Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 53 - Februar 1974 Reinkarnation Die Auferstehung im Fleische ist ein christliches Bekenntnis. Leider wird diese Auferstehung meistens falsch verstanden. Viele glauben in einer beispiellosen Naivität, daß die Toten an einem unbestimmten Tage aus den Gräbern erweckt werden, um dann ewig weiterzuleben. Wie aber soll ein vermoderter Körper oder gar Asche auferstehen? Das Bekenntnis der Auferstehung hat nichts mit der Materie zu tun, die bereits eine Veränderung hinter sich hat. Die Auferstehung im Fleische ist ein Überbleibsel einer Kirchenlehre, die man verändert hat. Es ist ein Überbleibsel der Reinkarnationslehre. CHRISTUS, als bedeutender Lehrer, hat auf die Reinkarnation hingewiesen. Der Sinn seiner Worte wurde leider entstellt. Auferstehung heißt nicht, daß der alte, ausgediente Körper zu neuem Leben oder aus einem Todesschlaf erweckt wird. Auferstehung heißt, daß die Seele in einem neuen Körper zur Welt kommt. Hier ein Ausschnitt aus einem privaten Gespräch, das der Kreisleiter führte: Speer : Herr Dr. E. glauben Sie an eine Reinkarnation des Menschen? Antwort : Ich glaube nicht daran, aber ich kann mir vorstellen, daß es vielleicht möglich ist. Speer : Dann müssen Sie auch die Möglichkeit bejahen, daß der Mensch eine unsterbliche Seele besitzt. Antwort : Die Wissenschaft lehrt uns, daß das Bewußtsein des Menschen eine Produktion des Hirns ist. Das Hirn speichert Erinnerungen auf. Frage : Es gibt Fälle, wo sich Menschen an ein früheres Erdenleben erinnern können. Diese reinkarnierten Menschen besitzen doch ein ganz neues Gehirn. Wie ist es dann möglich, daß sie sich an ein nachprüfbares Vorleben erinnern können? Antwort : Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Frage : Was glauben Sie, wie sich die Wissenschaft zu dieser Frage verhält? Antwort : Die Wissenschaft wird sich von diesem Thema distanzieren. Stichwort: "Distanzieren". Hier zwei Beispiele dafür: Der Obermedizinalrat Dr. med. Hermann Gerbis, der viele Jahre an unseren Séancen teilgenommen hat, lud Herrn Dr. Gubisch ein, sich an einer Séance zu beteiligen. Dr. Gubisch rühmte sich damit, jeden spiritualistischen Zirkel entlarven zu können. Doch er sagte zu Dr. Gerbis: "Ihre Einladung lehne ich ab, wenn Sie dabei sind." Im Jahre 1955 informierten wir Herrn Prof. Dr. H. Bender, Freiburg/Brsg. über unsere Arbeit. Er versprach bei der nächsten Gelegenheit uns zu besuchen. Inzwischen haben wir weit über 1.000 Séancen durchgeführt und Tausende von Seiten herausgebracht, unsere Arbeit hat Presse und Fernsehen interessiert, doch Dr. H. Bender, Professor der Parapsychologie, hat sich bei uns nicht sehen lassen. Er distanzierte sich ebenfalls. Wahrscheinlich ist uns unser Ruf vorausgeeilt und man zieht es vor, der Wahrheit auszuweichen. Die Reinkarnationslehre ist der wichtigste Bestandteil aller Religionen. Dort, wo diese Lehre nicht in Erscheinung tritt, stimmt die ganze Religion nicht. Diese Lehre allein verpflichtet den Menschen MENSCH zu sein. Ist der Mensch erst einmal MENSCH, so steht er bereits auf der "Himmelsleiter". Wer die Welt mit ihrer Menschheit verbessern will, der bemühe sich um die Reinkarnationslehre. Sie zeigt den Weg!

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