Reinkarnation und Karma - Nachtrag

- 55 - März 1974 Reinkarnation Die Reinkarnationslehre ist ein eigenes Forschungsgebiet. In der ganzen Welt werden Hinweise gesammelt, um die Reinkarnation zu beweisen. Das bereits vorhandene Material ist sehr groß. Aber immer noch wollen die Kirchen nichts damit zu tun haben, obwohl sogar die Bibel Hinweise enthält und von der Auferstehung des Fleisches die Rede ist. Mit Hilfe unserer Kontakte versuchen wir Näheres zu erfahren. Selbstverständlich setzt diese Lehre voraus, daß jeder Mensch eine unsterbliche Seele besitzt, die eine gewisse Zeit im Jenseits zubringt. Die Dauer dieses Aufenthaltes ist sehr verschieden. • Die uns bekannte längste Dauer bis zu einer Reinkarnation beträgt 3.300 Jahre! Es handelt sich um die Gattin des Pharao Amenhotep III., die auf Veranlassung der damaligen Priesterschaft im Nil ertränkt wurde. Die Gattin des Pharao schrieb durch das Medium Rosemary in den Experimentalsitzungen des englischen Forschers Dr. M. Wood. Außerdem sprach das Medium in einem ägyptischen Idiom, wie es vor 3.300 Jahren gebräuchlich war. Unsere geistige FÜHRUNG erklärte hierzu: "Es kommt ganz darauf an, ob es im Einzelfall möglich ist, daß sich die Seele im Jenseits positiv weiterentwickelt. Der jenseitige Dienst an der Menschheit macht eine Reinkarnation nicht nötig." Eine Leserin des Menetekels schrieb: "Es ist mir ein Widerspruch aufgefallen: CHRISTUS erwähnte einen Zweiten Tod, vor dem er warnte. Dazu AREDOS: 'Der Zweite Tod ist die Reinkarnation.' - Die Wiedergeburt ist doch wichtig für uns, davor kann doch CHRISTUS nicht gewarnt haben?" Der Zweite Tod ist die Einkörperung in einen neuen Erdenkörper; das Ende des jenseitigen Daseins. Damit kommt der Mensch wieder in die Erdenschule zurück und ist allen irdischen Schwierigkeiten ausgesetzt. Die Leserin schreibt jedoch: "Die Wiedergeburt ist doch wichtig für uns." - Die Reinkarnation ist wichtig für eine Seele, die im Geistigen Reich keine Entwicklungsmöglichkeiten hat. Eine gefallene oder unentwickelte Seele ist an eine ganz bestimmt niedere SPHÄRE gebunden, aus der sie nicht heraus kann; sie kann nicht steigen. Es ist daher ein Akt der GÖTTLICHEN GNADE, wenn sie reinkarniert wird. Das göttliche Prinzip ist in allen Fällen - diesseitig oder jenseitig - immer die Entwicklung und der Fortschritt. Wenn der Fortschritt nicht im Geistigen Reich erfolgen kann, so muß er im Reich der Materie erfolgen. Der Mensch hat es in der Hand, seinen Aufenthaltsort zu bestimmen. Je nach Charakter und Verhaltensweise kann er reinkarniert werden oder nicht. • CHRISTUS warnte vor dem Zweiten Tod und bekundete damit, daß er die Entwicklung und den Dienst im Geistigen Reich einem Erdenleben vorzieht. Es ist sehr bedauerlich, daß die Kirchen die Reinkarnationslehre entfernt und verbannt haben. • Die Reinkarnationslehre gibt dem Menschen die Gewißheit des persönlichen Überlebens nach dem Tod. Würde diese Lehre auf der ganzen Welt bestehen, so sähe es heute auf der Erde bestimmt anders aus. Die Reinkarnation ist ein Naturgesetz, das kein Mensch und keine wissenschaftliche Erkenntnis ändern können. Die Reinkarnation ist zwingend, wie der Tod. Aber der Wunsch nach einer Wiedergeburt wird respektiert und erfüllt.

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