– 102 – vermittelnden Rechtsanwalt in Frankfurt dieses Schreiben: 'In der Nachlassangelegenheit du Fay ist von dem freiwillig zahlenden Schuldner der erste Betrag eingegangen, der auf Ihr Teil, abzüglich Spesen, so und so viel (hier war die Summe genannt) beträgt. Ich übersende Ihnen anbei das für England erforderliche Quittungsformular und bitte um dessen Unterzeichnung und Rücksendung an mich, woraufhin ich Ihnen den genannten Betrag an die von Ihnen zu bezeichnende Stelle zugehen lassen werde. Hochachtungsvoll!' ……' Seit diesem Tage sind in Abständen von ein bis zwei Jahren noch weitere drei Teilzahlungen erfolgt und immer gerade in dem richtigen Augenblick. Bloß waren leider die Beträge jeweils nur bescheidene. Seit dem Jahre 1933 hat keine Zahlung mehr stattgefunden. Dem gewissenhaften Geschäftsfreund meines Vaters aber in der Seelenwelt sagte ich im Stillen Dank und wünsche jedem wahren Spiritisten solche gutwilligen Jenseitsschuldner." Als letztes möchte ich einen Fall berichten, bei dem ein nach Kanada ausgewanderter und dort verstorbener Schwede sich darüber ärgerte, dass seine Witwe es nach seinem Tode unterlassen hatte, die in Schweden zurückgebliebenen Verwandten von dem Ereignis zu unterrichten, weil ihr der Weg von zwölf Meilen zur nächsten Poststation zu weit war. Er machte sich daher drei Tage nach seinem Tode und zwei Monate später noch einmal bei einem damals in Schweden lebenden englischen Medium bemerkbar und bat darum, seine in der alten Heimat lebenden Verwandten zu benachrichtigen und ihnen auch mitzuteilen, dass er in seiner neuen Heimat allgemein geachtet gewesen und sehr betrauert worden sei. Die Ausführung dieses Auftrages gestaltete sich aber zunächst dadurch sehr schwierig, dass der Verstorbene nur ungenaue Wohnortangaben machte und verschwieg, dass er nach seiner Auswanderung nach Kanada seinen Namen gewechselt hatte und er jetzt nur den neuen Namen nannte. Die Begebenheit wurde von drei an den Vorgängen und Nachforschungen unmittelbar beteiligten Personen mit allen gewechselten Schriftstücken ausführlich veröffentlicht (4,26,27). Es handelt sich dabei um das englische Medium Elisabeth d' Espérance70, den in Schweden lebenden englischen Großkaufmann Matthias Fidler und den schon erwähnten russischen Staatsrat Aksákow. Frau d'Espérance, die mit richtigem Namen Hope hieß, hatte schon in ihrer Kindheit paranormale Erlebnisse. Sie "sah" paranormal menschliche Gestalten, die andere nicht wahrnehmen konnten. Sie nannte diese ihre "Schattenfreunde" und hatte in deren Gegenwart das Gefühl des Schutzes und der Geborgenheit. Als Elisabeth Hope herangewachsen war, wurde sie durch Freunde mit dem sogenannten Tischrücken oder Tischklopfen bekannt gemacht, einer Methode, um auf paranormale Weise Botschaften von Verstorbenen zu erhalten. Daraus entwickelte sich bei ihr eine äußerst vielseitige Medialität, die sie jahrelang zu Forschungszwecken ausübte. In dem nachfolgenden Buch sollen ihre Versuche ausführlich geschildert werden. Die paranormalen Erscheinungen standen unter der Leitung einer jenseitigen Wesenheit, die sich als verstorbener Amerikaner Walter Tracy ausgab. Er behauptete, Student an der Yale Universität gewesen zu sein, als Freiwilliger am amerikanischen Bürgerkrieg teilgenommen zu haben und danach bei einem Schiffsuntergang ertrunken zu sein. Er übte bei den Versuchen vom jenseitigen Bereich her die Aufsicht aus und vermittelte in der Regel auch die Mitteilungen anderer Jenseitiger, indem er durch Elisabeth Hopes Hand "automatisch" schrieb. Sie hatte inzwischen das Pseudonym "d'Espérance" angenommen und lebte einige Jahre in Schweden. Dort war sie 1890 in Gothenburg (Göteborg) bei dem englischen Kaufmann Matthias Fidler als Bürokraft tätig. Außerdem fanden in seinem Haus parapsychologische Versuche statt. Am 3. April 1890 70 Elisabeth d'Espérance (französisches Pseudonym ihres Mädchennamens Hope), 1855–1919, verheiratete Reed, seinerzeit ein sehr bekanntes Medium für paraphysikalische Phänome und Materialisation.
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