- 8 - Juni 1958 Die ewige Ruhe GOTT ist die ewige Bewegung, ein ewiger Fortschritt, eine ewige Erfahrung und eine ewige LIEBE und Geduld. • Es gibt kaum einen größeren Irrtum, als die menschliche Annahme, daß es eine ewige Ruhe gibt. Sie steht dem Wirken GOTTES absolut entgegen und daher sind auch alle derartigen Grabinschriften f a l s c h ! Die Bibel berichtet von einem Paradies und von einem Ort der Qualen. Aber die meisten Menschen dieser Erde glauben an diese geistigen Orte nicht in der Weise, wie es tatsächlich der Fall ist. Spirituelle Botschaften haben uns viel von diesen ORTEN berichtet. Das Paradies wird von den Jenseitigen auch SOMMERLAND genannt. In dieser Sphäre gibt es eine wunderbare Landschaft, eine milde Luft und ein herrliches Licht mit unbeschreiblich schönen Farben und Gerüchen. Es herrscht dort Friede und Harmonie; es gibt schöne Musik und einen GOTT verehrenden Kult mit Tanz, Gesang und schönen Künsten. Wer sehnt sich nicht nach diesem Paradies, nach dieser ewigen Schönheit und Ruhe? Es gibt Menschen, die ihrer Kirche hohe Geldbeträge vermachen, um in dieses Paradies zu kommen; denn die Kirche maßt sich das Recht an, die Eintrittsgenehmigung zu verkaufen - durch Sündenvergebung und durch Seligsprechung. Aber da gibt es unglaublich viele Menschen, die hier einen großen Unsinn vermuten und an das Paradies nicht glauben. Und wenn es kein solches Paradies gibt, dann selbstverständlich auch keine Hölle. Demzufolge muß mit dem "Tode" das ganze menschliche Leben aus und vorbei sein; denn der normale Mensch kann sich an keinen lebendigen, bewußten Zustand vor seiner Geburt erinnern und so muß es auch nach dem Sterben wieder sein und es heißt: Ringe mit allen Mitteln, in Saus und Braus zu leben, solange du dazu fähig bist. - Wie entsetzlich arm ist die gesamte Menschheit an geistigen Erkenntnissen! Wie gedankenlos und unverantwortlich spricht der Mensch das nach, was unwissende Mitmenschen ihm vorsprechen. Wieviel Respekt hat der Durchschnittsmensch vor den Wissenschaftlern, Politikern, Ärzten und Theologen. Der Spiritualismus kämpft gegen einen unbeschreiblichen Unsinn und wird durch die verführten Massen zum Aberglauben herabgewürdigt. Die Lüge kämpft mit allen Mitteln gegen die Wahrheit und die Völker folgen blind in ein geistiges Unglück. • Das Paradies ist keine ewige Ruhe, sondern eine Sphäre der jenseitigen Prüfung. Die meisten Menschen kommen nach ihrem Ableben in die Dunkelheit und Verlassenheit. Aus diesem Zustand werden sie nach Jahren langsam erlöst und gewinnen eine HÖHERE ERKENNTNIS. Nun steigen sie in eine andere SPHÄRE DES LICHTS, werden sehend und hörend und erlangen allmählich alle Sinne zurück, die sich mit zunehmender Erkenntnis der göttlichen LIEBE und GESETZE steigern. In diesem Zustand sind sie vorgeläutert, um in das Paradies (SOMMERLAND) geführt zu werden. Im Paradies bleibt keine Seele auf Dauer, denn auch diese SPHÄRE ist eine Prüfung. Trotzdem genießt eine dortige Seele alle Schönheiten und hat alle Möglichkeiten, selbst schöpferisch tätig zu sein - jedes Talent, jeder Wunsch wird Wirklichkeit. Es ist die Zaubersphäre eines Märchenlandes, jede menschliche Sehnsucht wird hier gestillt. Doch nun kommt die größte Prüfung: Was gestaltet und wünscht sich die Seele? - Was versteht sie unter der Nächstenliebe? - Ist sie faul und träge? Will sie nur prassen? Und hier, wo sich alles erfüllt, urteilt die Seele über sich selbst: Entweder will sie für die Menschheit dasein und arbeiten oder sie neigt zur Sünde und wird wieder aus dem Paradies geführt und reinkarniert. Will sie arbeiten, dann wird sie geschult und als SCHUTZPATRON eingesetzt, wo sie sich weiter bewähren und entwickeln kann. In allen Fällen bleibt die Seele nicht ewig in dieser SPHÄRE.
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