Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 48 - August 1973 Reinkarnation Kein Mensch wird auf ewig verloren sein, doch wann er zur Seligkeit gelangt, bestimmt der Wille des Menschen. Das GESETZ DER EWIGEN ORDNUNG bleibt bestehen, denn ihm liegt GOTTES WEISHEIT und LIEBE zugrunde, die auf ewig unveränderlich ist. Man wird sich stets von der Wahrheit entfernen, sobald die Bindung zu GOTT gelockert wird, denn dann ist der Mensch völlig auf sich allein gestellt und fällt den MÄCHTEN DER FINSTERNIS zum Opfer. • Dann aber beginnt der Mensch nur mit seinem Weltverstande zu denken und kann die Wahrheit nicht mehr erkennen. Stets will der Verstand sich eine Erklärung geben, die seinen Wünschen und Berechnungen entspricht, aber diese Resultate stimmen mit der Wahrheit nicht überein. • Die Wiederverkörperung ist die einzige Möglichkeit, daß keine Seele verloren geht, sondern immer wieder die Chance bekommt, sich auf den Weg der Gottsuche zu begeben. Einer zur Erde zurückverlangenden Seele wird zwar der Wunsch gewährt, weil der Wille des Menschen auch im Jenseits unantastbar ist, doch zugleich hat der Mensch die volle Verantwortung für seine Entscheidung zu tragen. Das Universum ist mit einer riesigen Schule zu vergleichen: Die Hauptfächer dieser Schule sind LIEBE und BARMHERZIGKEIT. Wer das nicht begreift, findet auch keine Erklärung für den Sinn des irdischen Daseins. Nur die LIEBE bringt wirklichen Fortschritt. Die Kirchenreligionen haben ein Unrecht begangen, indem sie sich von der Reinkarnationslehre distanzierten. Dafür haben sie einen Irrtum einschleichen lassen, nämlich den Irrtum vom "Ewigen Himmel" und von der "Ewigen Hölle". Überlegt, wo man eine Logik finden kann, wenn die Kirchenreligionen die Wiedergeburt ablehnen, dafür aber jeden Gläubigen als "erlöst" hinstellen. Erlöste Seelen können nicht auf die Erde zurückkehren, denn wozu einen Wissenden und vollendeten Menschen auf einen Läuterungsplaneten zurückschicken? Die Kirchenreligionen machen es sich sehr einfach, wenn sie lehren, das alle Menschen frei seien von jeglicher Schuld, wenn sie den göttlichen ERLÖSER anerkennen und sich reumütig unter sein Kreuz stellen; was soviel heißt, daß ihnen damit alles vergeben wurde, was sie an Sünden belastet. Vergebung einer Schuld heißt jedoch völlige Tilgung, völliges Annullieren. Diese unwahre Lehre bzw. dieses gefährliche Dogma bringt Millionen von Menschen in eine Situation, die man sich nicht vorstellen kann. Suchende Seelen werden in einen Glaubensabgrund gezogen, aus dem sie nur schwer wieder herausfinden. • Die Wiedergeburt ist eine Sündenvergebung und gleichzeitig eine restlose Tilgung, weil der Mensch mit dem Wiederbetreten der materiellen Erde keine Erinnerung an sein Vorleben hat. Diese Erinnerung wurde aus dem Gedächtnis gelöscht, weil es sich um einen GNADENAKT (für diesen Zeitraum) handelt. Die nach göttlichen GESETZEN ablaufende Reinkarnation ist eine göttliche GNADE und eine göttliche VERGEBUNG. Was wollt ihr noch mehr? - Wenn der Mensch auf der Erde nach den GESETZEN DER LIEBE lebt, so bereitet er sich selbst auf die Seligkeit im Geistigen Reich vor. Nur unter diesen Voraussetzungen kann eine Menschenseele in eine HÖHERE SPHÄRE gelangen. In anderer Weise ist das Jenseits für die Seele nur ein SCHULHOF - bis es wieder läutet. Der Sinn DES LEBENS ist Gottsuche und Aufstieg. Alles andere führt zum Chaos und zur Sinnlosigkeit.

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