Sünde und Gerechtigkeit

- 20 - Über die Toleranz (Durchgabe aus dem Jahre 1965) Wohlan, Toleranz heißt Duldung … In religiösem Sinn soll man die Gegenpartei dulden. Es gibt ja so viele Wege, die zu GOTT führen und jeder soll sich den Weg suchen, den er für geeignet hält. Entscheidend ist in allen Fällen der Charakter des Menschen. Darum muß das Streben nach GOTT eineCharakterschulung sein. Demnach ist jede Religion verpflichtet, in erster Linie eine Charakterschule zu sein . Jedes fromme Getue schadet dem Charakter, denn es verleitet zur Unaufrichtigkeit, zur Beteuerung, die nicht charakterlich gefestigt ist. • Die Toleranz spielt im Leben der Menschen und Völker eine große Rolle! Wo ist die Toleranz gegen die fremden Rassen?... Soll man gegen das Verbrechen tolerant sein? Das sind Fragen, die oft falsch beantwortet werden, denn der negativ eingestellte Mensch verlangt volle Toleranz für sein Unrecht. • Die Toleranz darf nicht dazu führen, daß der charakterlich bessereMensch zumAusnutzungsobjektwird. Ist GOTT tolerant? - Ich sage nein ! Er ist viel zu klug und zu erfahren, als daß Er das Unrecht auf diese Weise unterstützt. Seine GESETZE sind gerecht - und die Gerechtigkeit geht über die Toleranz. • Die Toleranz darf deshalb nicht das Unrecht dulden , noch das Unrecht unterstützen! Doch wenn man die Dinge auf dieser Erde richtig betrachtet, so verlangt das Unrecht immer wieder die Toleranz , als ob es ein von GOTT bestimmtes Recht dazu hätte. Hier irrt sogar die Kirche! Hier irrt überhaupt die ganze Religion und Theologie. • Toleranz ist nur da angebracht, wo sie auch geschätztund richtig verstandenwird.

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