Der Tod, die Brücke zu neuem Leben

– 107 – Weise einsehbar zu machen, auf welche Weise Frau d'Espérance von dem Tod eines ihr unbekannten und weit entfernten Menschen Kenntnis bekommen haben könnte. Das folgende Beispiel wird von dem englischen parapsychologischen Schriftsteller Arthur J. Findlay74 berichtet. Er arbeitete ab 1919 mit dem englischen Medium John C. Sloan (1870–1951) zusammen. Dieser war hellsichtig, hellhörend, Trance–Medium und Medium für die sogenannte "direkte Stimme". Darunter ist eine frei im Raum entstehende "menschliche" Stimme paranormalen Ursprungs zu verstehen, durch die sich jenseitige Wesenheiten kundgeben können. Zur besseren Hörbarkeit wird dabei oft ein normales Megaphon (Schalltrichter) verwendet, das telekinetisch bewegt wird und an dessen Mundstück die paranormale Stimme in Erscheinung tritt. Findlay berichtet sein Erlebnis mit folgenden Worten (28, S. 137): "Ich nahm meinen Bruder zu einer Sitzung mit, kurz nachdem er 1919 vom Heer entlassen worden war. Er kannte keinen der Anwesenden und wurde nicht vorgestellt. Niemandem außer mir war bekannt, dass er beim Heer gestanden hatte. Niemand wusste, wo er während seiner Dienstzeit gewesen war. Seine Gesundheit hatte ihm nicht erlaubt, außer Landes zu gehen, und er war einen Teil der Zeit bei Lowestoft in einem kleinen Dorf namens Kessingland stationiert gewesen und einen anderen Teil der Zeit in Lowestoft, wo er Kanoniere ausbildete. Mit dieser einleitenden Erklärung will ich nun die folgende Zusammenfassung meiner Notizen über diesen Vorgang geben: Im Laufe der Sitzung hörte man deutlich, wie der Schalltrichter sich im Raum bewegte und wie verschiedene Stimmen durch ihn sprachen. Plötzlich berührte er meinen Bruder auf dem rechten Knie, und eine Stimme sagte unmittelbar vor ihm: 'Erik Saunders'. Mein Bruder fragte, ob die Stimme ihn meine, und sie antwortete 'ja'. Mein Bruder sagte, hier müsse ein Irrtum vorliegen, da er nie jemanden dieses Namens gekannt habe. Die Stimme war nicht sehr stark, also schlug jemand vor, die Versammlung solle weitersingen, und währenddessen fuhr der Schalltrichter fort, meinen Bruder auf Knie, Arm und Schulter zu klopfen. Es war so eindringlich, dass er sagte: 'Ich glaube, wir halten besser mit dem Singen ein, da offenbar jemand sehr darauf aus ist, mich zu sprechen.' Wiederum fragte er, wer es sei, und die Stimme, jetzt viel stärker, erwiderte: 'Erik Saunders'. Wieder erklärte mein Bruder, er habe nie jemanden dieses Namens gekannt, und fragte, wo er ihn denn getroffen habe. Die Antwort lautete: 'Beim Militär'. Mein Bruder nannte eine Anzahl Plätze, wie z.B. Aldershot, Bisley, Frankreich, Palästina usw., vermied aber sorgfältig Lowestoft, wo er den Hauptteil seiner Militärzeit zugebracht hatte. Die Stimme antwortete: 'Nein, es war keiner dieser Plätze. Ich kannte Sie, als Sie bei Lowestoft waren.' Mein Bruder fragte, warum er sage 'bei Lowestoft', und er antwortete: 'Sie waren damals nicht in Lowestoft, sondern in Kessingland.' 74 A. J. Findlay, 1883–1964, war in der Sozialarbeit tätig und englischer Friedensrichter, Begründer der Glasgower Society for Psychical Research, Verfasser mehrerer parapsychologischer Bücher.

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