Das Jenseits - Nachtrag

- 13 - Oktober 1959 Irdische Kritik am Reiche GOTTES Selbst der erfahrenste Spiritualist stellt sich unwillkürlich die Frage: Wie ist es nur möglich, daß ein so vielfach nachweisbares Wissen über das Geistige Reich so wenig Verbreitung findet? Abgesehen von dem ablehnenden Verhalten der mächtigen Kirchen und Universitäten kommt ein Faktor hinzu, der ganz besonders schwer ins Gewicht fällt. Es handelt sich dabei um die irdische Denkweise der auf Erden lebenden Menschen gegenüber den GESETZEN der immateriellen WELT. Der Erdenmensch lebt unter der zwingenden Gewalt der Naturgesetze. Zu diesen GESETZEN kommen noch die von Menschen selbst geschriebenen juristischen und bürgerlichen Gesetze hinzu. Das gesamte Erdendasein bestimmt die Denkart des Menschen; ganz gleich, ob es sich um allge- meine Lebensbedingungen oder um technische Errungenschaften handelt. Diese Erfahrungen und Errungenschaften sind geordnet, niedergeschrieben und aufbewahrt. Mit diesem Schatz zugängli- chen Wissens, der bis an die Grenzen des Weltalls reicht, versucht der Mensch jedes Phänomen, jedes Wunder und überhaupt jedes Vorkommnis zu erklären, das ihn irgendwie erreicht oder nur vom Hörensagen bekannt wird. Mit diesen irdischen, rein materiellen Erfahrungen, zu denen auch noch die meßbaren Feinst- schwingungen und elektromagnetischen mikro- oder makrokosmischen Vorgänge gehören, versu- chen Wissenschaftler, Theologen und Forscher aller Richtungen, alle Vorgänge des Übersinnlichen und Jenseitigen zu klären. Hierbei kommt es vor, daß das gesamte irdische Wissen bereits an den Grenzen der Vierten Dimension scheitert. In absoluter Hilflosigkeit - teils aus Mangel an Erfah- rung , teils aus übertriebener Skepsis, teils aus Ungläubigkeit - wird dann sowohl das Phänomen als auch die jenseitige Botschaft einfach verworfen. Gewöhnlich lautet das Urteil in völlig oberflächli- cher Weise: "Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel" – oder: "Das Ganze war nur eine Sinnestäu- schung." Mit einer rein irdischen, d. h. materiell eingestellten Denkweise kann das Geistige Reich nicht er- kannt noch kritisiert werden. Das Geistige Reich hat seine eigenen GESETZE, die sich auf ein im- materielles DASEIN beziehen. Mithin ist es eine völlig falsche Auffassung, wenn göttliche Offen- barungen aus dem Reiche GOTTES - der Einfachheit halber - in das Gebiet des menschlichen Un- terbewußtseins verlegt werden. • Damit fällt der Mensch ein Urteil, ohne die GESETZE zu kennen. Das Geistige Reich bemüht sich in liebevoller Geduld, in jeder Weise über die Existenz des Geisti- gen Reiches zu belehren. Doch, wie gesagt, diese Dimension hat ihre eigenen GESETZE, deren Nichtbeachtung auch für die jenseitig lebenden Seelen unabsehbare Folgen nach sich ziehen. • Der jenseitigen Belehrung stehen immer dämonische KRÄFTE im Wege, die ein solches zu- sätzliches Wissen verhindern möchten. Nun stellt sich der Erdenmensch die Frage: Warum können die guten, positiven WESENHEITEN der Jenseitswelt derartige Grobheiten und Störungen nicht verhindern? - Das höchste, universelle GESETZ ist die LIEBE. An zweiter Stelle steht die Freiheit des Willens. Beides sind Dinge, die von der Erdenmenschheit vergewaltigt werden. Im Jenseits haben diese GESETZE jedoch eine noch zwingendere und höhere Bedeutung als im materiellen Dasein, da im Jenseits alles superlativ ist. • Aus diesem Grunde können und dürfen gute JENSEITSKRÄFTE mit keiner Gewalt eingrei- fen, um bösartige Störenfriede zu beseitigen, denn auch diese besitzen ihren garantiert freien Willen auf ihrer EBENE, haben aber auch die Konsequenzen aus ihrem Verhalten zu tragen. Viele Zweifel am Reiche GOTTES entstehen dadurch, weil zwischen dem Geistigen Reich und dem Erdendasein falsche Vergleiche angestellt werden. Das Geistige Reich hat gegenüber dem Erdenda- sein superlative Möglichkeiten.

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