- 82 - Umgebung völlig verändert aus. Es ist möglich, daßBuddha eine ähnliche Wahrnehmung hatte, denn in seinen Überlieferungen heißt es: "Ich sah mit meinem überirdischen Augeweit hinüber in das jenseitige Dasein. " Aus diesem Grunde wird Buddha mit einem dritten Auge auf seiner Stirn dargestellt. Ohne mein eigenes Zutun besaß ich gewissermaßen dasDritte Auge . MeinArzt sagte mir hierzu, daß es sich um eineAktivierung derZirbeldrüse handeln müsse… Ein Theologemeinte, daß es ein Naturphänomen sei, das sich von selbst einschalte, während viele, viele Menschen sich den schwersten Leiden undÜbungen unterwerfen, um dahin zu gelangen. • Alle Materie hatteAusstrahlungen . Jeder Gegenstand besaß eine feine, kaum leuchtendeAura . Doch organische Wesen, Pflanzen und Tiere, vor allem die Menschen, besaßen eine auffallende Strahlung , die den ganzen Körper umfaßte und hinsichtlich der Leuchtkraft undFarbe sehr verschieden war. Mein Erstaunen wurde noch größer, als ich feststellte, daß diese Ausstrahlungensich bei allen Lebewesen, mit Ausnahme der Pflanzen, ständig, oft sogar blitzartig, verändern. • Hin und wieder erkannte ich zarte Gebilde in verschiedenen Färbungen, die ich als Jenseitige erkannte. Ich sah sie wie ein entzündetes Licht auftauchen - und wie plötzlich ausgeblasen verschwinden. • Als ich mich selbst in einem großen Spiegel betrachtete, konnte ich mich kaum erkennen, d. h. ich selbst erschien mir wie ein Traumgebilde, aber: eine Auraan mir selbst konnte ich im Spiegel nicht feststellen. • Zuweilen tauchten die Jenseitigen durch die Materie auf. Sie kamen und gingen durch die Wände, kamen von unten durch den Fußboden hoch oder verschwanden langsam, wie ein nach oben ziehender Zigarettenrauch durch die Decke, doch immer waren sie etwas farbig . Was mich nun besonders fesselte, und worüber ich mir viele Gedanken machte, war die unbestreitbare Tatsache, daß sie alle bekleidetwaren. Diese Bekleidung war sehr unterschiedlich, manchmal modern und oft phantastisch. Alle diese Seelengeister unterhielten sich gegenseitig, so daß ich ihreGespräche telepathischmit anhören konnte . Im Grunde benahmen sie sich nicht viel anders, als wir es auch tun; sie grüßtensich gegenseitig oder verabschiedeten sich voneinander. Es ist unmöglich, ja absolut frevelhaft, diese Vielseitigkeit des Wahrgenommenen und den überaus reichen Inhalt der vielenGespräche untereinander als "Halluzination" zu erklären. Meines Wissens ist kein Mensch dazu imstande, mit seinem eigenen Hirn eine 20-fache Bewußtseinsspaltung auf einmal durchzumachen. So aber müßte eine solche Auslegung sein. Es besteht nicht der geringste Unterschied einer organisch wahrgenommenen gesellschaftlichen Unterhaltung, bei der 10 Menschen zur selben Zeit durcheinandersprechen oder einer geistig wahrgenommenen Diskussion , bei der 20 Teilnehmer durcheinandersprechen. Diese persönlich erlebte Tatsache schlägt der materialistischen Psychologie ins Gesicht. Natürlich wurde meine Aufmerksamkeit für die diesseitigenDinge erheblich herabgesetzt , da meine Beobachtungen der okkulten Welt sehr stark zugewandt waren. So kam es oft vor, daß ichmehrmals angesprochen werden mußte , um Antwort zu geben. Diese Fehlleistungen hatten aber nichts mit meiner Gedächtnistätigkeit zu tun. Meine Überlegungen, meine Kritik und überhaupt meine ganze geistige Verarbeitung liefen auf vollen Touren. In diesem Zustand hatte ich das höchste Maß an Medialität erreicht.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3