Krankheit und Heilung - Nachtrag 1

PSYCHOWISSENSCHAFTLICHE GRENZGEBIETE Ausgesuchte Veröffentlichungen aus verschiedenen Bereichen psychowissenschaftlicher Forschung Herausgeber: Rolf Linnemann (Dipl.-Ing.) * Steinweg 3b * 32108 Bad Salzuflen * Telefon: 05222-6558 Internet : http://www.psychowissenschaften.de Email: RoLi@psygrenz.de Protokollauszüge aus Menetekel der Jahrgänge 1956 bis 1975. Thema : Krankheit und Heilung Mit Antworten zum Vegetarismus 1. Nachtrag aus den Jahrgängen 1956 bis 1968. Der Text zum Thema wurde im Medialen Friedenskreis Berlin, einer christlich / spiritualistischen Gemeinschaft, in den Jahren 1956 bis 1975 medial empfangen. Die Durchgaben sind Bestandteil des Menetekels , einer über 4.500 A4-Seiten umfassenden 20-jährigen Protokollsammlung, die neu geglie- dert wurde. Alle Texte wurden in ihrer Originalität belassen. Die Arbeit der beiden Schreibmedien, Monika-Manuela Speer und Uwe Speer, begann im Alter von 15 Jahren bzw. 17 Jahren. Die Gesamt- arbeit des MFK Berlin gehört zu den absoluten Glanzlichtern grenzwissenschaftlicher Forschung. Das Vervielfältigen der neuen Zusammenstellungen ist erwünscht und unterliegt keiner Beschränkung. Vorwort des Herausgebers Solange der Mensch gesund ist, sind Krankheiten kein Thema für ihn. Niemand fragt sich, warum man krank werden könnte. Man nimmt Gesundheit als Selbstverständlichkeit hin - als einen Normalzu- stand. Heutzutage hat man gesund, jung und erfolgreich zu sein. Krankheiten und Tod wurden aus den Gedanken der im Jugendwahn lebenden Menschen total verdrängt. Zu Unrecht, denn Krankheit und Tod gehören zum Leben, so wie der Kern zur Nuß. Solange es sich um harmlose Erkrankungen han- delt, weicht man der Frage nach deren Sinn aus. Man spricht von "Zufall". Selbst bei chronischen Erkrankungen und lebenslanger Medikation werden weitergehende Gedanken oft verdrängt. Erst dann, wenn eine lebensbedrohende Erkrankung eintritt, stellt man Fragen wie: " Warum bin ich krank ge- worden?" "Worin liegt der Sinn ? Ist Krankheit so sinnlos wie mein ganzes Leben?" Diese und ähnli- che Fragen bewegen die Kranken, auch wenn sie nicht darüber sprechen. In der 1. Phase der lebensbedrohenden Erkrankung steht der Zeitpunkt und nicht die Krankheit mit deren Konsequenzen im Vordergrund. Stets lautet die erste Frage: "Warum bin ich gerade jetzt krank geworden?" In der 2. Phase kommt die Frage: "Warum bin ich krank geworden?" Jetzt steht die eigene Person im Vordergrund und die Frage nach der eigenen Wertigkeit: "Ich war doch kein schlechter Mensch?!" Nun beginnt man über sein bisheriges Leben nachzudenken. Im Angesicht der Schwere der Erkran- kung und der Möglichkeit des nahenden Todes stellt man sich die Frage nach dem Sinn seines Lebens. Die bisherige Gedankenlosigkeit ist vorbei. Der Mensch hat die Möglichkeit seines baldigen Ablebens erkannt und setzt sich mit dem Leben und seiner Situation ernsthaft auseinander. Tritt zu diesem Zeitpunkt eine unvermutete Besserung oder gar eine Heilung ein, geht diese oft mit einer totalen Veränderung in der Gesinnung dieses Menschen einher. Der vorher vielleicht lieblose, kalte und geizige Mensch wird plötzlich ein völlig anderer. Die Erkrankung und die Chance der noch verbleibenden Zeit wird von nun an von ihm sinnvoller genutzt.

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