Der Tod, die Brücke zu neuem Leben

– 105 – hinterlassen habe. Er gab auch das genaue Sterbedatum an, nämlich den 31. März 189072. Herr Fidler merkt dazu allerdings an (27, S. 32), dass die Zahl 31 etwas undeutlich geschrieben war und bei oberflächlichem Hinsehen auch als 3 gelesen werden könnte. Am 2. August 1890 schrieb Herr Fidler nochmals an den Pfarrer Wagenius der Gemeinde Ström im Jemtland und bezog sich auf seinen Brief vom Juni 1890 und seine Anfrage nach einem Sven Strömberg. Er erläuterte jetzt die Umstände genauer, nämlich, dass Strömberg in Neu– Stockholm gestorben sei und eine Frau und drei Kinder zurückgelassen habe und wünsche, dass seine Verwandten und Freunde in Ström von seinem Tod benachrichtigt würden. Wörtlich fügte er hinzu (4, S. 16): "Er hat vermutlich nach seinem Wegzug vor ungefähr vier Jahren 1886– 1887 seinen Namen geändert. Infolgedessen erwähne ich jetzt das Datum seines Wegzuges, und so können Sie ohne Zweifel seine Freunde ausfindig machen." Der Pfarrer antwortete umgehend, dass nach seinen Erkundigungen Sven Strömberg mit dem bereits im ersten Brief vom 12. Juni 1890 erwähnten Sven Ersson identisch sei. Dessen Frau sei eine geborene Johansson. Ihre Eltern lebten noch in Flykålen. Von Erssons bzw. Strömbergs unmittelbaren Verwandten lebten in Schweden nur noch zwei Brüder seiner Mutter, von denen er Namen und Anschriften angab. Hierauf versuchte Herr Fidler sich Klarheit über das Photo zu verschaffen, das am 4. Juni in Gotenburg von dem Phantom 'Strömbergs' aufgenommen worden war. Er stellte einen kleinen Fragebogen auf und verschickte ihn zusammen mit einem Abzug des Phantombildes am 3. September 1890 an seinen Bekannten, den schwedischen Konsul Öhlén, und an Herrn Axel Stenberg zur Weiterleitung und Befragung der Witwe von Strömberg. Außerdem schrieb er am 6. Oktober an den Schwiegervater von Sven Strömberg. Von Frau Strömberg kam keine Antwort. Sie war wohl eine sehr phlegmatische Frau, zumal sie es ja auch nicht für nötig gefunden hatte, von sich aus ihre Eltern in Schweden vom Tode ihres Mannes in Kenntnis zu setzen. Sie tat dies erst voller Schreck (26, S. 254), nachdem sie in der 'Manitoba Evening Free Press and Sun' vom 9. Juli 1890 einen Artikel gemäß Informationen des Konsuls Öhlén (27, S. 23) über die ganze Angelegenheit gelesen hatte. Herr Öhlén jedoch beantwortete den Fragebogen. Fidler schreibt darüber (27, S. 30): "In meinem Briefe an den Konsul in Winnipeg stellte ich verschiedene Fragen, die ich zugleich mit der erteilten Antwort hier anführe: Frage Antwort Haben Sie eine Photographie von Herrn G. Strömberg, die kurz vor seinem Tode gemacht worden ist? Ich besitze ein ganz kleines Bild von ihm.73 Liegt irgendeine Ähnlichkeit zwischen dem von mir gesandten Bilde und jenem Porträt vor? Eine sehr große sogar, jedoch eine noch größere Ähnlichkeit 72 Also nicht den 13. oder den 3. März, wie zuletzt von "Walter" angegeben wurde. Es handelt sich um einen oft beobachteten Übermittlungsfehler. 73 Diese Photographie schien in Schweden aufgenommen worden zu sein, bevor er die Heimat verlassen hatte. Dieselbe stellt Strömberg mit seiner Frau und zwei Kindern dar. – Öhlén hatte Strömberg zu Lebzeiten nicht gekannt und sich sein Bild vermutlich von der Witwe besorgt. Leider sind dieses Bild und das Phantombild in den Veröffentlichungen (4; 26; 27) nicht mit abgedruckt.

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