Psychowissenschaftliche Grenzgebiete
 
Thema: Giganten im All - I - (1)

       

1.0 Vorwort (von Herbert Viktor Speer, Kreisleiter des MFK-Berlin)

Der Inhalt dieser Geschichte wurde medial erarbeitet und hat nichts mit Science-fiction zu tun. Der Text beruht auf objektiver WAHRHEIT, die zum besseren Verständnis in eine Erzählung gekleidet wurde.

Beunruhigt versuchen die Regierungen der Großmächte diese Tatsache abzustreiten oder als Phantasie hinzustellen. Trotz aller dieser jahrelangen Bemühungen, die WAHRHEIT zu verschweigen, hat dieses interessante UFO-Phänomen immer weiter um sich gegriffen. Es hat sich erwiesen, daß es trotz aller Anstrengungen unmöglich ist, die fliegenden Untertassen auf Dauer zu ignorieren, denn sie fliegen weiter, werden gesichtet und registriert, so daß man die jährlichen Einflüge dieser außerirdischen Raumschiffe auf 150.000 schätzt. Das ist eine Zahl, die es unmöglich macht, dieses auftretende Phänomen als lächerlich und unwirklich hinzustellen. Es braucht nicht erklärt zu werden, was auf dieser Welt verkehrt läuft. Es ist hinreichend bekannt. Seit 1957 veröffentlichen wir unsere Kontaktberichte, die jährlich erscheinen und in andere Weltsprachen übersetzt werden. Der Name ASHTAR SHERAN ist weltbekannt geworden und seine Worte, die an uns alle gerichtet sind, haben große Beachtung gefunden. Die Kontakte mit ASHTAR SHERAN sind unvergleichlich wertvoller als eine Botschaft von Fatima. Die Menschheit richtet sich gerne nach den Urteilen der Wissenschaft. Wenn die Wissenschaft bestätigen würde, daß es außerirdische Raumschiffe gibt, die uns seit Jahrtausenden besuchen, würden auch die Zweifel verschwinden. Die Wissenschaft tut das natürlich nicht und der Zweifel bleibt bestehen. Leider fragt die öffentliche Meinung nicht danach, warum man ausweicht. - Wir wissen, daß die Wissenschaft nicht nur diesem Phänomen, sondern auch anderen wichtigen Tatsachen ausweicht, die als Betrug oder Phantasie erklärt werden. Es ist anzunehmen, daß solch eine Verhaltensweise die größte Sünde darstellt, die überhaupt begangen werden kann. Sofern es bewußt geschieht, handelt es sich um ein Kapitalverbrechen an der Menschheit, weil dadurch die gesamte Verhaltensweise der Menschheit negativ beeinflußt wird. Somit erreicht kaum ein Mensch auf dieser Erde jenes Niveau, das ihn als Mensch auszeichnet.

Zu den Lesern der ASHTAR SHERAN Botschaften gehören die Spitzen der Gesellschaft. Sie können sich also nicht auf völlige Unkenntnis berufen. Tausende von Zuschriften sagen uns Dank für diese Veröffentlichungen, die wir nicht im Rahmen eines Verlagsunternehmens herausgeben, sondern als eine HEILIGE MISSION betrachten, ohne Rücksicht auf Spott, Verleugnung, Verfälschung und Diskriminierung.

ASHTAR SHERAN ist ein Weltenlehrer, der uns aufzeigt, welche Möglichkeiten noch zur Verfügung stehen, unsere falsch gelenkte Welt zu ändern. Der Inhalt der Broschüren "Giganten im All, Teil 1-3", richtet sich nach den Angaben, die wir aus unseren UFO-Kontakten erhalten haben. Sie vermitteln ein ziemlich genaues Bild vom Leben der Außerirdischen in einem Mutterschiff, sowie vom Zweck ihrer großen MISSION.

Um auch unorientierten Kreisen das UFO-Problem verständlich zu machen, haben wir die medial erhaltenen Angaben in eine Erzählung gekleidet. Somit ist dieses Buch, das in drei Teile aufgeteilt ist, mehr als ein Roman, sondern eine Darstellung realer Tatsachen, mit denen sich die gesamte Erdenmenschheit beschäftigt.
 
 

Unsere Erfahrungen haben jedoch gezeigt, daß es an der nötigen Ehrlichkeit fehlt, sich wirklich für dieses Problem einzusetzen. Um aber diese WAHRHEIT zu veröffentlichen, haben wir die große Mühe auf uns genommen, auf diese Weise einen Stein ins Wasser zu werfen, der vielleicht weite Kreise ziehen wird. Wir hoffen zuversichtlich, daß unsere Bemühungen Unterstützung finden werden. Das Bild, das wir hier vermitteln, dürfte unserer Meinung nach vollkommen richtig sein. Wir danken unseren außerirdischen FREUNDEN und auch unseren geistigen HELFERN für die Mitarbeit auch an diesem wichtigen Werk.

Sämtliche Angaben stammen aus unserer geistigen Forschungsarbeit.

Die meisten großen Verleger stuften dieses Werk eines 20-jährigen spirituellen Forschens in die Gruppe der Science-Fiction-Romane ein. Auf unsere Anfrage hin schrieb man uns, daß man damit nicht genug Geld verdienen könne.
 
 

FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN!
 
 

Herbert Viktor Speer
Leiter des MFK-Berlin

 

 

2.0 Die große Begegnung

Das große Abenteuer begann im März 1970.

Der Journalist Martin Berger befand sich auf einer Informationsreise, die ihn auch nach New Mexiko, einem Staat in den USA, führte. Es war kurz vor Eintritt der Dunkelheit, als sein Wagen plötzlich zu stottern anfing. Martin befand sich auf der Straße nach Santa Fe, in der Nähe von Albuquerque, als plötzlich der graue Ford stehenblieb.

Martin suchte nach dem Fehler und entdeckte, daß der Wagen überhaupt keine elektrische Versorgung mehr zu haben schien. Seltsamerweise funktionierte die gesamte Spannungsversorgung nicht mehr. Es funktionierten keine Zündung, keine Scheinwerfer und auch kein Blinksignal.

Als Martin nach mehreren Zündversuchen den Wagen verlassen wollte, überkam ihn ein unheimliches Gefühl, das ihn fast lähmte. Als er zum Himmel schaute, gewahrte er ein sonderbares, fahles Licht, das ständig die Intensität wechselte. Martin hatte schon von geheimnisvollen UFOs gehört, doch deren Existenz war heiß umstritten. Doch allem Anschein nach war er gerade von solch einem Objekt überflogen worden. Er schaute nach Westen, wo hinter einem Hügel ein roter Schein aufflackerte, so, als ob ein großer Brand ausgebrochen sei. Der Feuerschein ging in ein Orange über und wechselte dann in ein helles Grün. Plötzlich flammte das Licht am Armaturenbrett wieder auf. Martin versuchte den Wagen zu starten, und zu seiner Überraschung sprang auch der Motor sofort wieder an.

Nachdem Martin etwa eine halbe Meile gefahren war, erwachte in ihm der Journalist. Martin stoppte den Wagen und überlegte, ob er nicht zum Hügel fahren sollte, um einmal nachzuschauen, was es mit dem Licht auf sich hatte. Zu diesem Zweck mußte er jedoch von der Hauptstraße herunter und einen sandigen Seitenweg befahren. Seine berufliche Neugier siegte. Martin steuerte den Wagen in die Richtung, wo immer noch, wie ein Nordlicht ausschauend, das lichtvolle Farbenspiel pulsierte.

Nachdem er den Hügel umfahren hatte, traute er seinen Augen nicht. Etwa 30 Fuß über dem Boden schwebend, sah er, völlig geräuschlos in der Luft hängend, ein ungewöhnliches Flugobjekt, von dem auch das Farbenspiel ausging. Martin ahnte, daß es sich um ein UFO handeln mußte. Die Umrisse waren klar erkennbar, so daß es keine Halluzination sein konnte. Auch die Form des Objektes ließ gar keinen anderen Schluß zu. Das Objekt ähnelte einer breiten, flachen Glocke. Bei dem Material, aus dem das Flugobjekt bestand, konnte es sich dabei um Aluminium oder auch Glas handeln. Es war schwer zu bestimmen. Das ganze Objekt schimmerte nilgrün und opalisierte. Hin und wieder gingen Strahlen von ihm aus, die wie feurige Blitze herausgeschleudert wurden.

An Flucht war nicht mehr zu denken, weil abermals die elektrische Versorgung des grauen Ford ausgefallen war. Selbst eine Zeitkontrolle war Martin nicht mehr möglich, denn auch seine Armbanduhr stand still. Martin war kein ängstlicher Mensch. Als Journalist kannte er viele Gefahren, denen er nicht auswich, sondern sie zu ergründen versuchte, wenn sie sehr ungewöhnlich waren. Martin wollte das Flugobjekt fotografieren, doch als er seinen Fotoapparat aus der Tasche zog, ertönte eine laute Stimme, die unverkennbar durch eine Art Lautsprecher verstärkt wurde.

"Sie sind Martin Berger. Wir kennen Sie genau. Unternehmen Sie nichts, bevor wir unsere Maschine nicht ausgeschaltet haben. Verhalten Sie sich bitte ruhig. Machen Sie keine Fotoaufnahmen und haben Sie keine Angst, wir wollen Ihnen keinen Schaden zufügen."

Jetzt sah Martin, daß das Raumschiff Fenster hatte. Er strengte seine Augen an, um eine Gestalt hinter den Fenstern zu erspähen, aber er sah nur Schatten, die sich bewegten. Da ertönte ein Rauschen, ähnlich wie ein Wasserfall. Das Rauschen wurde immer stärker, und plötzlich hörte das Farbenspiel auf. Das ungewöhnliche Raumschiff, das ungefähr einen Durchmesser von 15 m hatte, nahm an Deutlichkeit zu und stand jetzt klar erkennbar auf dem Erdboden. Unter dem Raumschiff flimmerte die Luft, wie bei einer großen Hitze.

Martin war wie gelähmt und hatte das Gefühl, durch eine unbekannte Kraft in irgendeiner Weise paralysiert zu sein. Er konnte nur sehr langsam denken und seine Zunge war völlig trocken, so daß ihm der Hals etwas schmerzte. Wieder ertönte die laute Stimme, die sehr deutlich zu verstehen war:

"Machen Sie keinen Fluchtversuch. Es wäre zwecklos! Wir begrüßen Sie als unseren Gast. Wir werden Sie jetzt in unser Strahlschiff übernehmen. Unternehmen Sie nichts, warten Sie nur, was geschieht. Keine Angst wir tun Ihnen nichts. Achtung, wir kommen!"

Das fremde Raumschiff setzte sich langsam in Bewegung und schwebte direkt über Martins Auto, wo es still verharrte. Plötzlich hatte Martin das Gefühl, den Boden unter seinen Füßen zu verlieren. Die Schwerkraft nahm deutlich ab. Martin fühlte sich leichter und leichter und begann zu schweben. Als er zum Raumschiff hinaufschaute sah er, daß sich eine Luke geöffnet hatte, aus der ein helles Licht strahlte. Martin fühlte sich wie narkotisiert und merkte kaum, wie er in die geöffnete Luke hineingesaugt wurde. Kaum war Martin im Innern des Flugobjektes, als sich auch die Luke sofort schloß. Das Raumschiff vibrierte leicht.

In diesem Augenblick kehrte Martins Bewußtsein voll zurück und er schaute sich um. Er befand sich in einem kleinen Raum, der nur ein lukenhaftes Fenster besaß. Bis auf eine bequeme Sitzgelegenheit, war der Raum völlig leer. Er spürte, daß die Schwerkraft zurückgekehrt war. Nur zwei Schritte trennten ihn vom Fenster. Er sprang darauf zu und sah hinaus. Tief unter sich sah er eine Wolkenbank, dazwischen einige dunkle Stellen, die aber keine Details der Erdoberfläche erkennen ließen. Martin war sich darüber klar, daß man ihn entführte. Mit rasender Geschwindigkeit wurde er davongetragen, ähnlich den irdischen Astronauten, die von der Erde zum Mond flogen. Plötzlich ertönte wieder die Stimme, allerdings nicht mehr so laut wie außerhalb des Flugkörpers:

"Wir lassen Ihnen einige Minuten Zeit, Herr Berger, damit Sie sich von Ihrem ersten Schreck erholen können. Sie befinden sich derzeit in einem außerirdischen Weltraum-Strahlschiff, einem sogenannten "UFO", wie man auf Erden sagt. Bleiben Sie ganz ruhig. Wir müssen Sie zunächst untersuchen und entseuchen. Vorher dürfen Sie nicht aus dieser kleinen Schleuse heraus. Atmen Sie tief und ruhig."

Tausend Gedanken schossen durch Martins Hirn, doch keiner dieser Gedanken schien der richtige zu sein. Was hatte man mit ihm vor? - Wollte man ihn als Versuchskaninchen benutzen? - Vielleicht eine Vivisektion vornehmen? - Das Ganze mußte doch einen Sinn haben? - Sicher war, daß dies keine Spazierfahrt würde. - Martin wunderte sich, daß man ihn kannte und mit seinem Namen angeredet hatte. Er erinnerte sich auch daran, daß er vor Jahren ein ähnliches Gefühl gehabt hatte, als er glaubte, am nächtlichen Himmel ein UFO gesehen zu haben. Auf der Erde würde man ihn auch nicht gleich vermissen, weil er sich oft auf größeren Reisen befand. Was war aber mit dem verlassenen Auto? Wenn man seinen Leihwagen fand, würde man sicher Nachforschungen anstellen. Für wie lange wollte man ihn überhaupt entführen? - Für einen Tag? Oder vielleicht für immer? So sehr sich Martin auch den Kopf zermarterte, er fand keine Antwort auf seine vielen Fragen.

Bisher verlief die ganze Reise fast völlig geräuschlos. Erstaunlicherweise gab es kein Motorengeräusch und überhaupt keine technischen Geräusche. Auch das Rauschen, das wie ein Wasserfall klang, war nicht mehr zu hören. Die Atemluft in dem fremden Flugkörper war wohl auf irdische Belange abgestimmt, denn Martin befand sich ja in einer Art Schleuse. Ein eigenartiger, undefinierbarer, aber derart lieblicher Geruch hing in der Luft, wie er ihm noch nie begegnet war.

Die völlige Geräuschlosigkeit, die einer feierlichen Stille ähnelte, wirkte auf Martin etwas beklemmend. Er versuchte, die Stille zu durchbrechen, indem er den Mund zum Pfeifen spitzte. Was er jedoch hervorbrachte, war nur ein piepsendes Fauchen. Martin schaute abermals zum Fenster hinaus und erkannte den ungeheueren Abstand zur Erde. Der blaue Planet zeigte sich schon als eine riesige Scheibe. Plötzlich ertönte der Lautsprecher, doch dieses Mal mit einer anderen, sehr sanften Stimme:

"Herr Berger, wir müssen Sie jetzt entseuchen. Genieren Sie sich nicht und entkleiden Sie sich vollständig. Machen Sie uns bitte keine Schwierigkeiten. An der Wand befindet sich ein Fach, das mit einem roten Stern gekennzeichnet ist. Entnehmen Sie daraus das Kleidungsstück, welches wir für Sie bereitgelegt haben. Danach legen Sie bitte Ihre persönlichen Sachen in dasselbe Fach."

Martin blieb nichts anderes übrig, als der Stimme zu folgen. Er war in der Gewalt außerirdischer Lebewesen, die jetzt über ihn bestimmten. Er zog seine Sachen aus und wartete, was wohl geschehen würde. Plötzlich zischte es über ihm. Aus einer Reihe winziger Düsen sprühte eine warme Flüssigkeit auf ihn nieder, die sehr fein zerstäubt und auf der Haut nicht unangenehm wirkte.

Nach Beendigung dieser Prozedur suchte Martin das beschriebene Fach, wußte aber nicht, wie er es öffnen sollte. Als er es befühlte, sprang es geräuschlos auf. Ein trikotartiger Anzug, in der Form eines Trainingsanzuges, lag vor ihm. Nachdem er die unbekannte Kleidung ohne Unterwäsche über seinen Körper gezogen hatte, legte er seine persönlichen Kleider in das noch offenstehende Fach, das sich daraufhin automatisch schloß. Allmählich fand Martin die ganze Situation mehr als spannend und interessant, besonders deshalb, weil diese Reise in ihm keinerlei körperliche Beschwerden auslöste. Der Lautsprecher meldete sich:

"Herr Berger, behalten Sie keine persönlichen Gegenstände zurück. Legen Sie alles in das Fach."

Martin sah sich im Raum um, als wollte er den Sprecher entdecken. "Ich habe nichts zurückbehalten. Alle persönlichen Gegenstände befinden sich in meinen Kleidern", entgegnete er. "Was haben Sie mit mir vor?"

"Gut, Sie sollen erfahren, was wir von Ihnen wollen. Wir haben Sie längere Zeit beobachtet und Sie können das Ganze natürlich nicht verstehen. Wir bringen Sie zu einem großen Weltraum-Strahlschiff, einem sogenannten Mutterschiff. Sie werden dort etwa einen Monat bei uns zu Gast sein. Selbstverständlich benutzen wir Ihre irdischen Sprachbegriffe, damit Sie uns verstehen. In diesem Schiff genießen Sie alle Bequemlichkeiten. Es wird Ihnen an nichts fehlen. Nach Ablauf eines Monats werden wir Sie auf demselben Wege wieder zur Erde bringen und in New Mexico absetzen."

"Ich möchte gerne wissen, was man mit mir vorhat? - Wollen Sie mit mir biologische Experimente anstellen?" Die Stimme antwortete prompt:

"Keine Sorge, so ist das nicht. Wir wollen nicht experimentieren. Im Weltraumstrahlschiff findet eine interstellare Konferenz statt. Dazu brauchen wir einen geeigneten Vertreter für die Erdenmenschheit, denn um diese geht es. Wir haben eine ungefähre Vorstellung von Ihrem Intellekt und glauben, daß Sie einigermaßen darüber im Bilde sind, was auf der Erde vorgeht. Es wird für Sie sehr interessant werden und Sie werden sehr viel dabei lernen. Also betrachten Sie das Ganze als ein großes Glück für Sie."

"Wie heißen Sie? - Wer sind Sie überhaupt?", wollte Martin wissen.

"Ich kann Ihre Neugierde verstehen. Leider können wir uns noch nicht begegnen. Sie müssen noch untersucht werden. Aber das können wir auf diesem Schiff nicht durchführen. Sie müssen warten, bis wir das Mutterschiff erreicht haben. Ich heiße SHINUN. Haben Sie noch etwas Geduld. Nach Ablauf von etwa fünf irdischen Stunden werden wir das Mutterschiff erreicht haben. Es ist - für Ihre Begriffe - ein riesiges Objekt, mit einer Längenausdehnung von etwa 600 m. Sie werden dort alle Bequemlichkeiten vorfinden, die Sie gewohnt sind. Sie brauchen sich keine Gedanken wegen des Umsteigens in das Großschiff zu machen. Dieses Fahrzeug fährt direkt in ein Fährschiff."

Martin faßte sich an den Kopf. Er kniff sich in seinen Arm, denn er war sich nicht sicher, ob er vielleicht durch einen Traum genarrt wurde. Es war unfaßbar! Als er noch einmal zum Fenster hinausschaute, sah er die bläuliche Erde in weiter Ferne, mit scharf ausgeprägter Tag- und Nachtgrenze. Für Martin ein unglaubliches Bild. In dieser relativ kurzen Zeit mußte die Entfernung zur Erde enorm gewachsen sein. Die Reisegeschwindigkeit des Schiffes abzuschätzen, war für Martin nicht möglich.
 

Gedankenversunken setzte Martin sich in den bequem aussehenden Sessel und befühlte das unbekannte Material. Es fühlte sich weich und etwas rauh an und war allem Anschein nach sehr fest. Die Schwerkraft war, wie auf der Erde, überall im Raum gleich stark vorhanden. Seine Füße standen stets auf festem Boden, der nur ganz leicht zu vibrieren schien. Da es in dem kleinen Schleusenraum taghell war, suchte Martin nach der Lichtquelle, doch er konnte nirgends eine entdecken. Das Licht war einfach da und schien von überall her aus den Wänden zu kommen.

Martin wurde sich allmählich darüber klar, daß in vielen Punkten jede irdische Überlegung aufhörte.

Es gab keine Vergleiche.

Martin dachte darüber nach, in was für ein ungeheuerliches Abenteuer er da hineingezogen wurde, während man auf der Erde noch über die Existenz außerirdischer Raumschiffe herumstritt.

Er wollte ausprobieren, ob man ihm antworten würde, wenn er eine Frage stellte. Sicher gab es im Raum eine Art Mikrofon. "Herr SHINUN, bitte melden Sie sich!" Die Antwort kam augenblicklich.

" Ja, was wünschen Sie, Herr Berger?"

Martin war überrascht, wie gut die Verbindung klappte. "Ich möchte gerne wissen, wieviele Personen hier im Raumschiff sind, meine Person ausgenommen?"

"Die Besatzung besteht aus fünf Personen, alles ausgebildete Piloten. Dieser Flugzeugtyp ist nur für kleine Reisen innerhalb eines Sonnensystems gebaut worden. Die interstellaren Reisen werden von den Großschiffen durchgeführt. Ein Großschiff, also ein Mutterschiff, führt mindestens drei dieser Kleinschiffe mit, die sich in einem Hangar des Großschiffes befinden. Sie sehen, Herr Berger, daß wir bereit sind, alle Ihre Fragen so zu beantworten, daß Sie unsere Erklärungen verstehen können. Es gäbe noch sehr viel mehr zu sagen, das Sie aber nicht begreifen würden."

Die ruhige Fahrt des Raumschiffes stärkte Martins Vertrauen zu dieser Reise. Immer mehr bekam er das Gefühl einer inneren Sicherheit. Er dachte darüber nach, daß die hochentwickelte Technik dieser Menschenrasse eine Havarie im Weltraum fast unmöglich machte. So sicher war er noch nie befördert worden. Martins Wissensdurst war geweckt und er rief in den Raum hinein: "Hallo, Herr SHINUN, fliegen wir mit Lichtgeschwindigkeit?"

"Nein, wir sind noch weit unter dieser Geschwindigkeit. Wir fliegen mit Sonnenenergie, können auch auf andere Kraftquellen umschalten, wodurch unsere Geschwindigkeit sehr erhöht werden kann."

"Darf ich erfahren, wie groß die Höchstgeschwindigkeit eines außerirdischen Raumschiffes ist?"

"Ja, das dürfen Sie, aber Sie werden es nicht begreifen. Ein Raumschiff, wie dieses hier, kann in seiner Geschwindigkeit vom absoluten Stillstand bis auf das anderthalbfache der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Die Großschiffe haben noch andere Antriebsmittel. Sie reisen weit über der Lichtgeschwindigkeit, jedenfalls so schnell, daß man mit menschlichen Augen gesehen das Raumschiff nicht mehr erkennen würde. Eine Reise von hier zum Alpha Centauri-Sonnensystem würde etwa vier Monate dauern. Sie können sich ausrechnen, wie schnell ein solches Schiff ist. Wollen Sie sonst noch etwas wissen?"

"Nein, danke", sagte Martin, "ich muß das erst verarbeiten. Wie Sie vielleicht wissen, hält man es auf der Erde für unmöglich, die Lichtgeschwindigkeit zu überschreiten."

Die Bereitwilligkeit SHINUNs, ihm zu antworten, schuf eine gewisse sympathische Stimmungslage. Martin hatte das Gefühl, daß man es gut mit ihm meinte. Seine Besorgnis wich allmählich. Es überkam ihn das stolze Gefühl, so etwas erleben zu dürfen, das kein Mensch zu ahnen wagte. Er bekam feuchte Augen, als er darüber nachdachte, daß er als Vertreter des irdischen Menschengeschlechts fungieren und die Erde in einer interstellaren Konferenz vertreten sollte. Ihm war klar, daß dies ein sehr schwieriges Amt war. Wie sollte er eine Menschheit vertreten, die seit Jahrtausenden von Grund auf schlecht war? Bei diesem Gedanken spürte er eine Mischung aus Scham und Stolz. Doch Glück oder Unglück kommen ungerufen. Er mußte es hinnehmen, wie es kam. Alles lag in tiefer Ungewißheit. Martin war weit von der Erde entfernt und dabei völlig auf sich allein gestellt. Vielleicht konnten die Außerirdischen sogar seine Gedanken lesen! Dies wäre für ihn das Unangenehmste überhaupt.

Plötzlich drang ein feuriges Licht durch das Fenster.

Es schien, als wenn das Raumschiff durch eine äußere Glut hindurch führe. Hin und wieder flackerte es grell auf. Zur gleichen Zeit setzte wieder das schon bekannte Rauschen ein. Nach etwa fünf Minuten ertönte der Lautsprecher:

"Herr Berger, bleiben Sie ruhig sitzen. Wir nehmen jetzt Kontakt mit unserem Mutterschiff auf. Behalten Sie bitte die Ruhe."

Das anfängliche Rauschen steigerte sich zu einem Getöse und das Raumschiff vibrierte stark. Dann ging das Rauschen in einen pfeifenden Ton über, der allmählich immer leiser wurde. Für Martin war es ein aufregendes Erlebnis. Er hatte das Gefühl, sich in einer Maschine zu befinden, die eine unvorstellbare Kraft entwickelte. Nie würde er auch nur annähernd dieses Erlebnis beschreiben können. Der Schweiß brach ihm aus. Leider gab es nichts, womit er sich hätte trocknen können. Das feurige Licht, welches durch das Fenster hereinfiel, wechselte die Farbe und verblaßte dann. Danach trat eine vollkommene Stille ein. Draußen schien alles dunkel.

Mittlerweile hatte Martin sich an das außergewöhnliche Abenteuer gewöhnt und wollte alles ohne Widerstand auf sich zukommen lassen. Jedenfalls hatte er nicht den Eindruck, daß er es mit Feinden zu tun hatte. Aber noch hatte er seine Entführer ja nicht gesehen. Sollten es kleine grüne Männer mit unförmig großen Köpfen sein, wie sie auf Erden beschrieben wurden? Vielleicht waren es sogar monsterhafte Wesen?

Der Raum, in dem Martin Berger sich befand, maß etwa 2 m im Quadrat. Eine Tür war nicht vorhanden und auch der Fußboden zeigte keinerlei Fugen, die auf eine Öffnung schließen ließen. Martin interessierte sich für das Material, aus dem das Flugobjekt gebaut war. Er befühlte die Wand, die sich sehr kalt und glatt anfaßte. Wenn er genau hinsah, war es ihm, als ob er durch das Material hindurchblicken konnte. Dabei war es nicht völlig transparent, sondern ähnelte eher trübem Glas. An genaue Zeit gewöhnt, empfand er es als sehr störend, daß er keine Uhr mehr besaß. So konnte er sich zeitlich nicht mehr orientieren.