Der Tod, die Brücke zu neuem Leben

– 117 – Hollands Gewohnheit so üppig mit dichterischen Zitaten verwoben, dass ihre verständliche Darlegung für den deutschen Leser allzu weit führen würde." – So weit die Darstellung von Dr. Mattiesen. Man sieht schon aus diesem einen Beispiel, wie umständlich und ermüdend es ist, die ganzen Zusammenhänge herauszufinden, einzuordnen und folgerichtig darzustellen. Der Leser kann daraus aber auch erkennen, welche Mühe sich die verstorbenen Gründungsmitglieder der britischen S.P.R. und ihre damals noch auf dieser Erde lebenden Kollegen gemacht haben, um einen überzeugenden Indizienbeweis für das persönliche Überleben des Todes zu erbringen. Eine Zusammenstellung der Themenbereiche, die in den 1½ Jahren von Nov. 1908 bis März 1910 im Verlauf der Kreuzkorrespondenzen durch die verschiedenen Medien behandelt wurden, ist in Bild 14 wiedergegeben. Darin sind links die Themenbereiche und oben die verschiedenen Medien aufgezeichnet. Die Daten beziehen sich auf die Zeitpunkte der zugehörigen Durchgaben. Man kann ihre große Anzahl schon allein in diesem kurzen Zeitraum erkennen. Sir Oliver Lodge81, der britische Physiker und Forscher auf dem Gebiet der Parapsychologie, der an der Untersuchung der Kreuzkorrespondenzen selbst mitgewirkt hat (51), beurteilt ihre Bedeutung in seinem Buch "Das Fortleben des Menschen" folgendermaßen (50, S. 271): "Was die Möglichkeit einer Verbindung mit der jenseitigen Welt anbetrifft, so können wir sagen; dass seit einigen Jahren eine Gruppe wohlunterrichteter geistiger Persönlichkeiten versucht hat, sich uns zu nähern. Personen, die alle Einwände kennen, die gegen die seitherigen Beweise ins Feld geführt werden konnten – und die auch intelligent genug sind, um alle diese Einwände möglicherweise zu entkräften. Wir können deshalb annehmen, dass diese Personen einen neuen Weg gefunden haben – den Weg der Kreuzkorrespondenz –, um die Einwürfe der Zweifler zu entkräften. Zweifellos sind die Kreuzkorrespondenzen ein charakteristisches Merkmal der Schriften, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben. Wir finden sie in den Niederschriften der Frauen Verrall, Forbes und Holland, und in letzter Zeit auch in denen der Frau Piper. Und das Wichtigste dabei ist, dass sie eine neue Sache, ein neues Beweismittel sind. Die Idee der Kreuzkorrespondenz ist neu: Weder Myers noch irgendein Forscher nach ihm sprechen von ihr. Auch die Medien haben sie nicht entdeckt, sondern Leute, die ihre Schriften studierten. Es sind alle Anzeichen dafür vorhanden, dass sie eine von außen gekommene Einrichtung, von irdischen Einflüssen unabhängige Erfindung ist. Eine in der Gegenwart am Werke tätige, beständige Intelligenz und nicht ein bloßer Widerhall oder ein Rest von einer verstorbenen Persönlichkeit ist als Urheber der Kreuzkorrespondenz zu vermuten. Die Sache hat sich fortschreitend entwickelt, und ein ganzes intelligentes System von einer bestimmten, durch Versuche bewiesenen Kreuzkorrespondenz ist jetzt von Piddington in den Niederschriften der erwähnten Medien entdeckt worden, nachdem er sie unabhängig voneinander miteinander verglichen und viele verschleierte symbolische Darlegungen in denselben gefunden hat, die mit Entschiedenheit behaupten, dass solche Korrespondenzen gefunden werden würden, wenn man Umschau danach halten wollte. Eine Anzahl von Kreuzkorrespondenzen, die danach entdeckt wurden, sind in den Berichten der S.P.R. enthalten. Fassen wir die bei der Kreuzkorrespondenz erhaltenen Resultate zusammen, so sind wir im Laufe der letzten Jahre zu der Erkenntnis gekommen, dass die Kontrollgeister bemüht sind, die Kreuzkorrespondenz einzuführen, indem sie bald den einen, bald einen anderen bestimmten 81 Prof. Sir Oliver Lodge, 1851–1940, bedeutender britischer Physiker, bekannt durch seine Arbeiten auf dem Gebiet der elektromagnetischen Wellen und der drahtlosen Telegraphie, von 1901–1904 Präsident der britischen Society for Psychical Research.

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