Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 36 - Fragen und Antworten Dezember 1972 Frage : Wenn ein Mensch einem anderen Menschen eine schwere Körperverletzung zufügt, muß er diese einmal an sich selbst abbüßen? ARGUN : Dafür gibt es das GESETZ DES KARMA. Er muß es unbedingt abbüßen, sonst gäbe es keine Läuterung und auch keine Gerechtigkeit. Frage : Ist das auch der Fall, wenn er die Folgen seiner Tat nicht übersehen konnte? ARGUN : Jeder Mensch kennt sich so gut, daß er genau weiß was er tut. Aber leider interessieren sich die Menschen kaum für die Folgen ihrer Taten. So ist es auch bei den Politikern und bei den Militärs; sie machen sich keine Gedanken über die Folgen ihres Handelns und haben keine Ahnung, daß sie diese Folgen einmal selbst zu tragen haben. • Es genügt schon, wenn man anderen Befehle erteilt, ohne daß man diese Sünden selbst begeht. Frage : Kann man durch Gebet einem Übeltäter dieser Art das KARMA ersparen, indem man ihm verzeiht? ARGUN : Ja, das ist möglich, wenn das Verzeihen wirklich ernst gemeint ist. CHRISTUS verzieh seinen Feinden, indem er sagte: "HERR, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun." Einwand : Diese Bibelstelle wird so ausgelegt, als ob GOTT allen Menschen für alle Zukunft die Sünden jeder Art verziehen hat. ARGUN : Das ist ein religiöser Unsinn! - Wo steht geschrieben, daß GOTT den Menschen verziehen hat? - CHRISTUS bat GOTT, den Feinden nicht alles anzukreiden, aber damit ist noch lange nicht bewiesen, daß GOTT diesen Feinden wirklich verziehen hat. Das KARMA ist ein göttliches GESETZ - und ich glaube nicht, daß GOTT dieses GESETZ je ändern wird. Auch wenn GOTT den Menschen verzeihen würde, so blieben diese Übeltäter weiterhin Übeltäter. Was wissen diese schon von Verzeihung? Einwand : Der Unwissende ist der Meinung, daß er keine Schuld auf sich geladen hat. ARGUN : Der Ahnungslose verkennt in seiner Unwissenheit den Ernst der Situation. Weil sie ahnungslos sind, haben sie auch viele eingepaukte Vorurteile und glauben an gewisse Dogmen, die dem Fortschritt im Wege stehen. Aber die Nachteile treffen auch sie ganz besonders. * * * * * * *

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