Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 38 - Januar 1973 Reinkarnation Es ist ein ungeheurer Unsinn, wenn man annimmt, daß ein Mensch noch einmal aus dem Grabe aufsteht, um dann wieder auf der Erde zu leben. Das wäre gegen alle Naturgesetze und völlig ohne Sinn. Trotzdem gibt es Sekten, die nicht davor zurückschrecken, diesen Unsinn zu verbreiten und verlangen, daß man ihnen glauben soll, wenn möglich sogar gegen Bezahlung. Tatsache ist, daß das Universum derartig groß ist, daß es Millionen von Planeten aufweist, die lebensfähig sind. Der Menschheit steht dieses Universum zur Verfügung; sie kann es in einem ewigen Lebensprozeß auskosten. Die Reinkarnation ist eine Art von Religion, die über allen Religionen der Welt steht. Doch niemals kommt ein Mensch als Elefant oder Mücke auf die Welt. Diese Lebensstufen sind weit vom Menschen entfernt, er hat sie hinter sich gelassen, bevor er Mensch wurde. Die Kirchen, welche nichts von der Reinkarnation wissen wollen, können niemals einen Menschen führen, weil ihm die Wahrheit verboten wird. Die Kirche lehrt, daß der Mensch einmal lebt und stirbt und dann am Jüngsten Tage wieder aufersteht, um für immer in den Himmel oder in die Hölle zu kommen. - CHRISTUS hat das nicht gelehrt! - Er lehrte vielmehr, daß wir alle vollkommen sein sollen, gleichwie unser VATER im Himmel vollkommen ist. • Ein einzelnes Leben kann uns für den Himmel nicht vorbereiten, wie ein einzelner Tag unserer Kindheit uns nicht die Reife des Erwachsenen verleiht. Es gehört eine große Erfahrung dazu, für die ein einziges Leben niemals ausreicht. Alle Menschen beweisen tagtäglich, wie weit sie noch von der Vollkommenheit entfernt sind. Hätte der Mensch keine intuitiven Erfahrungen aus seinen vielen Vorleben, so wäre er bei seiner Geburt so primitiv, daß er sich bei dem Stand der heutigen Entwicklung auf Erden nicht zurecht- finden könnte. Kinder beweisen schon nach einigen Monaten ihres Daseins, daß sie ein großes Verständnis für die Umwelt haben. • Die Gottähnlichkeit des Menschen besteht in der Tatsache seines ewigen Lebens. Eine ins Geistige Reich zurückgekehrte Seele kann unter Umständen 1.000 Jahre lang im Jenseits zubringen, ohne reinkarniert zu werden. Das hängt jedoch von der Entwicklung ab. Seelen, die sich solange im Jenseits aufhalten, haben MISSIONEN übernommen und sind intensiv tätig – z. B. in der Ausbildung zum SCHUTZPATRON. Aber es gibt unzählige andere wichtige MISSIONEN im Dienst der Menschheit. Für alle diese Seelen gibt es ein wichtiges Leitwort: • Wer einem Menschen hilft, der hilft GOTT. Doch GOTT nimmt nichts geschenkt, ER hilft dafür dem Menschen. Das GESETZ DER REINKARNATION muß nach und nach erforscht werden. Aber einiges wissen wir heute schon mit ziemlicher Sicherheit: • Eine Reinkarnation wird aufgeschoben, solange der Mensch zum Dienen bereit ist. Aber dieses Dienen ist ein absolut selbstloses Dienen, das keine Bezahlung noch andere Vorteile verspricht. Der einzige Lohn besteht in der Erfahrung, die der eigenen Entwicklung zugute kommt. Wenn die Seele jedoch müde wird und nicht mehr zum selbstlosen Dienen bereit ist, so kommt sie zur Reinkarnation, die sich ähnlich dem irdischen Sterben vollzieht, d. h. die Seele stirbt im Jenseits (Zweiter Tod), verliert ihr Bewußtsein und wird erinnerungslos im Diesseits neu eingekörpert. - Stirbt die Seele im Diesseits, so kehrt sie ins Jenseits zurück und erlangt nach und nach die Übersicht über ihre vielen Reinkarnationen zurück.

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