Der Tod, die Brücke zu neuem Leben

– 41 – erlitten oder Selbstmorde versucht hatten. Ein von einem Gerüst ins Wasser gestürzter Ingenieur erwähnt z. B. in einem ausführlichen Bericht (72, S. 103), dass er am Rande eines großen Feuermeeres gestanden habe, und sagt dann wörtlich: "Ich erinnere jede Einzelheit klarer als jedes andere Ereignis, das in meinem Leben stattgefunden hat. Was sich ereignete während jener Stunde und was ich sah, war, dass ich diese Welt verlassen hatte. Ich stand in einiger Entfernung von dieser brennenden, wirbelnden, kreisenden Masse von blauem Feuer. So weit meine Augen blicken konnten, war überall das gleiche: Ein Meer von Feuer und Schwefel. Es befand sich niemand darin, auch ich nicht." Neben sich sah der Ingenieur dann zwei andere, ihm von früher bekannte und inzwischen verstorbene Personen, die ebenfalls erschrocken in das Feuer sahen. Schließlich tauchte eine Gestalt auf, die er als "Jesus" einstufte. Ihn bat er innerlich um Hilfe, und wenig später erlangte er in seinem irdischen Körper wieder das Bewusstsein. Abschließend soll aus dem Buch von Dr. Rawlings noch die Schilderung eines Dr. Phillip Swihart wiedergegeben werden, der ein klinischer Psychologe und Direktor des Midwestern Colorado Mental Health Center in Montrose im Staate Colorado war. Er berichtet (72, S. 115): "Es war in der Nacht an einem Freitag, Anfang Januar 1967, als ich einen schweren Anfall erlitt, der mich an den Rand des Todes brachte. Im Krankenhaus entschied der Arzt, mich für den Rest der Nacht zu beobachten und am nächsten Morgen einen chirurgischen Eingriff im Bauchbereich zur Klärung der Ursache vorzunehmen. Als ich nun im Operationsraum auf den Eingriff wartete, spürte ich die Anwesenheit von einem 'Etwas' oder von einer Macht, und ich dachte: 'Das ist es.' Das Nächste, was ich empfand, war Dunkelheit. Die Zeit war nicht mehr wesentlich. Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich ohne jede Empfindung in dieser Dunkelheit verharrte. Dann wurde es Licht. Ich wachte auf und erkannte, dass alles Wirklichkeit war. Vor meinem inneren Auge lief mein ganzes Leben wie in einem Film ab20. Jeder Gedanke, jedes Wort und jede Bewegung, die ich in meinem Leben vollführte, seit ich die Wirklichkeit von Jesus Christus erkannt hatte, kam mir wieder zum Bewusstsein. Ich war noch sehr jung, als ich Christus als meinen Retter annahm. Ich sah jetzt Dinge, die ich längst vergessen hatte, aber wiedererinnerte, als ich sie jetzt an mir vorbeiziehen sah. Diese Erfahrung war für mich einfach unglaublich. Jede Einzelheit kam zum damaligen Zeitpunkt hoch. Alles lief, so schien es mir, im Bruchteil einer Sekunde ab, und doch war es alles sehr lebendig. In der ganzen Zeit, in der ich mein Leben vorüberlaufen sah, fühlte ich die Anwesenheit einer gewissen Macht. Ich sah aber nichts. Als nächstes wurde ich in völlige Dunkelheit herabgezogen. Schließlich kam ich zum Stillstand. Ich hatte das Gefühl, in einem großen Hohlraum zu sein. Ich empfand ihn als sehr weiträumig, und zudem war er völlig dunkel. Sehen konnte ich nichts, aber ich empfand die Gegenwart dieser Macht. Ich fragte jene Macht, wer ich und wer er oder es sei. Die Verständigung erfolgte dabei nicht durch Sprechen, sondern durch einen Fluss von Energie. Sie antwortete mir, dass sie der Engel des Todes sei. Ich glaubte ihm das. Der Engel erklärte mir dann, dass mein Leben nicht so verlaufen sei, wie es hätte sein sollen und dass er mich hinübernehmen könne. Aber es werde mir eine zweite Chance gegeben und ich solle nun zurückgehen. Er versprach mir, dass ich 1967 noch nicht sterben werde. Das Nächste, was ich erinnere, war, dass ich auf der Wachstation wieder in meinem Körper war. Mein Erlebnis hatte mich so gefangengenommen, dass ich weder gewahr wurde, was für eine Art Körper ich vorher gehabt hatte, noch wieviel Zeit vergangen war. Es erschien mir jedoch alles so wirklich. Ich glaubte es einfach. 20 Dieses Ablaufen des "Lebensfilmes" wird von zahlreichen Beinahe–Todeskandidaten berichtet, von Ertrinkenden, von abstürzenden Bergsteigern usw.

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