Jesus Christus - Nachtrag

- 7 - April 1958 Die Bedeutung CHRISTI im Spiritualismus Der Spiritualismus ist selbst heute, im Zeitalter der Wissenschaft und Technik, noch nicht genügend bekannt. Die Kenntnis vom Leben nach dem Tod erhalten wir von jenen Menschen, die den Weg in die OBERE WELT bereits zurückgelegt haben. Übersinnliche Verbindungen lassen sich leichter herstellen, als man annimmt. Alle diese Kontakte benennt man fälschlicherweise pauschal mit "Spiritismus". Spiritismus und Spiritualismus sind aber zwei verschiedene Begriffe! Der Spiritismus ist eine Verbindung mit der ANDEREN WELT, der jede Möglichkeit erforscht und benutzt. Diese Verbindung schließt aber den Anschluß an niedere SPHÄREN nicht aus. Bei einer leichtgläubigen Entgegennahme der Botschaften können ungeläuterte Geistwesen einen erheblichen Spott treiben. Das Jenseits ist dem "Himmel" nicht gleichzustellen. Auch Geistwesen haben eine gewisse Freiheit und Selbständigkeit. Der Spiritualismus ist die Art der Jenseitsforschung, die diese Foppereien und Blasphemien möglichst umgehen möchte. Wörtlich übersetzt heißt Spiritualismus eigentlich: Veredelung der Seele. Man kann denselben als eine Experimental-Religion betrachten; denn darin besteht der große Unterschied zu den christlichen Kirchen, die sich nur mit den überlieferten Schriften befassen und diese deuten. Deren Religion verlangt den Glauben an die Überlieferungen und Offenbarungen ohne sichtbaren Beweis. Der Spiritualismus begnügt sich nicht mit dem Glauben an diese Offenbarungen, er geht auf die Entstehung zurück und beweist durch das Experiment die Tatsache aller geistigen EINWIRKUNGEN und WUNDER. Das WORT GOTTES ist eine Wahrheitsquelle, aus der die Propheten der Vergangenheit bereits geschöpft haben. Diese QUELLE göttlicher Geisteskraft und Intelligenz ist nicht versiegt. Sie wird ewig fließen. Eben aus derselben QUELLE schöpft auch heute der christliche Spiritualismus alle Lehren. Gewiß kommt auch geistiger SCHMUTZ mit dazwischen, doch hierin liegt ja gerade die große Aufgabe des christlichen Spiritualismus, den Unrat mit Hilfe des Verstandes und guten Willens zu entfernen. CHRISTUS benutzte dieselbe QUELLE der Offenbarung und lehrte seinen Jüngern, wie sie aus dieser WAHRHEITSQUELLE am besten schöpfen konnten. • CHRISTUS war der Gründer des ersten christlich-spiritualistischen Zirkels. Als CHRISTUS die Erde verließ, zeigte sich deutlich die mediale Entwicklung am Tage der Ausgießung des Heiligen Geistes. Die Jünger des CHRISTUS-ZIRKELS zeigten ihre hohen Fähigkeiten als fremdsprachige Trance-Medien in aller Öffentlichkeit. • Nach diesem Vorbild richtet sich auch heute noch der christliche OffenbarungsSpiritualismus. Solche Zirkel stellen sich vertrauensvoll unter die Schirmherrschaft des großen Meisters JESUS CHRISTUS. Zwar rücken die christlichen Bekenntniskirchen naserümpfend davon ab, doch dieses Verhalten hat seinen menschlich verständlichen Grund. Der Spiritualismus tastet die Freiheit und eigene Verantwortung und Entschlußfähigkeit des Erdenmenschen nicht an und macht keine Erlösungsversprechungen. Nach den erarbeiteten spiritualistischen Lehren erfolgt eine Erlösung nur durch die erarbeitete Änderung des Charakters der Seele. Die Kirchen dagegen fordern vom Menschen die Unterwerfung. Sie versprechen die Seligkeit, den Dauerschlaf oder die Verdammnis. Bei einer Benutzung der göttlichen Wahrheitsquelle mit Hilfe geschulter Medialität würden die Kirchen aus dem geistigen REICHE GOTTES bzw. aus der CHRISTUS-SPHÄRE Rüge über Rüge empfangen und dieses Risiko wollen sie - bereits ahnend - nicht auf sich nehmen. * * * * * * *

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