Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 43 - April 1973 Reinkarnation Unzweifelhaft haben viele religiöse Schriften, so auch die Bibel, dazu beigetragen, eine Wiedergeburt des Menschen anzunehmen. Aber völlig engstirnig hat man das Leben im Geistigen Reich, bei allen diesen Betrachtungen, ausgeschaltet. Niemals kann eine Wiedergeburt so verstanden werden, daß der Mensch einmal aus seinem Grabe aufsteht und sein Leben in neuem Fleische fortsetzt. So irrsinnig eine solche Vermutung auch ist, es gibt tatsächlich große Sekten, die einen derartigen Unsinn predigen und verbreiten. • Eine Reinkarnation erfolgt immer in einem neuen Körper, der von anderen Eltern stammt. Hierdurch wird der Seele stets eine weitere Möglichkeit gegeben, um mit neuen Erbelementen ausgestattet, ein neues Erdenleben zu meistern. Nun möchte man gerne wissen, wie eine Reinkarnation erfolgt. Die Wiedergeburt verläuft im umgekehrten Sinne: • Auf Erden kommt der Mensch als Baby auf die Welt und wird älter bis zum Tode. - Eine Seele, die im Geistigen Reich lebt, wird, wenn sie reinkarniert werden soll, immer jünger und jünger, bis sie den Zustand eines Babys erreicht hat. Dadurch verliert sie mehr und mehr die Erinnerung. Wenn diese Verjüngung abgeschlossen ist, verbindet sich die Seele mit einem kindlichen Körper, dessen Geburt ansteht. Diese Verbindung, die mittels einer sogenannten "SILBERSCHNUR", sagen wir besser GEISTIGES BAND, erfolgt, tritt etwa eine Stunde vor der Geburt ein. Alle vorherigen Bewegungen des Kindes sind rein reflektorisch vegetativ. Folglich ist jedes Kind bis zum Tage der Geburt u n b e s e e l t . • Ein Baby besitzt bei seiner Geburt keine ERINNERUNGSFREQUENZEN. Seine INDIVIDUELLE FREQUENZ wird völlig neu angelegt und steht dann dem Kinde - von der Vergangenheit unbelastet - zur Verfügung. Im Jenseits ist der Wunsch nach einer Wiedergeburt riesengroß. Es handelt sich hauptsächlich um jene Seelen, die im Jenseits leiden, weil sie im Erdenleben versagt haben. Diese ungeheure Menge von Seelen, die keine HÖHERE SPHÄRE erreichen können, stehen geradezu "Schlange", um sich reinkarnieren zu können. Aber es gibt auch Seelen, die sich vor einer Reinkarnation fürchten; sie möchten nicht auf die Erde zurück. Doch das GESETZ der Reinkarnation ist zwingend, wie der irdische Tod. Wir können in der Bibel nachlesen, daß CHRISTUS vor einem ZWEITEN TOD gewarnt hat. Sicher ist anzunehmen, daß er diesen Jenseitstod gemeint hat. • Der Idealzustand für den Menschen ist selbstverständlich die Existenz in einer HOHEN SPHÄRE. Doch das Leben in diesen REGIONEN verlangt vom Menschen einen hohen, selbstlosen Dienst an der Menschheit. Wer diese ihm gestellte MISSIONSAUFGABE erfüllt, hat keine Reinkarnation zu erwarten. Unsere geistigen FÜHRER, mit denen wir schon über 20 Jahre in Verbindung stehen, beweisen durch ihre Treue und Freundschaft, daß sie nicht wiederverkörpert wurden, weil sie ihre LEHRMISSION erfüllen. Alle diese Dinge gehören eigentlich zur Kirchenlehre. Es ist einfach nicht zu begreifen, daß die Kirchen nicht in der Lage sind, sich vom Geistigen Reich belehren zu lassen. Wir wissen alle aus Erfahrung, wie abstoßend es ist, wenn Menschen keine Lehre annehmen wollen. Die Kirchenvertreter sind geradezu der Prototyp der Weigerung, sich belehren zu lassen. Der Mensch unterscheidet sich zwischen einem äußeren vergänglichen Erdenmenschen und einem inneren unvergänglichen GEISTESMENSCHEN. Der geistige MENSCH ist unvergänglich und in stetiger Entwicklung begriffen.

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