Quintessenz aus PG: Woher kommen wir? - Wozu leben wir? - Wohin gehen wir?

- 31 - Schicksal Wenn das TOR ZUR GANZHEIT unseres Daseins aufgestoßen wurde, reicht der Blick über dieses Erdenleben weit hinaus. Man fühlt sich nicht mehr dem Irdischen verhaftet, wie jene, die sich durch ihre falsche Ansicht, sie würden nur einmal leben, daran binden. Eine solche Haltung zeigt beim Sterben ihre Folgen: ➢ Durch das Festklammern an die Erde wird der SEELENKÖRPER dichter und schwerer, da seine erdwärts gerichteten Wünsche größtmögliche Erdennähe verlangen. Nach der endgültigen Ablösung hängt das Schicksal des GEISTES von der Leichtigkeit oder Schwere des feinstofflichen KÖRPERS der SEELE ab. Dessen Unterschiedlichkeit schaffen wir uns selbst durch die Ziele, die wir unseren Wünschen geben. Je höher sie im richtig verstandenen geistigen Sinne liegen, desto leichter, je niedriger sie sind, desto schwerer wird der SEELENKÖRPER dadurch werden. Ein Beispiel: Trübe Gedanken drücken uns nieder, irdische Sorgen belasten uns und machen uns das Herz schwer. Edle Empfindungen hingegen erheben uns und es wird uns leicht ums Herz. Diese Umschreibungen sind keine leeren Worte, sondern die zutreffende Schilderung eines Prozesses, an dem der SEELENKÖRPER sehr entscheidend beteiligt ist. Denn jede Regung unseres GEISTES, jede Empfindung muss erst über den feinstofflichen SEELENKÖRPER zur Auswirkung im grobstofflichen Erdenleib gelangen. In dem Augenblick, in dem die energetische SILBERSCHNUR reißt, die uns als GEISTWESEN an unseren Erdenkörper bindet, steigt oder fällt unsere SEELE nach dem GESETZ DER SCHWERE. Und durch dieses GESETZ erklären sich auch "Himmel" und "Hölle". ➢ Jede SEELE wird an dem PLATZ, wohin das GESETZ DER SCHWERE sie führt, andere SEELEN um sich haben, die eine ähnliche Schwere und daher im Wesentlichen eine ähnliche Art und ein ähnliches Niveau besitzen. Dieses Zusammensein mit GLEICHGESINNTEN mag für die einen der "Himmel", für die anderen die "Hölle" sein. Sich Klarheit über den Tod zu verschaffen, bedeutet in Wahrheit, sich überhaupt erst richtig mit dem Leben zu befassen. Wenn man der Sache auf den Grund geht, stellt man fest, dass unsere Vorstellung vom Tod über unsere Antwort auf alle Fragen des Lebens entscheidet. Damit wird unsere irdische Aufgabe klar. ➢ Schicksal ist die ausgleichende Rückwirkung dessen, was wir selbst veranlasst haben. Auch hier sehen wir, dass uns die Unkenntnis der GESETZE nicht vor den Folgen schützt. Nur die Einsicht in einen unbewusst begangenen Fehler wird uns leichter fallen. Diese GESETZE zeigen, dass wir zwar frei im Entschluss, aber an seine Folgen gebunden sind. Da wir im Laufe unseres gesamten Seins – nicht nur bezogen auf dieses eine Erdenleben – schon unzählige Entschlüsse gefasst haben, deren Folgen sich nicht immer unmittelbar ergeben, sehen wir uns oft durch einen unausweichlichen Zwang solcher Rückwirkungen gebunden und beengt. Wir zweifeln dann an unserer Willensfreiheit und sprechen von einer Abhängigkeit vom Schicksal. Was uns infolge seiner Unausweichlichkeit als solches erscheint, ist aber nichts anderes als die Rückwirkung unseres eigenen Denkens und Tuns, die uns "geschickt" wird, um das auszugleichen, was wir in der großen ORDNUNG der Schöpfung verwirrt und verknotet haben. Auch bei einem Bindfaden kann man einen Knoten nur dadurch lösen, dass man ihn wieder und wieder durch jene Schlingen zieht, durch die er entstanden ist. Wenn der Mensch nur für die Ansprüche lebt, die ihm Leib und Leben stellen, bleibt sein wesentliches Charakteristikum, sein oberstes Prinzip, der Unterernährung preisgegeben. Es

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