Der Tod, die Brücke zu neuem Leben

– 146 – Für mich ist das Zeugnis eines Mannes, wie des genannten, der mir als kluger Mensch und tadelloser katholischer Geistlicher persönlich bekannt ist, schon sehr schwerwiegend, und ich müsste als anständiger Mensch doch wirklich triftige Gründe haben, um ihm zu sagen, sein Zeugnis bedeute mir nichts. Nun schlage ich das Buch von Dr. Gerloff auf, und da bezeugt nicht er allein, sondern sehr viele andere tun es auch, dass sie das gleiche im Laufe vieler Jahre bei Einer Nielsen erlebt haben. Gewähren Sie mir ein wenig Raum in Ihrer geschätzten Zeitschrift, um dem Leser einen gewissen Eindruck zu vermitteln, den er aus Ihrer Besprechung nicht gewinnen konnte. Sie selbst anerkennen, dass der Ingenieur Grunewald den Erweis für echtes Ektoplasma bei Einer Nielsen erbracht habe. Er war in 13 Sitzungen vom 15. September bis 13. Dezember 1921, mitbezeugt vom Arzt Knud Krabbe und Prof. Dr. Winther. Fünf Fotoapparate bestätigten das Zeugnis der Sinne. – Bei den Testsitzungen in Island, die unter der Kontrolle von Schriftsteller Kvaran, Professor Nielsson, Oberlandgerichtsrat Einarsson, Arzt Halldos Hansen und dem Dozenten der Medizin Thoroddson stattfanden, wurde u.a. die Dematerialisation des Phantoms Elisabeth beobachtet und wie sich in einem Fall die Füße des Phantoms erst unter den Augen der Beobachter bildeten. – Frau Prof. Nielsson sah am 29. August 1929 19 verschiedene Materialisationen, und bei einer anderen Sitzung kam die Gestalt ihres verstorbenen Mannes: 'Da beugte er sich und legte seine Wange an die meine, sie war warm, doch kaum voll normal warm...' – Der Gärtner Hammer bezeugt, dass er am 11. Dezember 1929 seine beiden Söhne, die am 23. Juni 1929 ertrunken waren, in materialisierter Gestalt sah, mit ihnen sprach, von ihnen geküsst wurde usw. Ebenso, dass Agnete, der Schutzgeist des Mediums, in materialisierter Gestalt kam. – Als Einer Nielsen 1931 wieder in Island war, erfolgten 15 Sitzungen, über die der Propst Kristian Danielsson Protokoll führte. In 11 Sitzungen kamen materialisierte Gestalten, wovon sechs als Angehörige und Freunde erkannt wurden. Bei acht Sitzungen war mehr als eine Gestalt gleichzeitig zu sehen, bei sieben Sitzungen waren das Medium und dazu eine oder zwei Gestalten gleichzeitig zu sehen. – Lindhardt Jensen bezeugt am 5.7.1932, dass sein Sohn 'viele Male vollmaterialisiert' aus dem Kabinett herauskam, den Eltern die Hand drückte, die Eltern küsste und lange zu ihnen sprach, dass Pastor Christensen kam und mit ihm, Lindhardt Jensen, betete und sich plötzlich auflöste. – Waldemar Langtved aus Kopenhagen erzählt, dass der materialisierte Schutzgeist Agnete 20 Minuten lang am 6. März 1933 im Stuhl neben dem stehenden Einer Nielsen saß, ihm, d. h. Waldemar Langtved, Modell saß, damit er Agnete zeichne und mit ihm dabei plauderte. – Dr. Gerloff lernte einen besonders wichtigen Zeugen, Pastor Liljeblad, noch persönlich im Juli 1950 kennen. Liljeblad hatte die erste Sitzung bei Einer Nielsen am 2.2.1938. Eine Woche später sah er bei einer Sitzung 17 Gestalten. Er erlebt den jugendlichen Knud in allen Variationen. Er ist dabei, als der Sohn einer ungenannten Dame als Phantom kommt und die für ihn bestimmten Pfingstlilien an die Anwesenden austeilt, da er sie ja doch nicht mit hinübernehmen könne. Die Frau eines Kaufmanns aus Kopenhagen kommt an einem Abend viermal und umarmt den Mann, den Sohn und die Schwiegertochter und spricht lange mit ihnen.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3