Psychowissenschaftliche Grenzgebiete
 
Thema: Giganten im All - II - (2)

       


4.0 Die Götter dieser Erde

Martin fühlte ein großes inneres Vertrauen zu diesem Patriarchen des Alls. Er musterte O SHUR und sagte zu ihm: "Ich kann mir vorstellen, daß man auf der Erde die außerirdischen Besucher für Götter gehalten hat, doch wenn man dies heute nachprüfen will, so stößt man auf gewisse Schwierigkeiten. In welcher Weise haben Ihre Vorfahren den irdischen Menschen geholfen, so daß man sie für Götter hielt?" O SHUR lächelte weise und antwortete:

"Das ist eine berechtigte Frage. In allen Fällen handelte es sich dabei um Direktkontakte. Wir beherrschten die Sprachen und konnten uns daher auch gut verständigen. Wenn ich "wir" sage, so meine ich unsere Vorfahren, obgleich ich vermute, daß wir selbst diese Vorfahren waren. Beweisen kann ich das allerdings nicht.
Wir haben die Erdenmenschen belehrt und ihnen gute Ratschläge erteilt. Von uns erhielten sie Kenntnis von der Astronomie, der Zeitrechnung, der Ortsbestimmung und vieles mehr."  
"Ist Ihnen bekannt, welche Länder von Ihren Vorfahren überflogen wurden?", fragte Martin. "Praktisch die ganze Terra", erwiderte O SHUR. "Aber Kontakte wurden nur in jenen Ländern aufgenommen, die bereits eine Art Kultur aufzuweisen hatten. Wir bevorzugten selbstverständlich solche Menschen, die schon einen Begriff von Religion besaßen."
"Viele Frühreligionen kannten aber Menschenopfer", gab Martin zu bedenken. "Gewiß, deshalb wollten wir ja eine Änderung bewirken", antwortete O SHUR.
"Wurden die 'Götter', die vom Himmel kamen, sehr verehrt?", fragte Martin. "Ja, denn man hielt sie für sehr mächtig, und außerdem waren sie unangreifbar."
"Stimmt es, daß die vermeintlichen 'Götter' an den enormen Steinbauten in Peru und in Mexiko beteiligt waren?" "Ganz unbeteiligt waren wir nicht, aber auch nicht in der Weise, wie man es sich vielleicht vorstellt", lächelte O SHUR vielsagend.
Martin fiel auf, daß O SHUR, trotzdem er ein sehr beachtliches Alter besitzen mußte, keinen Bart trug. Überhaupt kam ihm erst jetzt zum Bewußtsein, daß überhaupt kein SANTINER den geringsten Bartwuchs zeigte. Im Gegensatz zu den weiblichen trugen die männlichen SANTINER ihre Haare ziemlich lang, mit stark ausgeprägten Augenbrauen.

"Als Journalist habe ich Kenntnis von riesigen Steinblöcken, die man zum Teil sehr genau bearbeitet und aufeinander geschichtet hat", sagte Martin "Es gibt aber keinen Hinweis für eingesetztes technisches Gerät, das damals verwendet wurde. Wie ist das erklärbar? Es wäre für die irdische Wissenschaft sehr interessant, wenn man hinter dieses Geheimnis käme. Waren es außerirdische Raumschiffe, die diese Steine hoben?"

"Nein", sagte O SHUR. "Unsere Raumschiffe überflogen fast täglich diese Gebiete und blieben mitunter über den Felsen stehen. Die Antigravitation der Schiffe übertrug sich auf die Steine, so wie sich der Magnetismus von einem starken Magneten auf Eisen übertragen läßt. Dies bewirkte, daß die Steine leichter wurden und dabei ihre Festigkeit einbüßten. Sie wurden leicht wie Bimsstein und konnten dann gehoben und auch geformt werden. Die damaligen Menschen, die diese Veränderung bemerkten, hielten uns dadurch erst recht für Götter, weil wir solches bewirken konnten. Sie bauten uns Tempel, um uns zu ehren."
"Das verstehe ich nicht ganz, denn heutzutage weisen diese Steine eine normale Schwere auf", entgegnete Martin. "Das kommt durch den Verlust der Antigravitation", erklärte O SHUR. "Über die vielen Jahrhunderte hinweg, hat sich die Materie wieder normalisiert und zurückgebildet. Eisen verliert ja auch seinen Magnetismus."
Wieder löste sich ein weiterer Schleier von uralten Geheimnissen. Martin bedauerte, daß er selbst kein Archäologe war, dann hätte er seine Fragen gezielter formulieren können. Jedenfalls wußten die SANTINER über die Erde sehr gut Bescheid. "Wurde die Erde nur von SANTINERN besucht oder haben auch andere Außerirdische solche Besuche unternommen?", fragte Martin weiter. "In sehr früher Zeit wurde die Terra von anderen Sternenbrüdern besucht", sagte O SHUR. Doch die damalige menschliche Entwicklung war noch zu rückständig, so daß die Besucher ihr ursprüngliches Interesse an diesem Planeten aufgaben. Ganz anders ist es mit uns:
"In Peru, etwa in der Nähe von Pisco und Nazca, hat man riesige Landmarkierungen entdeckt, die merkwürdige Bilder zeigen, die man nur aus großer Höhe erkennen kann. Haben diese, in die Erde eingravierten Zeichnungen, etwas mit außerirdischer Raumfahrt zu tun?" fragte Martin. "Zu der Zeit, als diese Bilder entstanden, herrschte ein sehr lebhafter Raumflugverkehr. Da man uns als Götter anbetete, d. h. als überirdische Wesen, haben irdische Priester diese Markierungen veranlaßt, um uns ihr Interesse zu bekunden. Als Landemarkierungen erfüllten sie keineswegs ihren Zweck."
"Man hat damals enorme Tempelbauten erstellt. Die dazu benötigten Steine sind so präzise bearbeitet worden, daß sie linear aufeinander passen. Solch eine Arbeit, noch dazu mit der Hand ausgeführt, ist selbst für heutige irdische Verhältnisse undenkbar. Wie wurde das damals bewerkstelligt?" "Durch Gravitationsveränderung wurden viele Steine so porös, daß sie gar nicht behauen werden mußten. Man konnte sie sehr leicht schleifen und in Form bringen", erklärte O SHUR.
"Aber wie wurden sie aufeinandergesetzt?", wollte Martin wissen. "Wenn menschliche Kraft dazu nicht ausreichte, benutzte man ein Mantram. Die Steine waren verhältnismäßig leicht zu transportieren. Um sie aber genau aufeinander zu schichten, bildeten etwa 100 Menschen einen Mantramkreis um den Stein herum. Unter der Anleitung eines Priesters sangen die Menschen ganz bestimmte Tonfolgen. Auf diese Weise nahmen sie den Steinen die letzte Schwere. Sie wurden dann von Hand dirigiert und genau eingegliedert", erklärte der Außerirdische.
"Was weiß man heute auf der Erde von einem Mantram?", fragte Martin. "Das wird kaum einer begreifen, wenn ich darüber berichten soll." O SHUR winkte ab: "Das ist leicht erklärbar. Wenn heute auf der Terra Thunfische gefangen werden, so sind die Netze unglaublich schwer. Um sich diese Schwerarbeit zu erleichtern, singen die Fischer in einem gemeinsamen Rhythmus gewisse Töne, die sehr eintönig klingen. Das ist ein Überbleibsel eines Mantram, denn die Netze werden tatsächlich etwas leichter. Leider hat der technische Fortschritt auf der Terra das Mantram vergessen lassen."
"Ich erinnere mich, daß ich in Moskau eine Ikone sah, die einen Piloten zeigte, der auf einem Flugkörper sitzt. Dieser Pilot trug einen achtzackigen Stern, mit einem Punkt in dessen Mitte. Glauben Sie, daß diese Ikone auf einen außerirdischen Besuch hinweist?" "O ja, gewiß", lächelte O SHUR, "da gibt es für mich gar keinen Zweifel, denn dies ist nämlich unser Emblem."
Martin wurde immer aufgeregter: "Ich hörte, daß in Costa Rica steinerne Kugeln von ziemlicher Größe liegen sollen. Bisher ist es nicht gelungen, diese Kugeln zu enträtseln. Wozu wurden sie angefertigt? Hat auch das etwas mit Raumfahrt zu tun?" "Mein lieber Erdenbruder", sagte O SHUR. "Ich sehe, wie sehr Sie sich anstrengen, den Geheimnissen der Terra auf die Spur zu kommen. Ich kann mir davon ungefähr ein Bild machen, warum die Kugeln angefertigt wurden. Unsere Vorfahren, die diese Gebiete besuchten, hatten selbstverständlich erzählt, daß das ungeheuer große Universum aus runden Sternen, also aus Kugeln besteht. Auch die Terra ist ja eine solche Kugel. Diese Erkenntnisse aus der Astronomie waren hauptsächlich für die damaligen Priester bestimmt. In ihrer primitiven Verehrung des Unendlichen haben sie dann die Kugeln anfertigen lassen, um das Universum zu symbolisieren. Später haben sie ihr Vorhaben aufgegeben und die Kugeln wurden nicht mehr so verwendet, wie es ursprünglich geplant war."
"Es gibt eine Anzahl von eigenartigen Felszeichnungen, die Wesen zeigen, die Helme tragen. Weisen diese Bilder auf Raumfahrer hin?" "Nicht alle, mein Freund", sagte O SHUR. "Aber es gibt einige darunter, die tatsächlich auf solche Besuche hinweisen. Auch wenn man uns zu allen Zeiten für Götter hielt und unsere Existenz in Stein gehauen hat, so möchte ich heute sagen: Wir Götter kommen so lange zur Terra zurück, bis sich das geistige Niveau der Erdenmenschheit gebessert hat. Denn Götter sind helfende Freunde und keine Feinde! Vermitteln Sie das bitte Ihren Brüdern und Schwestern auf der Erde."
"Ich bedanke mich für diese Auskünfte, die für mich sehr überzeugend waren. Doch es wird sehr schwer, die Menschen von der WAHRHEIT zu überzeugen", sagte Martin, mit einem tiefen Seufzer. "Ich nehme an, daß die SANTINER schon seit Jahrtausenden bemüht sind, die Kulturen der Erde im göttlichen SINNE zu gestalten. Trotzdem scheint der außerirdische Einfluß nur gering zu sein, jedenfalls sind die Anstrengungen weit größer als der Erfolg." "Das stimmt", sagte O SHUR. "Doch es kommt gar nicht so sehr darauf an, ob wir die Kultur beeinflussen. Wichtig sind derzeit unsere Botschaften, d. h. unsere Kontaktgespräche, die wir mit einigen Erdenmenschen führen. Auf alle Fälle sind wir stets gute Berater.

Aber leider gibt es Strömungen auf der Erde, die unsere gutgemeinten Ratschläge kategorisch zurückweisen. Immer wieder haben wir die Erdenmenschheit gewarnt, doch leider vergeblich. Wenn es Ihnen, Herr Berger, gelingt, die Erdenmenschheit davon zu überzeugen, daß wir uns tatsächlich um die Zukunft der Terra bemühen, so wird man einmal dazu kommen, auch unsere wichtigen Botschaften ernst zu nehmen. Leider verkauft sich auf der Terra die Lüge am besten.

Heute ist es so, daß sehr viele Menschen nach der WAHRHEIT suchen, d. h. sie suchen GOTT, weil GOTT die reine WAHRHEIT und das Leben ist. Aber man will diesen Suchern einreden, daß sie vergeblich suchen, denn der Atheismus behauptet, daß es keine WAHRHEIT gibt. Was glauben Sie, Herr Berger, was in der Welt geschehen würde, wenn die Massen hinter die WAHRHEIT kämen? - Doch das will man selbstverständlich verhindern, weil es viele Machthaber in die Grube bringen würde.

"Unsere irdischen Raumfahrer tragen Raumfahrtschutzanzüge und entsprechende Apparaturen und Helme", sagte Martin. "Haben Ihre Vorfahren ähnliche Schutzanzüge benutzt?" "Anfangs schon", sagte O SHUR. "Aber später hat man herausgefunden, daß Schutzanzüge bei unserer feinstofflichen Physiologie nicht unbedingt nötig sind. Nur zum Schutze auf der verseuchten Terra sind sie noch wichtig. Dort wimmelt es von mikrobiologischen Lebewesen."
Martin war in seinem Wissen weit vorangekommen. Doch SHINUN warnte ihn vor allzugroßem Optimismus, weil Wissen nicht mit Erfahrung gleichzusetzen sei. Erst beides zusammen ergänzt sich zur Weisheit, wie SHINUN zu bedenken gab. Intelligenz ist eine Gabe, um das Wissen und die Erfahrung richtig einordnen zu können, ähnlich wie ein Computer seine Daten zur Verfügung hat. An dieser Stelle versagen jedoch die meisten Erdenmenschen.

Martin hatte längst begriffen, daß er viele seiner Ansichten revidieren mußte, weil sie nicht stimmten. "Falsch programmiert", würde ein Computerfachmann sagen. Das war überhaupt das Problem der gesamten Menschheit. Wie soll ein Computer richtige Resultate zeigen, wenn seine Programmierung nicht stimmt? - Hinzu kommt noch etwas anderes: Die meisten Menschen sind Opfer einer gefährlichen Interessenverschiebung. "Wie kommt es eigentlich, daß auf der Erde ein so geringes Interesse an HÖHERE DINGE und WAHRHEITEN besteht?", fragte Martin:

"Genau das ist es, was einer Läuterung im Wege steht", antwortet O SHUR lebhaft. "Die Technik vereinfacht zwar vieles, doch der Erdenmensch wird dadurch gedankenträge. Er bemüht sich nicht mehr um wichtige Erkenntnisse des Lebens. Das Fernsehen oder der Film nehmen ihm sogar das Lesen ab! Von seiner Freizeit macht der Mensch falschen Gebrauch. Auch der Fußballsport erfordert kein Kopfzerbrechen und deshalb finden auf der ganzen Terra riesige Veranstaltungen statt.
Martin schwirrte der Kopf. Er verspürte leichte Kopfschmerzen. SHINUN erkannte sein Problem und drängte darauf, das Gespräch zu beenden. Sie verabschiedeten sich von O SHUR, bei dem Martin sich nochmals für das sehr aufschlußreiche Gespräch bedankte.

SHINUN begleitete seinen irdischen Gast zu dessen Kabine.

Als sie dort ankamen, verabschiedete SHINUN sich von Martin und ließ ihn mit seinen Gedanken allein.

 

 

5.0 Das Zeugnis der Bibel

Martin erwachte aus tiefem Schlaf. Sofort überfiel ihn ein unangenehmes Gefühl. Er verspürte starkes Herzklopfen und ihm wurde in Intervallen heiß. Kalter Schweiß brach aus seinen Poren.

Martin drückte auf den Notruf.

SHINUN kam herein und fragte nach seinen Wünschen.

Die Gestalt SHINUNs schien fast durchsichtig. Martin erschrak, weil er so etwas noch nie gesehen hatte. Er schaute an sich herunter und stellte fest, daß auch sein eigener Körper eine gewisse Transparenz aufwies. War er bereits tot? SHINUN wußte sofort, was Martin so schockierte und sprach:

"Keine Aufregung, Herr Berger, dieser Zustand ist nur vorübergehend. Wir fliegen mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit und die Materie hat sich bereits verändert."
Nun bemerkte Martin, daß selbst das Raumschiff seine Dichte eingebüßt hatte. Es war ihm, als könne er durch die Wände hindurchschauen. "Ja, darüber staunen Sie", sagte SHINUN. "Wir haben eine Kursänderung vorgenommen, um einer gefährlichen Raumzone auszuweichen. In wenigen Minuten ist dieses Phänomen wieder vorüber. Wenn sich unsere Fahrt normalisiert hat, findet eine Fortsetzung der wichtigen KONFERENZ statt. ASHTAR SHERAN wird einen Vortrag halten, der speziell für Sie bestimmt ist. Sie dürfen sich Notizen machen. - Wenn Sie fertig sind, kommen Sie bitte mit."
Martin nickte gequält.

Offenbar litt SHINUN nicht unter diesen Beschwerden, wie er sie empfand.

SHINUN führte seinen Schützling aus der Kabine. Im Gang hatte Martin das Gefühl, als ob er schwebe. Er mußte an Newton denken, der sich mit der Schwerkraft befaßt hatte. Der englische Physiker muß sich geirrt haben, dachte Martin. SHINUN schien Martins Gedanken gelesen zu haben:

"Newton hat sich tatsächlich geirrt. Manches stimmt zwar, aber sein Grundgedanke ist falsch. Nein, seine Lehre von der Schwerkraft ist nicht universell. Die Schwerkraft ist veränderlich; sie ist noch nicht einmal auf der Terra konstant; auf ihrem Mond schon gar nicht."
Allmählich nahm der unangenehme Zustand ab.

Als sie den Konferenzsaal betraten, war der für Martin ungewohnte Zustand völlig behoben. Er spürte wieder seine normale physische Konstitution. Die Konferenzteilnehmer waren schon versammelt. Auch ASHTAR SHERAN hatte bereits seinen Sonderplatz eingenommen. Alle Anwesenden grüßten sehr höflich und Martin nahm wieder zwischen NAMO und SHINUN seinen Platz ein.

Kurze Zeit später ertönte ein harmonisches Glockenspiel. Diese Töne versetzten Martin in eine höhere, fast euphorische Stimmung. Der Kommandant legte seine Hand an die Stirn und sagte mit wohltönender Stimme:

"Was ich jetzt zu sagen habe, soll von unserem irdischen Gast nicht als harte Verurteilung oder als böswillige Kritik aufgefaßt werden. Es ist nur eine Feststellung gewisser Tatsachen, die zu einer besseren Einsicht führen sollen.   Ich bin ein Freund aller Menschen, denn auch ich bin ein Mensch. Ich bitte Sie, mir genau zuzuhören."
Von dem Kommandanten ging eine geheimnisvolle MACHT aus, die Martin ungewöhnlich faszinierte. Eine ähnliche Wirkung mochte JESUS CHRISTUS bei seinen Zuhörern erzielt haben, dachte er. Auch der Klang der Stimme war hypnotisierend. "Meine Rede ist hauptsächlich für unseren Erdenbruder bestimmt.

Er mag daraus lernen.

Wir SANTINER sind in unserer Entwicklung nicht allein supertechnisch, sondern auch in übersinnlicher, bzw. metaphysischer Weise und in unseren religiösen Erkenntnissen weit über das Fassungsvermögen eines Erdenmenschen hinaus. Ich erlaube mir zu sagen, daß wir eine SUPERRELIGION haben.

Die Erdenmenschheit müht sich ab, um den Supertod zu finden. Jeder Staat auf der Terra fühlt sich im Recht. Jeder Staat glaubt, seine Ideologie und Führung sei die beste. Man versucht, die ungeheuren Gegensätze mit Worten auszugleichen. Jeder Staat weiß, daß sein Gegner ein rücksichtsloser Massenmörder ist. Aus purer Angst ist es keinem Lande, keinem Volke möglich, seine Waffen vor dem bittersten Krieg zu strecken. Kein Staatsmann findet je die Lösung, wie ein Friede unter solchen Umständen überhaupt möglich sein kann. Mit einem Wort: Es ist alles unmöglich.

Doch nun will ich Euch Erdenmenschen verraten, welche Lösung es gibt.

Dieser Rat wurde schon auf vielen bewohnten Sternen befolgt:

Wir empfehlen Euch:

Bringt eine große internationale, überkonfessionelle Spitzenkonferenz zustande und besetzt diese mit den besten Kennern und Experten auf dem Gebiet der UFO-Forschung. Zu dieser Weltkonferenz aller Staaten, die eine Rüstung und eine Armee besitzen, sollen die höchsten und verantwortungsvollsten Staatsmänner hinzugezogen werden. In dieser Konferenz sollen nicht die Fragen der Sicherheiten oder Möglichkeiten eines Friedens verhandelt werden, sondern allein die folgenden Fragen:

Wenn Ihr diese Fragen behandelt und die Verteidigungsministerien ihr gesamtes Material auf den Tisch legen und miteinander vergleichen, dann wird sich von selbst eine Zukunft und Entspannung entwickeln , wie sie nie zuvor auf der Terra möglich gewesen ist.

Wir SANTINER haben die volle Absicht, eine solche Spitzenkonferenz zu unterstützen. Wenn es irgendwie möglich ist, wollen wir jede Gewalt vermeiden. Wir haben aber nicht den freien Willen, Euch in dieser Patsche sitzen zu lassen, weil über uns noch eine HÖHERE INSTANZ waltet.

Wir empfehlen gleichzeitig allen Religionen der Terra und allen Verantwortlichen der Kirchen und Sekten, sich ebenfalls mit diesem Problem undogmatisch und völlig aufgeschlossen zu befassen. Sie sollten den Mut zu einer alles entscheidenden Operation haben, die den sterbenden Patienten "Erdenmenschheit" retten kann. Sie sollten die Bibel und andere Glaubensbekenntnisse reinigen und berichtigen, ohne sich der Irrtümer der Vergangenheit zu schämen."

Nach diesen Worten erhoben sich sämtliche Anwesenden von ihren Sitzen und legten ihre Hand an die Stirn. Martin war blaß wie eine Wand. Er war ungeheuer beeindruckt. Am liebsten hätte er ASHTAR SHERANs Worte vom Raumschiff aus in Richtung Erde geschrien! - Ein SANTINER kam herein, ging auf den Kommandanten zu und flüsterte ihm etwas zu. ASHTAR SHERAN nickte und der Bote verließ daraufhin wieder den Konferenzraum. "Soeben hat unser Nachrichtenzentrum eine wichtige Meldung empfangen", sagte der Kommandant. "Auf der Terra wurde durch die US-Amerikaner erneut eine Superbombe gezündet. 500 m unter der Erde hat diese Bombe eine Explosion ausgelöst, die das Millionenfache herkömmlichen irdischen Sprengstoffes an Wirkung übertraf.

Ich werde Ihnen, Herr Berger, jetzt berichten, was nun geschehen wird. Wir alle wissen längst, was passieren wird: In einer Entfernung zwischen 10- bis 20-tausend Kilometern vom Explosionsort entfernt, wird es zu schweren Erdbeben kommen, die vielen Tausend Menschen das Leben kosten werden. Weitere viele tausend Menschen werden ihre Gesundheit verlieren, viele andere ihre Heimstätten.

Schon vor 10 Erdenjahren habe ich auf diese Gefahren hingewiesen. Meine damaligen Botschaften sind veröffentlicht worden. Haben sie etwas genutzt? Nein und abermals nein! Es folgten Erdbeben auf Erdbeben, immer nach derartigen Verbrechen gegen die Menschheit. Man könnte eine Statistik darüber aufstellen.

Als diese Versuche der Totalvernichtung noch in der irdischen Atmosphäre durchgeführt wurden, gab es in großen Entfernungen vom Explosionsort Wasserkatastrophen ungeheuren Ausmaßes. Solche Katastrophen können in 10.000 km Entfernung vom Explosionsherd auftreten. Auch diese Mahnungen wurden veröffentlicht, doch man hat sie einfach ignoriert. (-1-)

Herr Berger, ich appelliere an Ihr Gewissen: Auch wer solche Verbrechen an der Menschheit und an der Natur dieser Terra nur duldet, gehört mit zu den Verdammten. Niemand wird von dieser Sünde freigesprochen! Gleichgültigkeit ist keine Entschuldigung! Ich weiß, daß es auf der Erde Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure gibt, ja sogar große Staatsmänner, die der Meinung sind: Wenn ich zugrunde gehe, dann mit mir die ganze Welt.

Ein gefährlicher Psychopath, dessen krankhaftes Geltungsbedürfnis zum Größenwahn geführt hat, sagte einmal: "Wenn ich zugrunde gehe, dann mit mir das gesamte Volk!" Doch wenn heute ein Psychopath dieser Art unter den Führern der Erde ist wird er sagen: "Mit mir die ganze Erde!" - Solche Menschen glauben nicht an ein Weiterleben nach dem Tod und auch nicht an eine Reinkarnation. Sie sind entsetzlich erkenntnislos. Sie selbst machen sich zum seelenlosen Fleisch; aber sie wollen die erste Geige im Weltorchester spielen.

Auch die Kirchen möchten den Ton angeben. Aber nicht fortschrittlicher Forschungsgeist beseelt sie, sondern stumpfsinniger Gehorsam! Älteste Zeugenaussagen dummer Menschen sind für sie maßgebend, die sie dann als angebliche Wahrheit seit Jahrtausenden verbreiten und streng darauf achten, daß der Irrtum und der Blödsinn jahrtausendelang erhalten bleiben."  

SHINUN wandte sich an Martin: "Sie dürfen sich nicht aufregen, wenn Sie objektiv bleiben wollen, Herr Berger. Jeder Fanatismus, jede Aufregung oder Gemütsbewegung schadet der Logik! Es ist sehr wichtig, daß Sie ruhig und gelassen bleiben. Es werden noch ganz andere Dinge zur Sprache kommen."   Martin versprach, sich große Mühe zu geben, obwohl er spürte, daß es ihm sehr schwer fallen würde, den Rat seines außerirdischen Freundes zu befolgen. In der Zwischenzeit hatte der Redner eine Erfrischung zu sich genommen und fuhr fort: "Es gibt gar keinen Zweifel, daß die Bibel - besonders das Alte Testament - einen großen Einfluß auf die Entwicklung und Mentalität der irdischen Menschen gehabt hat. Diese Überlieferungen haben auch andere Religionen beeinflußt, so z. B. den Koran. Der Islam ist eine sehr weit verbreitete Religion; aber auch er irrt, wie andere Religionen auch. Stimmen, die man aus dem All hört, sind niemals GOTTES STIMME. Im Gegenteil sie stammen meistens von Gedankenträgern, die das Reich der Materie verlassen haben.

Ich will unserem Gast aufzeigen, welche Unlogik in der Bibel verzeichnet ist. Trotzdem hält man fanatisch an diesem Unsinn fest. Die Angelegenheit wird noch viel ernster, weil in diesem Buche steht, daß GOTT, der HERR, folgendes befohlen haben soll:

'Gürte ein jeder sein Schwert um seine Lenden und durchgehe hin und zurück von einem Tor zum anderen das Lager, und erwürge ein jeder seinen Bruder, Freund und Nächsten. Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und so fielen des Tages vom Volke dreitausend Mann.'

Ist das logisch? - Wenn Mose aus blinder Wut den Befehl zur Tötung von dreitausend Mann gegeben hätte, und das im NAMEN GOTTES, nachdem er gerade kurz vorher das große GESETZ von uns erhalten hatte, in dem es heißt: 'GOTT wünscht, daß der Mensch seinen Bruder nicht tötet, so hätte Mose mit dieser beispiellosen Nichtachtung alle Sympathie bei uns eingebüßt. Wir hätten nie wieder ein Wort mit ihm gesprochen. Man sieht, wie verderblich eine "Heilige Schrift" sein kann; denn diese Greuel und der beispiellose Haß dienen nicht der Erziehung, sie gehören nicht in eine Heilige Schrift, sondern ins Feuer!

Es ist gar kein Wunder, wenn sich Soziologen und Philosophen von diesem Buch distanzierten. Menschen wie Spinoza, Marx oder Engels die nachdenken konnten. In ihrer Empörung suchten sie nach besseren Möglichkeiten, die Menschen zu führen. Doch weil sie die WAHRHEIT nicht kannten, konnten sie auch nicht mit der WAHRHEIT operieren. Was sie mühevoll erarbeitet haben, ist daher keine Lösung, sondern Stückwerk!

Die Juden haben damals geglaubt, daß die 'Feuerwolke', bzw. der 'Palast Gottes', ihnen als eine unschlagbare Kriegsmacht helfen könnte, um ihre Feinde, die sie haßten, im Blute schwimmen lassen zu sehen. Sie hielten den Kommandanten des Raumschiffes für 'ihren Gott', der ihnen helfen sollte, ihre Rache zu stillen. Doch weder GOTT noch wir sind Rächer! Wir sind HELFER und FREUNDE aller unserer Brüder und Schwestern im ganzen Universum. Wir sind unter Einsatz unseres Lebens und unserer Gesundheit ständig am Werk, allen unwissenden und erkenntnislosen Menschen auf den richtigen Weg zu verhelfen. Ihr macht den großen Fehler, daß Ihr GOTT vom Frieden trennt!   Unser Gruß lautet deshalb: 'FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN!'. Dieser Gruß ist gleichbedeutend mit dem Satz: 'GOTT ÜBER ALLE GRENZEN!'

Laßt Euch keinen Unsinn aufzwingen!

Kein Atheist, kein Gottloser ist imstande, einen Frieden zu gestalten oder zu fördern. Ein gottloser Waffenstillstand ist noch lange kein Frieden. Aber ich muß zugeben, daß es auf der Terra keine wahrhaftige Religion gibt, die als Ausgangspunkt eines Weltfriedens benutzt werden könnte.

ASHTAR SHERAN bat einen der Sitzungsteilnehmer, das Wort zu ergreifen. Der angesprochene Außerirdische war sehr dunkelhäutig. Martin wußte nicht, ob er überhaupt ein SANTINER war: "Als ein William Jennings Bryan, Präsidentschaftskandidat der USA, vor Jahren in einem aufsehenerregenden Prozeß den Glauben vertreten sollte, wußte er nichts von Weltraumschiffen, noch von einer Raumfahrt. Er mußte sich mit seinen Bibelkenntnissen mit einem nüchternen Agnostiker, namens Clarence Darrow, auseinandersetzen, der ihm erheblich zusetzte...

Seither war man stets bemüht, den Bibelglauben zu entkräften. Man hielt den DEKALOG für einen ausgeklügelten Schwindel. Wohin dieser Unsinn einer falschen Deutung führt, zeigen uns heute die stählernen Gesichter vieler Millionen gedrillter, menschlicher Roboter. - Es ist wirklich eine große kosmische HILFE, daß wir diesen weiten Weg zur Terra machen."  

Martin hatte sich viele Notizen gemacht und sein Papier war zu Ende. Er machte SHINUN darauf aufmerksam. SHINUN gab einem SANTINER einen Wink, der Martin eine pergamentähnliche Rolle mit hoch reißfestem Material brachte, das eine gute, gelbliche Schreibfläche bot. ASHTAR SHERAN fuhr in seiner Rede fort: "Ich komme noch einmal auf die sonderbare irdische Bibel zurück: Dieses Buch beweist die Notwendigkeit unserer Bemühungen, um eine Entwicklung der Erdenmenschheit. Man kann darin nachschlagen und findet eindeutige Beweise unserer Bemühungen, aber man muß dabei die interstellare Raumschiffart mit berücksichtigen. Mit phantastischer Religion hat das überhaupt nichts zu tun.
Aber welcher Erdenmensch kennt schon die WAHRHEIT? Nun, Herr Berger, wir klären Sie hier auf, damit wenigstens einer hinter die WAHRHEIT kommt.

Nachdem der Prophet Mose von unseren Vorfahren die Anweisungen für den Bau eines großen Tempelzeltes erhalten hatte und dieses später zur Verfügung stand, wurde es als Stätte vieler Zusammenkünfte benutzt. Ich will damit beweisen, daß wir keine Phantasiegestalten sind und hiermit eine ganz vorzügliche Möglichkeit exakter Beweisführung für Euch Erdenmenschen vorhanden ist. Unser großes Raumschiff, das man als 'Feuerwolke' bezeichnete, schwebte über dem Zelt der Zusammenkünfte und konnte von allen Menschen wahrgenommen werden. Der Dschebel Musa brauchte somit nicht mehr bestiegen zu werden. Moses Stimme wurde über einen Schallwandler verständigt. Ich zitiere hier eine Stelle, die in der Bibel steht:

'Da bedeckte die Wolke die Hütte des Stifts, und die Herrlichkeit des Herrn füllte die Wohnung. Und Mose konnte nicht in die Hütte des Stifts gehen, weil die Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung füllte.'

Hierzu möchte ich sagen, daß die 'Herrlichkeit des HERRN' aus der Lichtfülle bestand, die vom Raumschiff ausging. Mose konnte nicht in die Hütte gehen, weil der "Magnetismus" ihn daran hinderte. Weiter heißt es:

'Und wenn die Wolke sich aufhob von der Wohnung, so zogen die Kinder Israels, solange sie reisten. Wenn sich aber die Wolke nicht aufhob, so zogen sie nicht bis an den Tag, da sie sich aufhob. Denn die Wolke des Herrn war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts war sie feurig vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie reisten.'


Anmerkung: Die Klarstellung eines so wichtigen Geschehens wurde von namhaften Verlagsanstalten nicht akzeptiert, sonst wäre dieser Bericht auch als Buch gedruckt worden. So kneift man vor der WAHRHEIT! Wir, vom MFK-Berlin, haben diese enorme Arbeit nicht gescheut.
Ich nehme an, daß bei den Leistungen der irdischen Wissenschaftler nicht einer davon so dumm sein könnte, diese Beweisführung unserer jahrtausendlangen Existenz nicht anzuerkennen. Selbstverständlich leuchtete unser magnetisches Kraftfeld, wenn das Raumschiff eingeschaltet ist. Ich stelle an Sie, Herr Berger, die Frage, was wohl die damaligen Geschichtsschreiber über eine Atomexplosion oder über einen Mondraketenstart geschrieben hätten? - Für die Juden repräsentierte unser Raumschiff die Gegenwart GOTTES, denn es brachte das GESETZ. Dieses GESETZ wurde auch zu einigen anderen Sternen gebracht.

Wir wollen Euch Erdenmenschen nicht nur ein himmlisches GESETZ bringen, sondern einen harmonischen Weltfrieden. Ein solcher Frieden ist aber nur möglich, wenn Ihr alles über unsere Existenz wißt.

GOTT ist schwer beweisbar, vielleicht sogar unmöglich zu beweisen, obgleich ER existiert.

Aber wir sind beweisbar!

Nur Schurken versuchen, uns zu verleugnen!"
 
 

Nach dieser Rede wurde die Konferenz vertagt. Martin bedankte sich für die Gastfreundschaft und für die Belehrung. SHINUN begleitete ihn aus dem Konferenzraum hinaus.