Psychowissenschaftliche Grenzgebiete

 
Thema: Psychische Erkrankungen * (Fortsetzung 1)
       

 

Frage : Kann der Geist nur dann gesunden, indem man gedanklich positiv gegensteuert?

LUKAS : Ja, so ist es. Du hast es gesagt. Doch zunächst muß man erkannt haben, daß es so ist! Für einen Kranken oder anfälligen Menschen stellt sich dies häufig anders dar als für einen gesunden Menschen, der meint, ihm könnte dies nicht passieren. Doch ich muß sagen, keiner - ich wiederhole keiner - kennt seine Psyche so genau, daß er sagen kann: "Mir kann so etwas nicht passieren."
 
 

Frage : Woher kommt das Gefühl, daß irgend etwas auf den Körper Macht ausübt, was stärker ist als alles andere. Das ganze Sträuben hilft nicht. Irgend etwas drückt auf den Körper und übt eine so starke Macht aus, daß man immer wieder in sein altes destruktives Denkmuster zurückfällt.

LUKAS : Ganz einfach: Stelle Dir eine Waage vor. Auf der einen Seite die Psyche, eine Quelle, die ihren Fundus aus dem UNERSCHÖPFLICHEN erhält. Auf der anderen Seite der Waage der physische Körper, begrenzt und endlich, ganz im Gegensatz zur anderen Waagschale. Nun hat ein krank denkender Geist bzw. krankmachender Geist so viel an negativer Gedankenenergie auf die Schale des Körpers gebracht, daß ein deutlicher Überhang entstanden ist. Die Waage hängt also ganz bedrohlich. Gefühle stellen sich ein. Nun versucht man, mit einigen zarten und schwachen Nebenbei-Gedanken dieses Mißverhältnis rückgängig zu machen. Wie sollen diese zarten Gedanken diese schwere Waagschale so schnell leer bekommen? Kannst Du mir das sagen? - Da hilft nur eine Kontinuität, eine ständige Überprüfung der Gedanken.

Folgender Therapievorschlag: Man stelle seine Armbanduhr so ein, daß sie jede Stunde ein Signal abgibt. Dann eine Minute Zeit nehmen und die vergangene Stunde rekapitulieren: was habe ich gedacht, wo war ich mit meinen Gedanken? Waren es aufbauende Gedanken oder destruktive Gedanken, die meine Krankheit fördern. Belastungen beruflicher Art stellen dann kein Problem mehr da, wenn die Balance stimmt.
 
 

Frage : Welche Funktion übernimmt die Seele in einer psychischen Erkrankungsform, da doch Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden?

LUKAS : Die Seele versucht zu steuern, wie sie das immer versucht. Die Seele hat als einzige dieser Komponenten die Übersicht. Doch die feinen Signale werden vom Verstand, der mit dem Außen korrespondiert, überlagert, denn diese Signale sind ja "wichtiger". So meint man. Doch das ist ein Irrtum! - Der Erfolg von Menschen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind, liegt in der Ausgewogenheit ihrer Denkweise. Sie tun etwas für sich und vergessen auch den Beruf dabei nicht. Sie tun etwas für ihren Beruf im Management zum Beispiel und vergessen sich selbst dabei nicht. Das Ergebnis: Die Waage steht horizontal.
 
 

Frage : Bei den meisten Menschen beruht das fehlende seelische Gleichgewicht auf gewissen Erlebnissen, wie Ängsten im Kindesalter, dem Verlust eines lieben Angehörigen, dem Gefühl der Nichtachtung einer Person oder eines zugefügten Unrechts. All dies sind Frustrationen, die zu Vorläufern dieser Krankheit werden können. Was kannst Du uns dazu sagen?

LUKAS : Es ist immer die Frage, wie groß die stabile Basis bzw. das Fundament der Psyche ist, um die Stürme des Lebens unbeschadet zu überstehen. Jede Seele ist da anders und daher kann ich nur darauf verweisen. - Bitte formuliere die Frage genauer.
 
 

Frage : Stichwort Ängste: Wie kann man die Ursachen der seelischen Frustrationen auflösen, damit die körperlichen Leiden verschwinden?

LUKAS : Tut mir leid, auch das ist zu allgemein gefragt. Die Welt der Ängste ist fast unendlich und jede besondere Angst bedarf einer besonderen Behandlung. Angst ist nicht gleich Angst. Meistens kann der leidende Mensch seine Angst nicht einmal selber definieren. Dies muß durch geschulte Fragen und mit sehr viel Gefühl von dem Psychotherapeuten abgefragt werden. Wir benötigen genauere Angaben. Ein einfaches Beispiel, um es Euch zu erleichtern: Es gibt Ängste vor Spinnen, die sich zu einer Phobie steigern können. - Es gibt Ängste vor dem Chef, der seinen eigenen Frust auf Kosten seiner Angestellten auslebt. - Es gibt Lebensängste, die besonders diffizil sind, da diese wiederum unterteilt werden müssen usw. usw.
 
 

Frage : Warum entstehen Lebensängste?

LUKAS : Weil ein gesundes geistiges Fundament, die Basis für eine gesunde Psyche fehlt. Die Frage müßte lauten: Warum hat die Seele eine so dünne Decke der Stabilität, daß sie einzustürzen droht. Das ist die Kernfrage! Die Suche nach den Ursachen nämlich und diese müssen nicht im momentanen Leben zu finden sein. Helfen würden hier Regressionssitzungen, die von anerkannten Spezialisten durchgeführt werden.
 
 

Bemerkung : Häufig sind es Probleme mit den Eltern in der Kindheit.

LUKAS : Schiebe nicht alles auf das Elternhaus. Das Elternhaus ist nur ein Aspekt. Die eigentliche Ursache kann viel weiter zurückliegen.
 
 

Frage : Wodurch wird die stabilisierende Decke einer Seele so dünn, daß sie für psychosomatische Krankheiten anfällig wird?

LUKAS : Die Decke, das Fundament ist deswegen so dünn, weil die Seele dieses dünne Fundament mitgebracht hat. Sie will (und soll) daran erstarken und deshalb ist sie hier und hat sich gerade die Erde als Schulungsplaneten gewählt und eben nicht andere höher stehende physische Lebensebenen. Es gibt Menschen, die die Erde schon des öfteren besucht und diese Schule durchlaufen haben. Sie sind dadurch sehr stark geworden. Andere, die zum ersten Mal hier sind und solche Zustände, wie sie hier herrschen, nicht kennen, haben eben noch kein so starkes Fundament und dann kann es zu Problemen und Ängsten kommen.

Frage : Auf welche Weise kann man denn das psychische Fundament stärken? Es muß doch auf der irdischen Ebene Möglichkeiten geben, die Seele so zu schützen, daß sie behütet und gut eingebettet ist.

LUKAS : Ja, natürlich. Einmal muß derjenige, der diese Schwächen hat, es wissen, warum es so ist. Zweitens müssen auch die anderen darum wissen, die schon eine gewisse Stärke besitzen. Wir helfen euch Menschen und daher solltet Ihr mit Eurer Stärke andere stützen, anstatt sie zu unterdrücken und kleiner zu machen. Auch Ihr, die Ihr stärker seid, hattet einmal diese Schwächen und ward froh, als andere, die diese Stärke schon hatten, Euch geholfen haben. Gebt diese Nächstenliebe weiter! So will es GOTT.
 
 

Teilnehmer : Wieso ist es so schwer, ein solides seelisches Fundament für sich zu schaffen?

LUKAS : Nun, eigentlich ist dies sehr einfach. Wir sagen Euch nicht umsonst, daß Ihr möglichst jeden Tag für eine gewisse Zeit Euch innerlich zurückziehen solltet, damit das göttliche Geistige Reich seelische ABSTIMMARBEITEN - die Euch zu erklären uns nicht möglich ist durchführen kann. Nehmt es einfach an, damit Ihr dahin kommt, wohin Ihr wollt, nämlich zu einem ausgeglichenen seelischen und psychischen Leben, das auch hohen Belastungen beruflicher Art gewachsen ist.

Denkt an Eure großen Geister wie Albert Schweizer, der allein und sogar gegen eine Welt von Feinden, die ihm alles neideten, seine Vision durchsetzen konnte. Denkt an einen Gandhi, der ein 300-Millionenvolk geeint hat und die Feinde aus seinem Land vertrieb. Diese Menschen waren allein und fast pausenlos einem unwahrscheinlichen Druck ausgesetzt. Wenn sie nachts nicht schlafen konnten, wandten sie sich im Gebet an GOTT und versuchten gar nicht erst, diese gewaltigen Aufgaben allein zu lösen. Genauso ist es mit Eurem Beruf und Eurer beruflichen Belastung.

Frage : Demnach sollten wir Euch um Hilfe bitten, wenn wir Probleme haben?

LUKAS : Diese Hilfe können wir Euch nicht geben, denn wir sind selber LERNENDE und wollen wieder dahin kommen, wo alle Seelen herkamen. Wir und Ihr Menschen befinden uns auf einem langen Marsch. Das Rüstzeug dazu sollte wohl ausgewählt werden. Es sind die geistigen STÜTZEN, die wir damit meinen. Euer Außen, die materielle Welt, ist dazu nicht geeignet.

Frage : Was haltet Ihr von unseren Psychiatrien hier auf der Erde?

LUKAS : Gar nichts. - Dieses Gebiet ist dermaßen wichtig und wird so falsch gehandhabt, daß Ihr Euch nicht wundern müßt, daß jeder Dritte psychisch krank ist, in der sogenannten zivilisierten westlichen Hemisphäre.
 
 

Frage : Unsere Medizin sagt auch, daß es psychische Erkrankungsformen gibt, die auf genetische, also physische Ursachen zurückzuführen sind, wenn zum Beispiel das Kind einer schizophrenen Mutter auch schizophrene Züge zeigt. Wie beurteilt Ihr diese Aussage?

LUKAS : Das ist richtig. Genauso ist es möglich, daß aus einem sehr positiven Menschen durch einen Autounfall mit anschließender Querschnittslähmung ein ausgesprochener negativer Mensch wird. Auslöser war auch hier das körperliche Leiden.
 
 

Frage : Es gibt Traumatisierungen bei Kindern, sei es durch die Scheidung der Eltern, sei es durch Gewaltanwendung. Wann beginnt die Seele zu leiden, und wie kann man so etwas auflösen? Es gibt Kinder, die schon sehr früh psychosomatische Erkrankungsformen zeigen.

LUKAS : Ja, das ist richtig. Alles beginnt damit, daß sich eine Seele ein Elternpaar aussucht, das sich dann aber, aufgrund seines freien Willens, völlig anders entwickelt, als es die inkarnierwillige Seele abschätzen konnte. Es kommt vor, daß vom KARMISCHEN RAT Warnungen ausgesprochen wurden. Doch eine Seele hat immer die Möglichkeit, trotz der Warnung, sich das Elternpaar auszusuchen, das sie haben möchte, obwohl weitsichtige GEISTWESEN warnen und absehen konnten was passieren würde. - Doch Ihr hört ja auch nicht immer auf Eure LEHRER.
 
 

Frage : Was die Ursachen der Schizophrenie betrifft, gibt es in unserer Medizin sehr unterschiedliche Theorien. Was könnt Ihr uns dazu sagen?

LUKAS : Die Hauptursache der Schizophrenie ist eine Umsessenheit oder auch Besessenheit. Wenn ich es genauer ausdrücken soll, würde ich diese Fälle mit über 90 Prozent angeben. Es gibt auch Defekte im Gehirn, die materieller Art sind und eine Schizophrenie auslösen können. Es gibt Untersuchungen, die diese hohe außerkörperliche Einwirkung fremder Geistwesen auf den Geist eines Menschen einwandfrei belegen. Doch dieses interessiert Eure Experten wenig.
 
 

Teilnehmer : Meinst Du damit die Studien des Psychiaters Dr. Wickland?

LUKAS : Das ist richtig, aber nicht nur diese.
 
 

Frage : Könnt Ihr uns dazu noch etwas mehr sagen?
 
(TB: Ja, das kann ich.)

LUKAS : Ja, gern. Es ist so, daß versucht wurde, diese Studien von Wickland in Kliniken in ähnlicher Form umzusetzen. Doch nur mit mäßigem Erfolg, weil der Glaube an die GÖTTLICHKEIT und an das, was mit LEBENSKRAFT bezeichnet wird, nur in geringem Maße oder gar nicht vorhanden war.

Desweiteren gibt es private Initiativen, die zwar den Glauben besitzen und auch die nötigen Medien, jedoch läßt häufig das medizinische Fachwissen und die Psychologie der Fragestellung zu wünschen übrig. Es ist ganz selten, daß alles zusammentrifft. Auf solche Sonderfälle müssen wir warten. Wickland selbst, bzw. sein Werk, wird auch weiterhin ein seltener Standard bleiben. Zur Zeit wenigstens noch.
 
 

Frage : Viele Menschen kranken heute an persönlichen Lebensumständen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen, etwa Arbeitslosigkeit, Mobbing usw., an denen die beste Therapie nichts zu ändern vermag. Welche geeigneten Maßnahmen zur Stärkung der Seele könnt Ihr in solchen Fällen vorschlagen?

EUPHENIUS : Dazu gibt es einiges zu sagen: Es ist so, daß diese Seelen von fremden negativen ENERGIEN und SCHWINGUNGEN umlagert werden und auch von den eigenen negativen Gedankenenergien, die diese Seele umkreisen. Der Mensch, der diesen ENERGIEN ausgesetzt ist, wird nach einer gewissen Zeit spüren, daß seine Psyche und auch sein Körper auf diese SCHWINGUNGEN reagieren. Der Mensch sollte sich bewußt machen, daß durch diese SCHWINGUNGSGRADE seine eigene Seele ins Ungleichgewicht gerät und er nur durch positive ENERGIEN gegensteuern kann.

Ein weiterer Punkt ist, daß diese Menschen sich überlegen sollten, ob das, was ihnen widerfahren ist, dazu dient, sich bewußt zu machen, was für Ursachen sich dadurch bei ihnen selber freisetzen. Auch Arbeitslosigkeit kann eine positive Entwicklung mit sich bringen. Wichtig ist, sich vom Verstand und vom Geist mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um zu erkennen, was das Schicksal damit sagen will. Bei Beziehungsstörungen am Arbeitsplatz kann eine Seele dieses nur einen begrenzten Zeitraum kompensieren. Man kann sich in Eurer heutigen Welt nicht am Arbeitsplatz isolieren und abkapseln. Es laufen immer wieder zwischenmenschliche Beziehungen, die in der Arbeitswelt notwendig sind. Überlegt werden müßte, ob dieses Verhalten dazu dient, sich einen anderen Weg zu suchen.
 
 

Frage : Wie kommt es, daß ältere Menschen an manchen Tagen geistig rege und lieb und an anderen Tagen bösartig, geistig abwesend, verwirrt und so gut wie überhaupt nicht mehr ansprechbar sind?

EUPHENIUS : Dieses hängt mit dem körperlichen Verfall des materiellen Körpers zusammen. Der Körper unterliegt dem Älterwerden und die biologische Uhr geht irgendwann einmal zu Ende. Das Gehirn wird nicht mehr mit so viel Sauerstoff und Blut durchflutet, daß es als voll funktionsfähig angesehen werden kann. Es gibt Blockaden, die im Sprachverhalten, im Bewegungsablauf oder auch in dem geistigen Denkvermögen ihren Niederschlag finden. Dieses hängt mit der zeitlichen Erhaltung Eures materiellen Körpers zusammen. Es hat Ursachen in den biologisch veranlagten Zellstrukturen, die im Laufe Eures Hier- und Daseins sich verändern und zerfallen. Es ist ein Naturgesetz, welches hier auf Erden herrscht und wo kein Eingriff von Eurer Seite möglich ist.
 
 

Einwand : Das erklärt aber nicht das ständige Auf und Ab des Verhaltens.

EUPHENIUS : Dieses hängt damit zusammen, daß die Gehirnfunktionen, die Schaltzentralen, mal funktionieren und mal nicht. Es gibt bei Euch Verwirrtheitszustände, die aufgrund von Verengungen des Gehirns und der mangelnden Durchblutung als dauerhafte Schädigung angesehen werden. Es gibt aber auch Störungen, die nur zeitweilig auftreten. Die Ursache ist der Verfall des menschlichen Daseins.
 
 

Frage : Streß macht uns Kopfschmerzen, Angst läßt unser Herz schneller schlagen, Ärger drückt auf den Magen. Gefühle haben also Einfluß auf unseren Körper, und unsere körperliche Verfassung zieht das seelische Befinden in Mitleidenschaft. Leider hat sich in der Praxis des medizinischen Alltags die wissenschaftlich begründete Erkenntnis, daß Seele und Körper wechselseitig aufeinander einwirken, nicht durchgesetzt. Dafür wird gläubig auf den Erfolg der Apparatemedizin gesetzt. Woher kommt diese Einseitigkeit?

EUPHENIUS : Diese Einseitigkeit liegt darin begründet, daß auf den Universitäten das alte medizinische Fachwissen in dieser Präzision weitergegeben wird. Ein guter Apparatemediziner wird hierzulande als ein guter Arzt angesehen. Das äußere Qualifikationsbild eines Arztes stellt nicht die zwischenmenschliche Beziehung zu dem Patienten dar, sondern das, was er über die Apparate in dem Körper des Patienten ausfindig macht. Der Kontakt, das Gespräch und die seelische Annahme und das Mitgefühl werden in der Ausbildung eines Mediziners nicht vermittelt.

Es müßte ein gewaltiger Umdenkungsprozeß in der Medizin erfolgen, um die herkömmliche Medizin wegzurücken und das Blickfeld wieder auf den Menschen, nämlich auf die Seele und auf das Gesamtgefüge des Menschen zu lenken. Wenn dieses möglich ist, ist der nächste Schritt zur Verbindung zur Naturheilmedizin gegeben. Dieses Bindeglied muß geschaffen werden, um das zu verwirklichen, was notwendig ist, nämlich: die Naturmedizin mit der Allgemeinmedizin zu verbinden.

Solange das Geistgut in den Ärzten vorherrscht, daß man in den Menschen reingucken und die Organe untersuchen muß um festzustellen, wo die Störungen sind und sie nicht anerkennen, daß viele Impulse, die von außen auf den Menschen einwirken, die Seele erschüttern und blockieren können und somit Ursachen hervortreten auf die Organe, die zu Krankheiten wie Krebs oder Tumorbildung führen, wird es nicht gelingen, den Kreis zu schließen und die Verbindung herzustellen zu der naturkundlichen Ergänzungsebene.
 
 

Frage : Da die herkömmliche Medizin allmählich unbezahlbar wird, könnte es in Zukunft sein, daß gewisse Ansichten, was die Psychosomatik und die Naturheilkunde betrifft, sich ändern?

EUPHENIUS : Dies müßte einen revolutionären Umdenkungsprozeß bei den Medizinern auslösen. Nur über die Anerkennung, daß Seele, Körper und Geist zusammengehören und daß das Jahrhundert gekennzeichnet ist von psychosomatischen Erkrankungen und von psychischen Erkrankungen und durch die Erkenntnis, wie wichtig es ist, den Menschen als Einheit zu sehen und nicht in Fragmente zu zerlegen, wird es gelingen, andere Wege in der Versorgung des Menschen zu beschreiten.
 
 

Frage : Es wird immer wieder eingewandt, das Menschliche verstehe sich in der Medizin von selbst und bedürfe keiner Schulung. Wie seht Ihr das?

EUPHENIUS : Das ist ein Irrglaube! Die Medizin wird und muß sich verändern, um den Krankheiten gerecht zu werden, die jetzt hier, in diesem Jahrhundert, präsent sind und sich verstärkt in den Vordergrund drängen. Die Mediziner werden erkennen, daß sie auf einem toten Gleis stehen, auf dem es kein vorwärts und rückwärts mehr gibt. Sie müssen sich bewegen und ihre Tore öffnen für das, was von seiten anderer medizinischer Bereiche angeboten wird.
 
 

Frage : Schirmen sich die Ärzte gegen etwas ab, das sie würden sie es zur Kenntnis nehmen sehr beunruhigen müßte?

EUPHENIUS : Ihr gesamtes Denkgefüge würde zusammenbrechen. All das, was sie in ihren Schulungen lernen, müßten sie zum größten Teil verwerfen. Es wäre ein Zusammenbruch der Ärzteschaft auf dieser Welt. Es wäre ein Ausradieren medizinischer Begriffe, die sie an ihrem eigenen Glauben zweifeln läßt.
 
 

Frage : Sollte der Körper nicht weniger, dafür aber die Seele mehr erforscht werden?

EUPHENIUS : Das ist eine Aufgabe, die jetzt ansteht, da eine Bewegung sich anbahnt, daß viele Menschen erkennen, daß die Seele ein wichtiger Bestandteil ist für die körperliche Befindlichkeit. Die Mediziner werden erkennen, daß sie nicht nur in ihrer Ausbildung den Körper und die inneren Teile betrachten, sondern ihr Augenmerk auf etwas richten müssen, was im Körper nicht vorhanden, was sie nicht sehen, was sie nicht röntgen, was sie nicht durch aufschneiden einer menschlichen Person finden. Diese Auseinandersetzung mit einem Phänomen, was nicht sichtbar ist, wird eine Erschütterung der hiesigen Medizin bewirken.
 
 

Frage : Gehören die Angst und die Schuldgefühle zum Menschen und muß man lernen, damit zu leben?
 

EUPHENIUS : Angst, Schuldgefühle sind Ursachen, die sowohl in Erlebnissen von Außen als auch von Innen verankert sind. Es sind Erfahrungswerte, auf die der Geist, die Seele und der Verstand zurückgreifen. Es gelingt nur durch Erfahrungen positiver Art, daß Ängste und auch Schuldgefühle nicht so bedrohlich werden, daß sie die Seele so stark aus dem Gleichgewicht bringen, daß sich daraus psychosomatische und physische Erkrankungen ergeben. Angst und Schuldgefühle gehören nicht zum Leben. Es sind Erfahrungswerte, die die Seele, der Geist und der Verstand über andere Leiter und Erlebnisse und Erfahrungen gemacht hat.
 
 

Frage : Es gibt Menschen, die depressiv werden, wenn in Gremien Machtverhältnisse herrschen, auf die sie keinen Einfluß haben. Sie bekommen sehr leicht das Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht. Wenn man weiß, welche Situationen depressiv machen, sollte man denen dann besser aus dem Wege gehen oder sie gezielt aufarbeiten?

EUPHENIUS : Der erste wichtige Schritt ist mit der Erkenntnis gemacht, woher diese Gefühlsregung und diese Gemütsverstimmung kommt. Wenn durch diesen Schritt die Ursache dieser seelischen Mißstimmung erkannt wurde, kann man sich wappnen und kann sich schützen vor diesen Ohnmachtsanfällen. Man kann sich dann bewußt machen, daß man als Mensch nicht alles zum Positiven erreichen kann und zum anderen, daß man nicht hier als Seele inkarniert ist, um alle Schuld der Welt auf sich zu laden.
 
 

Frage : Wenn man dieses Handwerkszeug des Lebens gelernt hat, wie kann man es einsetzen in akuten Krisen? Zum Beispiel eine Frau verläßt ihren Mann oder umgekehrt, ein guter Freund stirbt usw. Wie besteht man solche Situationen?

EUPHENIUS : Indem man das Vertrauen und den GOTTESGLAUBEN nicht verliert und erkennt, daß man vieles in seinem Leben nicht verändern und daß man vieles nicht beeinflussen kann.

Wenn man erkennt, daß hinter allem, was einem zustößt, eine positive Mitteilung oder Botschaft steht, die für das eigene Leben wichtig und weichenstellend ist, so wird man auch erkennen, daß bei noch so großen Ängsten, Bedrohungen und Ausweglosigkeiten sich eine Tür öffnet, die den Weg hier auf Erden weiter bereitet.
 
 

Frage : Gerade heutzutage gehen viele Beziehungen kaputt oder auch der Tod geht dazwischen. Ist das Abschiednehmen der eigentliche Inhalt des Lebens?

EUPHENIUS : Das Wort "Abschiednehmen" ist schon eine verkehrte Titulierung hier bei Euch auf Erden. Es ist kein Abschied, sondern es ist ein Übergang in ein anderes LEBEN, verbunden mit einem Wiedersehen. Abschied bedeutet Unendlichkeit und Nichtbegegnung. Tod und Weggang enthalten eine vorübergehende Abrückung, aber niemals den Abschnitt des Nichtwiedersehens.
 
 

Frage : Ist es für einen depressiven Menschen wichtig, daß er sich von belastenden Situationen nicht überfallen und lähmen läßt, sondern in der Auseinandersetzung bleibt und aktiv gegensteuert?

EUPHENIUS : Häufig ist es so, daß Depressive zu gelähmt sind, um ENERGIEN zuzulassen und um das anzupacken, was ansteht. Depressive benötigen unterschiedliche Zeitelemente, um wieder bei sich selber anzukommen. Die Seele ist zerrissen und gelähmt und nicht imstande, den Kontakt zu dem Geist und zum Verstand herzustellen. Es ist ein Abschnitt, der - Ihr würdet sagen - den Menschen in ein tiefes Loch fallen läßt, in eine Dunkelheit, wo man erst wieder Licht schaffen muß. Häufig ist es so, daß Depressive über Zuwendung, Fürsorge, LIEBE und Anteilnahme sich wieder selber erwecken und dann mit kleinen Schritten ihr Leben wieder in die Hand nehmen.