Psychowissenschaftliche Grenzgebiete
 
Thema: Paranormale Heilmethoden auf den Philippinen (6)


   

Die paranormale Heilung auf den Philippinen (Film Nr. 2)

Dieser Film wurde im Februar 1980 auf den Philippinen aufgenommen. Er ist ebenfalls ein 16 mm-Farbfilm mit Magnetton in deutscher oder mit Lichtton in englischer Sprache von 48 Minuten Dauer. In ihm wird die Arbeitsweise weiterer philippinischer Heiler gezeigt, z. B. sieht man im Vorspann die Heilerin Rose Agaid in Urdaneta.

 

 

13. Die Heiler Placido Palitayan und Jaime Pusot

Als erstes wird der Heiler Placido Palitayan in Baguio in seinem Behandlungsraum bei der Arbeit gezeigt. Er hat bei einer Patientin, die angibt, an einem Magengeschwür zu leiden, ein schlierenartiges Gewebestück, vermischt mit blutiger Flüssigkeit, zutage gefördert, ohne daß allerdings eine Eröffnung der Haut sichtbar wird. Der Heiler meint, daß es sich um eine Arterie mit Blut handele.

Die spätere pathologische Untersuchung dieser Gewebeprobe 1 (Bild 32) ergab jedoch, daß es sich um gefäßreiches Fett- und Bindegewebe handelt mit einem Reichtum an Nervenfasern in Form eines cavernösen Gefäßkonglomerates mit Zeichen der traumatischen Schädigung und der oberflächlichen Einblutung. Eine Einordnung in Strukturen aus der humanen Anatomie oder pathologischen Anatomie war dem untersuchenden Pathologen jedoch nicht möglich.

 

Bild 32: Gefäßreiches Fett- und Bindegewebe, das der Heiler Placido Palitayan am 16.2.1980 bei einer Patientin zutage förderte. Gefäßreiches Fett- und Bindegewebe, das der Heiler Placido Palitayan am 16.2.1980 bei einer Patientin zutage förderte.

 

Als nächstes behandelt der Heiler Jaime Pusot, genannt Jimmi, eine Philippina. Er ist ein Mitarbeiter des vorhergehenden Heilers Placido Palitayan und wirkt zusammen mit ihm in Baguio. Er hat hier den Leib einer Patientin eingedrückt. Unter seinen Fingern tritt etwas blutige Flüssigkeit zutage, und ein kleines Blutgerinnsel wird hervorgezogen.

Es folgt eine Behandlung an den Augen derselben Patientin. Sofort wird wieder blutige Flüssigkeit sichtbar. Nun wird die Patientin in der Nierengegend behandelt. Eine mechanische Durchdringung der Haut wird aber nie sichtbar. Es tritt nur blutige Flüssigkeit zutage. Ein kleines Gewebestück wird entfernt. Es erweist sich später als haselnußgroßer Tumor (Bild 33), der aber nach Meinung des Pathologen in der menschlichen Anatomie nicht geläufig ist.

Dieser Heiler Jaime Pusot, ebenso wie auch sein Kollege Placido Palitayan, machen bei ihren Behandlungen einen trancehaften Eindruck. Nach dem Ende der Behandlung wird der Rücken der Patientin abgewischt.

 

Bild 33: Tumor aus dem reticuloendothelialen System, den der Heiler Jaime Pusot am 16. 2. 1980 bei einer Patientin im Nierenbereich zutage förderte. Tumor aus dem reticuloendothelialen System, den der Heiler Jaime Pusot am 16. 2. 1980 bei einer Patientin im Nierenbereich zutage förderte.

 

Placido Palitayan erklärt anschließend die bei den beiden letzten Patienten gewonnenen Gewebeproben 1 und 2 (Bilder 32 und 33), welche er auf einen Teller gelegt hat:

"Dies sind Pfropfen. So nennen wir es in der Ausdrucksweise unserer Heilmethode. Wir glauben, daß dies Blut in allen seinen Zustandsformen ist. Dies ist ein Stück einer Geschwulst, und dies ist etwas Gewebe. Für gewöhnlich wissen wir aber den Namen nicht. Es müßte medizinisch untersucht werden, denn die Mediziner sind die einzigen, die wissen, wie das zu bezeichnen ist. Und dies ist, so glaube ich, auch ein Teil der Krankheit, die beseitigt wurde."

Der Pathologe sieht Probe 2 (Bild 33), die er in Friedrichshafen untersuchte, als soliden Tumor mit der Struktur eines lymphatischen Organs aus dem reticuloendothelialen System an. Er dürfte aber seinem Aufbau entsprechend nicht aus der menschlichen Anatomie stammen.

 

 

Der nächste Patient aus Österreich äußert den Wunsch nach einer Untersuchung und Diagnose. Er läßt sich also studienhalber von Jaime Pusot behandeln ohne nennenswerte Beschwerden. Der Heiler zieht in der rechten Leistengegend einen länglichen Gewebefetzen hervor. Auch dieses Gewebestück (Probe 6) ist sofort fixiert und 4 Wochen später pathologisch untersucht worden. Sie sehen es im Bild 34. Es handelt sich um ein Geflecht von ineinander geschlungenen Gängen, die mit glatter Muskulatur ausgekleidet sind. Dem untersuchenden Pathologen ist ein solches Gebilde aus der menschlichen Anatomie nicht vertraut.

 

Bild 34: Geflecht ineinander geschlungener und mit glatter Muskulatur ausgekleideter Gänge, das der Heiler Jaime Pusot bei einem Patienten aus der Leistengegend herauszog. Geflecht ineinander geschlungener und mit glatter Muskulatur ausgekleideter Gänge, das der Heiler Jaime Pusot bei einem Patienten aus der Leistengegend herauszog.

 

 

14. Der Heiler José Mercado

Heiler José Mercado wohnt in Bacag bei Villiasis und hat dort eine eigene kleine Kapelle. Hier im Film behandelt er aber in einem Hotel in Manila im Rahmen der philippinischen Organisation 'Christian Travel Center' amerikanische und andere nichtphilippinische Patienten.

Jetzt drückt er den Leib einer älteren Amerikanerin ein, bildet mit beiden Händen eine Rinne, auf deren Grund die Spitze eines Gewebeteils erscheint. Der Heiler zieht dieses längliche, fettgewebsähnliche Gewebestück hervor, wobei man aber keine Eröffnung der Bauchdecke wahrnehmen kann. Es wird noch ein weiteres Gewebestück und ein Blutgerinnsel hervorgezogen. Bei normal-chirurgischen Eingriffen gerinnt austretendes Blut aber nie in derart kurzer Zeit, wie hier bei dieser paranormalen Behandlung. Bei diesem Heiler konnten wir aber keine Gewebeteile für Untersuchungszwecke mitnehmen.

Hier ein ähnlicher Eingriff bei einer weiteren Amerikanerin. Ein rundliches Gewebestück mit anhängendem Blutgerinnsel wird hervorgezogen. Der Heiler äußert sich zu seinem Vorgehen in folgender Weise:

"Ich kann das nicht erklären, weil ich in einem schlafähnlichen Zustand bin. Ich weiß nicht, was ich tue, weil Geistwesen zu mir kommen. Dadurch bin ich fähig, die Patienten zu heilen. Das geschieht durch die Kraft Gottes."

 

 

15. Der Heiler Virgilio Gutierrez

Virgilio Gutierrez wurde bereits in Abschnitt 10 des ersten Films vorgestellt (Bild 20). Er wohnt in Quezon City, welches die Hauptstadt der Philippinen und die Schwesterstadt Manilas ist. In ihr leben eine Reihe christlich-spiritistischer Heiler. Gutierrez heilte 1980 seit 23 Jahren. Der Film zeigt sein Wohnhaus, das zugleich Treffpunkt einer kleinen spiritistischen Gemeinde ist.

Es wird jetzt ein amerikanischer Patient wegen Beschwerden in der Lendenwirbelsäule behandelt. An der behandelten Stelle tritt blutige Flüssigkeit zutage. Zu dem Erfolg der Behandlung äußert sich der Patient:

"Ich heiße Theo Drum. Derzeit studiere ich an der philippinischen Universität. Davor diente ich in der US-Marine. Meine Aufgabe war es, Dieselmaschinen zu warten. Sieben Jahre lang hatte ich Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, hervorgerufen durch eine Wirbelversteifung. Da ist die schulmedizinische Diagnose. Die Wirbelversteifung war ausgelöst durch eine Verletzung beim Schwimmen. Sie verursachte mir ständig Schmerzen, vergleichbar leichten Zahnschmerzen. Jetzt aber, nach dem Eigriff, verspüre ich keine Schmerzen mehr und keine Muskelkrämpfe, wie ich sie vor dem Eingriff hatte. Ich habe gerade einen Hebeversuch unternommen. Ich war imstande, einen Mann, ungefähr 80 kg, auf einen Stuhl hochzuheben ohne jede Beschwerden und ohne Muskelkrämpfe."

Eine amerikanische Patientin läßt sich wegen Knoten in der linken Brust behandeln. Der Heiler nestelt an ihrem Busen. Blutige Flüssigkeit rinnt herab. Jetzt zieht er ein dunkelrotes Gewebestück hervor. Unser Arzt nimmt das Gewebestück in Verwahrung. Wir haben die gewonnene Probe 8 (Bild 35) untersuchen lassen, wobei der untersuchende Pathologe nicht wußte, daß die Probe vom Eingriff an einer Frau stammte.

 

Das Ergebnis lautete:

"Die mikroskopische Untersuchung ergibt Fett- und Bindegewebe mit drüsenähnlichen Strukturen nach der Art von Schweiß- oder Milchdrüsen, die ja entstehungsgeschichtlich die gleiche Herkunft besitzen."

 

Bild 35: Fett- und Bindegewebe mit Strukturen nach der Art von Schweiß- oder Milchdrüsen, das der Heiler Virgilio Gutierrez am Busen einer amerikanischen Patientin hervorzog, die über Knoten in der Brust klagte. Fett- und Bindegewebe mit Strukturen nach der Art von Schweiß- oder Milchdrüsen, das der Heiler Virgilio Gutierrez am Busen einer amerikanischen Patientin hervorzog, die über Knoten in der Brust klagte.

 

Ich habe den Heiler über seine Heiltätigkeit befragt:

 

Prof. Schiebeler : "Mr. Gutierrez, auf welche Weise vollführen Sie diese blutigen Eingriffe, und in welchen Fällen ist der Körper wirklich eröffnet?"

Gutierrez : "Wenn wir einen medizinischen Hintergrund haben, etwa durch die Röntgenaufnahme eines Tumors, können wir wirkliche Eingriffe vornehmen. Und dann gibt es einige Fälle wie z. B. bei dem Amerikaner mit dem Ischias, den wir dadurch für lange Zeit heilen können, da wir hier gesammelte Energie zur Verfügung haben, gewissermaßen Materialisation. So kann es ihm dann hilfreich sein, so etwas wie Blut zu sehen. Dadurch werden seine Beschwerden verschwinden, weil es ganz bezeichnende Beschwerden sind. Bei meiner Heilbehandlung jetzt wurde ich durch einen Geistführer geleitet, und das geschieht immer, wenn ich heile."



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