Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 23 - Mai 1968 Reinkarnation Die Wiederverkörperung des Menschen ist eine der wichtigsten Erkenntnislehren. Sie überragt jedes irdische Wissen. Philosophen haben darüber nachgedacht, aber das Denken allein führt zu keiner Erkenntnis. Die Offenbarung steht über allen menschlichen Analogien und Vermutungen. Ob der Mensch daran Gefallen findet oder nicht - es bleibt die Tatsache, daß jeder auf Erden lebende Mensch schon viele Male auf diesem Planeten gelebt hat. Sein körperliches Leben reicht noch weiter als bis zum Neandertaler zurück. • In dem Augenblick, als sich die biologische Entwicklung vom Tier gelöst hatte, setzte die Beseelung des Menschen ein. In einem primitiven Urzustand nahm die Seele vom materiellen Körper Besitz. Der Mensch muß nach dem Willen GOTTES den langen Weg der Entwicklung gehen. Mithin ist er der Mitgestalter jener Welt, in der er heute lebt. Aus diesem Grunde kann ein neugeborener Mensch sich überhaupt in dieser Welt zurechtfinden, sich geistig anpassen. Er kennt unbewußt alle Stufen der Entwicklung die zurückliegen. Diese Erkenntnis paßt den Glaubensvertretern nicht ins Gesangbuch. Der "Ewige Himmel" und die "Ewige Verdammnis" kommen dabei zu kurz. Außerdem gibt es viele Menschen, die lieber in einen "Himmel" kommen möchten, anstatt daß sie zur Erde zurück müssen. Es gibt tatsächlich auch Seelen im Jenseits, die sich dagegen sträuben und schon den Gedanken daran ins Reich der Phantasie verweisen. Diese darf man nicht darüber befragen. - Aber es gibt auch Seelen, die sich nach einer Rückkehr ins Erdenleben drängen, sie unerlaubt durchführen. Diese jenseitigen GEDANKENTRÄGER fliehen aus einer SPHÄRE, die ihnen keinesfalls auf Dauer behagt. Sie finden nicht den Weg zu GOTT, sondern lieber den zurück zur Erde. Es sind die Eigensinnigen, die Gottlosen. Weil der Spiritualismus, d. h. die heutige Jenseitsforschung, die Reinkarnation erforscht, sieht man darin einen Grund, sich davon zu distanzieren. Aber man distanziert sich somit von der Wahrheit und wer sich von der Wahrheit entfernt, der entfernt sich auch vom Frieden. - Aufgrund tausendfacher Séancen, in denen wir uns mit den jenseitigen GEDANKENTRÄGERN darüber aussprechen konnten, sind wir ziemlich gut unterrichtet. Eine Reinkarnation findet statt, wenn sie der Entwicklung dient. Wenn die Entwicklung in den SPHÄREN Fortschritte macht, wird die Reinkarnation aufgeschoben. Wenn die Seele im Geistigen Reich dazu bereit ist, einem Erdenmenschen oder einem positiven Vorhaben zu helfen, z. B. als SCHUTZPATRON, so ist die Reinkarnation solange aufgehoben. Wenn eine Lehrtätigkeit absolviert wird oder wenn die Seele für Inspirationen positiver Art geeignet ist, so gibt es für sie solange keine Wiederverkörperung. Zusammenfassend läßt sich sagen: • Reinkarnation findet nicht statt, solange die Seele positive Arbeit im Jenseits leistet und somit selbst vorankommt. • Reinkarnationen finden statt, wenn der Aufenthalt in niederen SPHÄREN unerträglich wird und die Seele um Vergebung bittet. Wenn unverbesserliche Seelen nur Unfug treiben, faulenzen und dem BÖSEN dienen, dann werden sie reinkarniert, meistens mit der Belastung eines Karmas. • Selbstmörder werden ungefähr in sieben Jahren reinkarniert, möglichst an dem Platz, wo sie ihr Leben beendet haben. • Verbrecher und Mörder sind ortsgebunden. Sie können sich kaum bewegen und verharren in diesem Zustand unglaublich lange Zeiten. - Politische Verbrecher erfahren ein ähnliches Schicksal. • Verunglückte Personen oder verstorbene Kinder werden sehr bald wiedergeboren. Die Kette der Entwicklung reißt niemals ab. - Sie ist ewig.

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