Psychowissenschaftliche Grenzgebiete
 
Thema: Giganten im All - II - (1)

       

 

1.0 Vorwort (von Herbert Viktor Speer, Kreisleiter des MFK-Berlin)

Das Phänomen der unbekannten Flugobjekte (UFOs) ist keine Zeiterscheinung, die mit der Angst der Menschheit zusammenhängt, sondern es ist ein UNIVERSELLES GESCHEHEN, das bereits Jahrtausende zurückreicht.
 
 
 
 

Zum bisherigen Ablauf der Geschichte:

Der Journalist, Martin Berger, wird von einem scheibenförmigen Flugobjekt entführt und zu einem außerirdischen Großraumschiff gebracht. Berger soll als Vertreter des irdischen Menschengeschlechtes an einer INTERSTELLAREN KONFERENZ teilnehmen, die sich ausschließlich mit der angespannten Situation auf der Erde befaßt.

Das außerirdische Mutterschiff, mit einer Länge von 600 m, einer mittleren Höhe von etwa 100 m und 18 Stockwerken hoch, versetzt Martin Berger in Erstaunen. Unglaublich erscheint ihm auch die Tatsache, daß dieses Großschiff mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit reisen kann. Dazu wird der Antrieb auf die enormen Kräfte der magnetischen Energien der Antimaterie umgeschaltet. Ein eigenes Kraftfeld umgibt das Schiff wie einen Panzer und schützt es vor jeder äußeren Gefahr.

Der Kommandant des Großraumschiffes, ASHTAR SHERAN, ist ein charismatischer WELTENLEHRER, ausgestattet mit einem umfassenden Wissen über die SCHÖPFUNG und über das Universum. Sein Verbindungsoffizier, SHINUN, obliegt die persönliche Betreuung des irdischen Gastes an Bord. Eine überaus intelligente, außerirdische junge Dame, mit Namen NAMO, der man nachsagt, sie sei ein lebendes Lexikon, belehrt Martin Berger, der von dem enormen Wissen dieser Frau sehr profitiert. Überhaupt zeigt die Besatzung des Großraumschiffes ein sehr freundliches Verhalten und eine großartige Gastfreundschaft.

Martin erfährt auf dem Großschiff so viel Neues, daß er aus dem Staunen nicht mehr herauskommt...
 
   
 

FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN!
 
 

Herbert Viktor Speer
Leiter des MFK-Berlin

 

 

2.0 Es gibt keine Zauberei

In dem Großraumschiff war ein Stabilisierungsgerät ausgefallen. Ein Ersatzgerät soll von einer außerirdischen Raumstation durch Teleportation beschafft werden. Für Martin Berger, der den Weg der Beschaffung mitverfolgt, grenzt dieser Vorgang an Magie.

"Magie ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, meinte SHINUN. "Es gibt eben Dinge, die auf der Terra noch völlig unbekannt sind. Jeder andere Weg wäre zwecklos und würde zu lange dauern. Durch Teleportation erhalten wir das Ersatzteil sofort, auch wenn die Entfernungen noch so groß sind. Können Sie sich das vorstellen?"
"Nein, das kann ich nicht," antwortete Martin Berger. SHINUN lächelte und sagte: Herr Berger, Sie müssen einfach akzeptieren lernen, daß es noch vieles gibt, was auf der Terra nicht bekannt ist. Durch Teleportation, d. h. durch Überbringung aufgelöster Materie, wurde das Transportproblem bereits von unseren Vorfahren gelöst."
SHINUN sprach ein Wort in seiner Sprache und die blaue Tür sprang auf. Beide betraten den Raum, der von einem bläulichen Licht schwach erleuchtet wurde. Etwa zehn Außerirdische saßen im Kreis um ein technisches Gerät. Die Gruppe saß wie die Orientalen auf dem Fußboden, in einer Yoga ähnlichen Körperhaltung. SHINUN grüßte, indem er den Handrücken an die Stirn legte. Die Anwesenden grüßten ebenso zurück. SHINUN forderte Martin auf, sich auf den Boden zu setzen, jedoch außerhalb des Kreises. SHINUN nahm neben Martin Platz. "Das ist der wichtige Kreis", sagte SHINUN mit gedämpfter Stimme. "Fragen Sie nichts, sondern beobachten Sie nur. Sie werden ein großes Wunder erleben."  
Wie auf ein Kommando sang die Gruppe von Außerirdischen einen eigenartigen Ton. Dann streckten sie ihre Arme nach oben und faßten sich fest bei den Händen. In der Luft knisterte es metallisch. Martin überlief es eiskalt. Plötzlich verspürte er eine große Hitze, die so stark war, als ob er verbrennen müßte. Dann erfolgte ein lauter Knall und die Hitze klang augenblicklich ab. Auf dem Apparat lag eine glasartige Röhre, die wie aus der Luft gezaubert dort materialisiert war. Die Beschaffung des Ersatzgerätes war beendet. "Die Stabilisationsröhre ist jetzt glühend heiß", sagte SHINUN, "sie muß erst abkühlen. Alle Gegenstände, die durch Teleportation herbeigeholt werden, sind glühend heiß. Das liegt an der unglaublich schnellen Atomverschiebung. Der Gegenstand wird zuerst dematerialisiert und dann, weit entfernt, wieder rematerialisiert. Die Anforderung des Gerätes geschah durch Telepathie. Ein echtes Wunder, aber keine Zauberei und für uns absolut natürlich."
Martin schüttelte den Kopf und sagte: "Wenn ich je zur Erde zurückkomme, so wird mir dort kein Mensch Glauben schenken, wenn ich darüber auch nur ein einziges Wort verlauten lasse. Das ist Ihnen doch klar, nicht wahr?" SHINUN klopfte Martin sanft auf die Schulter und sagte: "Warum so pessimistisch? Wer hat Ihnen denn aufgetragen, daß Sie auf der Erde behaupten sollen, Sie wären wie Moses in einer "Wolke" gewesen? Davon ist doch gar nicht die Rede. Es geht darum, daß Sie ihren Mitmenschen klarmachen, was hier besprochen wurde. Selbst wenn wir Ihnen Beweisstücke in die Hand gäben, wird man Ihnen nichts glauben. Aber man wird alles beschlagnahmen und Sie vielleicht sogar einsperren. Das wollen wir nicht riskieren. Es genügt, wenn sie über alles das schreiben. Sie sind ja schließlich Journalist. Wer Ihnen Ihre Geschichte abnimmt, ist gleichgültig. Wer sie nicht akzeptiert, läßt es eben. Nichts läßt sich erzwingen. Doch die WAHRHEIT, um die es hier geht, wird sich von selbst durchsetzen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Schließlich gibt es auf der Terra auch noch einige Menschen, die eine gesunde Logik besitzen. Diese Menschen werden anfangen zu überlegen. Es sind Wissenschaftler darunter, auf die es besonders ankommt. Diese Gelehrten werden dadurch gezwungen, einmal in die Bibel zu schauen, was sie vielleicht in ihrem ganzen Leben noch nie getan haben, um zu vergleichen. Dann aber wird es in ihren Köpfen dämmern."

 

 

3.0 Die Bibel wird aktuell

In dem Weltraumstrahlschiff der SANTINER gab es weder Tag- noch Nachtzyklen. Die Zeitabstände wurden nach "Zesten" gemessen. Allmählich verlor Martin die Übersicht über die irdische Zeitrechnung.

Nach der Hauptmahlzeit traf der irdische Journalist wieder mit NAMO zusammen. Sie setzten sich in eine gemütliche Ecke, um zu plaudern. Ganz gleich über was sie sprachen, es diente stets der Belehrung. Langsam wurde Martin klar, warum der Prophet Mose so viel zu berichten wußte. Mose mußte sehr viel aufgeschrieben haben, denn so eine Fülle von Information konnte kein Mensch in seinem Gedächtnis behalten. Auch Martin machte sich viele Notizen. "Wie kam es eigentlich dazu, daß man Ihre Vorfahren für Götter gehalten hat?", fragte er NAMO.

"Weil unsere Vorfahren aus den unbekannten Himmelsregionen kamen", antwortete NAMO. "Ihre glanzvollen Raumschiffe, der Feuerschein und das sehr plötzliche Auftreten und Verschwinden dieser Fluggeräte in der Atmosphäre der Erde spielten eine bedeutende Rolle. Unsere Vorfahren waren Menschen, die Dinge verrichten konnten, welche zu dieser Zeit auf der Erde als "göttliche Wunder" anzusehen waren.

Außerdem trugen unsere Vorfahren eine sehr schöne Uniform, mit einem funkelnden Helm auf dem Kopf, dessen Telepathieverstärker wie ein kleiner Thron aussahen. Diese Helme sind sehr wichtig und werden auch heute noch von uns genutzt. SANTINER die sich im Einsatz befinden, tragen breite Gürtel, die mit glasartigen - sagen wir - "Augen" besetzt sind. Von diesen "Augen" gehen verschiedene Strahlen aus, die teils zur Verteidigung dienen, aber auch andere Aufgaben erfüllen.

Die Erdenmenschen gaben uns verschiedene Namen. Ein sehr wichtiger Name ist die Bezeichnung "CHERUBIM". Wir sind jedoch keine ENGEL, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, obgleich ein Unterschied besteht, weil wir feinstofflicher sind als Ihr."

Martin wollte es genauer wissen und fragte: "Demnach stehen die SANTINER auf einer Stufe zwischen ENGEL und Mensch? "Stufen Sie uns bitte nicht zu hoch ein", antwortete NAMO etwas beschämt. "Unsere Stärke liegt im Wissen. Wir besitzen viele Kenntnisse, Möglichkeiten und Erfahrungen, die von der irdischen Wissenschaft glatt abgelehnt werden. Die Magie z. B. besitzt eine ganz herausragende Rolle. Wir können nicht verstehen, warum man sich auf der Erde vor den größten Erkenntnissen des Universums so herumdrückt."  
"Die Bibel spricht von einem "Menschensohn". Können Sie mir sagen, was es damit auf sich hat? Hat dieser "Menschensohn" etwas mit JESUS CHRISTUS zu tun?" "Ich bin kein Priester", antwortete die Außerirdische, "das ist nicht mein Wissensgebiet. Ich weiß, d. h. wir alle wissen, daß unser Führer ASHTAR SHERAN ein Auserwählter und WELTENLEHRER ist.  
Ich weiß jedenfalls, daß der Name 'ASHTAR SHERAN' von Experten der kabbalistischen Lehre auf der Terra genauestens studiert und analysiert wurde. Nach deren Berechnungen enthält dieser Name die höchsten Werte, die auf diese Weise überhaupt zu errechnen sind. Der Name 'ASHTAR SHERAN' bedeutet:

KÄMPFER FÜR DAS GROSSE LICHT UND FÜR DIE WAHRHEIT GOTTES."  

"Das beeindruckt mich sehr", sagte Martin. "Es ist schade, auf der Erde weiß man darüber so gut wie nichts. Als Journalist weiß ich nur allzugut, daß man es auf der Erde mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Die Sensation steht bei den Massenmedien immer im Vordergrund." "Ja, das ist wahr", sagte NAMO. "Es ist bedauerlich und verwirrend, daß Ihr Erdenmenschen von jeher zur Übertreibung oder Lüge neigt. Eure Zeitungen machen fast ausschließlich Jagd auf Sensationen. Solange wir Euch kennen, mußten wir immer wieder feststellen, daß es keine Ehrlichkeit unter Euch gibt. Weder die Kirchen, noch Eure vielen Staatsführungen sind ehrlich. Sie brechen jede Abmachung und jeden Vertrag. Täglich werden Meineide geschworen und falsche Versicherungen vor GOTT abgegeben. Die religiösen Bücher sind keineswegs Märchen- oder Zauberbücher und doch werden sie als solche betrachtet.

Die Unehrlichkeit unter Euch Menschen nimmt Euch jeden Mut, an ein Phänomen zu glauben. Dieser Umstand hat dazu geführt, daß Ihr keinen Respekt vor dem Übersinnlichen habt, sondern darüber lästert. Übernatürlich ist auch das menschliche Leben, ja, jedes Leben überhaupt und Ihr achtet darum auch nicht das Leben. Ihr habt keinen Respekt vor dem in Euch wohnenden GEIST GOTTES. In Eurer Unwissenheit sagt Ihr Euch: Wenn es einen so mächtigen GOTT geben soll, so müßte ER sich einmal zeigen oder zwischen alle Sünder strafend dreinschlagen und Unschuldige sichtbar erretten. Doch nichts geschieht in diesem Sinn. Und nun nehmt Ihr einfach an, der THRON GOTTES stehe leer. Hierzu will ich nur sagen: Genauso dachten damals die Juden, als sie in größter Not waren.

Allmählich fand sich Martin immer besser in seine ihm zugewiesene Rolle hinein. Der Aufenthalt in dem Raumschiff kam ihm längst nicht mehr so fremd vor, wie zu Anfang. Besonders auffallend war, daß es scheinbar nirgendwo auf diesem Schiff scharfe Ecken gab. Alle Gegenstände, sogar die Türen, waren abgerundet. Der Tisch, an dem sie saßen, hatte eine ovale Form. Alle Gegenstände, auch die Wandungen des Raumschiffes, erschienen ihm wie aus einem elastischen, aber dennoch festen Gummi zu bestehen. Trotzdem fühlten sich die Wände kalt an. Das gesamte Raumschiff schien aus dieser eigenartigen, elastischen Masse zu bestehen. "Halten Sie es für möglich, daß man auch auf der Erde solche Raumschiffe bauen könnte?", fragte Martin seine Begleiterin. NAMO schüttelte den Kopf und antwortete: "Das glaube ich nicht, denn zu einem solchen Bau gehören vor allem drei wichtige Elemente, die es auf der Terra nicht gibt. Es sei denn, daß wir diese Elemente liefern würden. Doch wir sind nicht daran interessiert, weil wir nicht wollen, daß die Erdenbewohner Mittel in die Hand bekommen, die sie nur mißbrauchen würden. Die Art der heutigen irdischen Raumfahrt ist recht primitiv. Aber es ist gut so, daß man auf diese Weise überhaupt zu einem kosmischen Denken kommt. Was glauben Sie, Herr Berger, wie wichtig das kosmische Denken ist?"
"Halten Sie die Erdenmenschheit für sehr rückständig?" wich Martin der Frage aus. "Einen Teil der Erdenmenschheit halten wir für sehr intelligent, aber der größere Teil dieser Menschheit ist gedankenlos und träge; aus diesem Grunde werden diese Menschen mißbraucht und schamlos ausgenutzt. Selbstverständlich könnte diese Menschheit viel weiter sein, aber die Rückständigkeit in den charakterlichen Anlagen hindert den Fortschritt, auch auf den wissenschaftlichen und technischen Gebieten", sagte NAMO.
SHINUN kam hinzu und setzte sich mit an den Tisch. Martin sah den SANTINER im Profil und stellte fest, daß er außergewöhnlich edel und intelligent aussah. Da war nichts von einem Monstrum. Martin schämte sich, daß man Außerirdische in irdischen Filmen bis heute so entsetzlich darstellt. Doch macht man dasselbe nicht auch mit menschlichen Seelen, mit den eigenen Angehörigen, die man als 'Gespenster' bezeichnet? Wer ist überhaupt für diese Blasphemie verantwortlich? "Wie ich sehe, haben Sie sich schon etwas eingewöhnt", sagte SHINUN zu Martin. Die Schwerkraft ist fast so hoch wie auf der Terra, nur wenig schwächer. Sie haben sich bereits an diesen Unterschied gewöhnt. - Kommen Sie, ich bringe Sie jetzt zu den Hangars, die sich auf der unteren Ebene befinden. Es wird Sie interessieren! Wenn Sie schon einmal unser Gast sind, so sollen Sie auch Gelegenheit bekommen, recht viel zu sehen. Die Raumschiffe, die sich im Hangar befinden, haben eine große Bedeutung, die ich Ihnen noch erklären werde."
NAMO verabschiedete sich und SHINUN führte seinen Besucher zum Lift. Es war eigenartig, sämtliche Decken und Wände des Raumschiffes sandten ein mildes, pastellfarbenes Licht aus. Überall war es angenehm hell. Dennoch besaßen die einzelnen Räume verschiedenes Licht, das dem Zweck des Raumes angepaßt war. Irdische Lichtplaner wären begeistert, dachte Martin, könnten sie diese phantastischen Farb- und Lichtabstimmungen sehen. - Die Hangars befanden sich im unteren Teil des Raumschiffes und zogen sich über die gesamte Länge des Mutterschiffes hin. In den Hangars waren etwa dreißig Personen beschäftigt, die in grünfarbenen Schutzanzügen gekleidet waren. "Wie hoch ist eigentlich die Zahl der Besatzung auf diesem Schiff?", fragte Martin seinen Begleiter. "Es sind ungefähr 300 Personen an Bord", sagte SHINUN. "Darunter befinden sich Wissenschaftler jeder Disziplin. Überhaupt ist jeder auf diesem Schiff ein Spezialist auf seinem Gebiet. Nur unser Kommandant, ASHTAR SHERAN, ist allen noch deutlich überlegen. Doch was viel mehr zählt, ist sein untadeliger Charakter und sein überaus hohes Wissen über GOTT und SEINE HIERARCHIE. Das ist es, was uns dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen. Doch schauen Sie sich einmal diese diskusförmigen Kleinschiffe an. Die größten Diskusse haben einen Durchmesser von 40 Meter, der kleinste einen Durchmesser von zwei Meter. Es gibt manuell und auch ferngesteuerte Diskusse. Die ferngesteuerten dienen wissenschaftlichen Ermittlungen.
Ich kann verstehen, daß Sie derartige Einrichtungen für unmöglich halten, doch für uns gibt es kein Unmöglich, sondern nur ein Möglich. Doch wie man dahin kommt, ist eine Sache der Erfahrung und der Geduld.
Sie werden auch dieses nicht glauben wollen, Herr Berger, aber unsere MISSION ist eine GÖTTLICHE MISSION, d. h. wir haben uns diese MISSION nicht selbst gewählt, sondern sie wurde uns aufgetragen. Aus göttlichen INTELLIGENZBEREICHEN stammen auch die Baupläne für unsere Raumschiffe, jedenfalls was die wichtigsten Teile betrifft. Sie müssen wissen, daß wir ein sehr kompliziertes "Telefon" zur HIERARCHIE GOTTES besitzen. Auf diese Weise verfügen wir über einen ständigen Kontakt zu einer höheren INTELLIGENZ, von der wir unsere Weisungen erhalten."
Martin war stark beeindruckt, ging aber den geheimnisvollen Flugkörpern lieber aus dem Weg, weil er befürchtete, einen Schaden davonzutragen. SHINUN entging dieses Bemühen nicht: "Sie können ruhig an die Raumschiffe herangehen, Herr Berger. Sie sind alle ausgeschaltet. Doch wäre eines davon eingeschaltet, so könnten Sie einen tödlichen Schlag erhalten."
"Handelt es sich um Elektrizität?" wollte Martin wissen. "Nein", entgegnete SHINUN, "sondern um einen ganz speziellen "Magnetismus". Es gibt leider kein irdisches Vokabular dafür, um es Ihnen exakter zu verdeutlichen. Hinzu kommt eine Energieform, die auf der Terra noch völlig unbekannt ist. Diese Energieform beeinflußt die Schwerkraft, d. h. sie regelt die Gravitation. Diese Energie ist ungeheuer stark und läßt sich zeitweise auf die Materie übertragen. Achten Sie einmal auf die äußere Form des Diskus."  
 
Martin ging um ein Schiff mittlerer Größe herum und schaute es sich von allen Seiten genau an. Die Flugscheibe wirkte sehr flach und schimmerte mattglänzend. Die Farbe des Flugkörpers war pastellfarben, nilgrün, beinahe durchsichtig. In der Mitte der Scheibe steckte eine Kugel, die rundherum mit Luken besetzt war. Das Innere des Raumschiffes war matthell erleuchtet. "Dieses Schiff ist schon mehrere tausend Jahre Ihrer Zeitrechnung im Gebrauch", erklärte SHINUN dem staunenden Journalisten. "Diese Schiffe haben sich alle sehr bewährt. Wir benutzen sie für kürzere Flüge im All. Leider mußten wir erleben, daß man in Erdnähe Jagd auf uns machte und sogar auf uns geschossen hat. Doch das ist völlig absurd, denn kein irdisches Geschoß kann uns etwas anhaben. Das elektromagnetische Kraftfeld, das unsere Schiffe umgibt, lenkt jedes Geschoß ab. Auch unsere Großschiffe sind unangreifbar. Aus diesem Grund kann weder ein Meteor, noch ein Meteorschwarm oder andere derartige Massen auf unser Raumschiff auftreffen. Jede Materie, egal welcher Art, wird kräftig abgestoßen."   SHINUN unterhielt sich mit einem der anwesenden Techniker, der kurz darauf in einem Diskus verschwand. SHINUN wandte sich zu Martin und sagte: "Jetzt geben Sie einmal Obacht. Der Pilot wird jetzt den Flugkörper einschalten. Wir gehen etwas auf Distanz. Prägen Sie sich ein, was Sie jetzt hören und sehen werden."  
Plötzlich ertönte ein Rauschen, wie von einem fernen Wasserfall. Ganz langsam begann das Flugobjekt zu glühen und wechselte ständig die Farben. Martin spürte am ganzen Körper eine Lähmung. Dann leuchtete das Flugobjekt hellgrün auf und glich jetzt einem leuchtenden Chrysolith. Ein wunderbarer, geradezu phantastischer Anblick. Das Rauschen nahm ab und das faszinierende Licht erlosch. SHINUN schaute Martin an und sagte feierlich: "Und die HERRLICHKEIT GOTTES erstrahlte vor uns."
"Diese Worte erinnern mich an die Bibel", sagte Martin ergriffen. "Ja, so ist es", antwortete SHINUN.
Er führte seinen, in Gedanken versunkenen, irdischen Gast zum Lift zurück und betrat mit ihm zusammen einen sehr gemütlich eingerichteten Raum, in dem es Erfrischungen gab. Während sie die Getränke zu sich nahmen, sagte SHINUN: "Als man auf der Terra unsere Flugobjekte sah, kam man aus dem Staunen nicht heraus. Versuchen Sie sich vorzustellen, welchen Eindruck dieses Phänomen auf die damaligen Erdenmenschen gemacht hat, die nichts vom Leben auf anderen Sternen wußten, noch von Flugobjekten dieser Art. Die Menschen glaubten an göttliche Wunder und an das Erscheinen GOTTES und SEINER ENGEL. Es gab sogar Menschen, die an viele Arten von Göttern glaubten. Lesen Sie einmal in der Bibel nach, die man Ihnen gegeben hat."  
Martin holte das kleine Buch aus seiner Tasche und blätterte darin ziellos herum. SHINUN nahm ihm das Buch aus der Hand und schlug mit sicherem Griff die gesuchte Stelle auf: "Hesekiel 1, 4: 'Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Mitternacht her mit einer großen Wolke von Feuer, das allenthalben umher glänzte; und mitten in dem Feuer war es lichthell.'"  
"Kein Zweifel, Hesekiel muß einem außerirdischen Raumschiff begegnet sein!", rief Martin. "Mehr als das", antwortete SHINUN. "Er sah sogar die außerirdischen Diskusse. Sehen Sie hier, was da geschrieben steht."
SHINUN zeigte mit dem Finger auf eine Stelle in der Bibel, in der es sehr deutlich hieß: "Vers 16: 'Und die Räder waren wie ein Türkis und waren alle vier eins wie das andere, und sie waren anzusehen, als wäre ein Rad im anderen.' - Vers 17: 'Wenn sie gehen sollten, konnten sie nach allen ihren vier Seiten gehen, und mußten sich nicht herumlenken, wenn sie gingen.' - Vers 18: 'Ihre Felgen und Höhe waren schrecklich; und ihre Felgen waren voller Augen um und um, an allen vier Rädern.' - Selbstverständlich können wir unsere Flugschiffe nach allen Richtungen steuern, ohne sie zu wenden", erklärte SHINUN. "Es gibt Bewegungsmöglichkeit nach allen Seiten, ohne daß sich das Schiff drehen muß. Die 'Augen' sind natürlich die Bullaugen, die rundherum angeordnet sind. Wenn Hesekiel schrieb, daß die Höhe 'schrecklich' war, so meinte er damit, daß die Flugobjekte so hoch schwebten, wie er es sich nicht vorstellen konnte, daß ein materieller Körper so hoch steigen kann."  
Martin war überrascht, weil er diese Bibelstelle zum ersten Mal sah. Er wandte sich an SHINUN und sagte: "Weiter heißt es dort: 'Denn es war der Geist der Tiere in den Rädern, der sie lenkte.' Wie ist dieser Passus zu verstehen?" "Gewiß, antwortete SHINUN. "Hesekiel hatte noch nie einen Piloten gesehen. Beim Anblick des ausgerüsteten Piloten wußte er ihn nicht anders zu beschreiben. Außerdem konnte er nicht begreifen, daß es Menschen geben soll, die fliegen können."  
"Wieso fliegen?" fragte Martin verwundert. "Nun, Herr Berger, Sie sind doch auch geflogen und schwebten, als wir Sie in unser Raumschiff übernommen haben, nicht wahr?", gab SHINUN zu bedenken.  
"Ja, natürlich, ich erinnere mich. Trotzdem kann ich es mir nicht erklären", sagte Martin. "Es gibt zwei Arten der Levitation", erklärte SHINUN. "Einmal handelt es sich um eine technische Schwerkraftbeeinflussung, andererseits gibt es auch eine geistige Schwerkraftaufhebung. In ihrem Falle war es eine technische Levitation."  
"Die Sache mit Hesekiel hat mich sehr interessiert", sagte Martin. "Ich wundere mich, daß man auf der Erde nicht schon längst auf diesen Gedanken gekommen ist, nämlich, daß es sich um außerirdisches Einwirken gehandelt haben muß. Die Religionen nehmen an, daß Hesekiel mit ENGELN in Verbindung gekommen sei. Ein weiterer Irrtum, durch den die ganze Religion ins Wanken kommt." "O nein, so ist das nicht", beruhigte SHINUN seinen Gast. "Im Gegenteil - die Religion bekommt dadurch erst ihren richtigen Glanz! Vergessen sie nicht, Herr Berger, daß es sich um einen göttlichen AUFTRAG handelt, den wir zu erfüllen haben. Noch ist dieser AUFTRAG nicht erfüllt! Doch Sie sollen uns ja dabei helfen. Auch wenn uns die Erdenmenschen stets für ENGEL oder für "Götter" gehalten haben, kann ich Ihnen versichern, daß wir so lange wiederkehren werden, bis dieser heilige AUFTRAG erfüllt ist."   "Trotzdem glaube ich, daß man einer Mission von außerirdischen Menschen nicht die Achtung und Ehrfurcht entgegenbringen wird, als wenn es GOTT und SEINE Engel wären", sagte Martin. "Das erscheint Ihnen nur im Augenblick so", sagte SHINUN. "In Wirklichkeit ist diese Erkenntnis für die Entwicklung der Erdenmenschheit bedeutungsvoller als Sie ahnen. Bedenken Sie, daß wir SANTINER der Erdenmenschheit um viele tausend Jahre voraus sind. Man muß und wird darauf hören müssen, weil wir die größeren Erfahrungen haben. Sie verlangen doch auch von den Menschen der unterentwickelten Länder der Erde, daß sie auf die zivilisierteren Menschen hören und sich belehren lassen. Wir sind LEHRER und VORBILDER zugleich! Die Erdenmenschheit kann davon nur profitieren. - Das Negative auf der Erde muß bekämpft und ausgeschaltet werden. Sie können mir glauben, Herr Berger, daß auch in den irdischen Kirchen und Tempeln negative und unterentwickelte Menschen ihren Unfug treiben und sich zur Wehr setzen werden. Diese Menschen sind gefährlicher als alle anderen!"  
"Wir haben viele Religionen auf Erden, die sich zum Teil gegenseitig bekämpfen. Die religiösen Unterschiede führen oft zu langjährigen Kriegen. Wie werden Menschen auf die WAHRHEIT reagieren, die soviel Wert auf das Alte Testament legen?", fragte Martin. "Mein lieber Erdenbruder", antwortete SHINUN, "am meisten wird es die Juden schockieren, denn sie halten sich für das "Auserwählte Volk" und glauben, daß sie eine bevorzugte persönliche Beziehung zu GOTT haben. Doch das ist ein Irrtum, der auf die totale Unkenntnis der wirklichen Tatsachen beruht.  
Kommen Sie, Herr Berger, wir werden jetzt einen unserer bedeutenden Experten besuchen, der sich in allen diesen Fragen sehr gut auskennt. Er wird Sie weiter informieren."  
Wieder fuhren sie mit dem Lift. Martin fand es sehr verwunderlich, daß man in einem Raumschiff mit dem Lift fahren mußte, weil es so viele Stockwerke besaß. Sie betraten einen verhältnismäßig kleinen Raum, der aber trotzdem sehr wohnlich gestaltet war. Auch hier war alles abgerundet. Ein SANTINER, der sichtbare Zeichen eines bedeutenden Alters trug, stellte sich vor: "Ich heiße O SHUR", sagte der Außerirdische mit harmonischer Stimme. "Sie also sind unser irdischer Gast. Nun, Sie werden es nicht bereuen und allen Erdenmenschen etwas voraus haben. Ja, Sie werden ein ganz neuer und charakterlich besserer Mensch werden."  
Nachdem sie sich gesetzt hatten, sagte SHINUN: "Unser Gast hat viele Fragen. Deshalb habe ich ihn hierher gebracht. Ich weiß, daß er hier die richtige Antwort erhalten wird. Wir unterhalten uns am besten in deutscher Sprache."  
"Warum sprechen Sie alle mit mir Deutsch?", frage Martin. "Ich könnte mich z. B. auch sehr gut in englischer Sprache unterhalten." "Sie sind ein gebürtiger Deutscher, Herr Berger, folglich sprechen wir auch in ihrer Landessprache", gab ihm SHINUN zu verstehen. "Außerdem ziehen wir die deutsche Sprache vor, weil sie es ermöglicht, uns noch verständlicher auszudrücken. Die deutsche Sprache läßt kleinere Differenzierungen zu. Eigentlich gibt es aber keine Erdensprache, in der wir uns richtig verständlich machen können. Doch was wir zu sagen haben, kann auch so gesagt werden, soweit es sich nicht um technische Einzelheiten handelt, die wir in keiner irdischen Sprache erklären könnten."