Der Tod, die Brücke zu neuem Leben

– 16 – diesem Fall durch einen uns unbekannten Mechanismus direkt angeschlagen werden. Oder wählen wir ein moderneres Beispiel aus der Computertechnik. Darin würde dem menschlichen Körper die sog. Hardware, also der Computer mit Tastatur, Diskettenlaufwerk und Drucker entsprechen. Dem menschlichen Gehirn würde die Festplatte mit allen ihren Speichern entsprechen. Die menschliche Steuerung und Persönlichkeit aber hätte ihre Entsprechung in der sog. Software, also im Betriebssystem und allen sonstigen Dateien, die dem Computer inzwischen eingegeben sind und durch die er mit der Umwelt in Datenaustausch treten kann. Die Sonderfälle menschlicher geistiger Tätigkeit würden dann ihre Entsprechung in einer tiefgreifenden Beschädigung oder Störung der Festplatte haben. Die Steuerung des Computers würde in diesem Fall über Datenträger erfolgen, die aus einem anderen Bereich in ein Diskettenlaufwerk eingespeist werden. Damit kommen wir aber zu der Frage, ob denn unsere Persönlichkeitsstruktur unbedingt nur im Gehirn und innerhalb der uns bekannten Materie gespeichert sein muss. Möglichkeiten zur Fortführung der Informationsspeicherung und Informationsverarbeitung nach dem irdischen Ableben Die Speicherung der menschlichen Gedächtnisinhalte und der Persönlichkeitsstruktur muss nicht notwendigerweise ständig an unsere irdische Materie und an ein funktionsfähiges materielles Zentralnervensystem gebunden sein, wenn sie auch im irdischen Leben durch sie in Erscheinung treten. Nehmen wir einmal an, dass parallel zu unserem irdischen, materiellen Gedächtnis ein irgendwie geartetes Gedächtnis, also ein Informationsspeicher mit einem Informationsverarbeitungssystem vorhanden sei, das nicht an unsere irdische Materie gebunden ist. Nehmen wir weiter an, dass dieses System entweder in unserem irdischen Leben schon parallel zu unserem materiellen Gedächtnis die Informationen speichert oder aber sie im Augenblick des irdischen Ablebens übernimmt, und dass nach diesem Ableben eine weitere Informationsverarbeitung vielleicht in einer anders strukturierten Welt möglich ist. Wenn dabei die Eigenheiten der Persönlichkeitsstruktur weitgehend erhalten bleiben, müssen wir von einem persönlichen Überleben des irdischen, biologischen Todes reden, ganz gleich in welcher Art das Weiterleben und in welcher Umgebung es abläuft. Was hat nun die Parapsychologie zu diesen zunächst hypothetischen Überlegungen zu sagen? Trägt sie zur Klärung der aufgeworfenen Fragen bei, ob und in welcher Form ein persönliches, geistiges Überleben des irdischen, biologischen Todes stattfindet? Die paranormale Erscheinung, über die zunächst gesprochen werden soll, hat den Namen "Austritt des Astralleibes" erhalten. Dieses Phänomen tritt ja manchmal auf, wenn bei gesunden, kranken oder geschwächten Personen das normale Bewusstsein beispielsweise durch Gehirnerschütterung, Narkose, körperliche Erschöpfung oder Drosselung der Luftzufuhr (beim Ertrinken) ausgeschaltet wurde. Manchmal wird das Phänomen auch im Zustand des sog. klinischen Todes (vorübergehender Herzstillstand) oder auch im Schlaf beobachtet. Von wenigen Personen kann es sogar absichtlich herbeigeführt werden. Bei solchen Zuständen wird von den betroffenen Menschen beobachtet und berichtet, dass sich im Augenblick des Eintritts der körperlichen Bewusstlosigkeit aus dem materiellen, irdischen Körper ein gleichartig oder ähnlich gestalteter, manchmal auch nicht bestimmbarer Körper löst, der aus einer uns unbekannten, unsichtbaren und physikalisch bisher nicht nachweisbaren Substanz besteht. Dieser Körper wird gewöhnlich mit dem Wort "Astralleib" bezeichnet. Während

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI1MzY3