Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 52 - Januar 1974 Reinkarnation Alle Kirchen und Religionen befassen sich mit der Seele des Menschen. Es ist merkwürdig, daß die Reinkarnation so wenig beachtet wird. • Ohne die Reinkarnationslehre ist jede religiöse Lehre unbegreiflich. Der Buddhismus beschäftigt sich zwar damit, aber er verdreht die Wahrheit. Durch eine Reinkarnation wird das Individuum nicht verändert. - Tier bleibt Tier. - Mensch bleibt Mensch. - Es ist daher nicht richtig, wenn der Mensch vor einer Kuh den Hut zieht, weil er in der Kuh die Seele eines Menschen vermutet. • Wer die Reinkarnation ablehnt, weil er sich gegen diese Lehre sperrt, der wird sein Leben nie begreifen und die Natur für unvollkommen und widersinnig halten. Das aber widerspricht der Logik! Die Natur, die ja eine Einrichtung GOTTES ist, besitzt eine Logik und strebt einem Ziel zu, das die Wissenschaft mit "Evolution" bezeichnet. Der Weg zu diesem Ziel ist die Entelechie. Ohne eine Reinkarnation wären beide Begriffe unmöglich, denn es wäre innerhalb der geordneten Natur ein unvorstellbarer Blödsinn, wenn der Mensch in seinem Leben von Wissen zu Wissen schreitet, sich qualvoll abmüht, Erfahrungen stapelt und ordnet, um plötzlich durch den Tod in ein absolutes Nichts zu versinken, als hätte er niemals existiert. Diese Vermutung stimmt keinesfalls mit der Naturordnung überein. So einfältig ist das Leben auf diesem Planeten nicht. Im Gegenteil - ein einziges Erdenleben reicht für den Menschen nicht aus, um das Ziel, das für den Menschen vorgesehen ist, zu erreichen. • Logischerweise ist also die Wiedergeburt unbedingt ein Naturgesetz, ohne das die Menschheit sich niemals entwickeln könnte. Ausgangspunkt aller Religionen kann deshalb nur die Lehre von der Wiedergeburt sein. Die Natur, deren höchstes Gebot und Ziel immer das Leben ist, zeigt uns überall eine Wiedergeburt unter der Erscheinung der Metamorphose. Gäbe es keine Reinkarnation, so wären alle Bemühungen der Menschheit eine sinnlose Verschwendung und kein Lohn für mühevolle Arbeit. So fehlerhaft hat der SCHÖPFER die Natur nicht ausgestattet! Zwar gibt es eine Mehrheit unter der Erdbevölkerung, die überhaupt nicht an eine Wiedergeburt auf Erden denkt, doch diese Denkunfähigkeit zeigt sich in allen Schattierungen unseres Erdendaseins. Der Mensch glaubt, daß sein Bewußtsein mit dem Tode erlischt und niemals mehr in Tätigkeit tritt. Folglich interessiert ihn nicht, was nach seinem Tode geschieht. Er versäumt, sich positiv zu verhalten und wird mißmutig und ungerecht gegen seine Umwelt, einschließlich seiner Mitmenschen. Eine Seele, die in einem Menschenleib inkarniert wird, ist fertig und hat sich nicht erst in den neun Monaten der Entwicklung des Leibes gebildet. Diese Seele ist durch viele Erdenleben vorprogrammiert; sie findet sich leicht in der heutigen Welt zurecht und ist dem Stande der irdischen Entwicklung angepaßt. Weil aber der reinkarnierten Seele die Erinnerung an ihre Vorleben fehlt, kommt sie sich neuerschaffen vor. • Es gibt aber einige Fälle, wo sich Menschen an verschiedene Situationen ihrer Vorleben erinnern konnten und sie erkannten sogar Menschen wieder, mit denen sie gelebt hatten. Die Wissenschaft ist von einer wahren Sucht erfüllt, für alle diese Beweise eine negative Auslegung zu erfinden. Doch die Reinkarnation mahnt den Menschen vor seiner Verantwortungslosigkeit.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3