Psychowissenschaftliche Grenzgebiete
 
Thema: Giganten im All - III - (5)

       

12.0 Das Wunder von Fatima

Dieses Mal war nur die Hälfte der Beisitzer im Konferenzsaal anwesend. ASHTAR SHERAN saß bereits an seinem gewohnten Platz. Nach der Begrüßung aller Anwesenden begann der Kommandant mit den Worten:

"Heute haben wir keine interstellare Konferenz einberufen, sondern nur eine kleine Diskussionsrunde. Wir wollen über einen sehr wichtigen Fall reden, der sich auf der Terra zugetragen hat. Unser Raumschiff steuert inzwischen Ihren Heimatplaneten an, Herr Berger. Wir setzen sie demnächst wieder in New Mexiko ab, genau an der Stelle, an der wir sie aufgenommen hatten. Martin nickt, sagte aber nichts darauf. Zu seiner eigenen Verwunderung verspürte er keine besondere Freude darüber, die SANTINER und dieses Raumschiff verlassen zu müssen. Verwundert über seine eigene Reaktion hing er den Gedanken nach, wurde aber von den Worten des Kommandanten abgelenkt. "Das Wunder von Fatima (-7-) ist der eindeutigste Beweis unserer außerirdischen Existenz", sagte der außerirdische Kommandant und WELTENLEHRER. "Einen besseren Beweis gibt es nicht. Aber den Kirchen ist es nicht recht, wenn ihr Marienkult richtiggestellt wird. Die Kirchenvertreter scheuen vor keiner Lüge und vor keiner Blasphemie zurück; sie verteidigen die Unwahrheit - auch dann noch, wenn sie den Irrtum bereits erkannt haben."  "Gehen Sie dabei mit der Kirche nicht etwas zu hart ins Gericht?", warf Martin ein. "O nein! Im Gegenteil es ist noch viel zu milde ausgedrückt", antwortete der Kommandant sehr bestimmt. "Sehen Sie, Herr Berger, die Kirchen segnen feierlich die Glocken ein. Aber wenn es um das große Morden geht, haben sie nicht den Mut, ihre heilig geweihten Glocken zu verteidigen; sie werden herabgenommen und eingeschmolzen, um Menschen zu töten und zu verstümmeln. Das ist passiert, Herr Berger - und es ist nur ein kleines Beispiel von vielen!

Nun zu Fatima: Im Jahre 1917, irdischer Zeit, erhielten wir den Auftrag, die Erdenmenschheit vor den kommenden gefährlichen Auseinandersetzungen zu warnen. Mit einem diskusförmigen Flugobjekt brachten wir einen unserer Botschafter in die Gegend von Fatima. Er sollte in spanischer Sprache die Botschaft überbringen.

Um den außerirdischen Charakter dieser Botschaft zu wahren, suchten wir uns drei Hirtenkinder aus, deren Intellekt nicht ausreichte, um eine solche Botschaft selbst zu erfinden. Man sollte wissen, daß es sich um eine außerirdische, meinetwegen auch überirdische Überbringung handelte. Weil unser Botschafter aber langes blondes Haar trug und für irdische Begriffe von übermenschlicher Schönheit war, wurde er für die Mutter CHRISTI gehalten.

Wir stellten zu den Hirtenkindern einige Kontrakte her - und so, wie man uns früher für 'Götter' gehalten hatte, so hielt man uns auch innerhalb der katholischen Bevölkerung für eine Himmelserscheinung im Sinne ihrer Religion. Doch diese Meinung kam unserm Vorhaben sehr zu statten. Durch Levitationen wurde das Übersinnliche noch stärker betont. Weil aber das Gedächtnis der Hirtenkinder nicht besonders gut ausgeprägt war, und weil sie Angst hatten, war unsere Unterredung stets nur sehr kurz."

Der Kommandant gab SO SHIIN einen Wink und sagte: "SO SHIIN kann uns darüber sehr genau berichten, denn er kennt den Originaltext der katholischen Kirche, die das Wunder von Fatima protokollieren ließ." SO SHIIN blätterte in einem Buch und begann den Text zu verlesen: "Es handelt sich um die dritte Erscheinung vom 13. Juli 1917: Eine große Menschenmenge aus der ganzen Gegend war in der Cova da Iria versammelt. Es waren ungefähr vier- bis fünftausend Personen. Plötzlich leuchtete am Himmel ein greller Blitz auf. Das Licht kam von Osten. Auf Luzias Bitte knieten die Massen nieder. Alle Anwesenden hatten eine kleine weiße Wolke wahrgenommen, die den Erscheinungsort umgab. Das Sonnenlicht war deutlich gedämpft. Diese Zeichen wiederholten sich bei jeder Erscheinung." ASHTAR SHERAN hob seine Hand und fügte hinzu: "Unsere Flugobjekte werden oft als eine leuchtende Scheibe oder als Kugel wahrgenommen. Das magnetische Kraftfeld erzeugt eine sehr starke Lichtaura. Außerdem verändern sich die Atome der Luft, so daß eigenartige Flocken auf die Erde herabfallen, die sich aber wieder auflösen. Jedes unserer Flugobjekte kann die Erde versengen oder auch einen Orkan auslösen. Ein heftiger Windstoß ist immer vorhanden, wenn ein Flugdiskus herabkommt." Der WELTENLEHRER nickte SO SHIIN freundlich zu und dieser fuhr mit seiner Lesung fort: "Über die Hirtenkinder gaben wir die Botschaft, daß wir am 13. Oktober 1917 ein 'Wunder' am Himmel zeigen würden. Da die Kinder nicht wußten, was ein Phänomen ist, ließen wir es bei einem göttlichen Wunder.

An diesem besagten Tage hatten sich bereits mindestens 70.000 Menschen versammelt, um das angekündigte Wunder zu sehen. Das Originalprotokoll berichtet darüber:

'Die großen Tageszeitungen hatten ihre besten Reporter geschickt. Es regnete. Die Sonne war hinter Wolken versteckt. Die Menge sang fromme Lieder. Genau um 12.00 Uhr rief Luzia aus: Da! Ich sehe sie!' Schlagartig hörte der Regen auf. Luzia rief: 'Schaut zur Sonne!' Nun sah die ungeheuere Menge ein großartiges Schauspiel. Die dichte Masse der Regenwolken stob auseinander. Die Sonne erschien wie eine silberglänzende Scheibe, die man ohne Anstrengung und Gefahr anschauen konnte. Sie begann sich wie ein Feuerrad um sich selbst zu drehen. Dabei leuchtete sie in allen Farben des Regenbogens und streute nach allen Seiten hin Lichtflämmchen und Feuergarben aus.'"  


Dies ist das Original-Protokoll des Vatikans. 70.000 Augenzeugen haben das UFO-Phänomen gesehen! Das Phänomen stimmt mit Tausenden von ähnlichen UFO-Sichtungen überein. Diese Tatsachen abzustreiten ist eine böswillige Verleumdung und Diskriminierung ohnegleichen.

Lieber Leser, bedenke, daß an diesem hochinteressanten Bericht die SANTINER mitgewirkt haben. Die SANTINER haben größtes Interesse daran, daß die WAHRHEIT über die ganze Welt verbreitet wird. In Brasilien hat sich ein weiterer Verlag bereit erklärt, die SANTINER-Botschaften in portugiesischer Sprache zu veröffentlichen.

Medialer Friedenskreis Berlin


An dieser Stelle stoppte ASHTAR SHERAN abermals die Ausführungen von SO SHIIN. Der Kommandant erhob sich und sagte:

"Das ist eine einwandfreie Beschreibung eines unserer Diskusobjekte. Die Sonne war hinter den Wolken versteckt. Niemand konnte sie sehen. Aber der Windstoß des Raumschiffes teilte die dicken Regenwolken und war von den vielen Menschen klar zu erkennen.

Die Sonne scheint nicht silbern; man kann auch nicht mit ungeschützten Augen lange in sie hineinsehen. Lichtstrahlungen in allen Regenbogenfarben sind bei der Sonne nicht üblich, aber sie sind typische Begleiterscheinung unserer Raumschiffe, wenn sie mit der Atmosphäre in Berührung kommen. Da gibt es nichts weiter zu erklären, Herr Berger."

Der Kommandant gab SO SHIIN einen Wink und dieser setzte seine Lesung fort: "Das Protokoll des Vatikans, welches von P. L. Gonzaga da Fonseca S. J., Professor am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom verfaßt wurde, berichtete weiter:

'Himmel und Erde, Felsen und Menschen waren nacheinander in gelbes, grünes, rotes, blaues, violettes Licht getaucht. Einige Augenblicke stand die 'Sonne' still. Dann begann sie wieder dieses licht- und farbensprühende Kreisen um sich selbst, noch herrlicher als vorher. Wiederum hielt sie inne und zum dritten Male wiederholte sich das Feuerwerk, das keine Fantasie sich vorstellen kann.

Und die 70.000 Menschen? Sie starrten außer sich, atemlos und wie gebannt zum Himmel empor. Plötzlich schien es, als ob die Sonne sich vom Firmament loslöse, in Zickzacksprüngen auf die Erde stürze. Ein ungeheuerer Schreckensschrei stieg aus der Menge auf: "Milagere! Milagere!" Alle fielen auf die Knie und in den Morast. Dann sangen sie das Credo."

Martin hatte aufmerksam zugehört. Diese Darstellung war ihm nicht ganz unbekannt. Er meldete sich zu Wort und sagte: "Soviel ich weiß, schreibt man dieses Wunder der Gottesmutter Maria zu. Aus diesem Grunde ist Fatima der größte Wallfahrtsort der Welt geworden." ASHTAR SHERAN nickte zustimmend und antwortete: "Wir haben nichts dagegen, daß es so ist. Aber die Wirklichkeit war dennoch anders. Der Bote, der auf uns aufmerksam machen sollte, hatte langes, lockiges Haar. Seine Kleidung war sehr prächtig. Er wurde von den Kindern als eine bildschöne Frau angesehen. Bei ihrer Vernehmung wurden den Kindern unter Drohungen so viele Suggestivfragen gestellt, daß aus einem SANTINER eine Muttergottes wurde. Übrigens: GOTT hat keine Mutter. GOTT ist kein Mensch!" "Also war es kein religiöses Wunder?", fragte Martin. "Nein, nicht in dem Sinne, wie man es auf der Terra ausgelegt hat. Aber wir handelten in einem göttlichen AUFTRAG", sagte der Kommandant. "Aus Anlaß dieses großartigen Wunders hat man der 'Gottesmutter' eine Kapelle gebaut", sagte Martin. "Man hat der Figur der Maria eine Krone gestiftet, die aus kostbarem Gold gefertigt ist. Diese herrliche Krone ist etwa 1.200 Gramm schwer und enthält 950 Brillianten von 76 Karat, 1.400 Rosetten von 20 Karat, 313 Perlen und außerdem noch 2.650 kostbare Edelsteine. Als Journalist habe ich mich einmal für den Wert dieser Krone interessiert und deshalb sind mir diese Angaben noch in Erinnerung." ASHTAR SHERAN lächelte und sagte: "Eigentlich ist die Krone für uns bestimmt. Aber ich muß tatsächlich lächeln, wenn ich daran denke, daß man uns heute verspottet und als Feinde hinstellt. Mit Edelsteinen kann man sich keine göttlichen Sympathien erkaufen, auch nicht die Kirchen.

Der Stern von Bethlehem wurde auch als ein göttliches Wunder hingestellt.

Hat das den Atheismus aufgehalten?"

 

 

13.0 Starrsinn der Wissenschaft

"Auf Erden macht man den Fehler, daß man einen Computer mit einem menschlichen Gehirn vergleicht. Das führt zu dem Dogma, daß die Materie das Denken hervorbringt. Sehen Sie das auch so?", fragte Martin.

"So ist es", erwiderte ASHTAR SHERAN. "Aber ein Computer sortiert nur vorhandene Daten, die der Mensch ihm zuvor eingegeben hat. Ein Computer besitzt keine Phantasie und kein Gewissen, sondern rechnet mit Zahlen. Der Computer ist ein großartiges Hilfsmittel für den Menschen, doch diese Maschine besitzt kein eigenes Denken, keine Gefühle, kennt keine Verantwortung und ist unfähig, seine eigenen Fehler zu entdecken. Daran wird sich vorerst auch nichts ändern. So gut ein Computer auch sein mag, die letzte Entscheidung trifft der Mensch." Martin spürte immer deutlicher, daß man aus ihm einen anderen Menschen gemacht hatte. Doch bei diesem Gedanken war ihm nicht ganz wohl. Er erkannte, daß er von der Erdenmenschheit innerlich abgerückt war. Er fühlte sich sehr mit den SANTINERN verbunden.

Was Martin am meisten kränkte, war die Tatsache, daß es auf der Erde Wissenschaftler gab, die sich störrisch der WAHRHEIT widersetzten. Diese Wissenschaftler regierten die Welt. Es waren nicht die großen Politiker allein, denn diese richteten sich stets nach der Wissenschaft. Wenn die Wissenschaft sagt, daß eine Wasserstoff-Atombombe keine direkte Gefahr für die Erde darstellt, so geben die Politiker den Auftrag, diese Bombe zu zünden.

Das alles ging durch Martins Hirn.

Schließlich wandte er sich an den Kommandanten und sagte: "Auch wenn ich Zeuge einer außerirdischen Raumfahrt bin und meine Erfahrungen und Erkenntnisse veröffentliche, so werden doch hunderte Wissenschaftler gegen diese Tatsache protestieren und mich für verrückt erklären."

"Das ist doch absolut nichts Neues", antwortete ASHTAR SHERAN gelassen. "Als die erste Eisenbahn gebaut wurde, protestierte die Wissenschaft auch gegen dieses Unternehmen mit der Begründung, daß die Menschen schon vom Zusehen in Ohnmacht fallen würden. Solche Beispiele gibt es genug; auch wenn die meisten Menschen auf der Terra nichts davon wissen. Eingepauktes Wissen macht noch kein Genie!

Auch diese WAHRHEITEN hier, muß die Wissenschaft einmal anerkennen. Daran kommt sie nicht vorbei.

Selbstverständlich haben die Forscher recht, wenn sie sagen, daß selbst bei einem mit Lichtgeschwindigkeit fliegenden Raumschiff die Reise zu einem benachbarten Sonnensystem zu lange dauern würde. Aber diese Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es nicht; sie wird nur angenommen. Das Licht hat natürlich seine Begrenzung; aber das schließt doch nicht aus, daß es nicht noch andere Geschwindigkeiten gibt.

"Hat sich der Physiker Einstein getäuscht?", fragte Martin.

"Hinsichtlich der Lichtgeschwindigkeit hatte er recht. Doch die Lichtgeschwindigkeit ist nicht absolut, weil es noch wesentlich höhere Geschwindigkeiten gibt", antwortete ASHTAR SHERAN. Für einen Moment wurde die Gesprächsrunde unterbrochen. Eine Nachricht wurde dem Kommandanten überbrachte. ASHTAR SHERAN las und wandte sich dann der Gesprächsrunde zu: "Ich erhalte soeben die Nachricht, daß die drei irdischen Raumfahrer heil und gesund auf der Terra gelandet sind. Wir freuen uns über diesen Abschluß eines gewagten Versuches."

Martin fühlte sich nach dieser Nachricht sichtlich erleichtert. Bevor er jedoch eine weitere Frage an den Kommandanten richten konnte, wurde es ihm plötzlich schwarz vor Augen. Der Journalist sackte in seinem Sessel zusammen und rührte sich nicht mehr.-

 

 

14.0 Götterbesuch in Indien

Als Martin Berger wieder zu sich kam, hörte er leise und verschwommen eine sanfte Stimme, die zu ihm sprach. Martin versuchte die Augen zu öffnen, was ihm nur mühsam gelang. Alles war verschwommen. Hatte er geträumt? - Undeutlich sah er, wie ihm eine Hand einen Becher reichte:

"Herr Berger! - Sind Sie wach? Nehmen Sie bitte die Medizin, sie wird Ihnen helfen." Allmählich erkannte Martin die schönen Augen von MUMTASEE. Er nahm den Becher in seine Hand und trank langsam einen Schluck. "Was ist passiert?", fragte er die Außerirdische. "Ihr Körper reagiert", sagte die Außerirdische. "Sie haben einen Kreislaufkollaps bekommen. Bei der Konferenz sind Sie beinahe aus dem Sessel gefallen. Aber keine Angst, wir bringen Sie schon wieder auf die Beine. Das Raumschiff befindet sich ja bereits auf der Rückreise zur Terra. Bald haben Sie alles hinter sich." "Sie sind ein wunderschönes Mädchen. Wissen Sie das?", fragte Martin, der seine Bewunderung für die außerirdische Frau nicht verbergen konnte. MUMTASEE antwortete nicht, sondern lächelte nur. Martin spürte, daß er sie aus irgendeinem unbekannten Grunde liebte. Aber sollte man nicht jeden Menschen aus unbekanntem Grunde lieben? Warum gab es überhaupt Feinde? Die Außerirdische schien Martins Gedanken erraten zu haben: "Sich überall Feinde zu machen, ist sehr einfach. Sich aber einen wahren Freund zu erwerben, ist viel, viel schwerer." Martin nickte mit dem Kopf und stand langsam auf. Die Außerirdische hatte recht, daran gab es keinen Zweifel. Die SANTINER waren nicht nur technisch überlegen, sondern auch geistig wesentlich ausgereifter als die irdische Menschheit. Auch MUMTASEE erhob sich und wollte sich verabschieden. Martin wehrte ab und sagte: "Bitte bleiben Sie noch eine Weile bei mir. Ich möchte noch gerne mit Ihnen sprechen." Die harmonische Ausstrahlung dieser Frau erinnerte Martin daran, daß man die SANTINER stets für Götter gehalten hatte. "Glauben Sie daran, daß der Mensch seinen Tod überlebt?", fragte er. "Wenn die irdische Wissenschaft nicht so hochmütig wäre, hätte sie bereits beweisen können, daß der Mensch den Tod überlebt. Aber dazu gehört mehr Demut, die überall noch fehlt", sagte die Außerirdische. "Ja, ich glaube auch, daß das Wissen um das Überleben nach dem Tode, die wirklich alles entscheidende Religion ist", sagte Martin. "Auf der Terra gibt es genug absolute Beweise, nicht nur einige, sondern millionenfach, daß der Mensch seinen Tod überlebt. Auch wenn man eine so wichtige WAHRHEIT jahrtausendelang unterdrückt, verfälscht und mißdeutet, so kommt doch einmal der Zeitpunkt, wo alles dieses nicht mehr zählt; denn WAHRHEIT ist etwas, das man nicht ewig unterdrücken kann. Man glaubt auf der Terra nicht an die Unsterblichkeit und an das bewußte Überleben nach dem Tode. Man sagt statt dessen: 'Lassen Sie mich mit diesem Unsinn zufrieden.'" SHINUN kam herein, um sich nach dem Befinden seines Gastes zu erkundigen. MUMTASEE berichtete und verabschiedete sich dann von Martin Berger, der sich sehr herzlich für alles bei ihr bedankte. Dann wandte Martin sich an SHINUN und fragte: "Hatte Indien einmal etwas mit den SANTINERN zu tun oder sind dort andere Außerirdische gewesen?" SHINUN winkte ab und sagte: "Andere Außerirdische müßten schon lange vor uns auf der Erde gewesen sein", sagte SHINUN. "Solange wir uns mit der Terra befassen, hat kein anderer außerirdischer Besucher diesen Läuterungsplaneten betreten. Wir werden jetzt O SEMIO aufsuchen. Er ist ein Indienkenner. Bitte, kommen Sie!" SHINUN führte seinen Gast durch einen langen Gang. Als sie vor der Tür zu O SEMIOs Unterkunft standen, meldete SHINUN sich und seinen Gast an. Kurz darauf betraten sie den Raum. O SEMIO sah noch sehr jung aus. Seine große, vorgewölbte Stirn mit den langen Locken ließ auf Wissen schließen. O SEMIO bot seinen Besuchern an, Platz zu nehmen und SHINUN erklärte ihm, was sie wissen wollten. Dann wandte sich der Außerirdische an Martin Berger und sagte: "Vor einigen tausend Jahren war Indien ein von uns bevorzugtes Land. Wir haben es oft besucht. Selbstverständlich haben wir die indische Bevölkerung stark beeinflußt. Sie müssen wissen, Herr Berger, daß wir besonders gern solche Länder und Menschen aufsuchten, die sich bereits mit Religion befaßt hatten. Solche Menschen sind leichter zu leiten, als atheistische und ungläubige Besserwisser. Das Himalajagebiet liegt sehr hoch und ist deshalb für unsere schwierigen Landungen günstiger.

Die indische Bevölkerung hat uns - die wir aus der Höhe kamen - immer für Götter gehalten. Als sie uns herabkommen sahen, nahmen sie an, daß wir - ich spreche von unseren Vorfahren - unseren Göttersitz hoch oben auf den unerreichbaren Höhen der höchsten Berge hatten, die von keinem damaligen Menschen erreicht werden konnten. Aus diesem Grunde tauften diese Menschen das Himalajamassiv 'Thron der Götter'."

Martin hatte interessiert zugehört. Uralte Geheimnisse fanden plötzlich ihre Erklärung. "Trugen die außerirdischen Besucher Raumanzüge und Schutzhelme?", fragte Martin. O SEMIO lächelte wohlwollend und antwortete: "Gewiß, sie trugen grüne Raumanzüge, ähnlich den heutigen. Auch trugen sie einen Helm auf ihrem Kopf. Später haben sie auf die Schutzmaske verzichtet. Das Gesicht war nur zu Beginn der Besuche durch einen Helm, ähnlich einer Taucherglocke geschützt. Die Atmosphäre in einer Höhe von 5.000 m und darüber kommt unserer Atmung sehr entgegen. Schließlich haben unsere Vorfahren eine sehr praktische Erfindung gemacht. Sie konstruierten einen kleinen Nasenfilter, den man in die Nasenöffnung steckte. Das Gerät genügte vollkommen für einen Aufenthalt von vielen Stunden." "Sehr interessant", sage Martin, "jetzt verstehe ich auch den sogenannten 'Höhenkult'". "Ja, ganz recht", sagte O SEMIO. "Je höher die Berge sind, desto besser eignen sie sich für unsere Landungen. Aus diesem Grund haben wir speziell die hohen Berge bevorzugt, z. B. auch die Anden in Peru, das Bergmassiv von Sinai und die Rocky Mountains in Nordamerika. Wir fühlen uns in sauberer, dünner Luft am wohlsten, weil sie der Luft unseres Heimatsterns ähnlich ist." "Es scheint mir, daß es vor vielen tausend Jahren einen sehr regen außerirdischen Flugverkehr auf der Erde gegeben hat", sagte Martin. "Ja, das stimmt. Das kann man so sagen", betonte O SEMIO. "Wir haben uns immer bemüht, unseren Brüdern und Schwestern auf der Terra zu helfen." "Auf der Erde betrachtet man dagegen alles Außerirdische als einen potentiellen Feind", sagte Martin ärgerlich. "Ja, das wissen wir", sagte O SEMIO. "Aber wessen Feinde sind wir eigentlich? Es kann sich nur um eine Clique handeln, die uns als Feinde betrachtet. Die Völker selbst sind nicht unsere Feinde. Ich wüßte auch nicht, daß wir uns jemals als Feinde benommen haben. In Wirklichkeit sind wir eine Art 'Weltraumpolizei'. Wie können wir da Feinde sein? Die Polizei ist doch ein Helfer." "Man kann den Völkern eine imaginäre Feindschaft so lange einreden, bis sie tatsächlich glauben, daß es Feinde gibt. Ich weiß definitiv, daß sich auf der Erde Völker bekämpfen, ohne sich überhaupt näher zu kennen", sagte der Journalist.
"Schlimmer noch", sagte O SEMIO. "Die Menschen auf der Terra bekämpfen sich auch dann, wenn sie einer Rasse oder einer Nation angehören. Beispiel Deutschland: Erst waren alle einig und dann wurden sie grimmige Feinde. Es wurde eine Grenze gezogen, wie sie schlimmer kaum sein kann. Das alles nur durch entsprechende Beeinflussung." "Woher kommt es, daß man in Indien so viele Götter verehrt?", fragte Martin. "Ich denke, daß diese Menschen durch Außerirdische eine gesunde Religion erhalten hätten? "Das hängt mit dem technischen Unverständnis zusammen", erklärte O SEMIO. "Ohne eine Ausnahme waren die Erdenmenschen noch nie in der Lage, die Technik unserer Raumfahrt zu begreifen. Deshalb stellte man auch immer falsche Mutmaßungen an. Wir vertreten einen UNIVERSELLEN GLAUBEN, aber wir sind keine Götter! Ich bin fest davon überzeugt, daß es überhaupt keine Götter gibt, sondern nur einen SCHÖPFER, den wir den GROSSEN PLANER nennen. Die Bezeichnung 'Götter' gibt es nur auf der Terra. In unserem Vokabular ist dieser Begriff gar nicht enthalten." Martin überlegte einen Augenblick und sagte: "Sicher hat man die damaligen Außerirdischen deshalb für Götter angesehen, weil man ihnen aufgrund ihrer Verhaltensweise überirdische Kräfte zuschrieb. Sie waren den Menschen überlegen, so daß man nicht daran zweifelte, daß diese Götter, die vom Himmel kamen, Einfluß auf die Geschicke der Menschen nehmen konnten." O SEMIO nickte anerkennend mit dem Kopf. "Ja, das ist es. Sie haben Recht. Doch heute sind wir in den Augen der Erdenmenschen keine Götter mehr, sondern das Gegenteil nämlich gefährliche Übermenschen, denen nicht zu trauen ist." "Haben die Inder von den Besuchern aus dem All gelernt?", wollte Martin wissen. "O ja. Wir haben immer die Kulturen beeinflußt. Es lag aber nicht in unserer Absicht, einen Kult zu fördern, wie er auf der Terra entwickelt worden ist", sagte O SEMIO. Wir haben den Indern viele Geheimnisse der Magie verraten und haben sie auch in der Gedankenübertragung unterwiesen. Die Lamas in Tibet haben manche Geheimnisse aus dieser Zeit bewahrt." "Warum wurden diese erfolgreichen Verbindungen mit den Erdenmenschen eingestellt?", fragte Martin weiter. O SEMIO strich sich über sein langes, gewellter Haar und sagte langsam: "Ja, das ist so eine Sache. Als wir sahen, daß die Priester einen unnatürlichen Kult daraus machten und fanatisch wurden, haben wir uns zurückgezogen. Die Kontakte wurden eingeschränkt. Heute gibt es immer noch einige Jogis, die sich unserer Magielehren bedienen." "Was ist Magie?", fragte Martin. "Magie ist eine der gewaltigsten URKRAFTQUELLEN", referierte O SEMIO. Diese ENERGIEN sind nicht zu unterschätzen! Die Schwerkraft gehört auch dazu, weil sie magisch beeinflußt werden kann. Die Levitation ist dafür ein Beispiel. Für uns ist die Levitation eine Selbstverständlichkeit. Auch die Levitation hat ihren Anteil am Götterglauben. Hinzu kommt, daß wir einen Gürtel tragen, aus dem feurige Strahlen herausschießen, die uns in helles Licht tauchen", fügte SHINUN hinzu. "Das alles war und ist für die Erdenmenschen mystisch und unbegreiflich. Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Martin schluckte, sagte aber nichts. Nach einer Pause nahm O SEMIO das Gespräch wieder auf und sprach: "Indien hat eine große Rolle gespielt. Wir haben seinerzeit versucht, die sehr religiös veranlagten Menschen zu belehren. Aber wir standen einer fanatischen Primitivität gegenüber. Schließlich war es uns geglückt, die entscheidende Lehre von der unsichtbaren INTELLIGENZ zu verbreiten. Es ist sehr wichtig, daß man das Unsichtbare ebenfalls studiert. Die Lamas in Tibet hatten uns verstanden, aber von ihrer Göttervorstellung waren sie so beeinflußt, daß sie nie wieder davon loskamen." "Große Erkenntnisse sind nicht nur für einen einzelnen Menschen bestimmt, auch nicht für ein einzelnes Volk. Große Erkenntnisse gehören der gesamten Menschheit!", sagte der Journalist und wunderte sich selbst über seine eigenen Worte. "So ist es", antwortete O SEMIO. "Damit ist gemeint, daß es sich nur um eine Menschheit handeln kann, die im ganzen Universum zu Hause ist. Wir SANTINER besitzen große Erkenntnisse, die für alle Menschen im Universum bestimmt sind. Darum setzen wir auch alles daran, diese Erkenntnisse von Stern zu Stern zu verbreiten." "Was für Erkenntnisse?", fragte Martin. O SEMIO schaute Martin fest in die Augen und sprach: Wir haben großen Einfluß auf die Religionen der Terra gehabt. Auch die buddhistische Religion hat sich viel nach unseren Lehren gerichtet. Was die 'Götter' sagten, hielt man für richtig. Doch leider haben uns die Inder falsch verstanden. Sie nahmen an, daß sie das Leiden bekämpfen müssen, auch wenn es autosuggestiv ausgeschaltet wird. Doch wir haben ganz etwas anderes damit gemeint. Unsere Belehrung sagt, daß der Mensch das Leiden bekämpfen muß, indem er keine unnötigen Leiden verursacht. Der Mensch muß mehr Verständnis für das Leiden anderer Menschen haben. Wenn der Mensch aber das Leiden an sich bekämpft, stumpft er ab. Das ist nicht in unserem Interesse. Es geht ja nicht nur um das körperliche Leiden, sondern um das geistige, das seelische Leiden. Diese Empfindungen sind viel qualvoller!" "Haben Ihre Vorfahren den Völkern gelehrt, daß der Mensch bei seiner Wiederverkörperung als Mücke, Affe oder als eine Kuh zurückkehrt?", frage Martin. "Nein, ganz und gar nicht", sagte O SEMIO. "Der Mensch hat solche Verkörperungen noch nie durchgemacht und er wird sie auch nie durchmachen. Die menschliche Seele steht über der Seele der Tiere. Die Tierwelt diente zur Entwicklung des physischen Körpers des Menschen, doch nur solange, wie es sich noch nicht um einen Menschen handelte. Diese Entwicklung läuft mit der Entwicklung anderer lebensfähiger Planeten parallel. SHINUN wandte sich an O SEMIO und sagte: "Wir müssen jetzt noch einmal zum Kommandanten. ASHTAR SEHREN will unbedingt noch einmal mit unserem Gast sprechen, bevor er uns wieder verläßt." Sie erhoben sich von ihren Plätzen.

Martin bedankte sich bei O SEMIO für die interessante Unterhaltung, die sein Wissen wiederum bereichert hatte. O SEMIO grüßte sehr höflich und sagte zum Abschied:

"Vergessen Sie bitte nicht, Herr Berger, daß der größte Kampf, den die Menschheit zu führen hat, der Kampf gegen den Irrtum und die Unwissenheit ist. Das sind die größten Feinde des Fortschrittes, der Erleuchtung und des Friedens.

GOTT sei mit Ihnen!"