . Sein außerordentliches Werk wurde 1962 neu aufgelegt. Es beweist eindeutig die Weiterexistenz der Seele und alle Möglichkeiten der ge- genseitigen Verständigung. Journalist : Das Wort "Geister" führt dazu, sich über diese Wissenschaft lustig zu machen. Wie ist Ihre Meinung? Speer : Das Wort "Geister" ist fortlaufend diskriminiert worden. Es handelt sich um eine Blasphemie, da die Seele einen göttlichen Ursprung hat. Der japanische Spiritualismus, der Millionen von Anhängern hat, bezeichnet Geister als "GEDANKENTRÄGER". Man sagt auch nicht "Jen- seits", sondern "Physis". Der japanische Spiritualismus liegt mit unserer Forschung auf einer Ebene. Außerdem ist er von der Regierung anerkannt , während man in Deutschland kaum et- was darüber weiß. Ebenso wurde der Spiritualismus in Israel und in England von der dortigen Regierung anerkannt . Auch in Brasilien ist der Spiritualismus gewaltig verbreitet, ebenso in Mexiko. Kleinere Gruppen gibt es in der ganzen Welt, sogar in der Sowjetunion . Der japanische Spiritualismus, der auch die Arbeit des Medialen Friedenskreises kennt, besitzt einen gewalti- gen Tempel in Tabuso . Dieser wurde am 31. Mai 1964 weihevoll eröffnet. Tausende von Pil- gern aus aller Welt haben ihn bereits besucht. Journalist : Woran liegt es, daß man hier in Deutschland in dieser Richtung rückständig ist? Speer : Prof. Dr. Walther Hinz sagte dazu: "Der Gedanke an ein persönliches Überleben des Todes ist sehr vielen Menschen unangenehm, ja zuwider. Begreiflicherweise wollen - bewußt oder unbe- wußt - gerade die materialistisch eingestellten Gelehrten davon nichts wissen."

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