- 9 - Dezember 1958 Der persönliche GOTT (Autor: Herbert Viktor Speer) Die Weihnachtsbotschaft kündet von der Existenz eines persönlichen GOTTES. Viele Theologen und Philosophen haben sich mit der Frage eines persönlichen GOTTES befaßt und viele sind zu falschen Erkenntnissen gekommen - zu Erkenntnissen, die heute mehr als die halbe Menschheit dieser Erde beeinflussen. Auf diesen religiösen Irrtümern hat die Weltpolitik ihre mörderischen Systeme aufgebaut. Das Resultat: Unsicherheit, Völkerhaß, Rassenhaß, Glaubensverfolgung und Krieg. Die spirituale, d. h. übersinnliche Forschung oder Jenseitsforschung, hat in den letzten Jahren ganz erstaunliche Fortschritte gemacht, die uns eine ausreichende Erklärung unseres gesamten Daseins ermöglicht. Die Wissenschaft der übersinnlichen Vorgänge im Menschen beweist uns, daß es tatsächlich ein Weiterleben nach dem Tode gibt. Ebenso ist erwiesen, daß die "Toten" mit uns in vielerlei Verbindung treten, und daß wir uns mit ihnen über viele Fragen unterhalten können. Doch wenn bereits erwiesen ist, daß der innere Mensch als FEINSTSCHWINGUNG entmaterialisiert weiterexistiert, dann führt dieses Wissen unweigerlich zu der Annahme, daß auch GOTT, in ähnlicher Weise, als ein ÜBERWESEN existiert. Diesen eindeutigen Gottesbeweis, der aus einer übersinnlichen Parallelstellung vom Menschen zur Persönlichkeit GOTTES führt, kann man tatsächlich als einen spiritualen Gottesbeweis bezeichnen. So gut wir in der Lage sind, uns mit den INTELLIGENZEN des Jenseitslebens in Verbindung zu setzen, so logisch erscheint uns dann auch die Möglichkeit, mit dem Geist GOTTES telepathisch zu korrespondieren. Hochentwickelte Erdengeister haben davon Zeugnis gegeben und ihren Platz in der Heiligen Schrift gefunden. Wenn Marx alle bisherigen Gottesbeweise verworfen hat, so aus dem Grunde, weil er von dem spiritualen Gottesbeweis keine Kenntnis hatte. Seine Rechnung ging deshalb nicht auf, weil die Hauptsumme seiner Berechnungen nicht stimmte. Als Marx seine Soziologie auf den religiösen Irrtümern des Philosophen Spinoza entwickelte, steckte die Parapsychologie noch in den Babyschuhen. • Die Macht der christlichen Kirche aber verhinderte den Gottesbeweis durch den Spiritualismus, denn jener wurde verfolgt und verboten. Wenn der Kommunismus erhebliche Zweifel gegen die Existenz eines persönlichen GOTTES erhebt, so zweifelt dieser selbstverständlich auch an der Polarität, nämlich an die Existenz des BÖSEN. Der Kommunismus kennt also nicht die Gefahr, die ihm und allen Menschen durch diese geistige und ebenfalls persönliche EXISTENZ und schöpferische MACHT, die die Schöpfung zerstören will, droht. Der Teufel ist keine Märchenfigur, keine Phantasie! Wenn man GOTT und den Teufel verleugnet, so fallen alle Hemmungen fort, und der Mensch sieht sich nur einer Materie gegenüber, jener Materie, die nach den Lehren von Marx zu denken anfängt. Doch glaubt man, daß man mit der Materie zugleich das Denken vernichten kann. • Es steht mit absoluter Sicherheit fest, daß das der größte Irrtum unserer gesamten Weltanschauung ist. Ebenso ist einwandfrei erwiesen, daß es sich bei der Anwendung dieser superlativen Negativität, jener Weltanschauung, um ein menschenfeindliches, lebensverachtendes und weltzerstörendes Prinzip handelt, das sich gegen alles Leben in materieller Form und gegen die Materie selbst richtet. Der innewohnende Geist jedoch kann niemals vernichtet werden, sondern er sinkt in die geistigen Tiefen, bis ein CHRISTUSLICHT seine Erlösung bewirkt. Wenn der Kommunismus aufgrund falscher Erkenntnisse über Entstehung, Zweck und Ziel des menschlichen Daseins, einschließlich der gesamten göttlichen Schöpfung völlig falsch orientiert ist und somit eine Teufelssoziologie entwickelt hat, so sind die christlichen Kirchen bzw. ihre Verantwortlichen keinesfalls weniger an diesem entsetzlichen Irrtum schuld. • Seit der Zeit, als CHRISTUS starb, verfolgen diese Kirchengewaltigen und politischen Machthaber die spirituale Erkenntnis und Wahrheit durch Drohungen, Verbot oder durch Spott und bewahren sich stur ihre falsche konservative Haltung.
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