- 194 - Ich habe mich mit allen eingehend unterhalten, sie zum Fortgehen aufgefordert, und mit ihnen und über der Frau M. gebetet, wobei ich ihr die Hände auf den Kopf legte. Nach 3 1/4 Stunden hatte sich die Patientin einigermaßen beruhigt und verabschiedete sich von mir. Um 21 Uhr rief sie mich wieder telefonisch an und bat mich, sofort zu ihr zu kommen, da sie einen neuen Anfall habe. Ich fuhr zu ihr und erlebte nun neue "Wesenheiten" durch ihren Mund. Mein Verfahren war wie vorher, so daß nach einer Stunde bei ihr Beruhigung eintrat. Am nächsten Morgen rief sie bereits um 6 Uhr wieder an, mit der Bitte, daß ich gleich zu ihr kommen möge. Ich sagte ihr das jedoch erst für 10 Uhr zu. Diesmal nahm ich einen Bekannten als Zeugen mit und setzte Frau M. auseinander, daß es sich bei ihr nicht um magische Beeinflussung oder Besessenheit handele, sondern daß ihr alles nur von ihrem Unterbewußtsein vorgespiegelt werde. (Hier handelte es sich wirklich um das "Steigrohr des Unterbewußtseins") Sie möge sich zur Beseitigung ihrer Beschwerden in nervenärztliche Behandlung begeben. Dort könne ihr am ehesten geholfen werden. Die Patientin hatte damals so viel Einsicht, daß sie diesen Rat auch befolgte. Ich merkte es daran, daß die Nervenärztin mich wenig später anrief, und nach meinen Eindrücken fragte. Eine Woche danach, am 18. 04. 1975, rief mich Frau M. wieder an und berichtete, daß sie sich wie neugeboren fühle. Manches an ihren Erzählungen erschien mir aber immer noch konfus, so daß von einer völligen Heilung für mein Empfinden noch nicht die Rede sein konnte. Ich habe dann nichts mehr von ihr gehört und weiß nur von einem ihrer Kollegen, daß sie in ihrer Behörde nicht auffällig geworden, und einige Jahre später ganz normal in den Ruhestand getreten ist. Zum Schluß ein Rat für diejenigen, die meinen, umsessen oder besessen zu sein, dabei aber zumindest zeitweise noch klare Gedanken fassen können, und keine Hilfe bei einem Geistlichen oder Arzt finden: • Unterlassen Sie alle magischen oder parapsychologischen Versuche, auch TonbandstimmenExperimente. • Gehen Sie nicht zu einem obskuren Hexenbanner oder anderen fragwürdigen Personen, die sich in Zeitungen als magische Helfer anbieten. • Die Hilfe muß von Ihnen selbst eingeleitet werden durch die klare und entschiedene Hinwendung zu Gott und Jesus Christus. Diese beiden rufen Sie immer wieder flehentlich um Hilfe an, und begeben Sie sich unter ihren Schutz. • Lesen Sie abends vor dem Einschlafen regelmäßig einen Abschnitt der Bibel. Bitten Sie in Ihrem Gebet auch für die Geistwesen, die Sie bedrängen, damit ihnen Erkenntnis zuteil werde, daß ihr Tun Unrecht ist, und sie dadurch sich selbst von der Gnade Gottes ausschließen. • Bitten Sie darum, daß Engel Gottes Sie selbst beschützen, und die bedrängenden Geistwesen zur Erkenntnis der Frefelhaftigkeit ihres Tuns bringen mögen. • Glauben Sie nicht, daß Sie ohne eigenes ernsthaftes Zutun Schutz und Hilfe bekommen werden, sondern zeigen Sie durch Ihren Lebenswandel, daß Sie des Beistandes würdig sind. Wenn nicht Sie selbst der Besessene oder Umsessene sind, sondern ein Verwandter oder Freund, der seine Lage nicht mehr erkennen kann, so beten Sie für ihn, und legen Sie ihm dabei die Hände auf.
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