Politik für wen? - Nachtrag

- 17 - Juni 1959 Dialektischer Materialismus W i e l e i c h t ist es doch, einen Menschen davon zu überzeugen, daß es kein Leben nach dem Tod gibt und daß es demzufolge auch keinen GOTT gibt, der uns zur Rechenschaft ziehen könnte. Die Religion erscheint überflüssig und ein Musterbeispiel an Verlogenheit zu sein. - Aus dieser Quelle speist der Kommunismus seine Anhänger. Es kommen Millionen zu Millionen, weil es ein Glaube ist, eine Ersatzreligion, die dem Menschen jede Freiheit einräumt. Aber die Gesetze, die eine Staatsführung gemacht hat, werden mit Gewalt und Strafe verteidigt. W i e s c h w e r ist es dagegen, einen Menschen davon zu überzeugen, daß es eine für uns noch UNSICHTBARE WELT gibt, daß das Leben bewußt über den "Tod" hinaus dauert und daß es nicht allein nur einen GOTT gibt, sondern ein ganzes hochorganisiertes GOTTESREICH, das eigene GESETZE hat und jeden Übertreter zur Rechenschaft zieht. Mit welchen glaubhaften Mitteln läßt sich diese Religion beweisen? Diese Beweisführung ist möglich: • Einmal durch den wissenschaftlichen S p i r i t i s m u s (Verkehr mit Geistern), und zum anderen • durch den S p i r i t u a l i s m u s (Verkehr mit jenseitigen LEHRERN.) Doch leider ist der S p i r i t i s m u s infolge des dauernden Betruges in Verruf gekommen. (Es gibt auch jenseitige BETRÜGER!) Warum erfolgt dieser Betrug? Weil die Menschen sensationsgierig sind und große Überraschungswunder verlangen, die sie in Erstaunen setzen. Der S p i r i t u a l i s m u s ist so wenig bekannt, daß er sehr leicht mit dem Spiritismus verwechselt wird und von den Kirchen abgelehnt wird. Warum wird der Spiritualismus eigentlich so energisch bekämpft? Die Kirchen berufen sich auf die Bibel, besonders auf das Alte Testament, in dem es heißt: "Es soll in eurer Mitte keiner gefunden werden, der seinen Sohn oder Tochter durchs Feuer gehen läßt, kein Wahrsager, Zeichendeuter, Schlangenbeschwörer oder Zauberer, kein Bannsprecher oder Geisterbeschwörer, keiner der Wahrsagegeister befragt oder sich an die Toten wendet. Denn ein Greuel ist dem Herrn ein jeder, der solches tut." Hierzu muß festgestellt werden, daß viele solcher Bibeltexte weder aus dem Reiche GOTTES stammen, noch von GOTT selbst an Mose gegeben worden sind. Es handelt sich um ein kultischpriesterliches Denken. Wollte man aus diesem Grunde den christlichen Spiritualismus verdammen, so müßte viel eher die ganze Astrologie in Acht und Bann getan werden. • Wir wissen, daß selbst CHRISTUS sich zu irdischen Lebzeiten mit Besessenen befaßte. Er sprach zu den Geistern und befaßte sich mit dem Spiritualismus. Er war ein Bannsprecher und Geisterbeschwörer, weshalb ihn auch die israelitischen Priester haßten. Doch bei der Ausgießung des HEILIGEN GEISTES wurden alle seine Jünger durch jenseitige LICHTBOTEN als Trancemedien benutzt. • Ein Priester, der eine Messe für einen Toten liest, wendet sich bereits an das Totenreich! Diese Widersprüche führen zur Ablehnung, deshalb ist es unsere Pflicht, Widersprüche zu klären.

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