Die Seelen - Nachtrag

- 6 - Die Beschaffenheit der Seele (Autor: H. V. Speer) Die Seele ist ein unsichtbares FLUID von großer ENERGIE, das unserem materiellen Körper einverleibt ist. Dieses FLUID ist den elektromagnetischen Wellen ähnlich. Die SEELENSCHWINGUNGEN sind von perpetueller Natur, d. h. sie sind von ununterbrochener Dauer; mit einem Wort gesagt "ewig". Die Seele SCHWINGT auch noch nach dem physischen Tod weiter. Sie ist göttlich und damit unzerstörbar. • Würde sich die Seele nach dem Tode auflösen, so könnte dies auch mit GOTT geschehen. Aber GOTT ist ewig und darum ist es die menschliche Seele auch. Denn IHM zum Bilde wurde der Mensch geschaffen, was nichts mit der materiellen Form zu tun hat. • Die Seele ist das Bewußtsein und enthält die Vernunft, den Willen, die Denkkraft, alle Gefühle und Sinne. Es gibt starke und schwache Seelen, entwickelte und unentwickelte Seelen. Auch die Seele ist empfindlich und kann krank werden, doch sterben kann sie niemals. Die Seele ist immateriell und untersteht nicht den Gesetzen der Materie, die sich auflösen kann. Selbst Feuer vermag ihr nichts anzuhaben. Es ist wichtig, die Funktionen der Seele genau zu kennen, um zu wissen, welche Aufgaben die Seele hinsichtlich des beigefügten Körpers zu erfüllen hat. • Um dieses Verhältnis zum Körper herauszustellen sei erwähnt, daß der Körper eine materielle Nachbildung der Seele ist. Jedes Organ, jedes Glied des Körpers entspricht genau der Beschaffenheit der Seele und ist mit dieser ganz eng verbunden. Das unsichtbare FLUID, der sogenannte ASTRALKÖRPER der Seele, hat den ganzen materiellen Körper durchtränkt, durchflutet. Es ist ein bedauerlicher Irrtum anzunehmen, daß der Sitz der Seele im Gehirn liegt. Das Gehirn ist in seiner Funktion einem Relais ähnlich und ist die höchste Kontroll- und Schaltstation über den gesamten materiellen Organismus. Im Gehirn liegt jedoch der Teil der Seele, in welchem sich die Wahrnehmungen abspielen, wo unsere Gedanken arbeiten. Der Mensch gelangt nach seinem Tode ziemlich schnell wieder zum vollen Bewußtsein und behält alle Sinne; doch diese arbeiten mehr oder weniger stark, je nach seiner irdischen, geistigen Vorbereitung. Sehr materiell denkende, selbstsüchtige Menschen büßen viel an Sinnestätigkeit ein. Sie sind gewissermaßen sinnlich krank, so, wie manche Menschen auf Erden blind oder gehörlos sind. Diese Sinneseinschränkung wirkt sich als Strafe aus. Es dauert sehr lange, bis die betroffene Seele von diesem Übel befreit wird. Auch die Taubheit ist ein sehr großes Übel, das sich im Jenseitsleben ganz besonders auswirkt, denn die astrale Verständigung ist von großer Wichtigkeit. Im Jenseits fehlen gewisse Verständigungsmittel, welche wir hier auf Erden haben. Taubsein ist gleichzeitig im Jenseits eine Ausschaltung der Telepathie. Hochentwickelte, selbstlose Menschen mit gutem Gottglauben und festen Charakterzügen sind in dieser Hinsicht viel besser dran. Je höher und fortgeschrittener die geistige Beschaffenheit ist, um so besser arbeiten die Sinne, ja sie können überscharf werden und die irdische Sinnestätigkeit sehr, sehr weit übertreffen. Es gibt Fälle, daß HÖHERE GEISTWESEN im Jenseits durch die Materie sehen können. Andere dagegen sind stockblind. Mancher Mensch auf Erden, der unter uns weilt, würde sich hüten gottlos zu sein, wenn er wüßte, daß ihn mit Sicherheit die DUNKELHEIT (geistige Blindheit) erwartet. In guten spiritualistischen Zirkeln offenbart sich immer wieder das entsetzliche Elend, von dem jene Seelen betroffen sind, welche umhertasten und schließlich sich selbst und das ganze Universum verfluchen, weil es ihnen so schlecht geht. Doch sie haben ihr Unglück selbst verschuldet. CHRISTUS machte auf Erden Blinde sehend. CHRISTUS allein kann die Blinden im Jenseits sehend machen, doch diese müssen ihm die LIEBE bewiesen haben.

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